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Karlsruhe Freie Wähler fordern: "Geschädigte" Einzelhändler sollen günstiger werben können

In einem Antrag an den Karlsruher Gemeinderat hat sich Stadtrat Jürgen Wenzel von den Freien Wählern, dafür ausgesprochen Einzelhändlern im Bereich Kaiserstraße, die in ihren Geschäften während der Bauarbeiten im Rahmen der Kombilösung stark eingeschränkt waren, vergünstigte Werbeflächen in den künftigen Haltestellen des U-Strabs bereit zu stellen.

In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause stand unter anderem die Gestaltung der unterirdischen Haltestellen mit der Lüpertz-Kunst der Kombi-Lösung auf der Tagesordnung. Aus diesem Anlass forderte Wenzel, stellvertretend für die Freien Wähler, in einem Ergänzungsantrag dass geprüft werden sollen, ob bei der Vergabe der Werbeflächen in den zukünftigen Haltestellen des U-Strabs eine deutlich vergünstigte Nutzung der Werbeflächen durch die anliegenden Einzelhändler und Geschäftsinhaber für ein Jahr nach der Inbetriebnahme der U-Strab und nach Wegfall der oberirdischen Gleise möglich ist und wie die Realisierung bewerkstelligt werden kann.

Dauerhaft günstiger Werben?

Außerdem solle nach Forderung der Freien Wähler geprüft werden, ob ein dauerhaft günstigerer Tarif für Karlsruher Unternehmen für die Buchung von Werbeflächen in den U-Haltestellen möglich ist und wie die Realisierung bewerkstelligt werden kann. Grund für die Forderung dieser Maßnahme ist laut den Freien Wählern, das Einzelhändler entlang der Kombi-Lösung-Baustellen in den vergangenen Jahren massiv durch Bauarbeiten eingeschränkt wurden.

Nach dem Wegfall der oberirdischen Gleise sei zudem nicht unbedingt mit einer Entspannung der Lage zu rechnen, da die Geschäfte nicht mehr aus den Bahnen sichtbar sind und aus den unterirdischen Haltestellen auch schlechter zu erreichen sind, führt Wenzel weiter aus.

Eine kostengünstige Werbemöglichkeit für ein Jahr würde zumindest die regelmäßigen Nutzer der unterirdischen Haltestellen auf die Geschäfte aufmerksam machen. Ein dauerhaft vergünstigter Tarif für lokale Geschäfte sollte zur Förderung der lokalen Wirtschaft selbstverständlich sein, zumal diese Vorort Gewerbesteuer zahlen, heißt es in dem Antrag weiter.

Werbekonzept ist noch nicht endgültig festgelegt

"Zum aktuellen Zeitpunkt ist das Werbekonzept für die unterirdischen Haltestellen noch nicht final definiert", heißt es in der Stellungnahme der Stadt auf den Ergänzungsantrag Wenzels. Der Aufsichtsrat der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) habe in der letzten Sitzung beschlossen, befristet auf Werbeflächen zugunsten von Kunstwerken am Bau zu verzichten und den Verzicht durch eine, wie es heißt, optimale Vermarktung der Werbemöglichkeiten in den unterirdischen Haltestellen zu kompensieren.

Weiter könnte im Aufsichtsrat auch eine Überprüfung von zeitlich begrenzter Gewährung von Preis- und Prioritätsregelungen zugunsten von Karlsruher Einzelhändlern in einer Ausschreibung der Werbeträger beschlossen werden. Wenzel interpretiert die Antwort der Stadt soweit, dass man die Möglichkeit prüfen möchte. "Mehr kann ich nicht verlangen", so der Stadtrat der Freien Wähler in der Gemeinderatssitzung am Dienstag.

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Kommentare (18)
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  •   Dorlacher
    (20 Beiträge)

    Hä....?
    Hat der Wenzel von den Freien Wählern im Gemeinderat nicht für das Lüpertz-Projekt in den unterirdischen Haltestellen gestimmt? Also seinerseits ein klares Ja dazu.
    Und nun das Geschwätz von einer günstigen Werbung geschädigter Einzelhändler.
    Ja was denn nun...?
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  •   Robina
    (186 Beiträge)

    Das Eine schließt das Andere doch nicht aus!
    Steht im Text!
    Warum nicht für Lüpertz sein und trotzdem Vergünstigungen für die Einzelhändler fordern?
    Auf der Seite der Stadt steht - das um Prüfung dieser Möglichkeit - gebeten wird!
    Da Antrag macht also Sinn - hätte bloß von den Kombibefürwortern kommen müssen zwinkern
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  •   Dorlacher
    (20 Beiträge)

    Also dann eine Kombination
    der Kunst in Hinblick auf die Schöpfungsgeschichte und moderner Werbung gleich welcher Art auch immer?
    Kann man machen... muss man aber nicht.
    Wie auch immer, Interpretationsspielraum ist sicherlich auf allen Seiten genug vorhanden.
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  •   Schafrichter
    (398 Beiträge)

    Wo bleiben die Verantwortlichen der Kombilösung?
    Wie so üblich, wenn auf Grund von politischen Entscheidungen "das Kind in den Brunnen gefallen ist", schweigen die politisch Verantwortlichen der Kombilösung!
    Sie hätten die Aufgabe, den "Baustellengeschädigten" Einzelhandel zur Seite zu stehen!
    Das dies nun die Kritiker der U-Strab - Freie Wähler und Wenzel tun - ist doch ein Beweis für die Untätigkeit der verantwortlichen Parteien von CDU, SPD, FDP und KAL
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  •   Freibeuterin
    (224 Beiträge)

    Einzelhandel sterben lassen?
    Es gibt wohl nur noch die Freien Wähler, die sich um die Zukunft des Karlsruher Einzelhandel Gedanken machen!
    Nichts tun und den Einzelhandel sterben lassen - dies ist ja der derzeitige Motto der sonstigen Verantwortlichen!
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  •   Freibeuterin
    (224 Beiträge)

    Einzelhandel sterben lassen?
    Es gibt wohl nur noch die Freien Wähler, die sich um die Zukunft des Karlsruher Einzelhandel Gedanken machen!
    Nichts tun und den Einzelhandel sterben lassen - dies ist ja der derzeitige Motto der sonstigen Verantwortlichen!
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  •   andip
    (8135 Beiträge)

    ??
    Diejenigen Läden, die hier wohl gemeint sind, haben doch sowieso noch nie irgendwo Werbung gemacht.
    Dann werden die das auch weiterhin nicht machen.
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  •   Waterman
    (5825 Beiträge)

    Wegweisertafeln
    Würden vielleicht sinnvoll sein.
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  •   todi01
    (1040 Beiträge)

    Da denkt man
    "Joa, bei der nächsten Wahl vielleicht die Freien Wähler", und dann kommt wieder so ein Mist. Die Gewerbetreibenden werben jetzt schon an Bauzäunen, an Straßenbahnen, an Bussen. Bringt nur nichts, weil kein einziger Kunde wegen solcher Werbung zusätzlich kommt, solange das Angebot der Gewerbetreibenden nicht stimmt. Denen ist nicht zu helfen, die müssen sich selbst helfen oder verschwinden. Wenzel würde die Wahlchancen der Freien Wähler aber deutlich erhöhen, wenn er in Sachen Frauentaxi, Sicherheitskonzept und Einzelhandel einfach mal ein Jahr lang nichts sagen würde.
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  •   Freibeuterin
    (224 Beiträge)

    Da sogenannte "Mutti-Prinzip" ist ja in!
    Ursachen kennen oder verursacht zu haben und dann zu schweigen - ist ja in - sowohl im Großen als auch im Kleinen!
    Dieses Prinzip geht immer und wehe es wagt mal einer den "Finger auf die Wunde" zu legen!
    Dann wird der Herold zum Täter gemacht!
    Und weil das so ist - wählt das Vieh seinen eigenen Schlachter!
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