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26.01.2016 07:00
 
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Karlsruher Hauptbahnhof: "Taubenkot soweit das Auge reicht!" [79]

Mit diesen Gittern soll verhindert werden, dass sich die Vögel unter Brücken und Unterführungen ansiedeln.
Bild:(ks)

Archivbild
Foto: dpa
Karlsruhe (Marie Wehrhahn) - Gesundheitsgefährdend, ekelhaft, rufschädigend: So fasst die FDP die derzeitige Situation am Karlsruher Hauptbahnhof zusammen. Die Verunreinigung von Taubenkot ist den Stadträten ein Dorn im Auge. In einem Antrag an den Gemeinderat fordern sie einen nachhaltigen Masterplan, um der "Schmierfinken" und ihrer Hinterlassenschaften Herr zu werden. Doch so einfach scheint das nicht zu sein.
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"Taubenkot soweit das Auge reicht!" Das ist das entsetzte Fazit der Karlsruher FDP, die sich vor einiger Zeit zum Vor-Ort-Termin am Hauptbahnhof getroffen hatte. Ziel war es, sich einen Überblick über die hygienischen Zustände dort zu machen. Mit dem Zustand des Hauptbahnhofs sind die FDP-Stadträte alles andere als glücklich.

FDP: "Taubenkot gefährdet die Gesundheit"

"Für Zugreisende, die am Hauptbahnhof ankommen, ist dieser erste Eindruck von unserer Stadt auf Dauer so nicht hinnehmbar", erklären die Stadträte in einem Antrag an den Karlsruher Gemeinderat. "Wenn man zusätzlich bedenkt, dass Taubenkot auch eine gesundheitliche Gefahr birgt, ist es nicht zu verantworten, dass vonseiten des Bahnhofsmanagements nicht gehandelt wird."

Im Jahr 2008 wurde der Karlsruher Hauptbahnhof zum schönsten in Deutschland gewählt - damals war die Sauberkeit sicherlich auch ein wichtiges Auswahlkriterium, vermutet die FDP. So gebe aktuelle Entwicklung zu bedenken, es habe bereits mehrere Beschwerden von Reisenden gegeben. Besonders schlimm stelle sich die Situation an den Mittelbahnsteigen im Bahnhof dar, so die Stadträte weiter.

Bereits im Juli bestätigte die Deutsche Bahn, dass der Karlsruher Hauptbahnhof ein Problem mit den unliebsamen Vögeln habe: "Taubenkot ist in der Tat ein Problem. Generell gibt es viele Tauben an Bahnhöfen, da sie dort einen sehr günstigen Lebensraum vorfinden." Der Karlsruher Hauptbahnhof biete durch seine Architektur besonders viele solcher "Schlupflöcher." Eine Reduzierung der Population sei schwierig, sogar nahezu unmöglich, hieß es damals vonseiten der Bahn. So habe man ab und zu auch mit Passanten zu kämpfen, die die Tiere anfüttern.

FDP: "Wir wollen kein schmuddeliges Provinzbahnhöfle sein"

Was kann nun getan werden? Die Säuberung des Bahnhofsareals liegt in der Verantwortung der Bahn, die nach eigener Aussage bereits Maßnahmen in Karlsruhe getroffen hat. Einerseits würden Bahnsteige, Gleise, Unterführungen und Co. häufiger gereinigt als früher. Auf der anderen Seite sei beachtlich investiert worden, um an verschiedenen Dachstreben und Hohlräumen Gitter anzubringen, so hieß es im Juli auf Nachfrage von ka-news.

Der FDP geht diese Handhabe nicht weit genug: "Es sollte über eine nachhaltige Lösung nachgedacht werden, damit nicht ständig hohe Reinigungskosten anfallen und damit dieser extreme Verschmutzungsgrad gar nicht erst wieder entstehen kann", so die Stadträte Tom Hoyem, Thomas Hock und Karl-Heinz-Jooß, "wir möchten uns als zweitgrößte Stadt in Baden-Württemberg am Hauptbahnhof nicht als schmuddeliges Provinzbahnhöfle präsentieren."

Harte Worte - was sagt die Verwaltung zum Anliegen der Liberalen? "Die Stadtverwaltung hat Kontakt zum Management des Karlsruher Hauptbahnhofs aufgenommen, die Thematik der Verunreinigung durch Taubenkot an den Mittelbahnsteigen thematisiert und um konkrete Lösungen des Problems gebeten", so heißt es in einer städtischen Stellungnahme. Daraufhin -bereits Ende des vergangenen Jahres- hatte die Bahn zwei Lösungsansätze vorgeschlagen, um des Taubenkots Herr zu werden.

Betreutes Wohnen für Tauben?

Eine Idee sei es, die Tauben mittels Lockkäfigen einzufangen und in ein betreutes Taubenhaus umzusiedeln. Bedingung hierbei sei jedoch, dass sich dieses Taubenhaus im näheren Umfeld des Bahnhofs befinden sollte. Diese Möglichkeit scheitert nach Darstellung der DB daran, dass es im Bahnhofbereich keine geeigneten Plätze gibt. Ein zweite Variante seien sogenannte Taubenvergrämungsmaßnahmen mit Netzen und Abwehrspitzen. Hierfür wurden von der DB bereits Angebote angefordert, etwa für eine Installation in der gesamten Gleishalle sowie Stahlträger oberhalb der am stärksten betroffenen Bahnsteigbereiche - beides stehe derzeit noch aus.

"Zur Ausführung der letztgenannten Maßnahmen müssen Gleise gesperrt werden und die Oberleitungen abgeschaltet werden. Dafür ist ein mehrmonatiger zeitlicher Vorlauf bei der Baubetriebsplanung DB Netz AG zu berücksichtigen", so fügt die Verwaltung hinzu. Zudem müssen die Brutzeiten der Tauben berücksichtigt werden, die nahezu durchgängig vom Frühjahr bis in den späten Herbst Eier legen und brüten.

Kotbeseitigung kostet Zeit

Die akute Reinigung der Tiefbahnsteige ist bereits beauftragt, so heißt es weiter in der städtischen Stellungnahme zum FDP-Antrag. Da aber dazu die jeweils links und rechts davon befindlichen Gleise gesperrt werden müssen, ist diese Maßnahme nicht sofort durchführbar. Auch hier sei ein zeitlicher Vorlauf einzuplanen.

Pläne, um die Verunreinigung durch Taubenkot am Karlsruher Hauptbahnhof einzudämmen, gibt es also. Die Umsetzung gestaltet sich jedoch schwierig und zeitaufwendig. Über das weitere nachhaltige Vorgehen soll am Dienstag im Rahmen der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung diskutiert werden. Eine Antwort der FDP zum Statement der Verwaltung steht noch aus.

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Kommentare [79]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (2601 Beiträge) | 07.02.2016 11:39
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    Taubenkot beim Bahnhof?
    Nicht nur dort beschädigt der Dreck Bausubstanzen. Aber das kommt davon wenn der Mensch überall seine Finger dazwischen hat, vermeintlichen Naturschutz betreibt und die natürlichen Feinde, die für ein Gleichgewicht in der Natur sorgen, vertreibt. Außerdem decken die Menschen mit ihrem einfach alles fallen lassen doch den Tauben, aber nicht nur denen, einen reichhaltigen Tisch.
  • (83 Beiträge) | 29.01.2016 22:31
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    taube gute vogel?
    ich kenne deutsche vogel adler

    habe mir beschaeftigt mit deutsche kultur bevor einreise

    was tut taube sein? schmecken gut?
  • (46 Beiträge) | 27.01.2016 00:16
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    Genau! Substituiere TAUBEN mit .........
    und der Sinn bleibt trotzdem gleich grinsen SELTSAM...
  • (174 Beiträge) | 26.01.2016 22:08
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    Der
    einizge Ort wo es mehr Kot gibt ist im Rathaus zwinkern
  • (500 Beiträge) | 26.01.2016 22:16
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    Was ist mit den städtischen Firmen?
  • (811 Beiträge) | 26.01.2016 19:33
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    Die FDP ist zurecht nicht mehr...
    ...im Bundestag! Leider nur noch blöde Ideen!
    Wenn Taubenexkremente vermieden werden sollen, müssen die Auswandern oder abgeknallt werden!
    Wird wohl aus Tierschutzgründen nicht machbar sein!
    Gesundheitsgefahr sehe ich nicht, solange man nicht den Bahnhof ableckt...
    Ich bin mit dem Hbf Karlsruhe zufrieden! Es sind eher so manche Zweibeiner, die mir Sorgen machen...
  • (98 Beiträge) | 29.01.2016 12:28
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    Stadrat Hock
    ..ist doch passionierter Jäger. Er kann ja auf Taubenjagd gehen grinsen
  • (3430 Beiträge) | 26.01.2016 18:06
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    Karlsruhe Hbf ist doch relativ sauber
    Würden die Herren von der FDP mal mehr mit dem Zug fahren, würden sie weitaus schmutzigere Bahnhöfe kennen.

    Ärgerlich finde ich eher, wenn mal wieder ein Aufzug ausfällt. Gut, ich kann meinen Koffer hochtragen. Für den Rollstuhlfahrer ist das ein echtes Problem. Aber für die Barrierefreiheit tut die FDP ja eher nichts, Akten- und Geldkoffer sind ja meist auch nicht so schwer.

    Und wenn die FDP nicht will, dass wir zum Provinzbahnhöfle verkommen, soll sie sich bitte auch für ein besseres Angebot im Schienenpersonenverkehr einsetzen.
  • (403 Beiträge) | 26.01.2016 17:37
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    Georg Kreisler
    Schatz, das Wetter ist wunderschön
    Da leid ich's net länger zu Haus
    Heute muss man ins Grüne gehn
    In den bunten Frühling hinaus!
    Jeder Bursch und sein Mäderl
    Mit einem Fresspaketerl
    Sitzen heute im grünen Klee –
    Schatz, ich hab' eine Idee:

    Schau, die Sonne ist warm und die Lüfte sind lau
    Gehn wir Tauben vergiften im Park!
    Die Bäume sind grün und der Himmel ist blau
    Gehn wir Tauben vergiften im Park!
    Wir sitzen zusamm' in der Laube
    Und ein jeder vergiftet a Taube
    Der Frühling, der dringt bis ins innerste Mark
    Beim Tauben vergiften im Park!

    Schatz, geh, bring das Arsen gschwind her
    Das tut sich am besten bewährn
    Streu's auf a Grahambrot kreuz über quer
    Nimm's Scherzel, das fressen's so gern!
    Erst verjag'mer die Spatzen
    Denn die tun'am alles verpatzen
    So a Spatz ist zu gschwind, der frisst's Gift auf im Nu
    Und das arme Tauberl schaut zu!

    Ja, der Frühling, der Frühling, der Frühling ist hier –
    Gehn wir Tauben vergiften im Park!
    Kann's geben im Leben ein größres Plaisir
    Als das Tauben ve
  • (403 Beiträge) | 26.01.2016 17:39
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    Kann's geben im Leben ein größres Plaisir
    Als das Tauben vergiften im Park?
    Der Hansl geht gern mit der Mali
    Denn die Mali, die zahlt's Zyankali –
    Die Herzen sind schwach und die Liebe ist stark
    Beim Tauben vergiften im Park!
    Nimm für uns was zu naschen –
    In der anderen Taschen!
    Gehn wir Tauben vergiften im Park!
  • (9 Beiträge) | 26.01.2016 17:25
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    .
  • (92 Beiträge) | 26.01.2016 13:26
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    Rufschädigend,
    das ist echt geil. grinsen

    Haben die Tauben eigentlich Namen? Falls nicht, mir würden da ein paar einfallen....
  • (303 Beiträge) | 26.01.2016 13:25
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    TOD UND WIEDERAUFERSTEHUNG DER WELT MEINER ELTERN IN MIR
    Badisches Staatstheater Karlsruhe
    ZUM LETZTEN MAL
    Sonntag, 28.02., 19:00-
    Der Mann beginnt seinen neuen Lebensabschnitt
    in der trostlos anmutenden
    Inheidenerstr. 71, Frankfurt. Er bezieht
    eine Wohnung in der 20. Etage, fern von
    allen Wirtschaftsturbulenzen, die ihn sein
    Leben über begleitet haben. Der schrullige
    Vermieter Kaschinsky weiht den Mann in
    die häuslichen Gebote ein, bei denen die
    Verscheuchung der Tauben eine zentrale
    Rolle spielt. Die Tauben kreisen ständig
    um Kaschinskys Eigentum und „scheißen
    alles voll, obwohl deren Brut abgetötet
    ist“. Diese erscheinen dem Vermieter wie
    eine unkontrollierbare Plage, die sich nun
    auch allmählich in das Leben des Mannes
    einschleicht. Den Tauben wird auf diesem
    Wege eine Stimme verliehen, die Traum und
    Wirklichkeit ineinander fließen lässt.
  • (195 Beiträge) | 26.01.2016 13:20
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    Die Menschheit ist nur noch zum kotzen!
    Selber alles kaputt machen, Tiere und Natur ausrotten aber sich dann wegen Taubensch... aufregen!
    Manchen geht es anscheinend erst gut, wenn es nur noch SIE und ihre zubetonierten Ansiedlungen gibt.
    Lieber mal nachdenken, welche Sauereien die Menschheit Tag um Tag fertig bringt.
    Statt die Tauben auszurotten, sollte man sich eher Gedanken machen die Anzahl der Menschen nicht weiter wachsen zu lassen.
    Genau betrachtet sind WIR das Ungeziefer dieser Welt und nicht irgendwelche Tauben im Bahnhof!
  • (500 Beiträge) | 26.01.2016 21:06
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    Wenn du dich als Ungeziefer siehst,
    dann ändere doch deinen Status.
  • (811 Beiträge) | 26.01.2016 19:23
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    Wie?
  • (195 Beiträge) | 26.01.2016 21:24
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    Die Idee hat was!
    Bei Einigen hier sollte man das echt andenken.
  • (500 Beiträge) | 26.01.2016 22:12
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    Hast du eine hohe, oder eine tiefe Stimme?
  • (92 Beiträge) | 26.01.2016 22:26
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    Ist
  • (500 Beiträge) | 26.01.2016 22:31
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    Solange es nich EI ist

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