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22.12.2015 12:19
 
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Streit um AfD-Mann Jongen: Karlsruher HfG-Dozenten beziehen Stellung [113]

Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Bild:Evi Künstle

Karlsruhe (ps/rh) - Anfang Dezember war Marc Jongen, Dozent an der Hochschule für Gestaltung (HfG) und AfD-Mitglied, in die Kritik geraten. Die Hochschule stellte sich in einer Presseerklärung hinter ihren umstrittenen Mitarbeiter. In einer Pressemitteilung ergänzen mehrere Lehrende der Hochschule die Stellungnahme der Hochschule um Punkte, die ihr Verständnis von der Lehrtätigkeit und Hochschularbeit an der HfG betreffen.
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Im Fall des umstrittenen Dozenten Marc Jongen der Hochschule für Gestaltung (HfG) melden sich mehrere Lehrende der Hochschule in einer Pressemitteilung zu Wort. "Anlass unserer Mitteilung ist die Erfahrung, bei öffentlichen und externen Veranstaltungen zunehmend auf die Situation an der HfG Karlsruhe angesprochen zu werden", heißt es in einer Pressemitteilung von vergangenem Freitag.

"Parteimitgliedschaft ist kein Anlass für eine Rüge"

Jongen war Anfang Dezember durch seine Mitgliedschaft in der Alternative für Deutschland (AfD) in die Kritik geraten. In einem offenen Brief hatten mehrere Dozenten von gestaltenden Hochschulen Vorwürfe gegen den Mitarbeiter der HfG Karlsruhe erhoben. Darin forderten sie die Hochschule auf, zu den Schriften Jongens Stellung zu beziehen. "Gerade von der HfG Karlsruhe, die als inoffizielle Erbin der weltberühmten und politisch progressiven HfG Ulm gilt, erwarten wir, dass sie die Neue Rechte nicht salonfähig macht", schreiben die Autoren in ihrem öffentlichen Brief.

Die Hochschule verwies in einer Stellungnahme darauf, dass ihr die Parteimitgliedschaft Jongens bei der AfD durchaus bekannt sei. "Bei der AfD handelt es sich um eine als verfassungskonform eingestufte Partei", so die Hochschule. Eine Mitgliedschaft in einer politischen, verfassungskonform eingestuften Partei ist aus Sicht der Hochschule eine reine Privatsache. "Eine solche Mitgliedschaft stellt, solange die politische Tätigkeit des Mitglieds dessen hochschulspezifische Arbeit nicht tangiert, keinen Anlass, dieses Mitglied der Hochschule zu rügen", heißt es in der Stellungnahme.

In ihrer Stellungnahme betonte die Karlsruher Hochschule aber auch, dass sich das Rektorat uneingeschränkt zur Initiative der Hochschulrektorenkonferenz "Weltoffene Hochschulen - gegen Fremdenfeindlichkeit" bekenne. Das geht den Dozenten Michael Clegg, Anja Dorn, Urs Lehni, Armin Linke, Andreas Müller und Sereina Rothenberger nicht weit genug. In einer gemeinsamen Presseerklärung ergänzen sie die Stellungnahme der Hochschule von Anfang Dezember um für sie wichtige Punkte.

"Wir verwahren uns gegen Diskriminierung, Frauenfeindlichkeit und soziale Exklusion"

"In unserer künstlerischen, gestalterischen und wissenschaftlichen Lehr- und Forschungsarbeit sowie in der akademischen Selbstverwaltung verwahren wir uns gegen jede Form der Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und sozialen Exklusion und setzen uns für Toleranz, Offenheit und Inklusion ein", heißt es in der Pressemitteilung. Konkret bedeute dies, dass sich die Dozenten nach eigener Aussage in ihren Lehrtätigkeiten kritisch mit allen Formen der Ideologisierung auseinandersetzen.

"

"Wir möchten unseren Studierenden im Studium das notwendige methodische Rüstzeug an die Hand geben, mit dem sie politische Einseitigkeiten erkennen, ideologische Verhärtungen auflösen und für eine Gesellschaft der Vielfalt und Offenheit eintreten können", so die Professoren. Zudem wolle man künstlerische und wissenschaftliche Arbeiten in den Dienst von Kritik und Toleranz stellen. Des Weiteren wolle man sich durch "institutionspolitisches Engagement" gegen Diskriminierung und Benachteiligung von Minderheiten an der Hochschule einsetzen.

"In einer Zeit lebend, in der eine drastische Unterrepräsentation und Benachteiligung von Frauen in öffentlichen Stellen und Ämtern nach wie vor dominiert, setzen wir uns nicht nur für die Umsetzung des Gleichstellungsplans unserer Hochschule ein, sondern wenden uns auch gegen Formen der strukturellen Diskriminierung im Hochschulalltag", schreiben die Professoren, "unsere Überzeugung von den positiven Effekten des Gender-Mainstreaming bringen wir in die politischen Prozesse der Hochschulpolitik ein. Es ist uns ein dringendes Anliegen, Migration und die Integration von Minderheiten als eine Chance für Veränderungen in der Mehrheitsgesellschaft zu erkennen. Wir werten es als enormen akademischen Gewinn, heute und in den kommenden Jahren verstärkt mit neuen kulturellen Erfahrungen konfrontiert zu sein."

Entsprechend bestärke und unterstütze man die Studierenden in ihrem persönlichen Engagement wie etwa in der Flüchtlingshilfe – aber auch in zahlreichen anderen sozialen und politischen Initiativen, die sich für die Unterstützung gesellschaftlicher Minderheiten einsetzen.

Mehr zu: Ticker Karlsruhe "Hochschule für Gestaltung" AfD

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:



Kommentare [118]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (10 Beiträge) | 25.12.2015 10:38
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    Was zählt eigentlich in diesem Staat
    Die Gegner von Herrn Jongen haben sich selbst entlarvt. Sie sprechen von Toleranz und machen dabei deutlich, wie weit weg die 68er Ideologen und ihre Klientel genau davon ist. Denn anscheinend ist für sie nicht mehr wichtig, ob jemand in seinem Fach etwas leistet, sondern nur noch, welche ideologische Haltung her einnimmt. Und wer es da wagt, an von Gott vorgegebenen Werten festzuhalten und daher den Wahnideen von Aufklärung, Feminismus und Gender Mainstreaming zu widerstehen, der ist allemal verdächtig und hat keine Arbeitsberechtigung. All das ist doch aus der Geschichte bekannt und erinnert sehr an die Hitlerzeit und die DDR. Herr Jongen hat keinerlei extremistische Äußerungen getätigt, die AfD ist, wie auch die Hochschulleitung bestätigt hat, eine verfassungskonforme Partei. Das sollte wohl genügen.
  • (88 Beiträge) | 23.12.2015 15:15
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    Ok, dann spreche ich mit denen und sie mit den Millionen, die von den US
    in den Jahren in dem dieser Staat seine Weltherrschaft aufbaute und verteidigte, getötet oder verstümmelt wurden.
  • (88 Beiträge) | 23.12.2015 14:39
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    "Das dunkle Deutschland", hat der Spiegel neulich
    behandelt.

    Gemeint hat er natürlich nicht die wannabe Denunzianten und CDU/CSU/SPD oder Grün nahen Protagonisten der Hochschule, sondern die Rentner, Arbeiter, ja ganze Familien, die aus Angst um ihre Zukunft mit der PEGIDA demonstrieren und AfD wählen.
  • (316 Beiträge) | 23.12.2015 11:19
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    Im Endeffekt ist das nichts anderes als das Ausleben einer offensichtlichen Profilneurose
    dieser Empörungsprofis, die hier versuchen, aus nichts einen Eklat zu machen und mit Hilfe gewisser Medien am Leben zu halten. Lesen, lachen, wegklicken. Die sollen sich auf ihren Lehrauftrag konzentrieren und die Politik vom Arbeitsplatz fern halten. Irgendwie erinnert mich das an einen gewissen Jörg R. aus M., der offensichtlich eine gewisse Lust dabei empfindet, Busfahrer wegen ihrer Oberbekleidung bei ihrem Arbeitgeber zu denunzieren und dafür zu sorgen, dass sie ihren Job verlieren. Früher nannte man das Denunziant, heute Whistleblower.
  • (643 Beiträge) | 23.12.2015 11:59
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    Denunziant
    Zwischen Denunziant und Whistleblower sehe ich einen gewaltigen Unterschied.

    Ein Denunziant weiß, dass sein schäbiges Verhalten sehr negative Folgen für seine Opfer haben wird. Er denunziert um sich selbst zu erhöhen und oder um persönliche Vorteile zu erhalten. Oft handelt es sich um Personen mit einer schwachen Persönlichkeit.

    Ein Whistleblower riskiert seine Freiheit oder gar sein Leben um über Tatsachen zu berichten, die von Speichelleckern und Anzeigenumfeldgestaltern gern verschwiegen werden.
  • (316 Beiträge) | 23.12.2015 20:46
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    Dann nennen wir sie doch weiterhin Denunzianten,
    das triffts vielleicht besser.
  • (537 Beiträge) | 23.12.2015 13:26
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    Das hat man bei Snowden gerade gesehen...
    Was für ein edler Mensch... Hochverrat wird salonfhähig...
  • (88 Beiträge) | 23.12.2015 14:30
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    Es soll sogar Leute geben, die sich von Snowdon nicht
    verraten fühlen. Sie gehören sicherlich nicht dazu. Ich schon
  • (459 Beiträge) | 23.12.2015 22:18
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    Der hat
    nichts erzählt was man nicht sowieso schon wusste und ist schon durch sein Alter verdächtig. Was hat der geglaubt was er macht als er zum Geheimdienst ging? Fliesen legen?
    Alles konstruiert, die komplette Geschichte und der Typ dazu.

    Gut, die Leute sind drauf reingefallen. Ich kann über die nur lachen. Genauso wie dieser Profilneurotiker Assange.

    Whistleblower, lächerlich. Das sind die die aufm Schulhof verschlagen wurden und das zu Recht. Verräter, elende.
    Und der Typ mit dem Busfahrer gehört auch dazu. Irgendwann holt ihn das ein.
  • (537 Beiträge) | 23.12.2015 15:00
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    Das erzählen Sie dann auch bitte den Angehörigen der US-Soldaten,
    die durch seinen Verrat ums Leben gekommen sind.
  • (890 Beiträge) | 23.12.2015 20:04
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    durch seinen Verrat ums Leben gekommen
    Wer den Mund dermaßen voll nimmt, kann das bestimmt auch mit glaubwürdigen (neutralen) Quellen belegen.
    Oder? Wir sind gespannt!
  • (1332 Beiträge) | 23.12.2015 07:12
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    Wenn HerrJongen meint, seine Freizeit damit...
    verbringen zu müssen, für die AfD zu arbeiten, dann spricht das zwar weder für seine politische Weitsicht noch für seinen guten Geschmack, ist aber unzweifelhaft sein Recht, solange er dabei nicht gegen Gesetze oder gegen seine Dienstpflichten verstößt.

    Ebenso unzweifelhaft ist aber auch das Recht seiner KolegInnen, sich öffentlich von ihm und seiner politischen Meinung zu distanzieren. Genau dieses Recht stellen viele Kommentare von AfD-Anhängern hier aber in Frage: sie übersehen dabei, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht nur für sie, sondern auch für alle anderen gilt.

    Dieser Versuch, sich selbst eine Opferrolle zuzuschreiben, ist erbärmlich und lächerlich und zeigt deutlich den autoritären Charakter dieser politischen Richtung, die nicht in der Lage ist, mit Kritik umzugehen.
  • (342 Beiträge) | 23.12.2015 19:37
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    Opferrolle
    OtusScopus,

    AfD-Mitglieder werden diskriminiert!!!
    Welt.de: Die Sorge um ihre körperliche Unversehrtheit war nicht das einzige Problem der AfD-Delegierten in Hannover. Viele standen plötzlich ohne Hotelzimmer da. Es war ihnen gekündigt worden, da Unbekannte gegenüber den Hotels dubiose Drohungen ausgesprochen hatten, sagte der niedersächsische Landesvorsitzende Paul Hampel. Dabei war die Partei froh, überhaupt in Hannover untergekommen zu sein. Zuvor hatten zahlreiche größerer Hallenbetreiber aus mehreren Bundesländern abgesagt.
    Wollen wir uns bei diesen Ereignissen über Ihre Einlassung zur unbegründeten und lächerlichen Oppferrolle ernsthaft streiten?
  • (342 Beiträge) | 23.12.2015 19:44
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    Opferrolle
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  • (441 Beiträge) | 23.12.2015 19:48
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    Hoffentlich
    melden die bald mal ne Veranstaltung in Malsch an. Dann hat einer kräftig was zu tun...
  • (342 Beiträge) | 23.12.2015 19:48
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    Warum denn dies? Nun auch rechtsextrem?
    Zuviel Demokratie?
    Jens Walther, kehrt der CDU unter Angela Merkel enttäuscht den Rücken. In einem offenen Brief kritisiert er die Bundeskanzlerin scharf.
    Die Leipziger Volkszeitung". "Die Gründerväter der CDU würden sich angesichts Ihrer Politik im Grab herumdrehen", so Jens Walther in seinem offenen Brief an die Bundeskanzlerin. Er wirft ihr "Maßlosigkeit und Selbstgefälligkeit" vor, während sie sich über die Interessen des deutschen Volkes stelle.
  • (316 Beiträge) | 23.12.2015 11:07
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    Bitte hier nicht Ursache und Wirkung verwechseln
  • (780 Beiträge) | 23.12.2015 09:22
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    @Otus Scopus
    Sie vermischen da was. Selbstverständlich dürfen sowohl Herr Jongen wie auch seine KollegInnen (grün gegendert) ihre Meinung frei äußern.

    Was hier aber geschieht, ist ein öffentlicher Angriff auf einen Menschen, um ihn zu diskreditieren. Das überschreitet schon sehr deutlich die Grenze einer "üblichen Meinungsäußerung".

    Zum Thema Opferrolle noch eines: Ja, ich habe auch den Eindruck, dass die AfD momentan von einer Opferrolle profitiert. Aber sie muss ja selbst gar nichts tun - die politischen Gegner verhalten sich allesamt so dreist und dilettantisch, dass die AfD automatisch immer mehr Sympathien bekommt. Denn Denunzianten und Politiker, die missliebige Gegner durch Unterdrückungsmaßnahmen (z.B. Verhindern von Veranstaltungen in öffentlichen Gaststätten) bekämpfen, sind beim Volk äußerst unbeliebt.
  • (1332 Beiträge) | 23.12.2015 10:51
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    Wenn sich jemand in einer Partei engagiert...
    in der rassistische Äußerungen als wertvoller Diskussionsbeitrag gelten und in der Deutschtümelei zum guten Ton gehört, dann muss er damit rechnen, dass dieses Engagement in die Kritik gerät. Durch seine politische Tätigkeit in der AfD diskreditiert sich Herr Jongen selbst!

    Ebenso widerwärtig wie die politischen Ziele der AfD ist auch die Lügenkampagne, mit der sie versucht, sich als verfolgte Unschuld zu stilisieren. Es gibt sicher Wirte, die nur allzu gern bereit wären, eine AfD-Veranstaltung zu beherbergen, weil sie der eigenen politischen Gesinnung entsprechen und dort auch das entsprechende Publikum verkehrt. Statt auf diese zurückzugreifen, werden aber ganz bewusst (gern auch unter Vorspiegelung falscher Tatsachen) Veranstaltungsorte gesucht, bei denen es von vornherein klar ist, dass es Ärger geben muss. Es ist doch zum Beispiel vollkommen klar, dass es der KSC nicht dulden kann, dass sich eine rechtsextremistische Partei in seinen Räumen trifft.
  • (459 Beiträge) | 23.12.2015 22:21
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    Mannmannmann,
    man kann nur hoffen, dass Typen wie du ausserhalb der eigenen vier Wände nix zu sagen haben.
    Wenn ich unter dir arbeiten müsste würd ich mir glatt leidtun.

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