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Karlsruhe Blackout in Karlsruhe: So bereitet sich die Stadt auf Stromausfälle vor

Ob Terrorangriff oder extremes Unwetter - ein flächendeckender und vor allem langfristiger Stromausfall - gerne auch Blackout genannt - kann durch viele Gründe bedingt sein. Doch wie bereitet sich eine Stadt wie Karlsruhe auf solch ein Szenario vor? Und was beinhaltet ein speziell dafür angepasstes Notfallkonzept?

Bei einem flächendeckenden Stromausfall kann es jeden treffen: Sowohl Unternehmen, städtische Einrichtungen, den öffentlichen Verkehr oder auch Privathaushalte. Gründe für das Ausbleiben von Strom können dabei sehr unterschiedlich sein: Neben natürlichen Ursachen wie Naturkatastrophen oder auch  Unwettern in großem Ausmaß, können technisches sowie menschliches Versagen oder auch vorsätzliche Handlungen wie eine Erpressung oder ein terroristischer Angriff zum Stromausfall und damit Auswirkungen aller Art führen.

Ein dabei wichtiger Faktor ist Frage, woher der Strom kommt:  Ob aus Kohle-, Atom- oder auch Wasserkraftwerken - durch Windräder oder auch mit Photovoltaik-Anlagen erzeugt. Fällt im Ursprung ein Kraftwerk aus oder ist im Stromnetz eine Leitung beschädigt, können Blackouts entstehen.

"Energiewende" als Unterstützer des Stromausfalls?

Wie die Karlsruher AfD-Fraktion in einer aktuellen Anfrage an den Gemeinderat anspricht, spiele in dieser Sache vor allem auch die "Energiewende" eine große Rolle: Demnach wurden in den letzten Jahren immer mehr Grundlastkraftwerke, wie beispielsweise Kernkraftwerke, vom Netz genommen. Ein Grund, dass Stromausfälle wahrscheinlicher sind oder schlechter unter Kontrolle gebracht werden können?

Nein, antwortet die Stadt in ihrer Stellungnahme: "Die Energiewende stellt eine Herausforderung für die Energieversorgung dar, der durch marktbezogene Maßnahmen und Netzausbau begegnet werden kann. Flächendeckende und längerfristige Stromausfälle sind aufgrund dessen jedoch nicht zu erwarten."

Bis Ende 2018: Stadtverwaltung wird vorbereitet

Doch was ist, wenn in der Fächerstadt der Extremfall eintritt? Existiert in Karlsruhe ein Notfallkonzept? Die Antwort: "Seit dem Jahr 2014 laufen bei der Stadt Karlsruhe umfangreiche Planungen für ein entsprechendes Notfallkonzept Stromausfall," antwortet die Stadt. Konkret bedeutet das: Bis Ende 2018 soll die Stadtverwaltung auf einen "bis zu zwei Wochen andauernden Stromausfall" vorbereitet werden.

Im Rahmen dessen sollen technische Systeme aufgerüstet, Netzersatzanlagen beschafft und Notfallpläne erstellt werden - eine Identifikation von Schwachstellen in diesen Bereichen sei vorausgegangen und zum jetzigen Zeitpunkt bereits abgeschlossen. Wichtige Infrastrukturen des Katastrophenschutzes oder auch der Stadtverwaltung seien nach Angaben der Stadt schon mit Netzersatzanlagen ausgestattet - dazu zählen beispielsweise: Die Integrierte Leitstelle für Feuerwehr und das Rathaus am Marktplatz.

 

Funktionsfähigkeit der Kommunikation gewährleistet

Außerdem soll das geplante Konzept nach Angaben der Stadt "Planungen bezüglich der Information und Versorgung der Bevölkerung beinhalten" und Notunterkünfte sowie ein zentrales Kraftstoffmanagement berücksichtigen. "Durch eine parallele Aufrüstung netzunabhängiger technischer Kommunikations- und Informationssysteme wie beispielsweise die Optimierung der digitalen Alarmierung und des Digitalfunknetzes wird die Funktionsfähigkeit der Kommunikation gewährleistet," erklärt die Stadt ergänzend.

Doch kann auch im Ernstfall eines Blackouts auf solch einen Plan gesetzt werden? Auf diese Frage und den Faktor der Zuverlässigkeit der bisherigen Planungen, reagiert die Stadtverwaltung mit einem Hinweis auf regelmäßige Stabsübungen: Führungsorganisationen sollen damit auf mögliche Ereignisse vorbereitet und in Zukunft kontinuierlich verbessert werden. Außerdem würden Notfallpläne den entsprechenden Mitarbeitenden in städtischen Dienststellen bekannt gegeben werden.

Einige Tipps beim Energieausfall des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finden Sie hier.

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Kommentare (20)
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  •   peddersenn
    (962 Beiträge)

    Wer braucht eigentlich den ganzen Strom?
    Man sollte ja meinen, anlässlich der ganzen energiesparenden Geräte und Leuchten würde der Bedarf mal sinken. Leider sparen wir aber nix, weil zu jeder Erleichterung gleich wieder eine übertriebene Benutzung Mode wird.

    So nach dem Motto: Stromsparende Waschmaschine - dann kann ich ja jeden Tag waschen.

    Mittlerweile ist an jedem Kühlschrank ein Eiswürfelbereiter, an jedem Rolladen ein Elektromotor und wegen Alexa läuft die Kiste rund um die Uhr. So wird das natürlich nix mit dem ach so nötigen Minderverbrauch.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (520 Beiträge)

    Also die ganzen Handys
    ziehen schon jede Menge Saft. Und die sind überlebenswichtig. Sind Sie Rassist?
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  •   ka-lex
    (1512 Beiträge)

    Man sollte lieber mal was gegen den alltäglichen Stromausfall in Karlsruhe tun!
    Meines Wissens wird jedes Jahr 1750 Karlsruher Haushalten der Strom ganz bewusst abgedreht. Das sind 1750 kleine Katastrophen, für die sich kein Mensch interessiert!
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  •   Scheuerleiste
    (130 Beiträge)

    Fällt ein Kraftwerk aus
    dann können im Ursprung Blackouts entstehen, ja, aber nur regional begrenzt.dann wird über den Verbund das ausgefallene KW ersetzt.Fällt ein Umspannwerk aus,warum auch immer, ist das bertoffene Gebiet schon größer. Aber auch da kann man auf den Verbund zurückgreifen und einspeisen. Fallen aber mehrere Kraftwerke gleichzeitig aus muß nach anfahrpriorität entschieden werden.Wichtig ist dann dass die Eigenbedarfsdeckung gewährleistetist, damit ein KW überhaupt angefahren und gesichert ans Netz gebracht werden kann. Danach kann man einzelne Abnehmer freigeben, aber nach Prio. geordnet. Dabei spielt die gesicherte kommunikation zwischen den einzelnen KW eine wichtige Rolle,da gibt es schon möglichkeiten.
    Wichtig ist zu wissen welches Szenario ausgelöst wurde, und dann Ruhe bewahren,Hektik stört nur und ist nicht hilfreich. Und jeder sollte sich auf solche Störungen vorbereiten um einige Tage zu überbrücken.Nur wie lange?
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  •   Pilsi57
    (149 Beiträge)

    Eines hat man vergessen, die Sonne
    In Wikepedia kann man unter dem Carrington Ereignis nachlesen. Wenn uns Heute so ein Sonnensturm treffen würde, dann gute Nacht. Wie suedoschtkarle richtig analysierte, brauchen wir ein analoges Backup. Übrigends im Juli 2012 knapp eine Sonnensturm diesen Kalipers entgangen.
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  •   Pilsi57
    (149 Beiträge)

    Das mit den Grundkraftwerken stimmt.
    Die Blauäugigkeit, mit der man auf Erneuerbare setzt ist eigentlich schon fahrlässig. Es genügt schon eine kalte Hochdrucklage im Winter über eine ,zwei oder drei Wochen. Und diese sind nicht selten. Da geht nichts mehr mit Wind oder Solar, selbst Speichermedien für Strom wären da hoffnungslos überfordert. Bleibt nur noch Kraftwerke mit konventionellen fossilen Energieträgern. Also muss man solche Kraftwerke vorhalten, und dass kostet Geld, was wir als Stromkunde berappen müssen. Es ist eigentlich mit Allem in D, Dinge werden total ideologisch Überfrachtet, Realismus Fehlanzeige. Erneuerbare als Ergänzung ist völlig in Ordnung, nur sollte man nie vergessen, in welchen Breiten wir wohnen. Die Landschaft mit Windräder zu verschadeln ist keine Lösung.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (559 Beiträge)

    Terrorangriff?
    Dachte das ist alles Panikmache? Hahaha, schaut mal auf dem Bild, Chemtrails über dem Strommast! Aluhut, Aluhut..... grinsen
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  •   Idiocracy
    (31 Beiträge)

    BLACKOUT lesen (Brown)...
    und Generator + Treibstoff + Vorräte + Verteidigungsmittel kaufen gehen - und keinem erzählen! zwinkern
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  •   Aussie
    (535 Beiträge)

    Beschäftigungsprogramm für gelangweilte Mitarbeiter?
    Einen wirklich großflächigen und lang andauernden Stromausfall kann es in einer Stadt wie Karlsruhe gar nicht geben. Für kleinflächige kurzfristige Stromausfälle ist man sowieso ausreichend gewappnet.
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  •   suedoschtkarle
    (142 Beiträge)

    Das war wohl sarkastisch...
    ...gemeint, oder?
    Wenn nicht, dann verstehe ich nicht, auf was wir trainieren !
    Selbstverständlich kann es jederzeit zu großflächigen Stromausfällen kommen.
    Die dauern dann hoffentlich nicht länger als 1-2 Tage, da es danach zum Chaos kommt.
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