67  

Karlsruhe Karlsruher Wochen gegen Rassismus: 100 Events für 100 Prozent Menschenwürde

Vom 10. bis 23. März finden zum nunmehr vierten Mal die Karlsruher Wochen gegen Rassismus statt. Sie sind Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus, die deutschlandweit unter dem Motto "100 Prozent Menschenwürde - Zusammen gegen Rassismus" stehen. Unter der Leitung des Kulturamts Karlsruhe und der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Mentrup präsentieren 114 Träger in der Fächerstadt ein buntes Programm mit fast 100 Veranstaltungen.

Einer der Themenschwerpunkte der diesjährigen Wochen sind die Geschichte und die gelebte traditionelle Kultur der Sinti und Roma, die sich noch immer mit vielen Vorurteilen konfrontiert sehen. Angesprochen werden unter anderem die menschenunwürdigen Lebensbedingungen vieler Roma in Europa, die selbst Ausdruck und Ergebnis von Rassismus sind und gleichzeitig immer wieder als Bestätigung für rassistische Klischees dienen, das geht aus einer Pressemeldung hervor.

Auch die Situation der Sinti und Roma in den sogenannten sicheren Herkunftsländern wird beleuchtet. Weitere Veranstaltungen hinterfragen das Bild, welches die Medien von Asylsuchenden zeichnen oder zeigen, wie auf Hassreden im Internet reagiert werden kann. Die Vorfälle in Köln an Silvester werden ebenso thematisiert und analysiert wie das gegenwärtige Erstarken rechtspopulistischer Kräfte in Deutschland - das alles ohne Denkverbote oder Vorverurteilungen.

Für einen verstärkten Austausch spricht sich auch der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe Frank Mentrup aus: "Offen miteinander reden: Das ist umso wichtiger, wenn es um Rassismus und Diskriminierung geht! Die Karlsruher Wochen gegen Rassismus bieten dafür ein ideales Forum. Die breite Beteiligung der Stadtgesellschaft und die große Zahl an Beiträgen machen deutlich, dass dieses Thema vielen Menschen und Organisationen am Herzen liegt."

Da ein Bewusstsein für ausgrenzende Verhaltensweisen bei den Bürgern nicht nur in den zwei Karlsruher Wochen gegen Rassismus geweckt, sondern auch weit darüber hinaus verankert werden soll, beschäftigen sich einige Vorträge und Workshops gezielt mit dem Thema Alltagsrassismus. Spezielle Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche behandeln das Thema Fremd- und Anderssein unterhaltsam und altersgerecht. So erhalten durch die Begegnung mit anderen Kulturen und Religionen alle Karlsruher die Gelegenheit, eigene Denk- und Verhaltensmuster zu hinterfragen und sich gemeinsam nachhaltig gegen Diskriminierung und für 100 Prozent Menschenwürde zu engagieren.

Ja zum Meinungsaustausch, nein zu Rassismus! Bei ka-news wird Meinungsfreiheit groß geschrieben und kontroverse Debatten sind für uns ein Ausdruck lebendiger Meinungsvielfalt und ein wichtiger Bestandteil der Demokratie. Doch Meinungsfreiheit endet dort, wo die Menschenwürde missachtet wird. Fremdenfeindlichkeit hat bei uns keinen Platz!
#gegenRassismus

Als reichweitenstärkstes Nachrichtenportal für Karlsruhe und die Region wollen wir ein Zeichen setzen: Im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus starten auf ka-news die Online-Wochen gegen Rassismus.
Unter www.ka-news.de/gegen-rassismus werden wir vom 10. bis 23. März ausführlich über das Thema berichten.

Mit unserer Berichterstattung werden wir die Karlsruher Wochen gegen Rassismus begleiten. Darüber hinaus werden unsere Leser auf ka-news eigene Interviews und Hintergrundberichte rund um das Thema Rassismus finden. Unter dem Hashtag  #gegenRassismus  werden wir die Aktion in unseren sozialen Netzwerken auf Facebook und Twitter begleiten.
Mehr zum Thema
Online-Wochen gegen Rassismus:
Ja zum Meinungsaustausch, nein zu Rassismus! Vom 10. bis 26. März werden wir mit den zweiten ka-news Online-Wochen gegen Rassismus ausführlich über das Thema berichten. Als Medienpartner begleiten wir die Karlsruher Wochen gegen Rassismus mit Berichten, Interviews und Hintergründen. Beteiligen auch Sie sich! Zeigen Sie Flagge mit dem Hashtag #gegenRassismus, etwa in sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook!

Hier gibt es das gesamte Programm der Karlsruher Wochen gegen Rassismus zum Download.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (67)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   redaktion
    (896 Beiträge)

    Liebe Kommentatoren,
    Liebe Kommentatoren,
    in jüngster Vergangenheit mussten wir leider feststellen, dass Emotionen im Kommentarbereich einen sachlichen Meinungsaustausch unmöglich machten. Daher haben wir die Kommentarregeln überarbeitet und entschieden, nicht mehr unter allen Artikeln eine Diskussion zuzulassen. Bitte beachten Sie, dass wir auch themenfremde Kommentare entfernen. Daher bitten wir Sie, unter diesem Artikel zum Thema zu diskutieren.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (216 Beiträge)

    Die Welt der Susi Sorglos
    Ist sie nicht schön ?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Grezzo
    (890 Beiträge)

    Ein Glück, dass es diese Empörungsindustrie gibt ...
    Nicht auszudenken, wie leer das Dasein einer ganzen Heerschar von Individuen wäre, die es im Leben zu nichts gebracht haben. So können sie sich wenigstens von einem Gutmenschenevent zum anderen hangeln ... grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Malerdoerfler
    (3621 Beiträge)

    Köstlicher Beitrag!
    Ohne Denkverbote und Vorverurteilungen. LOL.
    Köstlich!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Zina_von_Raechts
    (52 Beiträge)

    So viele Denkverbote und Vorverurteilungen
    wie im Laufe des letzten Jahrs bzw. anderthalb Jahre habe ich vorher noch nie erlebt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Malerdoerfler
    (3621 Beiträge)

    Klar ist Rassismus ein Problem.
    Und zwar auch dann wenn die Deutschen auf dem Pausenhof als Kartoffel bezeichnet werden. Und das sind nur die harmlosen Dinge.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   OtusScopus
    (1599 Beiträge)

    Also sind Sie der Meinung....
    dass Rassismus in Deutschland heute kein Problem ist?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Feldmaus
    (126 Beiträge)

    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Mondgesicht
    (1515 Beiträge)

    Die Frage ist doch eine andere
    Natürlich ist Rassismus ein Problem. Die Frage ist aber, wie wir Rassismus definieren.

    Wenn Menschen wegen ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe usw. angefeindet werden - da spreche ich von Rassismus. Den dürfen wir auch nicht tolerieren.

    Wenn aber Leute z.B. fordern, straffällige Asylbewerber schneller auszuweisen - insbesondere bei Gewalt- und Sexualdelikten - dann bezeichnen einige Linke diese Einstellung bereits als Rassismus. Und gegen diese Definition von Rassismus wehre ich mich.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   OtusScopus
    (1599 Beiträge)

    Wenn wir an die Volksabstimmung neulich in der Schweiz denken...
    muss man erst mal definieren was der Begriff "straffällige Asylbewerber" genau meint, denn wenn Sie damit solche Personen meinen, die hier schwere Straftaten begehen und in ihrer Heimat nicht um Leib und Leben fürchten müssen, wird Ihnen kaum jemand widersprechen - und es entspricht geltendem Recht, das auch soweit wie möglich praktiziert wird. Andererseits besteht hier aber die Gefahr, dass jemand den Begriff "straffällig" so definiert, wie es die SVP in der Schweiz durchsetzen wollte - das wäre dann eine ganz andere Diskussion.

    Was das Thema Abschiebungen angeht, gehen die meisten Diskussionen am Kern des Problems vorbei: wir können einerseits niemanden in ein Land abschieben, wo ihn Folter oder Todesstrafe erwarten und andererseits können wir eine Person nur in ein Land abschieben, das auch bereit ist, diese Person aufzunehmen - und genau daran hapert es in vielen Ländern.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 7 8 (8 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.