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Karlsruhe Get Lazy: Modelabel aus Karlsruhe macht faire Wohlfühlklamotten

Ein Modelabel aus Karlsruhe macht derzeit bundesweit von sich reden. Get Lazy hat nicht nur durch eine ausgesprochen erfolgreiche Kickstarter-Kampagne auf sich aufmerksam gemacht, auch das nachhaltige und faire Konzept von Fabian Krüger, dem Kopf hinter Get Lazy, überzeugt.

Die Kollektion von Get Lazy umfasst derzeit Hoodies und Sweatpants – bequeme, komfortable Mode für Zuhause, die sich nach Belieben der Kunden individuell modifizieren lässt. Kuschelpullover zum Wohlfühlen, bei denen die Innenseite der Kapuze vom Käufer selbst designt werden kann.

Ein Stück vom Lieblingsstoff, passend zum Sofakissen, ein altes Bandshirt,  das ausgediente Kuscheltuch vom Baby oder ein Trikot vom Lieblingsverein – alles ist möglich, je nach dem, was den Träger so richtig glücklich macht. Eingenäht wird das Lieblingsstück nach Schnittvorgaben des Kunden – mit Reißverschluss, so dass man das Innenfutter auch jederzeit wechseln kann.

Kickstart-Kampagne bringt das Startkapital für Get Lazy

Denn genau das ist das Konzept hinter Get Lazy: Kapuzenpullis und Jogginghose kann jeder, personalisiert mit dem gewissen Extra an Wohlfühlqualität, das kann nur Get Lazy aus Karlsruhe. Sortiment und Gestaltungsmöglichkeiten sollen stetig erweitert werden, wie Fabian Krüger erzählt: "Bald können Kunden dann auch auswählen ob und wie viele Taschen sie an ihrem Hoodie wollen, wie lang die Ärmel sein sollen und ob sie ein tailliertes oder weiteres Modell bevorzugen."

Dazu sollen unter anderem die rund 23.000 Euro aus der vor einigen Wochen abgeschlossenen Kickstarter-Kampagne verwendet werden. "Das ist das Startkapital, das wir gebraucht haben, um richtig los zulegen", meint Krüger, der eigentlich Ingenieur ist und ursprünglich aus der Automobilbranche kommt.

Mode von Get lazy: Fair und sauber

Und bei Get Lazy stimmen auch Material und Herstellung: "Ein angenehmes Tragegefühl entsteht nur, wenn sorgfältig ausgewählte Materialien schonend in Handarbeit zusammengefügt werden. Wir verarbeiten ausschließlich GOTS-zertifizierte und fair gehandelte Biobaumwollstoffe aus Albstadt. Dabei verzichten wir auf chemische Pestizide, sonstige Toxine und benutzen nur natürliche, ökologische Färbemittel", so die Philosophie von Fabian Krüger. Er ist davon überzeugt, dass Wohlfühlen, Relaxen und Entspannen auch eine Frage der richtigen Kleidung ist.

Perfekte Integration: Flüchtlinge im Handwerk

Hergestellt werden die Kleidungsstücke von Get Lazy in Handarbeit - "made in Germany – made by refugees" lautet das Konzept. In einer Schneiderei in Passau wird die Kleidung hergestellt, dort arbeitet eine Schneidermeisterin zusammen mit Flüchtlingen. Denn das Schneiderhandwerk ist in Deutschland nahezu ausgestorben. Mit jedem Stück von Get Lazy unterstützen die Kunden so auch dessen Wiederbelebung. Denn durch die Hilfe der Flüchtlinge, die das Handwerk noch beherrschen, möchte Get Lazy hier eine ganz neue Infrastruktur schaffen.

Das kommt allen Seiten zugute: Get Lazy kann in Deutschland unter fairen Bedingungen und zu fairen Verkaufspreisen produzieren. Flüchtlinge haben eine sinnvolle Tätigkeit, die einen ersten Schritt hin zu einer echten Integration in die Gesellschaft bedeutet. Der Kunde bekommt für sein Geld handgearbeitete, individualisierte Ware von bester Qualität.

"Und wenn der Kunde merkt, er bekommt etwas ganz Besonderes, ist er auch bereit, ein bisschen mehr dafür zu bezahlen", ist sich Fabian Krüger sicher. Denn weiß, nur wenn er in Deutschland zu fairen Löhnen und mit hochwertigen Materialien produziert, kann er die hohen Standards und Ansprüche halten, die er an sich, sein junges Unternehmen und seine Produkte hat.

Weitere Informationen über das Karlsruher Modelabel Get Lazy

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Kommentare (13)
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  •   RechterRand
    (965 Beiträge)

    27.11.2016 18:05
    Sind diese Klamotten wirklich besonders gut,
    also hochwertig in Material, Verarbeitung, Design und Passform, oder wird nur ein weiteres Mal Trittbrett auf dem Gutmenschenhype der Besserverdiener gefahren?

    Dem Bild nach zu urteilen wollen die damit nur den betuchten Grünenwählern das Geld aus der Tasche ziehen. Daran gibt es im Grunde auch nichts auszusetzten. Das ist sicher ein lohnendes Geschäftsfeld.

    Aber wenn ich mir diese Pseudosportbekleidung so anschaue, dann ist da nichts besonderes dran. Okay, das Logo sieht auf den ersten Blick cool aus.

    Liegt es an dem Artikelschreiber oder an den Unternehmern, die ideologische Ausrichtung wird zu sehr in den Vordergrund gestellt. Damit erreichen sie nicht die Menge an potentiellen Kunden, die ein kleines Unternehmen zu einem dauerhaftem Erfolg führen können.

    Trotzdem ists ein guter Ansatz und ich wünsche viel Erfolg.
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  •   Winston_Smith
    (182 Beiträge)

    27.11.2016 17:59
    Bio Cotton gibts auch bei C&A und anderen
    Die Idee, durch Einarbeitung seines Lieblingsstoffes kostendeckend in D. produzieren zu können, wirft Fragen auf.

    Aus Passauer Neue Presse:

    "...Die Schneidermeisterei will Lehrlinge ausbilden, Förderanträge sind gestellt, "die Agentur für Arbeit übernimmt in der Eingliederungsförderung ein halbes Jahr die Hälfte der Lohn- und Lohnnebenkosten.."

    Man wird sehen, was Mitbewerber dazu sagen. Unter anderem.
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  •   Befreier_0815
    (249 Beiträge)

    27.11.2016 11:18
    Also,
    wenn ich jetzt Klamotten bei Not-Refugees kaufe, dann können die in ihrer Heimat Geld verdienen und bleiben vielleicht auch dort zwinkern
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  •   JimmyBluebutton
    (646 Beiträge)

    27.11.2016 09:41
    Kickstarter waren früher besser...
    bei meiner Kreidler beispielsweise.
    Relaxen und Entspannen?
    Wer merkts?
    Hauptsach mol was Englisches neigebengelt...
    Bio- Jogginghose, Öko- Baumwolle und der Ahmed aus Aleppo, ganz schön bunt der Fabrikant
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  •   CaMa
    (21 Beiträge)

    27.11.2016 09:27
    schlechter Imagetext! - würde ich von nem Redakteur neu aufsetzen lassen
    Startups, Nachhaltigkeit, fair, ... ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN/LESEN!
    "Kick-Start-Kampagne bringt die erforderlichen 23000 für dieses Projekt."

    "eigentlich Ingenieur ist und ursprünglich aus der Automobilbranche kommt."

    -> sind dich eigentlich Peanuts für ne Firmengründung, als Ingenieur einfach 4-5 Monate bissl was beiseite legen - schafft evtl. auch in D. nen Arbeitsplatz/Arbeitsplätze und besseres Scoring bei Banken.
    Ach ja:
    "In einer Schneiderei in Passau wird die Kleidung hergestellt, dort arbeitet eine Schneidermeisterin zusammen mit Flüchtlingen. Denn das Schneiderhandwerk ist in Deutschland nahezu ausgestorben"
    -> ?????? was' n Argument!!!?!?

    Handarbeit - "made in Germany – made by refugees" lautet das Konzept "
    Hääähhh???? Wie jetzt???

    WOW...und dann 128,- für'n Hoodie verlangen!??

    Gibt genug Alternative, die das total Knorke finden...wenn's nix wird...az net schlimm...haben ja noch'n Job
    Na dann: VIEL GLÜCK & ERFOLG bei diesem "Konzept"
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    27.11.2016 16:49
    Fairerweise
    muss man sagen, dass dein Kommentar qualitativ noch weit hinter dem Artikel rangiert.
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  •   SagMalWas
    (209 Beiträge)

    27.11.2016 13:10
    Ingenieur
    Wo verdient man als Ingenieur in Karlsruhe so viel, dass man 4.500€ pro Monat beiseite legen kann?
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    27.11.2016 16:43
    Weder
    in Karlsruhe noch sonstwo.
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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    27.11.2016 17:06
    Also in Karlsruhe geht das.
    Das weiß ich sicher. grinsen
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  •   jetzt.lass.mal.wieder.gut.sein
    (146 Beiträge)

    27.11.2016 18:47
    Also 4.500 Euronen beiseite legen
    und das bei angemessenem Lebensstil ... im Moment fällt mir da nur eine Anstellung als Ingenieur in DreiFrageZeichens Unternehmen ein. grinsen
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