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Karlsruhe kassiert zwölf Millionen Euro von Verkehrssündern [109]

Karlsruhe (dpa/lsw) - Raser und Falschparker haben im vergangenen Jahr erneut Millionensummen in die kommunalen Kassen gezahlt. Allein Karlsruhe steigerte die Verkehrseinnahmen dank zweier neuer Radaranlagen um rund eine Million Euro auf 12 Millionen Euro.

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Ein Mann betrachtet eine Verwarnung
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Falschparker haben Millionen an Kommunen gezahlt. Foto: N. Försterling/Archiv.
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Die Zahl der Verkehrssünder, die in der Stadt zur Kasse gebeten wurden, wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 65 000. Auch Pforzheim und Ulm kontrollierten zum Teil verstärkt und konnten dadurch mehr Bußgelder einnehmen.

Der Verwaltungsaufwand ist allerdings enorm: Zur Verkehrskontrolle beschäftigt Karlsruhe mehr als 70 Mitarbeiter. Die Kosten von rund 12 Millionen Euro decken sich nach Angaben des Ordnungs- und Bürgeramts mit den Einnahmen. Ähnlich sieht es nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa auch anderswo aus: Die Städte verdienen unterm Strich kaum etwas an den Verkehrskontrollen, sondern wollen damit vor allem ihre Straßen sicherer machen.

Die Stadt Ulm kassierte 3,7 Millionen Euro aus Verkehrsüberwachungen, Tübingen 2,4 Millionen Euro, Pforzheim 2,2 und Heilbronn 2,1 Millionen Euro. Ravensburg kam auf 1,5 Millionen Euro, Bruchsal auf 490 000 Euro und Rottweil auf 330 000 Euro.

Eine Ausweitung der Kontrollen erwägen die Städte Bruchsal, Reutlingen und Ulm. Reutlingen plant für 2012 zudem die Überwachung von Rotlichtverstößen: «an einer Kreuzung, die in der Statistik des Autoclubs ACE einen unrühmlichen Spitzenplatz bei Verstößen eingenommen hat», erklärt der Leiter des städtischen Amts für öffentliche Ordnung, Albert Keppler.

Mit 2,3 Millionen Euro nahm Reutlingen etwa 10 Prozent weniger ein als 2010. Auch in Friedrichshafen gingen die Einnahmen leicht zurück auf 1,1 Millionen Euro. Aus Konstanz, Freiburg und Stuttgart lagen noch keine Zahlen für 2011 vor.

Viele Proteste von Verkehrssündern gab es in Heilbronn: Gegen rund 10 Prozent aller Bußgeldbescheide legten die Betroffenen Widerspruch ein. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt wurden drei Prozent aller eingeleiteten Verfahren daraufhin eingestellt. Überwiegend klaglos wurden die Strafzettel und Bußgeldbescheide in Mannheim, Karlsruhe und Bruchsal akzeptiert: Weniger als ein Prozent der Betroffenen wehrten sich dagegen.

Ein gefährliches Pflaster für Falschparker ist Baden-Baden: Dort wurden im vergangenen Jahr 20 000 Tempoverstöße geahndet und mehr als doppelt so viele Knöllchen wegen Falschparkens ausgestellt: 44 000. In Tübingen finden Falschparker zudem einen kleinen Brief von Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) unter dem Scheibenwischer. Darin schreibt er, dass man sich solche Knöllchen leicht ersparen könne, wenn man auf Bus oder Fahrrad umsteige.

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Kommentare [109]
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  • (2952 Beiträge) | 15.01.2012 15:05
    ...verlogenes Pack!?
    ...die Kosten der Einnahmen decken die Ausgaben für den Verwaltungsaufwand, ist ja wohl ein Witz!?

    Die wollen uns doch alle verarschen!!!?

    Aber gut, spätestens seit der Wulff Affäre wissen wir ja Bescheid!

    Lug und Betrug wo man hinschaut!
  • (601 Beiträge) | 15.01.2012 15:13
    wer sich an die Verkehrsregeln hält wird nicht verarscht bzw.
  • (2952 Beiträge) | 15.01.2012 15:16
    dein Nick spricht für sich...!?
  • (1029 Beiträge) | 15.01.2012 15:19
    So ist es
    Mein Beitrag zu diesen Millionen hällt sich in Grenzen.
  • (2952 Beiträge) | 15.01.2012 15:24
    Mein Beitrag zu diesen Millionen hällt sich auch in Grenzen
    nichts desto trotz ist es eine sch...Abzocke!?

    Punkt!
  • (1029 Beiträge) | 15.01.2012 15:38
    Richtig!
    Und wer sich abzocken lässt ist selbst schuld. Man kann doch höchstens seinen Eltern die eigene Dummheit vorwerfen.
  • (2952 Beiträge) | 15.01.2012 15:57
    @wer sich abzocken lässt ist selbst schuld
    ....aha jetzt hast du es verstanden !

    ..man kann sich ja nur abzocken lassen,wenn eine Abzocke am
    Start ist mein Lieber....

    Und die Sache mit den Eltern und Dummheit habe ich jetzt mal überlesen Kollege
  • (13748 Beiträge) | 15.01.2012 16:38
    Auf den
    weissen Schildern mit dem roten Rand steht eine Zahl. Die musst du mit der Zahl auf deinem Tacho vergleichen. Wenn die auf deinem Tacho kleiner oder gleich ist passiert auch nichts.

    Ganz einfach, oder?
  • (462 Beiträge) | 15.01.2012 17:10
    Wenn
    KscFreund denn lesen kann.

    Von mir bekam die Stadt keinen Cent, weil ich mich zu benehmen weiss, denn immerhin habe ich mal vor über 30 Jahren die Verkehrsregeln gelernt und seither nicht mehr vergessen.
  • (2952 Beiträge) | 16.01.2012 17:34
    @JuliusM
    ...der Freund kann schon lesen,aber die Tatsache dass du an die Stadt noch keinen Cent bezahlt hast könnte auch daran liegen ,dass "isch haaaabe gar kein Auto"du Straßenbahnler bist oder die Stadt einfach nicht kapiert hat ob du Männlein oder Weiblein bist,...Frau Julius
  • (2952 Beiträge) | 16.01.2012 17:29
    @auf deinem Tacho kleiner oder gleich ist passiert auch nichts
    ....der Herr Oberlehrer Hetibaby mal wieder am Start

    grinsen

    .....alles klar im Schwobeländle mein Lieber!?

    Basemoluff(sorry Sobbrenner)....dass mit den 3% Fehlerquote zuzgl.die Zahl X für die Fehlerquote bei bei 90% derer die nicht wiedersprechen,hast du schon verstanden,oder!!!

    Was glaubst du wie oft eine Fehlmessung durch Spurwechsel ect.sattfindet....guggst du...

    ...Typische Fehler: Geometrische Messfehler, Reflektionsmessfehler, Störung durch Funk, Störung durch Radarsender, Rotationsmessfehler, Eichfehler, Bedienungsfehler, Übertragungsfehler. Nicht selten wird das Radarmessfahrzeug nicht parallel zur Fahrbahn aufgestellt. Dabei kann ein Fehler von 7,85 % auftreten.
  • (430 Beiträge) | 15.01.2012 18:31
    Bin dankbar für jeden Fotoapparat!
    Selbst mit 100 auf dem Tacho ist man auf der Südtangente nicht sicher davor, dass plötzlich ein Gefährder knapp hinter der eigenen Stoßstange an der Lichthupe rumspielt oder auf der linken Spur vorbeizischt. Also gibts noch nicht genug Kontrollen.
    Aber mit den neuen Blitzern auf Rheinbrücke und Südtangente hat sich die Situation schon deutlich verbessert.
    Was aber seitdem zugenommen hat, sind die Zeitgenossen, die meinen, sie müssten vor jedem Fotoapparat eine Vollbremsung hinlegen.
    Speziell für diese Spezies wären häufigere bewegliche Kontrollen nützlich. Hier scheint mangels mentaler Potenz (die leider nicht für Geld zu haben ist) das Bewusstsein vorzuherrschen, dass Regeln nur zu befolgen sind, wenn sich das im Geldbeutel bemerkbar macht.
    Und wer sich bei einem offensichtlichen Regelverstoss abgezockt fühlt, sollte einen 100% Aufschlag auf die Rechnung bekommen.
  • (1326 Beiträge) | 16.01.2012 11:31
    @blitzer rheinbrücke:
    die wurden ja montiert um die Lebensdauer der Brücke zu erhöhen... ob das der realität entspricht dürfte fraglich sein, da doch ettliche Autos vor den Blitzern in die Eisen gehen und die dadurch entstehende Kraftübertragung in meinen Augen schädlicher sein dürfte wie 10-20km/h mehr.
  • (2952 Beiträge) | 15.01.2012 15:15
    3% der Bußgeldbescheide nach Einspruch in Heilbronn eingestellt
    Aha,wenn man dass mal auf Karlsruhe umlegt wo der Einspruch gering bis nicht vorhanden ist,würde dass ja bedeuten dass bei 12 Millionen Euro Einnahmen(wie die Herren Verkehrserzieher diese Abzocke nennen) ....dann 360 000 Euro zu unrecht abgezockt hätten!?(Kotz)

    Was für ein Skandal!?
  • (1029 Beiträge) | 15.01.2012 15:20
    Ich versteh das so:
    10 % gehen gegen die Bescheide vor und von diesen wurden dann 3 % eingestellt
  • (2826 Beiträge) | 15.01.2012 15:40
    So ist es auch richtig verstanden.
    Eingestellt heisst ja nicht es nicht getan zu haben. Man kann ja auch eine Rechtfertigung gehabt haben für seinen Fehler.
  • (2952 Beiträge) | 15.01.2012 16:08
    @So ist es auch richtig verstanden.
    ...mag schon sein ,aber es sind trotdem 3% zuviel egal von was für einem Ausgangswert!

    Und es bedeutet trotzdem ,dass es eine nicht unerhebliche Fehlerquote gibt!

    Wenn man bedenkt,dass 90 % gar nicht dagegen vorgegangen sind und die Fehlerquote da gar nicht mit eingerechnet ist ,kann man sich seinen Teil ja denken!?

    Und wir wissen ja wie das bei den Politikern und der Wahrheit so ist !?
    Wenn es da heißt 3% sind es in Wahrheit (bzw.der wulffschten Tatsachenverdreherei )33 % !?

    traurig

    ...und durch die unzähligen Korrekturen der zu unrecht erhobenen Bescheide entsteht ja auch ein erhöhter Kostenfaktor in der Verwaltung!

    Oder liege ich da falsch!?
  • (4478 Beiträge) | 15.01.2012 16:26
    denn 3% von 10% sind 3 Promille. Und 3 Promille sind - wie man weiß - nicht unerheblich.
  • (745 Beiträge) | 15.01.2012 23:30
    Das Problem ist doch,
    das wenn du dem Bußgeld widersprichst und es zur Verhandlung kommt, selbst dann löhnen musst wenn du gewinnst.

    Abzocke ist noch ein viel zu harmloser Begriff für das was die mit dem ruhenden Verkehr machen. Das ist Beutelschneiderei übelster Sorte.
  • (529 Beiträge) | 15.01.2012 18:11
    Lug und Betrug wo man hinschaut ?!
    Wulff hat sich Rechtlich nichts zu schulden kommen lassen !
    Das mit dem Lug und Betrug wo man hinschaut...
    Stimmt dennoch bei Themen wie Umwelt siehe im besonreren die Erderwärmung, aussagen wie die Pole schmelzen sind einfach nur falsch.
    Oder auch die schönen Umweltzonen.
    Die Euro Rettung die ganzen Subvensionen.

    Dennoch habe ich mir vorgenommen im Straßenferkehr viel gelassener unterwegs zu sein.
    Strafzettel müssen nicht sein.
    Aber ich bin mir sicher wenn die Einnahmen durch weniger Verkerssünden zurück gehen, wird man das Busgeld einfach erhöhen oder noch ein paar bearbeitungs Gebühren mehr draufschlagen.
    Die Polizei kann allerdings nichts dafür.

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