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Karlsruhe Gewalt gegen Frauen: Demonstranten tanzen in Karlsruhe für Frauenrechte

Tanzender Protest gegen Diskriminierung: Am Samstag, 18. Februar, 12 Uhr, findet die "One Billion Rising"-Demonstration auf dem Karlsruher Marktplatz statt. Männer und Frauen demonstrieren bei der internationalen Tanzdemo für Frauenrechte und die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern.

One Billion Rising ist eine weltweite Bewegung, die 2012 ins Leben gerufen wurde und seitdem in bis zu 190 Ländern der Welt stattfindet. Warum der Protest auch hier gebraucht werde? 40 Prozent der Frauen in Deutschland hätten bereits körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren- das müsse ein Ende haben, findet die Kampagne.

Wie wird demonstriert?

Treffpunkt ist um 12 Uhr auf dem Marktplatz. Der "offizielle" Tanz der Demo wird auch in diesem Jahr wieder getanzt und kann mithilfe eines YouTube-Videos erlernt werden. Doch auch wer nicht mit tanzen möchte, sei am Samstag herzlich willkommen, informiert die Organisation.

Wofür man sich als Teilnehmer einsetzen möchte, dürfe gerne auf Plakate und Schilder geschrieben und mitgebracht werden. Außerdem seien Trommeln und Blumen gerne gesehen und wer gerne einen Beitrag liefern würde, beispielsweise eine Rede, könne sich gerne melden.

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Kommentare (29)
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  •   ALFPFIN
    (5673 Beiträge)

    17.02.2017 18:08 Uhr
    Tanzen gegen körperliche und sexuelle Gewalt
    Tanzen gegen körperliche und sexuelle Gewalt an Frauen ist gut gemeint, aber welche Resonanz hat das. Der Darbietung schaut man zu und dann gehen die Leute weiter.
    Selbstverteidigung lernen. Selbstbewusstsein zeigen und auch leben. Den Frauen aufzeigen und ihnen Mut machen, dass sie nicht jahrelang mit einem gewalttägigen Partner leben müssen.
    Es gibt ja Anlaufstellen. Und die Menschen im Umfeld, Verwandte oder auch insbesondere Kolleginnen, nicht wegschauen.
    Insgesamt konsequenter gegen Gewalt auch strafrechtlich strenger vorgehen.
    Mit Tanzen aufmerksam zu machen ist gut gemeint, hinterlässt aber nur einen flüchtigen Eindruck.

    Leider hilft das in anderen Kulturen, in denen Frauen grundsätzlich nichts oder nicht viel wert sind, gar nichts.
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  •   EmilyHobhouse
    (928 Beiträge)

    18.02.2017 17:22 Uhr
    Indien
    Da täuscht du dich aber ganz gewaltig, in Indien beispielsweise gehen die Frauen jetzt auf die Straße und haben schon einiges bewirkt. Es gibt andere Länder, z.B. Saudi Arabien wo nur durch eine Intervention von außen etwas geschehen könnte. Aber bei uns werden leider wirtschaftliche Interessen immer den humanitären vorangestellt. Auch im Sport. So sollte eine Fußball WM oder auch andere Sportereignisse niemals in einem Land wie Katar stattfinden. Auch und gerade wegen der Unterdrückung von uns Frauen. Aber unsere Proteste hier sollten auch von den Frauen und Männern unserer Regierung gehört werden. Wir kämpfen auch für unsere Schwestern in den Islamischen Ländern. Im übrigen können Muslima hier bei uns in 2. oder 3. Generation auch dazu beitragen die gesellschaftlichen Verhältnisse in Ihren Herkunftsländern zu verändern. Wir Frauen sollten deshalb auf unser Schwestern zugehen und versuchen langsame Veränderungen zu bewirken.
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  •   Papst_Prius_I
    (288 Beiträge)

    18.02.2017 18:58 Uhr
    Von uns Frauen?
    Der war gut. grinsen

    Mal wieder die Fronten gewechselt?
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    19.02.2017 00:16 Uhr
    Hehe,
    eine Oyster, das gefällt mir. grinsen

    Allerdings leider eine von der extrem ungeniessbaren Sorte...
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  •   JimmyBluebutton
    (648 Beiträge)

    19.02.2017 08:10 Uhr
    Gabs da nicht mal eine
    "Blue Oyster Bar"?
    Dort wurde auch kräftig getanzt.
    Selbstverständlich mit offenem Visier... grinsen
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  •   silberahorn
    (9336 Beiträge)

    18.02.2017 01:55 Uhr
    Gewalt in Partnerschaften
    ist aber nur ein kleiner Teilbereich, obwohl in Karlsruhe gerne so getan wird, als sei das allein ein Thema.
    Ich würde gerne wissen, wie viele ungelöste Morsanschläge noch im Aktendepot der Staatsanwaltschaft Karlsruhe liegen.
    Tanzen? Ich könnte Bilder aus der Kindheit zeigen, wo ich als Tänzerin in der Zeitung abgebildet bin. Lange Beine, gutes Aussehen, dazu noch Noten in Mathematik (Gymnasium) mit sehr gut. Und dazu dann das, was ein Gutachter über mich schrieb, bevor ich angegriffen wurde. In Karlsruhe scheint man das zu brauchen, dass es nur "minderwertiges Weibsvolk" trifft und die hätten es wohl verdient. So kommt mir das nachträglich gesehen jedenfalls vor. Was nützt Selbstbewusstsein und jeder Kurs, wenn man sich - selbst betroffen - so viel Dreistigkeit von amtlicher Seite gar nicht vorstellen konnte und deshalb keine Möglichkeit hatte darauf rechtzeitig reagieren ztu können. Die schicken solche Gutachten nicht zu, wenn man Antrag auf Opferentschädigung stellte.
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  •   ALFPFIN
    (5673 Beiträge)

    18.02.2017 10:13 Uhr
    Ich habe die Gewalt in Partnerschaften
    auch nur als eine der Situationen geschildert. Auch ich habe in meinem Berufsleben in einem Fall ziemlich deutliche und verletzende verbale Angriffe erlebt. Diesem Kollegen habe ich mit allem Nachdruck deutlich gemacht, dass ich mir das nicht bieten lasse und ihm aufgezeigt, dass auch die Möglichkeit besteht, ihn versetzen zu lassen. Allerdings habe ich auch Kolleginnen gehabt, die diese Ausfälle mitgehört haben und sie bezeugten. Das meinte ich, Mut haben, dagegen anzugehen, Mut haben als Kollegin den Mund aufzumachen.
    Ich selbst habe da auch Frauen in bestimmten Situationen, des "ganz normalen Alltagsleben" unterstützt.
    Der Fairness halber muss ich auch sagen, dass in meinem Fall auch Kollegen dem Herrn die Meinung gesagt haben.
    Das gilt natürlich auch in einem anderen Umfeld.
    Und noch einmal, das Strafmaß auch konsequent anwenden.

    Dieser "Herr" hat uns zwar dann die letzten 10 Jahre seines Berufsleben nicht mehr gegrüßt, damit konnten wir aber locker leben. grinsen
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  •   silberahorn
    (9336 Beiträge)

    18.02.2017 05:33 Uhr
    Meine Tippfehler
    möge man entschuldigen. Ich schreibe auf einem neuen Gerät. Der Inhalt wurde trotzdem hoffentlich klar.

    Täter dürfen schweigen. Ich als Geschädigte bekam zu hören, dass schließlich ich es bin, die etwas will, als ich Antrag auf OEG stellte. Schon bei einem der ersten Termine bekam ich zu hören, dass ich schon vor der Tat nicht funktioniert hätte. Hoppla - selbst wenn dem so wäre, bedeutet das nicht, dass jemand weniger unter den Folgen solcher Taten leiden muss. Es war aber noch nicht einmal so, dass ich es war, die nicht "funktioniert" hatte. Was soll das? Der erste Gutachter hat mich gar nie gesehen und gesprochen und beim zweiten Gutachten (mit Termin) wurde ich nach der Schwangerschaft meiner Mutter gefragt. Das klingt zwar wie eine bitteböse Satire. Es war aber Realität in Karlsruhe.
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  •   Rambazamba
    (239 Beiträge)

    18.02.2017 09:47 Uhr
    Unglaublich!
    https://youtu.be/gl2AO-7Vlzk
    Genau darum geht es. Vielleicht schauen Sie sich einfach das Video an. Hier wird klar, dass Frauen überall betroffen sind: Häusliche Gewalt, Belästigung am Arbeitsplatz, Vergewaltigung in der Ehe, Beschneidung von Mädchen...
    Das Unglaublich! war an Silberahorn gerichtet. Solche Fälle müssen noch mehr publik gemacht werden!
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  •   Rambazamba
    (239 Beiträge)

    17.02.2017 17:31 Uhr
    Hauptsache den Senf dazu gegeben!
    "Am 14. Februar läd der V-Day eine Milliarde Frauen dazu ein, raus zu gehen, zu tanzen und sich zu erheben, um das Ende dieser Gewalt zu fordern. Eine Milliarde Frauen – und Männer – überall auf der Welt. Wir zeigen der Welt unsere kollektive Stärke und unsere globale Solidarität über alle Grenzen hinweg. Zeig auch Du der Welt am 14. Februar, wie EINE MILLIARDE aussieht. Am 14. Februar sieht sie aus wie eine REVOLUTION.
    Macht alle mit!"
    An (vor allem die männlichen) Foristen: Das ist das Thema und nichts anderes! Lasst eure Flüchtlingsdebatte stecken! Lasst die dümmlichen Aussagen von "weißen oder schwarzen Männern" stecken! Diese Aktion mit "Antanzen" zu vergleichen zeigt von einer fortgeschrittenen Ignoranz und derart niedrigem Niveau, dass man sich schon fast fragen muss, ob hier überhaupt das Hirn eingeschaltet wurde.
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