"Karlsruhe - baden in ideen": Karlsruhe bekommt neuen Werbe-Slogan
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Karlsruhe (sas) - Zehn Jahre lang waren die Karlsruher mehr oder minder glücklich mit dem Leitspruch ihrer Stadt. "viel vor. viel dahinter", stand auf einem riesigen Ortsschild an der Südtangente und sollte die Passanten neugierig auf das machen, was die Fächerstadt zu bieten hat. Am Donnerstag verabschiedete die Erste Bürgermeisterin Margret Mergen nun den Spruch in den "wohlverdienten Ruhestand" und stellte einen neuen vor, mit dem sich Karlsruhe zum Stadtjubiläum 2015 und darüber hinaus neu positionieren will.

"Karlsruhe - baden in ideen" heißt der neue Leitspruch der Fächerstadt. Mit diesem will sich die Stadt bis zu ihrem 300-jährigen Geburtstag neu positionieren. "Das Stadtjubiläm und der Weg bis 2015 sind der ideale Zeitpunkt für Karlsruhe, sich neu aufzustellen. Der Slogan ist sehr vielschichtig und passt damit bestens zu Karlsruhe", findet Erste Bürgermeisterin Margret Mergen.
"Interessante Reaktionen"
Bereits am Mittwoch war er den Mitgliedern des Hauptausschusses und des Aufsichtsrat des Stadtmarketings vorgestellt worden und gleich Thema umfangreicher Diskussionen gewesen, berichtet Erste Bürgermeisterin Margret Mergen. "Es gab interessante Reaktionen auf den Leitspruch", sagt sie geheimnisvoll.
Der kurze Leitspruch ist das Ergebnis von acht Monaten Arbeit. 50.000 Euro hat sich das Stadtmarketing diesen kosten lassen. Dazu hatte es die Berliner Markenberater kleinundpäcking engagiert, die die Stärken und Schwächen der Stadt genauer unter die Lupe genommen haben. Zu Karlsruhes Stärken gehöre ganz klar seine offene, gelassene, badische Mentalität, stellt Markenberater Arne Klein fest. Auch das technologische Know-how bilde einen bedeutenden Pluspunkt.
"Karlsruhe ist bisher unter Wert geschlagen"
Ein Manko sei eindeutig Karlsruhes Ruf als provinzielle Beamtenstadt. "Wegen der Gerichte und der technischen Hochschulen ist Karlsruhe zu viel mit rationellen Attitüden belastet", urteilt Klein. Was fehle sei Emotionalität, die die Stadt auch nach außen trage. Den Bürgern mangele es nicht an positiven Gefühlen ihrer Stadt gegenüber, habe Klein bei Interviews mit Einwohnern der Fächerstadt erfahren. Nach außen sei diese Zuneigung aber nicht wahrnehmbar.
Fazit der Markenanalyse der Experten sei, dass die Verbindung von Lebensqualität und Erfindungsreichtum Karlsruhe einzigartig und anziehend mache. Die Karlsruher wollten zwar nicht die lautesten sein, seien aber großzügig und hätten ein Übermaß an Ideen und Kreativität zu bieten. "Karlsruhe ist bisher unter Wert geschlagen. Mit dem Satz provozieren wir, über Karlsruhe nachzudenken", sagt Arne Klein.
Wegen seiner Doppeldeutigkeit könne man mit dem Spruch viel machen. So sei er auch nicht vor Verunglimpfungen geschützt. Das sei aber wünschenswert. "Es ist wichtig, dass man erstmal aneckt", gibt Klein zu bedenken. Man müsse das zulassen und sich dem stellen. Denn davon könne man durchaus profitieren. Jetzt gelte es, den Spruch durch Kampagnen aufzuladen, damit er lebe, fügt Klein hinzu.
"Es war schwierig, das 'viel dahinter' sichtbar zu machen"
"Ein Leitspruch muss nicht allen auf Anhieb gefallen", sagt Margret Mergen. Auf jeden Fall müssten ihn die Karlsruher zuerst auf sich wirken lassen, bevor sie ihn beurteilen. Ihr selbst gefalle er gut. Er sei anders, als der alte, der ein wenig abgrenzend wirke - wie eine Wand, hinter der sich etwas verberge. Es habe sich in den vergangenen Jahren als schwierig herausgestellt, das "viel dahinter" sichtbar zu machen. Das soll mit dem neuen Leitspruch besser werden.
Am 24. Juli werde sich der Karlsruher Gemeinderat mit dem Satz beschäftigen. Bis zum Ende des Jahres will die Stadt den Spruch mit Leben füllen und ihn als Grundlage der zukünftigen Marketingstrategie etablieren. Im kommenden Jahr soll es dann neben Imageanzeigen, Plakatmotiven und Merchandising-Produkten, verschiedene Aktionen und Installationen geben.
Was halten Sie von dem neuen Slogan?
Den ka-news-Lesern zufolge ist ein neuer Slogan schon lange überfällig. So gaben im März 53,82 Prozent der Umfrageteilnehmer einer nicht repräsentativen ka-news-Umfrage an: Den Slogan der Stadt Karlsruhe versteht kein Mensch. Er sei viel zu abstrakt und unverständlich. In einer weiteren - ebenfalls nicht repräsentativen - ka-news-Umfrage waren 19,48 Prozent der Meinung: "Karlsruhe braucht keinen Slogan". 18,73 Prozent stimmten indes für den Spruch: "Wenn's Recht ist - Karlsruhe".
In unserer aktuellen Umfrage wollen wir von Ihnen wissen: "Karlsruhe - baden in ideen." - wie gefällt Ihnen der neue Werbe-Slogan der Fächerstadt? Stimmen Sie ab!Siehe auch:
"Karlsruhe - viel vor. viel dahinter": Werbeslogan auf dem Prüfstand
Umfrage: Leservorschläge - welchen Karlsruher Werbe-Slogan würden Sie wählen?
Umfrageergebnis: Den Slogan der Stadt Karlsruhe versteht kein Mensch
Umfrageergebnis: "Wenn's Recht ist - Karlsruhe"

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- (284 Beiträge) | 06.07.2012 00:14Mit der Kombilösung absaufennur ne Idee?
- (78 Beiträge) | 06.07.2012 10:03Stadtmarketing GmbHIch werde der Stadtmarketing GmbH eine Beschwerde zukommen lassen. Dieser Slogan ist sowas von unpassend und dämlich, man wird über uns lachen deswegen.
Hier können alle, die Ihren Unmut äußern wollen, die Stadtmarketing kontaktieren:
Stadtmarketinghttp://www.karlsruhe.de/b1/stadtmarketing/kontakt
Es ist eine Frechheit, mit Steuergeldern so umzugehen. Man hätte einen Wettbewerb starten und dann den besten Spruch auswählen sollen, anstatt EINE Agentur zu beauftragen. - (1522 Beiträge) | 06.07.2012 10:10Stadt der EINFALLSPINSELDer neue "Geistesblitz" ist ja noch bescheidener als der alte

Nicht mal mehr gutes deutsch oder badisch
Baden gehen mit dem Kombiproblem
oder wir bauen auf eure Kosten was uns gerade so einfällt 
Was uns gerade so einfällt... danach klingt das Sprüchlein - (1522 Beiträge) | 06.07.2012 10:10AUSBADEN von Ideenwäre treffender!
- (1079 Beiträge) | 06.07.2012 22:06Karlsruhe - Politikerideen ausbaden
- (191 Beiträge) | 06.07.2012 19:31Ich habe auch ne idee (man beachte die Kleinschreibung)Karlsruhe - Dilettantismus in Perfektion - krieg ich jetzt 50 T€ ?
Oder: Karlsruhe - früher war´s hier schön !
Ich rufe hiermit zu einem öffentlichen Brainstorming auf. - (455 Beiträge) | 06.07.2012 00:19Hahaha50000 EUR verbraten, für den Quatsch hätte auch eine Facebook-Umfrage gereicht. Der "Markenberater" hat also acht Monate gebraucht, um die sattsam bekannten Karlsruher Merkmale und Eigenarten auf einigen Powerpoint-Folien zusammenzufassen. Dann schnell einige Cliparts, und zum Schluss noch 20 Minuten Brainstorming für einen blöden Spruch. Mit öffentlichen Auftraggebern kann man's ja machen, die merken das nicht.
Wenn's nicht so tragisch wäre, wäre es schon fast lustig. - (116 Beiträge) | 06.07.2012 09:02"Er sei anders, als der alte" (der Slogan)Oh danke für diese Auslassung Frau Mergen, das hätte niemand gemergt. Man stelle sich vor Sie wären noch OB Kandidatin geworden wie es ihr aus 27 Personen bestehende "Freundeskreis" gern gehabt hätte. Die Stadtverwaltung hat vor einigen Jahren schon einmal eine Analyse der Stärken und Schwächen der Stadt in Auftrag gegeben und ist mit den Ergebnissen ,die jedem Karlsruher Grundschüler gewahr sind mit sage und schreibe 250 000.- buchstäblich "baden" gegangen bzw. abgezockt worden. Für NIX versteht sich. Was machen eigentlich die Fritzen vom Stadtmarketing ? Fällt denen nichts ein für das viele Geld was diese "Einrichtung" kostet als die Verantwortung für deren Wirken ängstlich auszulagern.
Mein Vorschlag:
"Karlsruhe - Viel vor, aber uns fällt wieder nichts ein", zumindest nicht mehr als jeder Vorstadtwerbeagentur. Frau Mergen, das ist wieder mal allerhöchste Peinlichkeitsstufe, also bitte "Ruhe" in der Provinz.[b][/b] - (56 Beiträge) | 06.07.2012 11:21Ich habe gegen diesen dummen Claim gestimmtFür alle, die aus der Berichterstattung den falschen Eindruck mitgenommen haben, alle im Aufsichtsrat der Stadtmarketing seien bescheuert, hier die Korrektur: Ich habe gegen diesen dummen Claim gestimmt, abgeliefert auch noch für viel zu viel Geld. Und nicht nur ich.
- (1953 Beiträge) | 06.07.2012 11:26Ooch, ...... soo teuer war's doch gar nicht. Rechnet man das Honorar auf die Anzahl an Worten um, sind's doch nur noch bescheidene EUR 12.500,--! Jetzt weiß ich auch, woher das Sprichwort kommt, wonach jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird ...
- (455 Beiträge) | 06.07.2012 13:01Sitzungsprotokoll?Nachdem hier ja mit Steuergeld gespielt wird, und im Zuge der Transparenz und aus Respekt gegenüber dem mündigen Bürger: Könnte man nicht das Protokoll dieses TOP veröffentlichen? Es würde mich - und sicher auch die meisten anderen Leser - brennend interessieren, wie das Abstimmungsverhalten der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder war.
- (56 Beiträge) | 06.07.2012 13:43Sitzungsprotokolle aus Aufsichtsrätenzu veröffentlichen ist nach GmbH-Gesetz etc. nicht zulässig. Auch darf ich als Mitglied nur meine Meinung kundtun und nicht die anderer. Und das auch nur dann, wenn damit keine schwerwiegenden Folgen für das Unternehmen verbunden sind (wie in diesem Fall der Fall). Es geht ja nur um einen Slogan.
- (455 Beiträge) | 06.07.2012 14:09Das ist zwargrundsätzlich schade, weil es sich um eine im Wesentlichen von der öffentlichen Hand betriebene und finanzierte GmbH handelt, und weil die Mittelverwendung der öffentlichen Hand so transparent wie möglich sein sollte, aber im Gemeinderat wird man diesen Punkt dann doch hoffentlich im öffentlichen Teil der Sitzung diskutieren.
- (391 Beiträge) | 06.07.2012 14:58Nicht öffentlich,...... wäre ein Skandal!
- (56 Beiträge) | 06.07.2012 15:10Der Gemeinderatwird zu diesem Thema öffentlich tagen. Eventuell schon Thema am 24. Juli (habe noch keine TO)
- (5416 Beiträge) | 06.07.2012 15:30IdeenbadIch bade gerade in der idee, dass das ganze Stadtmarketing im wegen dieser zu heiß gebadeten Idee im Bad der Ideen absäuft und zugemacht wird. Dann wäre das aber eine sehr schwerwiegende Folge, also Obacht, wer da noch so alles auf dumme Ideen kommt!Zitat:Und das auch nur dann, wenn damit keine schwerwiegenden Folgen für das Unternehmen verbunden sind (wie in diesem Fall der Fall). Es geht ja nur um einen Slogan.
- (391 Beiträge) | 06.07.2012 14:57Schön,...... und das kommt von jemanden, der mit einer "viel vor..." Tasche im Gemeinderat rumläuft und diesen Slogan auch noch gut findet. Schön blöd, wenn man in der selben Branche arbeitet und nicht zum Zuge kommt. Und das ist gut so!
- (56 Beiträge) | 06.07.2012 15:17Pseudo-Insider und deren Vorurteileliebe ich.
Hast Du ein Problem mit vvvd? Sag's einfach - der Spruch stammt nicht von mir, sondern von der Agentur specktackulär. Ich fand und finde ihn gut, wenn auch mittlerweile, nach zehn Jahren etwas ausgelutscht.
Die rote Tasche ist für Radler wie mich übrigens superpraktisch, weil wasserdicht. Ich schenk' sie Dir aber gerne
)
Und bevor ich's vergesse: Ich habe mich mit meiner Firma noch an keiner Claim-Suche des Stadtmarketings beteiligt. Nicht dass da ein weiteres Vorurteil im Kopf bleibt. - (391 Beiträge) | 06.07.2012 15:45Natürlich nicht!Und natürlich auch noch nie für das Stadtmarketing gearbeitet, natürlich nicht! Und das als Stadtrat. Aber alles natürlich legitim. Dass der "vvvd" von "specktaculär" kam, ist hinlänglich bekannt. Und natürlich gibt es keine andere wasserfesten Tragetaschen, natürlich. Und sehr natürlich ist natürlich, dass Leute hier Pseudonyme immer sehr ernst nehmen und daraus etwas schließen wollen. Lieber ein Pseudo Insider, der angeblich Vorurteile hat als ein Besserwisser-Stadtrat!
- unbekannt(4000 Beiträge) | 06.07.2012 00:26Der Spruch ist nicht nur nicht besser als der alte,der ist sowas von dämlich, dass einem die Spucke weg bleibt!!!




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