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Karlsruher Grüne fordern Mindestlohn: 4.000 Karlsruher arm trotz Arbeit [8]

Karlsruhe (ps/tam) - Die Grüne Gemeinderatsfraktion und die Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl freuen sich in einer Pressemitteilung über die Arbeitsmarktdaten in Karlsruhe für Oktober 2011. Gleichzeitig weisen sie auf die weiterhin schlechte Ausgangssituation für Langzeitarbeitslose hin und fordern Weiterbildungsangebote sowie einen flächendeckenden Mindestlohn.

/region/karlsruhe/Karlsruher-Gruene-fordern-Mindestlohn-4-000-Karlsruher-arm-trotz-Arbeit;art6066,750992,B?bn=788699
Arbeitsagentur Freiburg
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Langzeitarbeitslose profitieren laut Grünen nicht von der guten Arbeitsmarktlage in Karlsruhe.
Foto: Archiv

"Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen in Karlsruhe ist eine positive Entwicklung. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass ältere Arbeitssuchende und Langzeitarbeitslose auch in Karlsruhe von diesem Trend bisher nicht profitieren", so die Grünen-Stadträte Michael Borner und Uta van Hoffs. Aus Sicht der Grünen würden gerade diese Personengruppen von der schwarz-gelben Bundesregierung stiefmütterlich behandelt, heißt es in einer Pressemitteilung weiter.

Bleibe es bei der Kürzung der Arbeitsförderung, werde sich die Langzeitarbeitslosigkeit weiter verfestigen und ohne einen echten allgemeinen Mindestlohn immer mehr Beschäftigte auf Unterstützung angewiesen sein.

Trotz Arbeit auf Arbeitslosengeld angewiesen

Dies gelte erst recht, wenn sich die Arbeitsmarktlage wieder verschlechtern sollte. "Wir fordern für Arbeitslose mehr Weiterbildungsangebote und eine bessere Vermittlung. Nur so können Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose dauerhaft in den Arbeitsmarkt integriert und der Fachkräftemangel reduziert werden", so die Grüne Bundestagsabgeordnete Kotting-Uhl. Auch seien leider längst nicht alle neuen Arbeitsverhältnissen von guter Qualität. Befristung, Leiharbeit und schlechte Bezahlung trüben die Freude über die statistischen Zahlen.

"Nahezu konstant 4.000 Beschäftigte in Karlsruhe müssen trotz Arbeit ihren Lohn mit Arbeitslosengeld II aufstocken. Das ist Förderung von Dumpinglöhnen mit Steuermitteln und widerspricht jeder Vorstellung von 'Guter Arbeit', die den Beschäftigten einen existenzsichernden Arbeitsplatz bietet und auch langfristige Lebensplanung möglich macht", so Borner und van Hoffs weiter. Beim Mindestlohn müsse deshalb Nägel mit Köpfen gemacht werden, Lippenbekenntnisse der Bundesarbeitsministerin reiche nicht aus, machen die Grünen in ihrer Stellungnahme deutlich.

Mehr zu: Arbeitslose Mindestlohn "Die Grüne" Gemeinderatsfraktion Forderung

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Kommentare [8]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1399 Beiträge) | 16.11.2011 11:55
    wenn soviele Karlsruher so arm sind
    warum haben dann die Stadträte Uta van Hoffs und Michael Borner einer Erhöhung der Straßenbahn-Fahrpreise einhellig zugestimmt.
    Da schienen die sich keine Gedanken zu machen wie die armen Würstchen das zahlen sollen!
  • (217 Beiträge) | 16.11.2011 14:37
    nicht zuständig
    die Fahrpreise werden im Aufsichtsrat der KVV festgelgt und dort sind die beiden Stadträte keine Mitglieder.
  • (2365 Beiträge) | 16.11.2011 13:02
    weil die fahrpreise
    für die Armen eh schon zu hoch waren und sie bereits jetzt nicht mitfahren konnten. . Von daher triffts es sie ja nicht (Ironie aus)
  • (635 Beiträge) | 16.11.2011 13:05
    Was ich mich frage ...
    Es ist nur eine Frage nicht falsch verstehn. Wie schafft es ein Ausländer mit 3 Kindern in einer 3Zimmer Wohnung sich einen relativ neuen Audi A4 zu leisten ?

    Warum schafft es eine Alleinerziehende mit 2 Jobs es nicht sich ein Auto zu leisten ? Geschweige denn über die runden zu kommen ?

    Genau das beobachte ich in meiner Stadt Karlsruhe. Kann mir das jemand beantworten ?
  • (1370 Beiträge) | 16.11.2011 13:40
    Obwohl ein solcher Schwachsinn ...
    ... eigentlich keiner Kommentierung bedarf, bitte:

    Vielleicht hat der Ausländer eine bessere Ausbildung? Vielleicht hat der Ausländer einen besseren Job? Vielleicht hat sich der Ausländer nicht bei der ersten Ehekrise für getrennte Wohnungen und damit verbundene Zusatzkosten entschieden?

    Nun ja, vielleicht sollte man allen Ausländern ihr gesamtes, über das Existenzminimum hinausgehendes Gehalt wegnehmen und den Alleinerziehenden überlassen. Das befriedigte wenigstens manchen Sozial-, Fremden- und was-weiß-ich-noch-was-Neid. Ein A4 geht natürlich auch gar nicht. Der Ausländer soll seine Plagen gefälligst in einen gebrauchten Nissan Micra 'reinpacken!

    Hinweis: Kommentar gibt nicht unbedingt die Meinung von ka-rlsrator wieder.
  • (635 Beiträge) | 16.11.2011 13:42
    War nur eine Frage meiner Beobachtung.
    Nicht mehr nicht weniger. Interpretiert was ihr wollt.
  • (475 Beiträge) | 16.11.2011 14:06
    Je größer die Wohnung...
    ... desto billiger ist sie! Schaun wir uns das mal genauer an:

    Alleinerziehend wäre 2 Zimmer doch mindestens nötig. Das billigste, dass ich auf die Schnelle finde, sind 350 Euro. Damit ist der erste 400 Euro Job mit Miete und Stromkosten weg. Was aus den zweiten 400 Euro wird kann man sich denken...

    Bei einer 3 Zimmer Wohnung sind es da wo ich gerade geschaut hab mind. 380 Euro. Das wäre zwar auch noch für die Alleinerziehende drin, aber vermutlich würde das nicht mehr vom Amt unterstützt werden, weil die Wohnung dann zu groß wäre.

    Was du in deinem Beitrag nicht schreibst: Hat der Ausländer denn einen Job?

    Ansonsten stimme ich dem Artikel zu: Wir brauchen einen Mindestlohn, der es jedem arbeitenden Menschen erlaubt seinen Lebensunterhalt so zu bestreiten, dass er nicht wegen kleinster Probleme (Hose kaputt o.ä.) gleich wieder in Finanzschwierigkeiten kommt. Dieser Mindestlohn sollte deutlich über Hartz4 liegen, das ja angeblich dafür gemacht ist das Grundbedürfnis abzudecken.
  • (529 Beiträge) | 16.11.2011 18:01
    Ich wüstre da etwas...
    Ich wüste da etwas um die Armut zu senken.
    Dieses Land leidet an Kronischer Energie Preis Überteuerung an einer schwachen Währung und am ÖKO Wahn.
    Die Energie Preise gehören gesenkt.
    Das EEG mus abgeschafft werden.
    Subvensionen aller art gehören abgeschaft.
    Der EURO gehört abgeschaft.
    Europa und der Binnenmarkt haben vorher auch schon Funktionirt.
    Und wenn wir keinen EURO haben brauchen wir ihn nicht mehr zu retten.
    Und mit einer Starken und harten Währung können wir die Rohstoffe viel billiger einkaufen so das die Produkte auch viel billiger verkauft werden können.
    Wenn wir das alles durch haben ist eine Steuer senkung oder gar abschaffung bestimmter Steuern, eigentlich nur noch obligatorisch.
    Was die Steuerabschaffung betrieft schlage ich vor mit der ÖKO Steuer zu beginnen.
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