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Karlsruhe Karlsruhe: Einwohnerzahl in der Fächerstadt stieg 2010

Wie schon in den vergangenen zehn Jahren stieg auch 2010 die Einwohnerzahl in Karlsruhe. Laut der aktuellen Bevölkerungsbilanz des Amts für Stadtentwicklung hatten Ende letzten Jahres 283.049 Personen ihren Hauptwohnsitz in Karlsruhe. Im Vergleich zu 2009 bedeutet das ein Wachstum von einem Prozent.

Dies lag nicht an der "natürlichen Bevölkerungsbewegung", so die Stadt Karlsruhe in einer Pressemitteilung. Den Hauptgrund für die steigende Einwohnerzahl sehen die städtischen Statistiker vielmehr im größten Plus in Sachen "Wanderung" (Zu- und Wegzüge) seit zehn Jahren.

Größter Zuwachs in der Südstadt

Das enorme Zuzugsplus von 2.968 Personen führen sie vor allem auf die seit 2007 laufende "Erstwohnsitzkampagne" zurück, mit der die Stadt neu zugezogene Studenten motiviert, sich in der Fächerstadt mit Hauptwohnsitz anzumelden.

In diesem Zusammenhang sank auch die Zahl derjenigen mit "Zweitwohnsitz" in Karlsruhe. Im Vergleich zu 2009 haben sich im vergangenen Jahr 3.867 Personen weniger mit Nebenwohnsitz angemeldet. Allen voran gab es in der Südstadt mit 716 Zuzügen den größten Zuwachs, das Schlusslicht bildet Oberreut. Dort gab es 137 mehr Weg- als Zuzüge.

"Alle 21 Minuten ein Zuzug"

Insgesamt verzeichneten 17 Stadtteile Einwohnerzuwachs, zehn Einwohnerverluste. Die Zahl der Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Stadtgebiet hat sich erhöht. So lag deren Anteil an der Gesamtbevölkerung 2010 bei 14,5 Prozent, 2009 waren es 14,1 Prozent.

Das Amt für Stadtentwicklung errechnete auch den Karlsruher Lebensrhythmus für 2010. Daraus ergab sich jede 21. Minute ein Zuzug, jede 23. ein Wegzug. Alle vier Stunden und 25 Minuten wurde in der Fächerstadt eine Ehe geschlossen, jede neunte Stunde wurde eine Scheidung vorgenommen. Und alle drei Stunden und 19 Minuten kam ein neuer Karlsruher auf die Welt.

Die vollständige Bevölkerungsbilanz 2010 ist im Internet unter www.karlsruhe.de/statistik abrufbar.

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Kommentare (3)
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  •   teflon
    (2304 Beiträge)

    21.08.2011 12:25
    Wer sichs
    leisten kann, zieht aus den innenstädtischen Bereichen in die Aussenbezirke oder gleich ganz aus Karlsruhe weg. Die Verkehrswege und die Infrastrukturen in den umliegenden Landgemeinden sind so gut geworden, daß man auf Schilda getrost pfeifen kann.
    Wenn es für die Studis keine Jobs nach dem Studuim gibt, dann gehen die halt wieder weg..so einfach isses.
    Bei der städtischen Planung ist der ganze Verein mit dem Oberplaner Tunnel-Heinz genauso planlos wie bei allen anderen Themen.Der Mann ist echt der Untergang für Karlsruhe - ein Dilettant ²....aber was evtl. nachkommt (Welli & Mergen &Splett etc etc ) ist keinen Deut besser...
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  •   jimmg
    (411 Beiträge)

    21.08.2011 11:06
    Ganz Toll!
    Na ja -so wie ich das lese ist Karlsruhe unterm Strich in den letzten 10 Jahren nicht großartig gewachsen.

    Das Neubaugebiet Südost gut.
    Zeitgleich stehen aber im alten Südstadtkern seit Jahren immer mehr Wohnungen dauerhaft leer und wenn es in der Südstadt so weitergeht, wird diese(zumindest dieser Teil der Südstadt - der alte Kern also) in 10 Jahren nur noch aus Unmengen von Spielhallen, ausländischen Fastfoot- oder Gerümpelläden, einem überwiegend nicht mehr der deutschen Sprache mächtigen Bevölkerungsanteil (von Kultur ganz zu schweigen) und von der Stadt gemieteten Wohnungen (Zustand dieser Wohnungen sie heute = verwahrlost) für Nichtarbeitswillige bestehen.

    Und die sogenannte "Erstwohnsitzkampagne" - ist nicht nachhalig.
    Nach dem Studium gehen diese Leute wieder von Karlsruhe weg. Also nur Kosmetik für die Statistiker.
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  •   Gelbsocke
    (3904 Beiträge)

    21.08.2011 10:03
    Wenn
    mann mitrechnet nur Studenten und Migranten.

    Also Jubel,jubel!

    Würde unser Staat Familien besser bezuschussen und Kinder besser fördern wärn wir wohl schon ne Grosstadt.
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