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Karlsruhe Karlsruhe "in Bewegung": Das ist der neue Imagefilm der Stadt!

Die Stadt Karlsruhe arbeitet an ihrer Außenwirkung: Dabei soll auch ein neuer Imagefilm helfen - er feierte am Mittwochabend beim Neujahrsempfang der Stadt Premiere. "Innovativ, authentisch, vielfältig - das waren die Anforderungen, die der neue Imagefilm der Stadt erfüllen sollte", so Oberbürgermeister Frank Mentrup. Seine weiteren Erwartungen an das Jahr 2016, verriet das Stadtoberhaupt im Neujahrstalk im Tollhaus.

Der Film zeigt Karlsruhe als Stadt in Bewegung, die sich stetig weiterentwickelt. Fünf Protagonisten führen durch die Kapitel des Films und zeigen die Stärken der Stadt auf: Demokratie und Recht, Technologie und Wissenschaft, Kunst und Kultur sowie Lebensqualität. Es sei an der Zeit für einen neuen Imagefilm, so Mentrup am Mittwochabend im Tollhaus, der alte sei nicht mehr zeitgemäß gewesen.

Neues Selbstbewusstsein für Karlsruhe

Eine fünfköpfige Fachjury, die sich aus Vertretern der Wirtschaft und Stadtverwaltung sowie aus Karlsruher Filmschaffenden zusammensetzte, hatte sich für das Filmkonzept die Bietergemeinschaft Rosebud Productions und Fett&Zucker ausgesprochen und die Produktion fachlich begleitet. Die Projektsteuerung des Imagefilms wurde vom Stadtmarketing Karlsruhe übernommen.

Das aus dem 300. Stadtgeburtstag gewonnene Selbstbewusstsein der Fächerstadt ist im neuen Film sichtbar: Im Sommer 2015 als Kunstprojekt inszeniert, finden die Baustellen der Kombilösung "als Zeichen für den Aufbruch" ihren festen Platz im künftigen Stadtimage. Generell: Den positiven Schwung aus den KA300-Feierlichkeiten will man mit in das neue Jahr nehmen, so Mentrup beim Neujahrsempfang. Die Weiterführung der Schlosslichtspiele soll ihren Teil dazu beitragen: Für ein "spontanes Zusammenkommen" und einen Impuls für Einzelhandel und Gastronomie.

Die Finanzierung soll im Gegensatz zum vergangenen Jahr hauptsächlich über Spenden gewährleistet werden. Ein weiteres Viertel der Kosten über das Kooperationsmarketing in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) gedeckt werden. Das restliche Viertel wird durch Einsparungen bei der Stadtmarketing GmbH finanziert.

Hat Karlsruhe ein Müllproblem?

Neben einem positiven Rückblick auf den Stadtgeburtstag gab es auch klare Worte zu unbequemeren Themen wie Sicherheit, Sauberkeit und Finanzschieflage der Stadt: Man müsse über diese Themen reden, so Mentrup. Sauberkeit im öffentlichem Raum sei keine Leistung, die allein von der öffentlichen Hand getragen werden könne. Man müsse sich den Fragen stellen, warum die Stadt zu Silvester im Müll versinke und die Verschmutzung an bestimmten Stellen im Stadtgebiet wie entlang der Südtangente und des Ostrings zunehme.

Den Wunsch nach mehr Sicherheit will man ernst nehmen - dennoch stellt der Oberbürgermeister klar: "Wir haben in Karlsruhe ein subjektives Sicherheitsproblem, keine objektiv verschlechterte Sicherheitslage." Unstrittig ist hingegen die Finanzlage der Stadt: Die Haushaltskonsolidierung wird das beherrschende Thema in der Stadtpolitik sein. Eine "große Herausforderung" laut Mentrup, denn "alles kommt auf den Prüfstand".

Applaus gab es von den rund 1.000 geladenen Gästen im Tollhaus für Mentrups klare Positionierung in der Diskussion um geschlossene Grenzen in Europa. Die Zusammenarbeit mit Frankreich, insbesondere dem Elsass, wolle man als Technologieregion Karlsruhe weiterhin stärken: Es soll ein Zeichen sein, dass man sich der Forderung nach geschlossenen Grenzen nicht anschließe. 

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