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Karlsruhe Karlsruhe sagt Killerspiel-Wettkampf nicht ab

Im Rahmen der Electronic Sports League (ESL) wird ein Teil des Wettbewerbs im professionellen Computerspielen am 5. Juni in Karlsruhe ausgetragen. Die Veranstaltung war eigentlich in Stuttgart geplant, die Stadt erteilte den Veranstaltern aber aufgrund des Amoklaufs in Winnenden eine Absage.

Wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung im Gespräch mit ka-news bestätigte, wird die Stadt Karlsruhe trotz der kürzlich von Innenminister Heribert Rech geäußerten Bedenken den Wettkampf in der Schwarzwaldhalle nicht absagen. Diesen Entschluss hätte Oberbürgermeister Heinz Fenrich nach Beratung mit Fachleuten und Rücksprache mit der Bundeszentrale für politische Bildung getroffen, hieß es gestern Mittag aus dem Rathaus. Ausschlaggebend sei unter anderem das Engagement der Bundeszentrale gewesen, die mit der Eltern-LAN, einer LAN-Party nur für Eltern, auf der Veranstaltung vertreten sein wird. 

Damit sollen Eltern Berührungsängste zum Medium Computer abbauen und erhalten eine medienpädagogische Einführung zu Computerspielen. Von Seiten der Stadtverwaltung hieß es weiter, der Computerspielwettkampf sei eine gute Möglichkeit für Eltern und Lehrer, kennenzulernen, womit sich die Jugendlichen beschäftigten. Für die Eltern-LAN in Karlsruhe gäbe es bereits Interessenten. Weitere Informationen zur ESL Pro Series sowie zu den Intel Friday Night Games finden sich im Internet unter www.esl.eu/de/pro-series/fng.

Deutsche Meisterschaft mit 130.000 Euro Preisgeld

Am 20. März gab Europas größte Liga für Computerspiele in München den Startschuss für die vierzehnte Saison der eSport-Bundesliga, der ESL Pro Series. Sie ist mit 130.000 Euro Deutschlands höchst dotierte Liga für professionelles Computerspielen. Am 5. Juni, eine Woche vor den Finalspielen, kommt die Liga mit den Intel Friday Night Games in die Schwarzwaldhalle nach Karlsruhe. Die Veranstalter erwarten bis zu 5.000 Zuschauer.

In den Disziplinen Warcraft 3, Counter-Strike und Counter-Strike:Source kämpfen Profispieler, wie der amtierende deutsche Warcraft 3 Meister Daniel "XlorD" Spenst, live vor Publikum für die Punkte im Wettbewerb um die Deutsche Meisterschaft und um die 130.000 Euro Preisgeld. Vor dem offiziellen Punktespiel der eSport Bundeliga ESL Pro Series veranstaltet Turtle Entertainment ab 15.30 Uhr gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und weiteren Partnern die sogenannte Eltern-LAN. Weitere Informationen unter www.eltern-lan.info.

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Kommentare (18)
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  •   sno
    (158 Beiträge)

    06.05.2009 09:38 Uhr
    @willhelm
    Das musst du am besten direkt mit ka-news ausmachen. Ich kann das nicht entscheiden zwinkern
    Ich finde die Überschriften auch nicht immer passend, aber kann es trotzdem wie gesagt/geschrieben zumindest teilweise verstehen, warum es so gemacht wird.
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  •   karlneu
    (199 Beiträge)

    06.05.2009 07:13 Uhr
    killerspiele
    Jedes Quadrat ist ein Rechteck, aber nicht jedes Rechteck ist ein Quadrat.
    Jeder Amokläufer ist ein Killerspieler, aber nicht jeder Killerspieler ist ein Amokläufer.
    So einfach ist die Sache.
    Der Amokläufer von Winnenden hat vor der Tat 6 Stunden mit dem Handy telefoniert. Ich fordere sofortiges Handyverbot weltweit !
    Man muss doch immer noch Ursache und Wirkung unterscheiden. Dass ein Amokläufer zu einem solchen wird, hat eine Ursache. Dass er Killerspiele macht, hat die gleiche Ursache. Es ist aber nicht so, dass das eine das andere bedingt. Das ist der casus knaxus.
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  • unbekannt
    (91 Beiträge)

    05.05.2009 21:30 Uhr
    Alternatives Wort für Killerspiele:
    Egoshooter. Ganz einfach zwinkern
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  • unbekannt
    (91 Beiträge)

    05.05.2009 21:26 Uhr
    Heribert did it
    for teh lulz. Die Vorlesung des gefakeden "Foren"eintrags ist epic³. Ich lach mich immer wieder darüber tot. Diese aufgesetzt betroffene Rhetorik und der lächerliche Text. Herrlich. Die CDU ist immer wieder für einen Lacher gut (leider für sonst nichts)

    Das Wort Killerspiele ist eindeutig das Unwort der letzten 5 Jahre. Ich kann es nicht mehr hören. Schießen lernt man auf dem Schießstand, nicht indem man einen Pixelhaufen (Cursor) auf einen anderen Pixelhaufen(Modell eines Menschen) bewegt und die Maustaste klickt. Wenn man die Politiker alter Generation reden hört könnte man gerade meinen, dass in solchen Spielen(!) echte Menschen getötet werden (so wie in den Kriegen, die sie führen lassen).
    Wie wollen "Vorbilder", wie Politiker seien wollen, glaubhaft machen, dass Töten ansich eine schlechte Sache ist, wenn tagtäglich die Kriegsmaschinerie aus allen Rohren donnert. Aber ne klar, PC-Spiele sind daran Schuld, dass verzweifelte Menschen zu einer Waffe greifen.
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  • unbekannt
    (64 Beiträge)

    05.05.2009 17:13 Uhr
    @sno
    Also gut, hiermit verspreche ich mindestens ein mal pro Tag auf eine Werbeanzeige zu klicken, wenn dafür Schluss mit solchen Überschriften ist, ok? zwinkern

    Immerhin ist ja der Rest des Artikels ganz in Ordnung...
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  •   nico-ka
    (301 Beiträge)

    05.05.2009 14:36 Uhr
    Danke
    Ohje, 5000 Zuschauer! Wenn man das mal grob mit dem Faktor 15 hochrechnet, erwarten uns bald 75.000 Amokopfer. Selbstverständlich, dass man gegen systematisches Töten etwas unternehmen muss! Danke!

    http://www.r-craven.de/upload/2009/03/althaus.jpg
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  •   sno
    (158 Beiträge)

    05.05.2009 13:48 Uhr
    Bild
    Die Bild scheint damit aber leider Erfolg zu haben, so dass ich es zumindest teilweise verstehen kann, wenn dann neugierig machende Überschriften verwendet werden, um die Einnahmen bei ka-news zu erhöhen. Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise sinken die Werbeeinnahmen bestimmt.
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  • unbekannt
    (64 Beiträge)

    05.05.2009 12:58 Uhr
    @sno
    der Verzicht auf die Bezeichnung "Killerspiel" wäre schon einmal ein Anfang (und das schmälert bestimmt auch nicht die Klickraten).
    Es ist nämlich keineswegs so, dass diese Art von Spielen "halt so genannt werden" - vielmehr handelt es sich dabei um einen gezielt ersonnenen Kampfbegriff (der von unseren sensationsgeilen (bild) oder unkritisch nachplappernden (ka-news) Medien leider dankbar übernommen wurde).

    Es handelt sich also um einen reinen Dysphemismus, der genauso geächtet werden sollte wie Euphemismen ala "Kollateralschaden" und Konsorten.
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  •   sno
    (158 Beiträge)

    05.05.2009 12:46 Uhr
    Formulierung
    Wie würdet ihr denn die Überschrift nennen? Ich finde die Formulierung auch nicht gut, allerdings muss man auch bedenken, dass ka-news kostenlos ist. Meines Wissens richten sich die Werbepreise für Online-Seiten danach, wie oft die Berichte aufgerufen werden und vermutlich werden deshalb auch die Überschriften oftmals etwas übertrieben formuliert... Eine Alternative besteht ja darin, dass ka-news zusätzlich noch eine kostenpflichtige Seite mit normalen Formulierungen macht. Dann könnt ihr ja entscheiden, ob ihr es kostenlos lesen wollt oder ob ihr Geld für eine normale Formulierung bezahlt. grinsen
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  • unbekannt
    (37 Beiträge)

    05.05.2009 12:00 Uhr
    peinlich
    wenn ich dieses Wort "Killerspiel-Wettkampf" schon lese, lohnt es sich eigentlich schon gar nicht mehr weiterzulesen.

    Der Axel-Springer Verlag lässt grüßen! Ein Hoch auf den Journalismus
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