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30.03.2016 12:57
 
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Karlsruhe muss sparen: Werden bald Bürgerbüros geschlossen? [48]

Bild:ka-news

Karlsruhe (Melanie Nees) - Müssen die Karlsruher künftig mit weniger Bürgerbüros auskommen? Ein Vorschlag des Ordnungsamts sieht vor, gleich zwei Bürgerbüros in der Fächerstadt zu schließen. Der Grund: Die Stadt muss Kosten einsparen. Und es ist nicht die einzige Änderung, die für die Karlsruher Bürgerbüros geplant ist.
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Die Stadt will und muss sparen: Um dem jährlichen ansteigenden Defizit entgegenzuwirken , startete die Stadtverwaltung 2015 einen Haushaltsstabilisierungsprozess. Eine Einsparung könnte nun die Bürgerbüros treffen: Das Ordnungsamt hat vorgeschlagen, zwei Karlsruher Bürgerbüros zu schließen. Das bestätigt Björn Weiße, Leiter des Ordnungs- und Bürgeramtes der Stadt Karlsruhe, auf Nachfrage von ka-news.

Künftig kein Bürgerbüro in Hagsfeld oder im Rathaus?

"Der Gemeinderat hat die Verwaltung aufgefordert, Einsparvorschläge zu bringen, um den Haushalt zu konsolidieren", erklärt Weiße. Der Vorschlag, den das Ordnungsamt in Workshops erarbeitetet hat sieht die Schließung der Bürgerbüros im Rathaus und in Hagsfeld vor.

"Sämtliche Großstädte in Deutschland stehen unter Kostendruck", meint der Amtsleiter. Bürgerbüros zu reduzieren sei eine häufige Sparmaßnahme. München habe für rund 1,4 Millionen Einwohner noch sechs Bürgerbüros - ursprünglich seien es 22 gewesen. In Karlsruhe könnten aus elf bald neun werden. Laut einer Statistik, die die Stadt Weiße zufolge seit Jahren führt, müssen Bürger durchschnittlich alle fünf Jahre in ein Bürgerbüro. "20 Minuten Anfahrtszeit alle fünf Jahre sollten in Ordnung sein", meint der Amtsleiter. Welche Sparvorschläge umgesetzt werden, entscheide der Gemeinderat nach und nach im Laufe des Jahres.

Stadt will Wartesystem umstellen

Doch die möglichen Schließungen sollen nicht die einzigen Änderungen sein. "Bürgerbüros sind immer ausgelastet", kommentiert Weiße. Das hat Folgen für die Mitarbeiter: Für sie seien keine Mittagspause und bis zu drei Überstunden in der Vergangenheit an der Tagesordnung gewesen, so Weiße. Als Reaktion darauf hätten die Karlsruher Bürgerbüros auf Terminvergabe umgestellt. Die Termine können dem Amtsleiter zufolge gut eingehalten werden. Auch für die Stadt habe das Vorgehen Vorteile: Die Mitarbeiter wissen, wie viele Bürger kommen und mit welchem Anliegen.

Bislang könne man sowohl online als auch telefonisch, per Mail oder vor Ort einen Termin vereinbaren. "Es kann allerdings sein, dass man nicht sofort einen Termin bekommt. Ein Vorlauf von bis zu zwei Wochen ist möglich", merkt Weiße an. Das könnte sich allerdings bald ändern: Für die nahe Zukunft will die Stadt Bürgern ermöglichen, bei der Terminvereinbarung vergleichen zu können, in welchem in welchem Karlsruher Bürgerbüro man am schnellsten drankomme.

Des Weiteren läuft nach Aussage des Amtsleiters derzeit ein Test in der Kaiserallee 8: Auf dem Zettel, den man ziehen muss, stehe nicht mehr nur eine Nummer, sondern auch die Uhrzeit, zu der man voraussichtlich aufgerufen wird. "Wir haben schon sehr viel positive Rückmeldung von Kunden bekommen", berichtet Weiße. Das neue System hätte man nun auch den anderen Bürgerbüros in Karlsruhe angeboten. Einige technische Fragen seien nun noch zu klären. Wahrscheinlich ab Mitte des Jahres werde es die Zettel mit den Uhrzeiten Weiße zufolge dann in allen Bürgerbüros der Fächerstadt geben. 

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Kommentare [50]
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  • (412 Beiträge) | 05.04.2016 14:54
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    Man versuche mal, online einen Termin zu vereinbaren...
    Bei den meisten Bürgerbüros sind gar keine Termine frei bzw. nur ein Tag in den nächsten 3 Wochen. Da muß ich allerdings als Berufstätiger frei nehmen, denn es werden nur Termine zwischen 7.30 und 14.30 angeboten. Da bin ich halt auch auf Arbeit. Gerne würde ich nach 16.30 einen Termin vereinbaren, diese werden aber überhaupt nicht angeboten. Auf gut Glück werde ich nicht hingehen. Super!
  • (449 Beiträge) | 01.04.2016 08:09
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    stiefmütterliche Behandlung der Bürger
    Davon betroffen sind ja nur achttausend Hagsfelder und ein paar tausend Waldstädter, die das Büro Ost gerne aufgesucht haben. Die Hagsfelder kosten ja Stadt, Bund & Bahn schon mehr wie genug. Haben Sie doch erst Arbeitsplätze durch die neue Großspedition erhalten und wurden dadurch noch von den riechenden Galloway-Rindern befreit. Zuganschlüsse hat Hagsfeld auch mehr wie genug. Da kommt man schon irgendwie zum nächsten Bürgerbüro. Natürlich sind 20 Minuten Fahrtzeit zumutbar. Unzumutbar ist aber, dass das Geld in guten Zeiten rausgehauen wird und wenn es eng wird, z.B. wegen vorhersehbarer Rechenfehler bei Ustrab-Kosten und unvorhersehbarer Flüchtlingsschwemme, muss die Allgemeinheit wieder Abstriche hinnehmen. Aber die Wachstumspläne der Stadt müssen unbedingt voran getrieben werden. Die Großmannssucht ist unheilbar.
  • (103 Beiträge) | 01.04.2016 04:12
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    ... es wird von Jahr zu Jahr schlimmer ...
    ... und man wünschst sich nur aus dem Albtraum aufzuwachen. Diese Stadt und auch der Staat haben zu sehr dass rechte Maß verloren wie unwichtig Geld ist im Gegensatz zum Wohl des Menschen. Viele aus der Generation um die 40 Jahre spielen mit dem Gedanken Deutschland dauerhaft zu verlassen. Nach diesen Entwicklungen der letzten Jahre, fehlen auch mir bald gute Gründe nicht ähnlich zu denken. - Traurig, traurig, traurig.
  • (1000 Beiträge) | 31.03.2016 16:13
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    Hauptsache
    das Bürgerbüro im ADAC-Gebäude wird bald wieder eröffnet!
  • (195 Beiträge) | 31.03.2016 14:21
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    Hm, irgendwas scheinen die bei uns falsch zu machen...
    ...siehe http://www.n-tv.de/politik/Kommunen-erzielen-Milliarden-Ueberschuss-article17349651.html
  • (738 Beiträge) | 31.03.2016 10:50
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    keine Mittagspause und bis zu drei Überstunden in der Vergangenheit
    dann müßten die Mitarbeiter ja alle schlank und rank sein, sowie nicht wissen wohin mit der zusätzlichen Freizeit, lach.
    Immer mehr Leistung in weniger Zeit, Personaleinsparungen etc.
    Die Krankheitsbilder der Mitarbeiter sprechen für sich.
  • (241 Beiträge) | 31.03.2016 14:13
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    Krankheitsbild
    Das Krankheitsbild im öffentlichen Dienst heißt:
    Bore-Out-Syndrom (Krank vor Langeweile wegen Arbeitsmangels). Das kommt davon, dass man jahrelang damit beschäftigt war, eine Kuschelzone sich am Arbeitsplatz einzurichten.
    Ansonsten machen die sich bloß den Streß selber.
  • (738 Beiträge) | 31.03.2016 16:41
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    Krankheitsbild
    wie kann man nur so einen Unsinn schreiben.
    Fragen Sie doch mal die Mitarbeiter- und innen vom Ordnungsamt unter was für einem Leistungsdruck sie stehen. Dieser kommt aber nicht von den Bürgern, sondern von der Verwaltungsspitze.
  • (241 Beiträge) | 31.03.2016 18:00
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    Stadtmarketing
    Fragen Sie doch einmal die Mitarbeiter vom Stadtmarketing:Personal= mehr Projektleiter als Projektmitarbeiter und dann keine Zeit einen Slogan zu formulieren und eine hippe "Agentur" damit zu beauftragen. Die meisten die in so einem Amt arbeiten machen das sowieso nur wegen dem Risiko nicht arbeitslos zu werden und wegen der zusätzlichen Altersvorsorge, die von Steuergeldern finanziert wird.

    Achso: Kaffee trinken nicht vergessen die Schreibtischtäter.
  • (393 Beiträge) | 01.04.2016 08:07
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    Schaffe, Schaffe
    Sie sind ja ein richtiger Held der Arbeit!
    Schaffe ohne Pause und Kaffee trinken bis die Schwarte kracht.
    Da freut sich der Chef und der Staat wegen dem Bruttosozialprodukt.
  • (808 Beiträge) | 01.04.2016 13:19
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    Fest steht,
    dass sich auf einer Behörde noch keiner totgeschafft hat. Und Krankheitsbilder wie Burnout dürften dort auch unbekannt sein.
  • (393 Beiträge) | 01.04.2016 17:02
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    Tot arbeiten
    abgesehen davon, dass das nicht gerade erstrebenswert ist, denn dann ist man länger tot, sprechen Sie mal mit Mitarbeiterinnen vom Bürgerbüro, die an den Schaltern sitzen und unmittelbar Kontakt mit den Menschen haben.
    Und die haben weder die Bürokratie erfinden, noch machen sie Gesetze oder erlassen Verordnungen, sondern machen in der Regel korrekt und engagiert ihre vorgegebene Arbeit trotz Personalkürzungen speziell in diesem Bereich.
    Man sollte genau hinschauen und nicht immer pauschalisieren.
    Ein Nicht-Beamter, vorsorglich.
  • (193 Beiträge) | 31.03.2016 17:06
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    oh ja
    das hab ich gesehen als ich meinen Ausweis abholte. halbe Stunde bis der Herr neben seinen Kaffeeschwätzchen mit Kollegen überhaupt mal an der Box war. Beim Laufen hätte ich ihm noch die Schuhe besohlen können. Als ich anmerkte (nachdem ich eine Stunde vorher warten musste) dass ich noch zur Arbeit muss ist er auch noch pampig geworden. Selten jemand so langsam "arbeiten" sehen. Folge war dass ich bis 22 Uhr im Geschäft sitzen musste.
  • (193 Beiträge) | 01.04.2016 10:54
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    lol
    xD Treffer. Natürlich hab ich da gearbeiter grinsen Aber trotzdem guter Seitenhieb. grinsen
  • (8550 Beiträge) | 01.04.2016 04:47
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    Das ist Bürgerservice
    vom Feinsten, weil man in Schlangen stehend super tolle Informationen bekommen kann.
    Die letzte Schlange, in der ich zu stehen hatte, war auf einem Airport und die Leute vor und hinter mir konnten tolle Tipps geben, worauf man bei welchen Fluggesellschaften achten muss.

    Also wenn ich mehr planbare Zeit hätte, würde ich mich schon deshalb als professioneller Schlangensteher anbieten und anderen Personen diese Zeit ersparen. Die könnten wiederkommen, wenn ich kurz vor dem Schalter ankomme und dann ihr Anliegen dort vortragen.
  • (193 Beiträge) | 01.04.2016 11:02
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    Findest?
    die haben über Kollegen hergezogen. Also die Schnellsten waren die wirklich nicht. Gilt aber natürlich nicht für alle Beamten. Aber für den explizit schon. (Hab aber auch schon bessere Bürgerservices gehabt.). Aber das Klischee hat er voll und ganz erfüllt.
  • (2343 Beiträge) | 31.03.2016 09:16
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    Keine Mittagspause?
    Sind das Beamte? Ansonsten gilt ja wohl das Arbeitszeitgesetz.
  • (608 Beiträge) | 31.03.2016 08:24
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    schlicht und ergreifend:
  • (241 Beiträge) | 30.03.2016 22:15
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    Die junge Messe vertilgt seit
    ihrer Enstehung jährlich einen zweistelligen Millionbertrag in €!
  • (1439 Beiträge) | 30.03.2016 21:25
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    Am Bürger sparen aber für unnützes Großkotziges ist Geld da
    Tunnelkrampf für ein paar 100.000 EUR pro METER klar bracht man fürs Ego und zur Umschiffung selbst geschaffener Engpässe.

    Paar Millionen für einen Geburtstag - gerne "die feiern als ob es tausend Jahre wären" (wir recht doch unser Landesvater da hat)

    Wie wärs noch mit ein paar Milliönchen für Weltfusballer grinsen

    Klar, dass bei den "Prioritäten" der Bürger nur ****** für seine Steuern bekommt!

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