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Karlsruhe Diebstähle in Karlsruhe: "Die Innenstadt braucht ein Sicherheits-Konzept!"

Die Karlsruher Innenstadt braucht schnellmöglichst ein Sicherheitskonzept - dieser Meinung sind die Stadträte Jürgen Wenzel und Stefan Schmitt. Vor allem im Bereich der Kneipenmeile käme es immer wieder zu verbalen Attacken und "Antanzdiebstählen". In einer Anfrage wollen sie wissen: Was tut die Stadt eigentlich, um auf diese Problematik zu reagieren?

Die Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und der parteilose Stefan Schmitt sind besorgt über die Sicherheit in der Karlsruher Innenstadt. "Immer häufiger gibt es Klagen von Einzelhändlern und Gastronomen innerhalb der 'Kneipenmeile' zwischen Kronen- und dem Ludwigsplatz", so die Stadträte in einer Anfrage an den Karlsruher Gemeinderat. Konkret würden diese würden über "Antanzdelikte", Diebstähle, Taschendiebstähle, Überfälle und verbale Attacken auf Kunden klagen.

"Kaum eine Woche ohne Antanzdiebstähle"

Die Wahrnehmung der Gastronomen und Einzelhändler kommt nicht von ungefähr: Wie aus der polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht, stiegen die Fallzahlen beim Taschendiebstahl beispielsweise 2014 auf 1.258 Fälle, was einem Plus von rund elf Prozent entspricht. "Damit  erreichten sie ein neues Zehnjahreshoch", so die Karlsruher Polizei. Die Zahlen für das Jahr 2015 wurden bislang noch nicht veröffentlicht.

Aber vor allem die Fälle der sogenannten "Antanzdiebstähle" machte den Karlsruher Ordnungshütern zeitweise Sorgen. Betroffen war von diesen Delikten im vergangenen Jahr in erster Linie die östliche Innenstadt - vor allem in der Nähe von Kneipen. Im Gespräch mit ka-news bezeichnet eine Pressesprecherin der Karlsruher Polizei die damals auftretende Häufung als massiv. "Es verging kaum eine Woche, ohne dass es zu einem 'Antanzdiebstahl' kam", schildert sie. Inzwischen sei das Auftreten nicht mehr so massiv.

Konkrete Zahlen über "Antanzdiebstähle" führt die Karlsruher Polizei nicht, diese tauchen in der Statistik als Raub oder räuberische Erpressung auf. Eine Auffälligkeit zeige sich bei den "Antänzern": "Es ist erkennbar, dass die Täter bei manchen Straftaten häufig aus Nordafrika stammen", so Martin Plate, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums, im Januar gegenüber ka-news, "gerade beim 'Antanzen' sind Täter aus Algerien überrepräsentiert."

KOD reagiert auf Problematik

Mit Blick auf die Entwicklung in der Innenstadt fordern Schmitt und Wenzel in ihrer Anfrage die umgehende Erstellung eines Sicherheitskonzeptes. "Die Polizei ist engagiert, aber durch die hohe Anzahl von Delikten zeitlich wie physisch an der Grenze des Machbaren", so die beiden Einzelstadträte. Nur mit einem Sicherheitskonzept könne verhindert werden, dass sich spontan Bürgerwehren bilden oder es zu undifferenzierten Angriffen komme.

In ihrer Stellungnahme erklärt die Stadt, dass ihr die geschilderte Problematik bekannt sei und sie die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst nehme. Diese würden bei der Einsatzplanung des KOD ebenso berücksichtigt, wie bei der Erarbeitung neuer Maßnahmen. So habe der KOD beispielsweise sein Streifentätigkeit am Ergebnis einer Sicherheitsumfrage ausgewertet und neue Prioritäten gesetzt. "So wurden im Jahr 2015 insgesamt 2.924 Einsätze im Bereich der Innenstadt-West und Innenstadt-Ost geleitet", erklärt die Stadt. Davon fanden allein 1.076 Einsätze an einem Freitag, Samstag oder Sonntag statt. 864 Einsätze erfolgten in der Zeit zwischen 18 und 2 Uhr.

Die umgehende Erstellung eines Sicherheitskonzepts, wie es in der Anfrage gefordert wird, hält die Stadt aber nicht für sinnvoll. "Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist eine sehr vielschichtige Aufgabe, deren Bewältigung sich kaum in einem einzigen Sicherheitskonzept für die Innenstadt abbilden ließe", so die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme. Eine Großveranstaltung fordere zum ganz andere Maßnahmen als kleinere Events. "Zwischen der Stadtverwaltung und dem Polizeipräsidium gibt es eine enge Zusammenarbeit bei allen Themen, die die Sicherheit in unserer Stadt betreffen."   

Damit auch Sie nicht Opfer eines Taschendiebstahls werden, rät die Polizei Folgendes zu beachten:   

  • Wertgegenstände immer in der Jackeninnentasche transportieren, nicht in der Gesäßtasche
  • Handtaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder unter dem Arm tragen und nicht unbeaufsichtigt liegen lassen.
  • Bei Gedränge besonders aufmerksam sein und bewusst auf  Taschendiebe achten, die in der Regel ihr Opfer und mitgeführte Gegenstände fixieren.
  • Lassen Sie sich beim Ansprechen nicht ablenken und achten Sie im Gespräch besonders auf ihre Wertgegenstände.

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Kommentare (55)
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  •   kscgrufti
    (3455 Beiträge)

    17.03.2016 16:46
    Mann Mann
    Redaktion, erst die Leute auffordern, mitzudiskutieren, und dann aber wirklich jeden Beitrag, der nicht genehm ist, mit angeblichem Hinweis auf die AGB zu sperren, so was nennt man eindeutig ZENSUR ! Ihr seid einfach nur noch peinlich.
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  •   Suedweschter
    (130 Beiträge)

    17.03.2016 15:02
    Nationalität?
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
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  •   tkfischer
    (492 Beiträge)

    17.03.2016 13:10
    Da gibst nur eins ...
    Videoüberwachung und Ruhe wird sein. Was ist anderen Städten klappt, sollte auch in Karlsruhe klappen. In Leipzig hatte sich nach Installation der Videoüberwachung das Problem auf dem gesamten Bahnhofsvorplatz schlagartig erledigt. Ja ja liebe Datenschützer ... ihr müsst jetzt wieder unter das Sauerstoffzelt ... zwinkern
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  •   dipfele
    (3699 Beiträge)

    17.03.2016 13:30
    aus London....
    ... wird gegenteiliges berichtet!!! Mit Videoüberwachung kann man keine Verbrechen verhindern, die Polizei kann allenfalls - und das nicht immer- die Täter besser ermitteln.
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  •   Crackerjack
    (1144 Beiträge)

    17.03.2016 15:17
    Also hilft es was
    Und wenn sie auch nur einen Teil erwischen.
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  •   SperrungsKandidat
    (64 Beiträge)

    17.03.2016 16:47
    Wieso? Die Täter sind doch im Nu wieder auf der Strasse.
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
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  •   Vector
    (808 Beiträge)

    17.03.2016 12:05
    Der Artikel
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
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  •   Vector
    (808 Beiträge)

    17.03.2016 16:33
    Und wieder mal
    lächerlich diese Wahrheit zu sperren.
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  •   ALFPFIN
    (5218 Beiträge)

    17.03.2016 12:46
    Die müssen jetzt
    die richtigen (ehrlich gerechneten ) Statistiken erst wieder "umrechnen". grinsen

    Oder sie müssen, nachdem diese Wahlen vorbei sind, die tägliche Realität erst wieder wahrnehmen.
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  •   Sir-Thomas-of-Daxlanne
    (416 Beiträge)

    17.03.2016 12:09
    Die sitzen noch
    überm Afd- Bashing und definieren Rassisten neuerer...
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