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14.08.2015 07:02
 
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Giftköder, Fallen und Attacken: Immer mehr Tierquäler in Karlsruhe? [50]

(Symbolbild)
Bild: Florian Schuh/Archiv

Nach Rücksprache mit ihr bekannten Jägern ist sich die ka-Reporterin sicher: "Die Ohren wurden von einem Menschen abgetrennt!"
Foto: ka-Reporterin
Karlsruhe (Ramona Holdenried) - Lämmer mit abgeschnittenen Ohren, Katzen in Drahtschlingen und vergiftete Wurstköder: In letzter Zeit scheinen sich die Fälle von Tierquälerei rund um Karlsruhe zu häufen. Müssen Tierbesitzer um ihre Lieblinge fürchten? Und welche Motivation treibt die Täter an?
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Die Bilder schockierten: Anfang Juni wurde ein kleines Lamm in Durlach offenbar Opfer eines Tierquälers. Das Tier wurde von einer Spaziergängerin mit abgetrennten Ohren im Bereich der Mülldeponie gefunden und musste aufgrund der Schwere seiner Verletzungen eingeschläfert werden.

Obwohl die Polizei in dem Fall ermittelte, wird wohl unklar bleiben, was dem Lamm zugestoßen ist. "Es gibt in diesem Fall keine neuen Erkenntnisse", so ein Sprecher der Karlsruher Polizei im Gespräch mit ka-news.  Dass sich noch etwas Konkretes ergibt, hält der Polizeisprecher aufgrund der wenigen Spuren für unwahrscheinlich.

Tierquälerei ist Dauerthema bei der Karlsruher Polizei

Es ist nicht der einzige Fall, der in den letzten zwei Monaten die Gemüter in der Fächerstadt erhitzte und für Entsetzen bei Tierfreunden sorgte: Vergangene Woche sorgte ein 60-Jähriger für Aufsehen, der Drahtfallen auslegte und dabei eine Katze verletzte. Seit dieser Woche wiederum ermittelt die Polizei gegen einen 80-Jährigen, der im Verdacht steht, im Juli vergiftete Wurstköder auf dem Murgdamm ausgelegt zu haben. Zeichnet sich hier etwa ein trauriger Trend in der Region ab?

Fälle von vermeintlicher Tierquälerei sind in der Tat ein Dauerthema bei der Karlsruher Polizei. "Ein bis zwei Mal die Woche werden im Schnitt Fälle zur Anzeige gebracht", erklärt der Pressesprecher auf Anfrage von ka-news. In vielen Fällen handle es aber glücklicherweise um falschen Alarm: "Es werden altersbedingte Krankheiten oder weggeworfene Essensreste falsch gedeutet."

Schwere Fälle von Tierquälerei wie beispielsweise die systematische Misshandlung von Tieren oder unsachgemäße Transporte sind eher die Ausnahme, bestätigte die Polizei bereits vor einem Jahr auf Nachfrage von ka-news. Daran hat sich offenbar nichts geändert: Einen Trend bezüglich der Fälle von Tierquälerei will der Polizeisprecher nicht erkennen. "Die Zahlen sind hier gleichbleibend", versichert er.

"Die Motivationen sind sehr unterschiedlich"

So unterschiedlich die Fälle, so unterschiedlich sind auch die Motive, die die Täter dazu bringen, Tiere zu quälen. Bei vergifteten Wurstködern nennt der Polizeisprecher Angst vor einem Hundeangriff, Ärger über streunende Hunde oder deren Hinterlassenschaften als Motive. "Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich", betont er. Zudem beobachte man bei der Polizei immer wieder Fälle von Verwahrlosung. "Hier handelt es sich dann um Tiermessis, die in der Wohnung den Überblick über die vielen Tiere verlieren."

Deutlich seltener komme es vor, dass Tiere aus reinem Sadismus gequält werden. "Es gibt vereinzelt Fälle von Sadismus und Sodomie - aber das sind Ausnahmen", erklärt der Pressesprecher. Werden Tierquäler überführt, drohen ihnen Geldbußen bis zu 25.000 Euro, ein richterlich angeordnetes Tierhalteverbot und in schweren Fällen sogar Haftstrafen.

Tipps der Polizei, falls ein Hund etwas Gefährliches gefressen hat oder Vergiftungserscheinungen zeigt:

1. Kühlen Kopf bewahren

2. Schnellstmöglich mit dem Vierbeiner zum Tierarzt zu gehen, auch nachts

3. Erbrochenes oder Ausgeschiedenes vorsichtig in einer Plastiktüte sichern (Eigenschutz beachten, z.B. Gummihandschuhe tragen!)

4. Wenn möglich den Stoff mitbringen, von dem das Tier gefressen hat (auch hier gilt, zuallererst an die eigene Gesundheit zu denken, denn manches ist für den Menschen genauso gefährlich!)

5. In allen Verdachtsfällen kann Anzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle erstattet werden.

 

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Kommentare [53]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1345 Beiträge) | 16.08.2015 03:54
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    Wer die
    Anschaffungskosten seines Haustieres mit den Behandlungskosten aufrechnet sollte kein Geschäft führen dürfen. Charakterlich ungeeignet. So jemand ist nur auf Profit aus und zieht jeden Kunden gnadenlos über den Tisch.
  • (278 Beiträge) | 16.08.2015 10:24
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    Oh jesses,..
    ...Du glaubst ja noch an den Weihnachtsmann!



    So jemand wie Du hat von Geschäften null Ahnung. Hier geht´s aber auch nicht um Geschäfte und wenn Du lesen könntest, hättest Du auch bemerkt, dass ich mich durchaus einschließe bei jenen, die sich von den Tierärzten ausnehmen lassen.
    Unsere Kröten sind nicht durch Vernachlässigung 60 Jahre alt geworden.
    Mir ist aber auch bewusst, dass nirgends so dreist gelogen wird, wie in Foren, in denen man völlig anonym jeden Bullshit posten kann. Deshalb könnt Ihr mir allesamt gepflegt bis in die dunkelste Ecke den Buckel runterrutschen.
    Wer von Euch tatsächlich IN DER LAGE ist, für sein Tier jeden Betrag zahlen zu KÖNNEN, dürfte sich in sehr überschaubaren Grenzen halten.
    Der Rest sind Schwätzer und Wichtigtuer und die hinlänglich bekannten Forentrolle, die halt zu jedem Thema die Klappe aufreißen müssen.
  • (1345 Beiträge) | 16.08.2015 14:21
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    Also
    ich sehe, bzw. lese hier nur einen der die Klappe aufreisst und sich natürlich auch prompt angesprochen fühlt.
    Und jetzt hier einen lahmen Versuch unternimmt seinen eigenen Karren aus dem Dreck zu ziehen indem er anderen die Geschäftsfähigkeit abspricht. Meine Herrn, bist du eine arme neidische Wurst.

    Und Schildkröten werden von allein 60, dazu brauchen sie niemanden.
  • (39 Beiträge) | 16.08.2015 23:10
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    Und Schildkröten werden von allein 60, dazu brauchen sie niemanden.
    Wenn man keine Suppe kocht.
  • (28 Beiträge) | 14.08.2015 15:13
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    Vom Tierquäler zum Gewalttäter ist es nur ein kleiner Schritt.
    Gewalttaten an Tieren können ein erstes Anzeichen für eine gefährliche Psychopathie sein, die sich nicht allein auf Tiere beschränkt.

    Die meisten Tierquäler fangen klein an. Zunächst reißen sie Spinnen die Beine aus oder blasen Frösche auf und beobachten genüsslich das langsame Sterben des Tieres. Wenn hier niemand einschreitet, werden die Quälereien sadistischer und die gequälten Tiere größer. Katzen werden angezündet, ertränkt, gegen die Wand geworfen, Hunde werden getreten oder Vögeln wird der Kopf abgerissen.
  • (1483 Beiträge) | 14.08.2015 22:05
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    Oder
    Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben (Tolstoi)
  • (284 Beiträge) | 14.08.2015 15:22
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    Meine Rede
  • (127 Beiträge) | 14.08.2015 14:04
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    Leine
    Legt die Hunde an die Leine und ihr habt die Kontrolle darüber wo er hinrennt und was er frisst. Und sammelt die Hundekacke gleich mit ein.

    Alle Passanten wären froh darüber.
  • (1483 Beiträge) | 14.08.2015 22:05
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    Interessant
    Kann man hier eine Art geflissentliche Zustimmung zu diesen Taten herauslesen?
  • (284 Beiträge) | 14.08.2015 14:35
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    Das ist
    wohl wahr. Und so themenbezogen...
  • (594 Beiträge) | 14.08.2015 12:43
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    Hunde und Kinder
    Wenn ich (Halter eines heiß geliebten Collie-Mischlings) hier schreiben würde, was man mit jemandem machen sollte, den man beim Auslegen von Giftködern oder anderen "Leckereien" erwische, wäre ich wahrscheinlich wegen §111 StGB dran.

    Leider interessieren sich viel zu wenige Menschen für einen vergifteten Hund oder Katze und die Polizei ermittelt auch eher halbherzig. Das geht so lange gut, bis mal ein Kleinkind so einen Giftköder schluckt. Danach wird das Geschrei dann umso größer sein!
  • (284 Beiträge) | 14.08.2015 13:29
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    Die Polizei
    wird da ja vor ein fast unlösbares Problem gestellt. Es legt doch keiner Giftköder in der Nachbarschaft aus um den nervigen Kläffer des Nachbarn zu erwischen. Das sind Tierhasser, die machen die Köder, setzen sich ins Auto, fahren 50 Kilometer und legen sie aus. Fahndung vollkommen sinnlos, Ermittlungen praktisch unmöglich.

    Bei dem Fallensteller im Artikel siehts anders aus, da würde ich 10 Jahre Haft vorschlagen und nochmal zehn für Dummheit. Und der 80-jährige steht ja bisher lediglich unter Verdacht. Aber für den natürlich lebenslänglich, Besitz fällt an den Staat.
  • (594 Beiträge) | 14.08.2015 14:01
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    glaube ich nicht
    Ich bin auf Facebook in diversen Gruppen, in denen man sich gegenseitig warnt, wenn irgendwo Giftköder aufgefunden wurden. Demnach ist es wohl doch öfter der "liebe Nachbar", der hinter so etwas steckt. Anders lässt sich kaum erklären, dass solche Giftköder sogar gezielt auf Grundstücke geworfen werden, auf denen sich Hunde aufhalten. Auch mir wurde vor vielen Jahren mal ein Bernhardiner vergiftet, an dessen Zwinger nur ein Nachbar heran kommen konnte (Eisenbahner im Schichtdienst, der wohl beim Schlafen tagsüber durch das Bellen gestört wurde). Nachweisen konnte man ihm natürlich nichts.
  • (278 Beiträge) | 14.08.2015 11:16
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    Zum Tierarzt gehen! Auch nachts!
    Toller Tipp! Mal abgesehen davon, dass da wohl jeder selbst drauf gekommen wäre, ist das auch eine Frage des Wohlstandes.

    Wisst Ihr eigentlich, was ein Tierarzt außerhalb der regulären Sprechzeiten verlangt??

    EIN VERMÖGEN!!

    Man muss es sich erst einmal leisten können, nachts einen Tierarzt aufzusuchen. Wir haben an einem Ostersamstag nachmittags für die Notversorgung(!) eines Pudels über 600 Euro bezahlt! Die eigentliche Behandlung fand dann in einer Tierklinik statt (nochmals ca. 450 Euro) und die Nachversorgung beim örtlichen Tierarzt 150 Euro.

    Leider ist jeder, mich eingeschlossen, so blöd und lässt sich erpressen, solche Preise für einen Hund zu bezahlen, der nur ein Viertel der Summe gekostet hat. Und die Ärzte wissen das. Besonders nachts und an Wochenenden.
  • (108 Beiträge) | 15.08.2015 16:19
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    Es zwingt sie
    keiner ein Tier zu unterhalten. Wer glaubt ein Haustier haben zu müssen, sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass Tierre Pflege brauchen, Verantwortung fordern, Geld kosten, und dass Tiere andere Leute eventuell nerven weil sie stinken, rumjaunzen- oder bellen, und beim Nachbarn hinkacken.
    Tiere leben affektiv, haben kein Bewusstsein, leben ausschließlich im Hier und Jetzt. Im Prinzip sind sie organische Fressmaschinen in die der Mensch seine eigenen Gefühle und Wertvorstellungen projeziert.
  • (7199 Beiträge) | 14.08.2015 11:58
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    Auch Tierärzte haben eine Gebührenliste
    genauso wie ein Humanmediziner,in der genau drinsteht,wie viel er für welche Behandlung verlangen darf.
    Also nix mit erpressten Mondpreisen.
  • (278 Beiträge) | 14.08.2015 12:40
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    Oh, ein ganz Schlauer!
    Was nützt mir denn die schriftliche Fixierung der Honorare, wenn ich vor der Wahl stehe, den vergifteten oder verwundeten Hund krepieren zu lassen oder die Honorare zu bezahlen??
    Merke: Erst nachdenken, dann Beiträge tippen!
  • (83 Beiträge) | 16.08.2015 00:14
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    Ich muss jetzt doch mal fragen:
    Sind Sie mein Optiker aus B... ?
    Der erzählt auch immer so einen grenzenlosen Mist. Ich habe jetzt auch gewechselt. So ein D... .
  • (278 Beiträge) | 16.08.2015 10:32
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    Obertroll
    @fallobst
    Hier hast Du ein Beispiel für jemandem, der außer themenfremden, persönlichen Animositäten nichts beiträgt, aber stets meint, die User mit seiner großen Klappe "beglücken" zu müssen, weil der Tag sonst nichts bringt.
  • (1345 Beiträge) | 16.08.2015 14:30
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    Heul doch,
    wer hat denn angefangen hier Mist zu schreiben und versucht einen ganzen Berufsstand in den Dreck zu ziehen?

    Soll ich dir dafür jetzt das Köpfle streicheln oder was?

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