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Karlsruhe Blitz zerstört Oberleitung: Fahrgast kritisiert fehlende SEV-Infos

Am Donnerstagabend sorgte das Gewitter in Karlsruhe für Straßenbahn-Ausfälle in Neureut. Nach einem Blitzeinschlag in eine Oberleitung ging für rund 2,5 Stunden auf den Schienen nichts mehr. Ein betroffener Fahrgast kritisiert die mangelnde Information über Schienenersatzverkehr (SEV) und Umleitungen.

Es ist Donnerstagabend gegen 17 Uhr: Wie die Albtal Verkehrs Gesellschaft (AVG) auf Nachfrage von ka-news bestätigt, kam es zu diesem Zeitpunkt zu einem Blitzeinschlag in eine Oberleitung auf der Hardtbahnstrecke im Bereich der Haltestelle Welschneureuter Straße im Stadtteil Neureut. 

"Durch diesen Blitzeinschlag wurde die Oberleitung beschädigt und musste repariert werden", so Pressesprecher Michael Krauth gegenüber ka-news. Kurz nach 20 Uhr gelang es den Verantwortlichen, die Störung zu beheben. In der Zwischenzeit lief in der Kommunikation mit den Fahrgästen aber offenbar nicht alles rund. 

"Er sagte, wir müssten schauen, wie wir weiterkommen" 

In einer Nachricht an die Redaktion kritisiert ein ka-Reporter das Verhalten der AVG und insbesondere ihrer Fahrer. Der Pendler war nach eigener Aussage gegen 18 Uhr an der Haltestelle Poststraße in einer Bahn der Linie S11 unterwegs, als der Fahrer kurz vor der Haltestelle Haus Bethlehem die Ansage gemacht habe, dass es eine Störung auf der Linie gebe. "Der Fahrer sagte auch, dass es keinen Schienenersatzverkehr (SEV) gibt und wir nun selbst schauen müssten, wie wir weiterkommen", ärgert sich der ka-Reporter. 

Infopersonal an den Haltestellen habe er vergeblich gesucht, ebenso wie Informationen auf der Homepage des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV). Hier informiert der Verkehrsverbund unter anderem über aktuelle Störungen, Umleitungen und Ausfälle. "Hätte es schon am Europaplatz Informationen gegeben, hätte man über die Linie 3 und Buslinie 71 Neureut erreichen können. Dies sollte im Zeitalter einer neuen Leitstelle und Fahrgastinformationen nicht passieren", kritisiert der Betroffene. 

SEV-Organisation kann einige Zeit dauern 

Darauf angesprochen räumt AVG-Sprecher Krauth ein, dass es durchaus seine Zeit gedauert habe, bis man einen SEV habe einrichten können. "Die Störung bestand ab 17 Uhr", schildert er, "ab 19.15 Uhr konnte dann ein SEV bereitgestellt werden." Für rund zwei Stunden mussten die Fahrgäste - so wie etwa der ka-Reporter - die Weiterfahrt anderweitig organisieren. "Wir sind in solchen Situationen bemüht, so schnell wie möglich einen SEV einzurichten", betont Krauth. Allerdings müsste man erst die erforderlichen Busse organisieren und gegebenenfalls den Kontakt zu den Busunternehmern suchen.

Unabhängig von den Ansagen in den Bahnen können sich Fahrgäste aber auch online über Ausfälle informieren. Meldungen über Ausfälle oder Verspätungen würden zeitnah auf der Homepage der VBK oder der AVG veröffentlicht. Darüber hinaus landen die Informationen auch auf Facebook und im Twitter-Kanal des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV). Sowohl die AVG als auch die VBK verfügen des Weiteren über eigene Twitteraccounts. 

Twitter Account AVG: https://twitter.com/avg_mbh?lang=de

Twitter Account KVV: https://twitter.com/kvv_gmbh?lang=de

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Kommentare (13)
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  •   Svetogor
    (30 Beiträge)

    12.08.2017 12:47
    So eine Mimose.
    Wozu hat der denn Füsse? Kann doch laufen.
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  •   Malerdoerfler
    (3577 Beiträge)

    22.07.2017 07:33
    ICh erinnere mich.....
    ...damals zwischen Durlach-Hubstr. und Grötzingen waren wir über eine Stunde in der Bahn bei ziemlicher Hitze "gefangen". Keinerlei Durchsage vom Personal, keinerlei Info - viele wären ab der Hubstr. lieber gelaufen, wenn es eine Info gegeben hätte.
    Meine Beschwerde bei dem Unternehmen führte zu einem Telefonat mit einer Frau mit besänftigender Stimme, die mir beteuerte, dass dies in Zukunft beser werde.

    Offensichtlich haben die Unternehmen doch noch nicht so viel dazu gelernt. Schade!

    Offensichtlich hat der KVV
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  •   Zuglenker
    (32 Beiträge)

    22.07.2017 10:32
    Türen aufmachen
    Hallo,
    Wir dürfen nicht einfach so Türen aufmachen. Das es im Sommer heiss und stickig ist in der Bahn. Ja das stimmt. Doch der Fahrer kann daran nichts ändern. Einstennung und Funktion der Klimaanlagen dafür ist die Werkstatt zuständig.

    Wer keine Infos hat kann auch nichts melden.

    Mit informationen für Fahrer ist die VBK in der Stadt besser. Da bekommt man in der Regel infos. Vorrausgesetzt das Funk klappt.
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  •   Zuglenker
    (32 Beiträge)

    22.07.2017 02:06
    AVG und VBK
    Hallo zusammen.

    Also 1. Die VBK sind Strassenbahnen ( Linie1, 2, 3 .....)

    Die AVG mit den Stadtbahnen verlässt die Stadt. ( S 5, S8.....)

    Ja die VBK kann im Stadtgebiet Fahrgastdurchsagen machen.

    Bei uns erhalten Lokführer nicht immer die Informationen und können nichts Durchsagen. Oft stehen wir auch einfach nur vor einem haltzeigendem Signal. Was sollen wir dann sagen?
    Es ist rot vieleicht? Als nächstes kommt dann warum? Wir Lokführer bekommen selber kaum bis garkeine Infos.

    KA News hat schon oft über den Personalmangel und die von Überstunden geplagten Lokführer bei der AVG berichtet. Da versteh ich jeden der mal sagt ist mir egal.

    Wie soll ein SEV eingerichtet werden? Auch bei den Busfahrer ist die Personaldecke eng.
    Reservepersonal gibt es nicht. Personal kostet Geld. Vom Geldausgeben macht man keine Gewinne.

    Der Tunnelbau, die Umbauten in der Gerwigstrasse, und Tullastrasse.... Kostet alles Geld.

    Da muss gespart werden. An der Fahrzeugwartung, am Personal, am Service
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  •   Zuglenker
    (32 Beiträge)

    22.07.2017 02:33
    Nachtrag
    Selbst wenn ich durchsagen machen will. Oft funktioniert es nicht mal. Ettliche Innendurchsagen funktionieren nicht oder sind zu leise.
    In den ET2010 sind gefühlt bei 3/4 der Fahrzeuge die Richtmikrofone defekt.
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  •   dipfele
    (3914 Beiträge)

    24.07.2017 23:58
    werden die nicht mehr....
    ... über Gewährleistung repariert?
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  •   ka-lex
    (1441 Beiträge)

    21.07.2017 18:44
    Versteh ich nicht so ganz.
    Wie oft hört man in der Straßenbahn direkte Durchsagen von der Leitstelle!
    Warum ging das diesmal nicht?
    Dass man erst mal nicht weiß, wie lange die Störung dauern wird, ist ja auch klar, aber auf dem Laufenden halten könnte man die Kundschaft schon.
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  •   NeoTiger
    (375 Beiträge)

    07.08.2017 16:37
    Jetzt habt euch nicht so
    Autofahrer sind es schon lange gewohnt auf der Autobahn stundenlang im Stau zu stehen ohne zu wissen warum, wann es endlich weiter geht oder auch nur den Ansatz einer Möglichkeit das Fahrzeug zu verlassen.
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  •   Rahmdieb
    (546 Beiträge)

    21.07.2017 19:38
    Absolut richtig,
    wie oft habe ich schon die schon funkknackende Durchsage " Eine Mitteilung der Leistelle für unsere.." gehört.
    Das ein Oberleitungsschaden nicht in 30 Minuten gelöst ist und die Organisation eines SEV auch länger dauert weiß ich selbst als Kunde. Aber der Hinweis "Folgende Ausweichmöglichkeiten..." dürfte da ja wohl kein Problem sein. Sorry, dem Bericht nach ist ja gerade das, das Problem. Zudem, es gibt immer noch Menschen die haben NUR ein Handy ohne Zugang zum Internet. Da ist selbst die so oft gescholtene DB besser.
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  •   Ozeiger
    (1328 Beiträge)

    21.07.2017 17:53
    Ist doch klar,
    dass ein SEV nicht in fünf Minuten eingerichtet ist. Aber es wäre eben wünschenswert, dass man den Fahrgästen SOFORT mitteilt a. worin die Störung besteht und b. welche Alternativen es gibt um weiterzukommen (also Fussweg zur nächsten Haltestelle ab der wieder was geht oder zu einer Bushaltestelle.

    Aus der Art der Störung kann auch mancher manchmal schliessen ob er sitzenbleibt und wartet oder obs länger dauert.
    'Da geht jetzt nichts weiter' ist keine Information mit der man was anfangen kann, das seh ich selber.
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