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Karlsruhe 300 Millionen für Badisches Staatstheater: "Sanierung nicht um jeden Preis!"

Die Gesamtkosten für den Bau am Badischen Staatstheater fallen höher aus als bislang veranschlagt. Statt 125 Millionen Euro liegen die Kosten nach aktuellen Schätzungen bei bis zu 325 Millionen Euro. Die Wählervereinigung Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) zeigt sich über diese Entwicklung in einer Pressemitteilung entsetzt - und stellt die Sanierung des Theaters infrage.

"Ich bin persönlich sehr enttäuscht", so Stadtrat Friedemann Kalmbach in einer Pressemitteilung der Wählergemeinschaft. Im August 2015 habe die Stadtverwaltung auf Anfrage der GfK noch zugesichert, den Kostenrahmen nicht zu überschreiten und die 125 Millionen als Kostenobergrenze zwischen Land und Stadt vereinbart. Lediglich eine Anpassung an den Baupreisindex sollte erfolgen.

Die GfK steht nach eigener Aussage zwar weiterhin zur ursprünglich zugesicherten Rahmenvereinbarung, aber diesen neuen Kosten werde man nicht zustimmen, betont Stadtrat Eduardo Mossuto. Die GfK hat den Verdacht, dass dieser ursprünglichen Kalkulation die Absicht zugrunde lag, einen Grundsatzbeschluss vom Gemeinderat zu bekommen, um dann weitere Kostensteigerungen in Kauf zu nehmen. Stadtrat Friedemann Kalmbach meint dazu: "Wir wünschen die Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters, aber nicht um jeden Preis."

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Kommentare (30)
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  •   andi79
    (2481 Beiträge)

    18.07.2017 19:42
    Wie wäre folgender Deal...
    die Stadt stellt das ding für 300 Mio hin... dafür werden für jetzt und alle ewigkeit die Subventionen eingestellt.... das teil wäre nach 15 jahren refinanziert grinsen. Blöd nur das das Staatstheater dann nach einem Jahr pleite wäre. Ich kann diese Dimensionen nicht nachvollziehen. Wie wäre ein Neubau am Stadtrand? Das gelände dort verkaufen und schon wäre der Neubau kostenneutral. Ich denke ein großteil der Staatstheaterbesucher kommt sowiso per Auto, dann kann man auch z.B. nach hagsfeld.

    Und dann eben die 20 Mio subventionierung pro Jahr... was kostet da so hölle viel Geld (Ticketeinnahmen gibts ja auch noch). Wie viel Personal haben die da, oder was ist der Kostenfaktor?
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  •   maehdrescher
    (435 Beiträge)

    18.07.2017 19:14
    Die GfK scheint
    ja wenigstens noch einen Realitätsbezug zu haben. mal schauen, was die anderen Fraktionen machen. Ich kann mir vorstellen, dass CDU, SPD, Grüne und die Kultigen die 300 Mio + 200 Mio Mehrkosten (wäre ein Wunder, wenn die nicht kämen...) glatt abnicken.
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  •   dipfele
    (3812 Beiträge)

    18.07.2017 22:51
    sonst.....
    ..... müssten sich ja die Genannten nicht nur um Details kümmern und mal etwas rechnen, sondern auch eingestehen, dass sie zugelassen haben, dass sich die Verwaltung übernimmt. Zum Zeitpunkt des U Bahn Baubeginns standen auch Stadion, Umfahrung Hagsfeld, Europahalle, Fächerbad, Zoo etc an. Aber es kommt ja noch dicker: Sobald die Bahn im Tunnel fährt wird für 35 oder mehr Mio die Kaiserstrasse abgeholzt und die Gleise der Straba rausgerissen. Dazu müssen noch 400 Mio Eigenmittel am Tunnelbau geschulter werden.
    Ist das sparsame Haushaltsführung?
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  •   myopinions
    (728 Beiträge)

    18.07.2017 13:40
    ..................hier wird dem Bürgervolk vorgeführt,
    wie man in KA die Kohle mit vollen Händen zum Fenster hinauswirft -gerade wurscht ob Theater oder Stadion!
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  •   dipfele
    (3812 Beiträge)

    18.07.2017 22:44
    oder U Bahntunnel.....
    ..... mit dem U Bahn Baubeginn 2010 hat die Verwaltung gewusst, dass noch einige Grossprojekte in der Warteschleife sind: Südumfahrung HAGSFELD, Stadion, Klinikum, Europahalle, Konzerthaus, Zoo, Fächerbad, etc.
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  •   teflon
    (2269 Beiträge)

    18.07.2017 18:14
    Absolut richtig
    - und mit dem FM ist so ein richtiger Kultursoze am Ruder, der hat auch noch 100 Mio Nachschlag dazu hinterherwerfen würde . Aber in den kommenden Haushalten der Stadt wird alles Andere zusammengestrichen bis zum bitteren Ende .
    Was da gerade im Rathaus abläuft, ist üble Comedy...man muss sich schon fragen, ob die Gewählten wirklich die Qualitäten haben, um als Volksvertreter glaubhaft auftreten zu können .
    Das Badnerlied wird bald vom Pippi Langstrumpf-Lied ersetzt werden ->
    Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...
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  •   dipfele
    (3812 Beiträge)

    18.07.2017 22:54
    in knapp zwei Jahren....
    .... ist wieder Wahl......
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  •   DerSpinner
    (1686 Beiträge)

    18.07.2017 16:25
    Das hat schon einmal jemand eindrucksvoll demonstriert:
    Spatenstich Kombilösung
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  •   peddersenn
    (690 Beiträge)

    18.07.2017 12:08
    ...ich denke...
    ...es ist ein Unterschied, ob man was saniert oder ob bei der Gelegenheit sämtliche Beteiligten abgehobenes "Wunschkonzert" spielen dürfen.

    Kultur muß sein, Theater muß sein - Staatstheater? der Meinung kann man auch sein. Es ist aber nur die Frage, wie man das interpretiert und auslegt. Ob als "wir reissen uns den Allerwertesten auf und schauen, daß wir aus dem Bestehenden das Beste für den Zuschauer machen" oder als "um richtig arbeiten zu können, brauchen wir ne Probebühne neben der Probebühne neben der Hauptbühne".

    Ich seh den ersten Weg als richtig - und selbstverständlich - und halte den zweiten Weg -leider- für die Realität.

    Die Leute sollen sich nicht so haben - wenn die Mechaniker im Autohaus bestimmen sollen, was sie an Ausstattung und Einrichtung in ihrer Werkstatt gerne hätten, sieht das verständlicherweise auch anders aus als das, was die Geschäftsleitung so anschafft.

    Manchmal "leider" - was deutlich macht, der Vergleich hinkt etwas grinsen
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  •   Greif
    (1402 Beiträge)

    18.07.2017 14:12
    Zitat von pedersenn "schauen, daß wir aus dem Bestehenden das Beste für den Zuschauer machen"

    führt im Bestand dazu, dass beim Kulissenwechsel für ein anderes Stück nicht einfach ein paar Mann etwas mit dem Hubwagen aus dem Kulissenlager auf die Bühne ziehen und wieder zurück, sondern die paar Mann samt Lkw ins Killisfeld zu einer gemieteten Halle fahren, den Lkw beladen, am Staatstheater ausladen und dann das ganze wieder zurück - und das seit man aus Spargründen vor 44 Jahren u. a. das geplante Kulissenlager einfach nicht gebaut hat. Angesichts der Miet- Fuhrpark- und Spritkosten in 44 Jahren sicherlich eine nachhaltige Einsparung...

    Wer jetzt Eingriffe in den Bestand scheut (und das ist das, was die Maßnahme schlecht kalkulierbar macht und richtig verteuert), zementiert genau solche im Betrieb teuren "Sparlösungen" nochmal für die nächsten 40 bis 50 Jahre.
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