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Karlsruhe Tumulte vor Karlsruher LEA: Flüchtlingsgruppe attackiert Security-Personal

Bei Auseinandersetzungen auf dem Gelände der Landeserstaufnahmeeinrichtung (LEA) in Karlsruhe kam es in der Nacht auf Dienstag zu tumultartigen Szenen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft hervor.

Wie die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei ergeben haben, wollte um kurz nach 1 Uhr eine sechsköpfige Gruppe Nordafrikaner ohne Nachweis entsprechender Ausweisdokumente Zutritt auf das Areal gewährt bekommen.

Haftbefehl gegen 12 Tatverdächtige beantragt

Ein mit einer Kopfplatzwunde verletzter Mann aus dieser Gruppe wurde hereingelassen, um die Wunde versorgen lassen zu können. Zwei weitere Männer verhielten sich gegenüber dem Sicherheitspersonal aggressiv und verständigten per Handy weitere dort wohnende Landsleute. "Innerhalb kurzer Zeit bildete sich eine bis zu 60 Personen starke, sehr aggressiv gestimmte Gruppe, die sich mit Baustellenmaterial und Mobiliarteilen bewaffnete und sich gegen das Sicherheitspersonal auflehnte", heißt es in der Pressemitteilung.

In der Folge wurden Pflastersteine in Richtung des Pfortenhäuschens geworfen, wohin sich die Security-Mitarbeiter gerettet hatten. Durch die Wurfgeschosse wurden die Fensterscheiben, eine Glastür sowie die Fassade der Wache beschädigt. Als die alarmierte Polizei eintraf, verlagerte sich die Aggression der Menschenmenge Richtung der Beamten, heißt es in der Mitteilung.

Vereinzelt flogen Pflastersteine, die mit Schutzschildern abgewehrt wurden. Verletzt wurde dabei niemand. Erst nachdem weitere Polizisten eintrafen, löste sich die Menge auf. Der Großteil der Personen verschwand anschließend in den Unterkünften, insgesamt dreizehn festgestellte Tatverdächtige wurden durch die Polizei vorläufig festgenommen.

Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe ermitteln unter anderem wegen Landfriedensbruchs in einem besonders schweren Fall. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe beantragte beim zuständigen Richter den Erlass von Haftbefehlen gegen zehn Tatverdächtige.

Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet: In der Nacht auf Dienstag wurden nach den Ereignissen nicht 13, sondern lediglich elf Personen vorläufig festgenommen. Es wurde Antrag auf Erlass von Haftbefehlen nicht gegen zwölf, sondern lediglich gegen zehn Personen gestellt.

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