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19.02.2013 06:51
 
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Karlsruher Pädagogik-Professor: Sitzenbleiben gehört zur Schule der Angst [52]

Das Sitzenbleiben ist ein umstrittenes Thema. Foto: Peter Endig/Archiv

Karlsruhe (dpa/lsw) - Die Debatte über den Sinn des Sitzenbleibens ist für den Karlsruher Pädagogikprofessor Johann Beichel überfällig. Sie ist Teil der «anthropologischen Wende», die sich zurzeit in den Schulen vollzieht.
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«Im Mittelpunkt steht nicht mehr die bloße Vermittlung der Lerninhalte, sondern der Schüler, der sich für die Inhalte begeistern soll», sagte Beichel der Nachrichtenagentur dpa.

Die größte Hürde dieser neuen Ausrichtung sei, dass es noch nicht genügend Lehrer gebe, die das Konzept ausfüllen könnten. Nur sie böten eine Garantie dafür, dass die Rücksicht auf die Kinder nicht zu einem Niveauverlust führe.

 

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Kommentare [52]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • unbekannt
    (5089 Beiträge) | 20.02.2013 01:30
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    Wer Angst hat sitzenbleiben zu können,
    soll auf die Waldorfschule gehen.
    Heute werden die Heranwachsenden zu Vollweicheiern herangezogen. Leistungsdruck ist im Berufsleben normal und sollte auch in der Schule, sowie Privatleben selbstverständlich sein. Die Generation Weichei wird nicht überleben können.
    Wer nichts leisten kann, und sich darauf verläßt, daß Andere die eigenen Aufgaben erledigen, fällt auf die Schnauze. Irgendwann sind die Deppen (z.B. Eltern oder ältere Verwandte) die ständig die Aufgaben des Nachwuchses übernehmen ausgestorben. Wenn ich mir die Tochter eines Bekannten ansehe, die mit ihren 15 Jahren ihren Vater anruft um sie von der Schule abzuholen (welche mit dem Fahrrad 8 min von zu Hause entfernt ist) könnte ich kotzen. Die ist noch NIE selbständig zur Schule oder in ihren geliebten Reitstall gegangen. Aber Vater muß seinen Betrieb verlassen (bzw. temporär schließen) um die Rotznase zu chauffieren.
    Unsere Generation ist selbst schuld, wnn sie solchen Ideologien folgt.
    Amen
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 19.02.2013 20:03
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    Ist was dran...
    ...aber auch nicht. Wenn ich die Lehrbücher von heute sehe, die haben eine vollkommen (garkeine?) Aufgabenstellung, als ich es noch von früher kenne. Damals war es "vorgegebener", heute sind die Formulierungen dermaßen schwammig, daß die Schüler wohl nur erahnen können, was der Lehrer von ihnen will. Und je schwammiger eine Aufgabe, desto mehr Freiraum für Selektion.

    Ich bin ja ohnehin der Meinung, Klassenarbeiten etc. sollten - in anonymisierter Form, daß auch kein Name ersichtlich und vorurteilsbekräftigend - von einem anderen Lehrer überprüft werden sollten.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 19.02.2013 20:11
    Bewerten: (0)
    Ging an...
    ...backagain. Hab ich mich wohl verdrückt...
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 19.02.2013 19:55
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    Bin auch mal sitzengeblieben...
    ...und ich lebe noch. War damals Achte Klasse Gymnasium. Ich glaube aber auch nicht, daß dies verhindert worden wäre, wenn Grüne Pädagogen mir die Schöhnheiten des Islams erklärt hätten. Das war damals zum Glück noch kein Thema, da wurde sogar noch das Wort "Neger" gebraucht. Zutiefst rassistisch und zu vermeiden, wie ich heute Gott sei Dank weiß...
  • (4 Beiträge) | 19.02.2013 19:05
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    Wirkliche Schule ist Angstbewältigung
    ANGST gehört in der SCHULE dazu, damit man von den Pädagogikprofis lernen kann, wie sie aufgelöst und bewälktigt wird.
    ANGST ist kein ErZIEH-DRÜCKungs-Mittel.
    ANGST, von lat. "angustum = eng" kommt durch DRUCK zustande. Es ist mehr als auffällig, wie hoch der DRUCK in unseren "Schulen" ist und wie er immer noch gesteigert wird.
    Druck komprimiert Mensch + Problem; das ist das exakte Gegenteil von Lösung. In der neuen Ich-kann-Schule ist deshalb SOG das Grundprinzip. Statt einfach plump mehr Druck zu machen, muss sich der Pädagoge was einfallen lassen, was ZIEHT.
    SCHULE - von griech. "echein = haben" bedeutet: zu sich kommen, innehalten, zur Besinnung kommen, mit sich selbst wieder eins werden. Wenn SCHULE SCHULE ist, ist Angst kein Problem.
    Freundlich grüßt
    Franz Josef Neffe
  • (2008 Beiträge) | 19.02.2013 16:22
    Bewerten: (0)
    deutschland am ende,
    oder abschaffen, hoffentlich muß ich das in paar jahren, die ich noch zu leben habe nicht mitkriegen, also noch einige jahre........klar ein kleiner anhalt ist schon zu erkennen, aber langsam hoffe ich.
  • (239 Beiträge) | 19.02.2013 15:42
    Bewerten: (0)
    Sitzenbleiben?
    ohne Druck, kommt auch keine Leistung, gegenüber dem japanischen System geht es den Schülern heute viel zu gut. Rotgrün führt und zurück in die Mittelmäßigkeit und die Hochschulen und Universitäten werden werden dann mit Spreu zugeschüttet und können ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.... macht ja nichts durch die negative Genauslese und Bevölkerungskonversion wird man eh Deutschland abschaffen
  • (4146 Beiträge) | 19.02.2013 16:06
    Bewerten: (0)
    Du sagst es!
    Noch lebt Deutschland von einer Generation die langsam ausstirbt und was dann kommt sieht man schon in einigen Bereichen.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 19.02.2013 20:19
    Bewerten: (0)
    In 20 Jahren...
    ...wenn die "Inteligenzia", die jetzt noch im Berufsleben steht, weitestgehend verschwunden ist, sieht es zappeduster aus. Und die wenigen, die über drei zählen können, werden abwandern, weil sie auch kein Bock haben werden, in einem Land voller Analphabeten bis dahin 70 % vom Bruttolohn abgezogen zu bekommen, welcher dann infaltionsbereinigt wohl bei 3 Euro die Stunde liegen wird...

    Zeichnet sich doch schon seit Jahren ab, daß da keiner entgegenlenkt ist verantwortungslos, wird aber den Wirtschafts- und Forschungsstandort abschaffen.
  • (4146 Beiträge) | 19.02.2013 15:36
    Bewerten: (0)
    Viele haben anscheinend
    noch nicht gemerkt, dass die Hauptschule zu dem geworden ist, was frueher in KA die Lidell-Schule war. Die Realschule entspricht der frueheren Hauptschule und wenn man sich viele der massenhaften Abiturienten anschaut, dann fragt man sich schon, was aus den Gymnasien geworden ist.
    Aber macht nur weiter so, alles weichspuelen keine Leistung mehr bringen, aber sich dann in ein paar Jahren wundern, warum uns die Chinesen den Finger zeigen.
    Aber die meisten sind ja zufrieden, wenn sie eine Computertastatur bedienen koennen, denn im internet tobt schliesslich das wahre Leben!!
  • (6604 Beiträge) | 19.02.2013 14:35
    Bewerten: (0)
    Wenn man eine Reform
    machen will, die Druck aus der Schule nimmt und Sitzenbleiben abschafft, geht das meines Erachtens nach nur indam man das Ideal einer umfassenden Bildung aufgibt, also unser Schulsystem in Richtung des amerikanischen verändert, in welchem deutlich früher Spezialisierungen möglich sind.

    Es müsste also die Möglichkeit geben im Prinzip jedes Fach abzuwählen oder nur eine Rudimentärvariante zu besuchen (freilich nicht ein Schüler alle Fächer). Dann dürfte es konsequenterweise keine allgemeine Hochschulreife mehr geben, sondern die Hochschulreife wäre an die bis zum Ende auf einem Mindestniveau beibehaltenen Fächer (und deren akademischen Verwandten) beschränkt.

    Eine solche Reform müsste die Gesellschaft natürlich wollen. Aber einfach nur in unserem bestehenden Schulsystem die Bindung an die Grundschulempfehlung aufzuheben und das Sitzenbleiben abzuschaffen, ist offensichtlich desaströs.
  • (6604 Beiträge) | 19.02.2013 14:25
    Bewerten: (0)
    Ich hoffe
    diese Professoren sind jung genug, dass sie noch Baumstümpfe als Lehramtskandidaten in ihren Hörsälen werden unterrichten müssen.

    Und dann will ich keine Klagen über angeblich unfähige Lehrer hören.

    Wer mir aber jetzt schon schrecklich leid tut sind die Nicht-Pädagogik-Professoren, die es dann mit Studenten zu tun haben, die teilweise nicht nur ausgesprochen Leistungsschwach sind, sondern, die auch noch keinerlei Einsicht in diese Tatsache haben, weil es in der Schule verpönt war Leistungsschwäche überhaupt auch nur anzusprechen.

    Schon mit mir hat so eine Kappe Abi gemacht. Immer mit den fünf Punkten im Mathe-Grundkurs zu kämpfen gehabt, aber dann angefangen Elektrotechnik zu studieren (ist ja schließlich nicht Mathematik). Künftig wird soetwas die Regel und nicht die Ausnahme sein, weil Schüler die Mitteilung "5 Punkte, Abi in Gefahr" überhaupt nicht mehr bekommen werden.
  • (11449 Beiträge) | 19.02.2013 14:55
    Bewerten: (0)
    Ist aus der Kapp
    ein erfolgreicher Ingenieur geworden?
  • (6604 Beiträge) | 19.02.2013 15:01
    Bewerten: (0)
    nein
    ein Grundschullehrer (ohne Witz), zumindest war der Beginn dieses Versuches das letzte, was ich vernahm.
  • (11449 Beiträge) | 19.02.2013 14:24
    Bewerten: (0)
    An den Planlosen.
    „Lernfaule Kinder“ zum lernen Motivieren, in dem man mit Strafe droht. Am Besten führen wir wieder die Prügelstrafe ein, das hat sich doch schon früher bewährt. Ob das zu einer besseren Gesellschaft beiträgt? Was bei so einer Erziehung rauskommt kann man hier wunderbar lesen. Undifferenziertes Draufhauen und in die „Walldorfecke“ stellen, sobald man sagt, dass man darüber nachdenken kann. Dafür gibt’s eine glatte 6 und eine Strafrunde für Begriffsfaule.

    Dein Deppenapostoph verfehlt seine Wirkung, backagain.
  • (1324 Beiträge) | 19.02.2013 14:29
    Bewerten: (0)
    geh deinen namen tanzen'
    runsiter, dass kannst du wenigsten und bekommst eine 1!
    eine strafe ist es die kinder durchzuwinken, obwohl sie nocht nicht die reife für die nächste klasse habe, in der es noch schwerer wird! das ist eine strafe!!! aber das kapieren solche grünen weicheier wie sie in meinen augen einer sind nicht und werden es auch nie! aber irgendwann wird eure zeit endlich rum sein, wenn die menschen merken wie das land immer mehr verweichlicht und dümmer wird. dann is eure zeit rum! so, und jetzt tanz mein äffchen...
  • (6604 Beiträge) | 19.02.2013 14:19
    Bewerten: (0)
    darüberhinaus
    muss man sich die Frage stellen, was die Kombination der nicht mehr bindenden Grundschulempfehlung mit dem abgeschafften Sitzenbleiben in den Köpfen der Eltern für Gedanken auslöst.

    Meine Vermutung geht in die Richtung "Hurra, das Abitur ist garantiert; es ist nicht Problem meines Kindes es zu schaffen, sondern vollständig das der Lehrer es zu bewerkstelligen."

    Dass ein Baumstumpf kein Abitur hat, liegt künftig nicht mehr an seiner eklatanten Lese-, Schreib- und Rechenschwäche, sondern einzig und alleine daran, dass er kein Mensch ist. Ein Mensch mit gleicher schulischer Leistung wie ein Baumstumpf wird das Abitur schaffen und zwar in gleicher Zeit wie alle anderen Schüler.

    Und warum? Weil es auch in dieser Generation sogenannte Experten gibt, die ohne eigene schulische Lehrerfahrung entweder glauben alles besser zu wissen oder aber einfach durch Andersmachen als die vorige Professorengeneration glaubt Karriere machen zu können.
  • (1324 Beiträge) | 19.02.2013 14:23
    Bewerten: (0)
    danke tok!'
  • (6604 Beiträge) | 19.02.2013 14:12
    Bewerten: (0)
    alles richtig
    Nur stellt sich die Frage, ob man aus dieser Passage

    Zitat von aus dem Artikel:
    Die größte Hürde dieser neuen Ausrichtung sei, dass es noch nicht genügend Lehrer gebe, die das Konzept ausfüllen könnten. Nur sie böten eine Garantie dafür, dass die Rücksicht auf die Kinder nicht zu einem Niveauverlust führe


    nun schließen kann, dass es ein Problem mit den Lehrern gibt oder vielleicht doch eher mit dem Konzept des Herrn Professor?

    Meine Erfahrung ist die: einige Schüler begeistern sich für einige Themen aus sich selbst heraus und lassen sich davon selbst durch schlechten Unterricht nicht abbringen. Bei anderen Themen und den restlichen Schülern, hilft guter Unterricht nur ein Stück weit, etwas negative Motivation (Angst vor dem Sitzenbleiben) hilft ein Stück weiter und ist auch nicht moralisch verwerflich, da auch das nach-schulische Leben eine ordentliche Portion derselben enthält.

    Insofern ist Angst vor dem Sitzenbleiben auch Lernen für's Leben.
  • (11449 Beiträge) | 19.02.2013 14:44
    Bewerten: (0)
    Scherzkeks.
    Grünes Weichei, wenn das der Rupp lesen könnte. Der will ja nicht mal von mir gewählt werden. Da falle ich ja gleich vom Stuhl vor lachen.

    Sei es drum, backagain. Wir müssen nicht die gleiche Meinung haben. Aber Dir scheint es schwer zu fallen, andere Meinungen und andere Erfahrungen zu akzeptieren. Lassen wir es dabei, auf Beleidigungen habe ich wenig Lust.

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