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Berlin/Karlsruhe Kotting-Uhl zu AKW Fessenheim: "Dieses Atomkraftwerk muss vom Netz!"

Ein Zwischenfall im französischen Atomkraftwerk Fessenheim nahe der deutschen Grenze war einem Medienbericht zufolge gravierender als bislang bekannt. Die französische Atomaufsicht ASN habe den Vorfall im April 2014 gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde heruntergespielt, berichteten WDR und "Süddeutsche Zeitung". Die Karlsruher Politikerin und atompolitische Sprecherin der Grünen Sylvia Kotting-Uhl fordert Konsequenzen.

Die chaotischen Zustände im AKW Fessenheim sind nicht hinnehmbar. Das macht Kotting-Uhl in einer Pressemitteilung deutlich: "Die Vorfälle weisen einmal mehr auf gravierende Sicherheitsmängel hin. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen habe für die kommende Umweltausschusssitzung eine Unterrichtung durch das Bundesumweltministerium beantragt."

"Die Geschehnisse in Fessenheim müssen restlos aufgeklärt und bekannt gemacht werden", heißt es in der Pressemitteilung, "das muss die Bundesregierung von der französischen Atomaufsicht verlangen. Die Sicherheitskultur im AKW Fessenheim ist einer Hochrisikotechnologie wie Atomkraft nicht angemessen. Das direkt an der deutsch-französischen Grenze liegende AKW ist besonders defizitär und gefährlich."

Die Sicherheitsmängel sein endlos: veraltete Auslegung, überschwemmungsgefährdetes Kraftwerksgelände, Erdbebengefährdung, und vieles mehr. "Dieses Atomkraftwerk muss vom Netz. Auf EU-Ebene muss endlich der Euratom-Vertrag reformiert werden. Es ist angesichts der Alterung von Europas Atomkraftwerken nicht akzeptabel, dass Länder, die vom GAU eines Atomkraftwerks massiv betroffen wären, bei dessen Sicherheitsauslegung nichts mitzureden haben."

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