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Karlsruhe Gleis als Umleitung: Neue Verbindung in Rüppurrer Straße geplant

Nach Angaben der Stadt sollen die Bahnen einen Abzweig von der Philipp-Reis-Straße in die Rüppurrer Straße bekommen. Das bejaht die Vermutung der Freien Wähler, die ein entsprechendes Vorhaben nun bestätigt bekommen haben.

In einer Anfrage an die Stadtverwaltung erfragte der Stadtrat Jürgen Wenzel vor allem Informationen über Sinn und Kosten des Südabzweigs. Der dazugehörige Planfeststellungsbeschluss eröffnete weitere Fragen. Denn eigentlich sei ein entsprechendes Vorhaben damals nicht vorgesehen gewesen.

Statt der "Südkurve" entstand an selbiger Stelle eine Gleisverbindung von der Philipp-Reis-Straße in Richtung Mendelssohnplatz. Doch wie die Stadt nun angibt, sei ein Einbau eines Sübdabzweigs geplant. Damit könnten dann Bahnen, die vom Tivoli kommen, direkt auf die Südost-Bahnstrecke einbiegen.

Südabzweig soll als Umleitungsmöglichkeit dienen

Dabei soll es eine ähnliche Funktion übernehmen, wie die schon vorhandene "Nordkurve" von der Philipp-Reis-Straße zum Mendelssohnplatz. Denn diese ist nach den Angaben der Stadt ein sogenanntes "Betriebsgleis". Sowohl bei ungeplanten Betriebsstörungen wie Unfällen als auch bei vorübergehenden, geplanten Liniennetzanpassungen, beispielsweise während Fastnachtsumzügen, dient dies als Umleitungsmöglichkeit. Regelmäßiger Linienbetrieb finde auf solch einem Gleis nicht statt.

So auch die neue "Südkurve": Der Einbau des Südabzweigs an der Baumeisterstraße sei vor allem im Zuge des Umbaus der Kriegsstraße sinnvoll. Die Verbindung zwischen dem Kronenplatz und dem Rüppurrer Tor müssten infolgedessen häufig voll gesperrt werden.

Weitere Fällungen sind nicht geplant

"Durch optimierte Umleitungsverbindungen sollen die bauzeitlichen Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie möglich gehalten werden.", so die Stadt. Insbesondere von Osten kommenden Linien sollen Verbindungen in Richtung Hauptbahnhof ermöglicht werden. Weiter heißt es: "Nach Fertigstellung der Kombilösung soll auch dieser Gleisbogen lediglich bei betriebsbedingten Erfordernissen befahren werden."

Zu den Kosten für die Erweiterung des Gleisvierecks Baumeisterstraße/Philipp-Reis-Straße/Rüppurrer Straße gibt die Stadt aktuelle Berechnungen in Höhe von rund 970.000 Euro als Richtlinie an.

Aber nicht nur aus diesem Grund musste ein Baum gefällt werden: Die Stadtverwaltung teilt mit, dass die Naturschutzbehörde der Stadt Karlsruhe für die Rodung eine Befreiung erteilt habe. Die bereits gefällte Platane sei demnach beschädigt gewesen. Weitere vorhandene Pflanzen sollen laut der Stadt aufgrund der Arbeiten aber nicht mehr gefällt werden.

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Kommentare (7)
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  •   Prof.Baerlapp
    (449 Beiträge)

    Da stellen sich weitere Fragen:
    Baukosten von ca. 1 Million hören sich nach monatelanger Bauzeit an. Was ist dafür zeitlich einkalkuliert?

    Und wo bitteschön sollen denn in der Bauzeit überhaupt noch Bahnen verkehren? Wenn dieser Knotenpunkt zu ist, dann ist weder der Verkehr über die Rüppurrer Straße, noch über die Baumeisterstraße möglich. Einzige Verbindung ist dann die Karlstraße... und falls es dort einen Unfall, einen Oberleitungsschaden oder ähnliches gibt - dann ist der Bahnverkehr komplett lahmgelegt. Hallelujah!
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  •   mueck
    (8969 Beiträge)

    !
    Mindestens die Fahrbeziehung Baumeisterstr. <-> Fritz-Erler-Str, sollte dort trotz Baustelle dauerhaft möglich sein.
    Ein einzelner Austausch von zwei Weichen o.ä.sollte über ein Wochenende möglich sein, hat die VBK schon oft genug demonstriert.
    Wenn sie an einem WE nicht alle drei auszutauschenden Stellen gleichzeitig packen, dann sollte, wenn sie es geschickt in mind. 3 Bauabschnitte unterteilen, zeitweise auch noch Baumeisterstr. <-> Ludwig-Erhard-Allee und oder Rüppurrer Str. <-> Fritz-Erler-Str. oder Ludwig-Erhard-Allee <-> Fritz-Erler-Str. oder Baumeisterstr. <-> Rüppurrer Str. möglich sein, so dass nur jeweils 1 - max. 2 der heute möglichen Fahrtbeziehungen gleichzeitig ausfallen.
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  •   ElAnduri
    (304 Beiträge)

    Der Kriegsstraßenumbau kommt überraschend, ne?
    Sonst hätte man den Südabzweig ja schon gleich beim Bau der Strecke miteingebaut. Schon möglich, dass damals mehr Geld gekostet hätte als ohne Südabzweig, aber jetzt kostet es noch mehr Geld, weil nachträglich Gleisbauteile ausgetauscht werden müssen, die Straße noch einmal gesperrt werden muss usw. Da krieg ich einfach Plaque, wenn so kurzsichtig geplant wird -.-
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  •   mueck
    (8969 Beiträge)

    !
    Als die Südostbahn samt unvolldtändigem Gleisviereck geplant (2010) und gebaut (2011) wurde,
    - stand da noch ein Baum im Weg und
    - war noch geplant, den Südabzweig Ettlinger Str. mit vollständigem Gleisviereck Baumeisterstr. wieder herzustellen, womit man sich diesen nun diskutierten Abzweig hätte sparen können.
    Den Verzicht auf Letzteres (und später Gleise einfach liegen lassen als Bedarfsumfahrung) halte ich für einen Fehler, aber mich fragt ja keiner ... zwinkern Das man die nun diskutierte Spange doch noch einbaut, nachdem der Baum eh nicht mehr zu retten war, ist logische Folge des Verzichts auf den Südabzweig Ettlinger Str. ...
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  •   todi01
    (1040 Beiträge)

    Die Million
    kann man ja im Schuletat wieder einsparen, das ist gar kein Problem.

    Es wird dringend Zeit für eine kommunalpolitische Alternative, die diesen Saustall nachhaltig ausmistet, aber nicht gleichzeitig eine Kolchose, eine vegane Gesellschaft oder das Vierte Reich errichten will.
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  •   calamar
    (73 Beiträge)

    Jetzt reissen wir doch gleich die Rüppurrer Strasse auch auf
    Mein Vorschlag wäre die gesamte Innenstadt aufzureissen und für den Verkehr jeglicher Art zu sperren, auf unbestimmte Zeit. Dann kann sich die Staft in Ruhe überlegen was sie will, die Bürger müssen halt schauen wie sie von A nach B kommen, und nach soundsovielen Jahren das "neue" Karlsruhe den Bürgern vorzustellen und übergeben. Langsam kommt mir das alles wie Grössenwahn vor, echt...
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  •   mueck
    (8969 Beiträge)

    ?
    "Langsam kommt mir das alles wie Grössenwahn vor, echt..."

    Jetzt erst?
    Mir ist das seit 1995 klar ...
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