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Karlsruher Stadtgeburtstag: Der Kreis wird auf den Hardtwald projiziert [8]

Karlsruhe (sas) - Vom 17. bis 19. Juni begeht die Fächerstadt ihren 296. Geburtstag. Am letzten Festtag soll der Kreis um das Karlsruher Schloss, der zentraler Ort für die Feierlichkeiten, zum Drehen gebracht werden. Dazu tragen zahlreiche Menschen mit künstlerischen und sportlichen Aktionen bei. Ein Höhepunkt der Aktion "Wir bringen das Rad zum Drehen" ist der Berliner Installationskünstler Philipp Geist, der den Kreis auf den Hardtwald projizieren wird.

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Philipp Geist Installation Künstler Stadtgeburtstag 2011
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Philipp Geist zeigt auf dem Schaubild die Station Nord, wo er eine seiner Installationen präsentieren wird.
Foto: ka-news

Ein "einmaliges Geburtstagsgeschenk" möchte das Stadtmarketing der Fächerstadt, seinen Bewohnern und Gästen mit den Installationen von Philipp Geist machen, erläuterte Gesa Müller von der Haegen, Leiterin des Bereichs Stadtjubiläum 2015 bei einem Werkstattgespräch mit dem Berliner Künstler.

"Philipp Geist bringt das Rad zum Drehen"

Für den Programmpunkt "Wir bringen das Rad zum Drehen" am 19. Juni hat Philipp Geist zwei Installationen entwickelt, die den Kreis um das Schloss in besonderes Licht hüllen sollen. Zwischen Mitternacht und 4 Uhr und zwischen 22 Uhr und Mitternacht zeigt er eine Lichtinstallation entlang des Kreises. "Philipp Geist bringt das Rad zum Drehen", kündigte Müller von der Haegen an. Nach dem Seillauf von Walter Moshammer auf den 30 Meter hohen Schlossturm, startet Geist sein "Zirkelleuchten" vom Turm aus über den Zirkel.

Beim "Zirkelleuchten" fährt er auf einem Pritschenwagen - "natürlich ein Benz - das ist unser Tribut" -, auf dem insgesamt vier Projektoren angebracht sind. Auf dem 2,7 Kilometer langen Weg projiziert er Aufnahmen vom Kreis auf Bäume, Büsche und Hausfassaden: "Der Inhalt der Projektion ist der Kreis selbst. Damit erfolgt eine Spiegelung des Ortes auf sich selbst", erklärte Geist sein Projekt.

Für den Künstler, der im Dezember 2009 eine Installation anlässlich des 82. Geburtstags des thailändischen Königs Bhumibol in Bangkok konzipiert hat, ist der Karlsruher Stadtgeburtstag eine besondere Gelegenheit: "Ich freue mich, eine Installation zu realisieren, die ich schon lange im Kopf habe." Das erste Mal führt er eine fahrende Projektion durch. Im Schritttempo umrundet Geist mit seiner Projektion das Schlossgartenareal in zirka 40 Minuten. "Wir fahren so langsam wie möglich, weil wir wollen, dass die Besucher mitgehen können."

Projektion auf unterschiedliche Projektionsebenen

Eine zweite, stehende Installation wird es an der Station beim nördlichen Parkeingang geben. Dort setzt sich Geist mit den Themen Zeit, Bewegung, Karlsruhe und dem Schlossgarten auseinander. An dieser Projektio können sich auch die Karlsruher selbst beteiligen und Begriffe, die sie mit diesen Themen verbinden, an Philipp Geist schicken (mail@videogeist.de). Diese integriert er dann in sein Projekt.

Geists Installationen sind keine festen Gebilde, die immer gleich ablaufen. Vielmehr entwickelt der Künstler, dessen Wurzeln in der Malerei und der Fotografie liegen, seine Projektionen weiter, während sie präsentiert werden. Das wird auch beim Stadtgeburtstag der Fall sein, zumal die Projektionsbedingungen auf dem Kreis recht unterschiedlich sind. "Fast keine Situation wiederholt sich dort", stellte Geist fest. Wald und Grasflächen wechseln sich mit unterschiedlichen Gebäuden ab. "Das ist die Schwierigkeit, aber auch die Herausforderung."

Ein Bogen von der Vergangenheit der Stadt und die Gegenwart in ihre Zukunft

Ein Probedurchlauf des "Zirkelleuchtens" vor Pressevertretern war am Dienstagabend buchstäblich ins Wasser gefallen. Der Schlechtwetter erprobte Geist will sein Projekt aber auf jeden Fall durchführen. "Das ist ein schönes, stimmiges Projekt an einem besonderen Ort, das einen Bogen schlägt von der Vergangenheit der Stadt, über ihre Gegenwart in ihre Zukunft."

Mehr zu: Stadtgeburtstag Lichtkunst Lichtinstallation

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Kommentare [8]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (159 Beiträge) | 02.06.2011 17:01
    Kunst
    "Der Inhalt der Projektion ist der Kreis selbst. Damit erfolgt eine Spiegelung des Ortes auf sich selbst", erklärte Geist sein Projekt.

    Mag ja Kunst sein. Oder halt Geldverschwendung. Wie man will.
  • (651 Beiträge) | 02.06.2011 22:01
    ganz klar
    Geldverbrennung! Man hätte wenigstens die geraden Zahlen wie 290 und 295 feiern können bis die 300 erreicht ist, von mir aus noch die 299. Aber doch nicht jedes Jahr Geld ausgeben während andere, viel wichtigere Sachen dahin siechen....unverständlich, diese Politik.
  • (867 Beiträge) | 03.06.2011 01:17
    Was fürn Geld??
    Der Künstler fährt mit einem Projektor durch den Schlossgarten und beamt Bilder in die Gegend. Klingt interessant, werde ich mir anschauen.

    Und das gebetsmühlenartige Gemotze auf alles, was mit der Stadt, ihrer Infrastruktur und Kultur zu tun hat, k.... mich so langsam an.
  • (651 Beiträge) | 03.06.2011 13:41
    nicht nur
    diese Kunst, ich finde es grundsätzlich "komisch" wenn die Stadt jedes Jahr ungerade Geburtstage feiert, auch wenns ein Countdown ist. Oder wird danach etwa der 301., der 302. u.s.w. gefeiert? Ich glaube kaum...
  • (251 Beiträge) | 03.06.2011 15:03
    Stadtgeburtstage
    werden als Warm Up und Testphase für den 300. Geburtstag im zwei Jahres Rhythmus (also dieses Jahr und 2013) gefeiert.

    Das ist der einzige Grund. Ohne Wertung der "krummen" Daten.

    Was danach kommt, weiss derzeit kein Mensch.

    Gut möglich, dass die Stadt danach derart verschuldet ist, dass
    wir uns wehmütig an die Zeiten zurück erinnern werden, an welchen noch Unterhaltung für lau geboten wurde.
  • (717 Beiträge) | 03.06.2011 05:51
    Erst mal sehen
    Aus der Beschreibung einer Aktion läßt sich selten deren Qualitäten ableiten. Manchmal denkt man "Das wird geil" und es ist Mist. Und manchmal denkt man "Was soll das denn", geht hin und die Sache hat was.
  • (4478 Beiträge) | 03.06.2011 09:43
    Kunst ist
    immer Geldverschwendung. Natürlich, was sonst. Zumindest gesehen im Licht der großen "F" des Lebens.
  • (17 Beiträge) | 03.06.2011 11:00
    Wird was gemacht,
    ist es Mist. Wird nichts gemacht, ist es auch Mist. Leider schafft man es nie, es allen recht zu machen.
    Keiner zwingt Euch Motzer und Dauer-Schlecht-Finder irgendwo hinzugehen und bei irgendwas mitzumachen. Also spart Euch die Spucke.
    Ich geh jedenfalls hin und schau mir das an. Anschließend kann ich das dann immer noch schlecht finden!!!
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