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17.03.2016 08:00
 
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Diebstähle in Karlsruhe: "Die Innenstadt braucht ein Sicherheits-Konzept!" [55]

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Bild:Arno Burgi

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Foto: Felix Kästle/Symbol
Karlsruhe (Ramona Holdenried) - Die Karlsruher Innenstadt braucht schnellmöglichst ein Sicherheitskonzept - dieser Meinung sind die Stadträte Jürgen Wenzel und Stefan Schmitt. Vor allem im Bereich der Kneipenmeile käme es immer wieder zu verbalen Attacken und "Antanzdiebstählen". In einer Anfrage wollen sie wissen: Was tut die Stadt eigentlich, um auf diese Problematik zu reagieren?
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Die Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und der parteilose Stefan Schmitt sind besorgt über die Sicherheit in der Karlsruher Innenstadt. "Immer häufiger gibt es Klagen von Einzelhändlern und Gastronomen innerhalb der 'Kneipenmeile' zwischen Kronen- und dem Ludwigsplatz", so die Stadträte in einer Anfrage an den Karlsruher Gemeinderat. Konkret würden diese würden über "Antanzdelikte", Diebstähle, Taschendiebstähle, Überfälle und verbale Attacken auf Kunden klagen.

"Kaum eine Woche ohne Antanzdiebstähle"

Die Wahrnehmung der Gastronomen und Einzelhändler kommt nicht von ungefähr: Wie aus der polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht, stiegen die Fallzahlen beim Taschendiebstahl beispielsweise 2014 auf 1.258 Fälle, was einem Plus von rund elf Prozent entspricht. "Damit  erreichten sie ein neues Zehnjahreshoch", so die Karlsruher Polizei. Die Zahlen für das Jahr 2015 wurden bislang noch nicht veröffentlicht.

Aber vor allem die Fälle der sogenannten "Antanzdiebstähle" machte den Karlsruher Ordnungshütern zeitweise Sorgen. Betroffen war von diesen Delikten im vergangenen Jahr in erster Linie die östliche Innenstadt - vor allem in der Nähe von Kneipen. Im Gespräch mit ka-news bezeichnet eine Pressesprecherin der Karlsruher Polizei die damals auftretende Häufung als massiv. "Es verging kaum eine Woche, ohne dass es zu einem 'Antanzdiebstahl' kam", schildert sie. Inzwischen sei das Auftreten nicht mehr so massiv.

Konkrete Zahlen über "Antanzdiebstähle" führt die Karlsruher Polizei nicht, diese tauchen in der Statistik als Raub oder räuberische Erpressung auf. Eine Auffälligkeit zeige sich bei den "Antänzern": "Es ist erkennbar, dass die Täter bei manchen Straftaten häufig aus Nordafrika stammen", so Martin Plate, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums, im Januar gegenüber ka-news, "gerade beim 'Antanzen' sind Täter aus Algerien überrepräsentiert."

KOD reagiert auf Problematik

Mit Blick auf die Entwicklung in der Innenstadt fordern Schmitt und Wenzel in ihrer Anfrage die umgehende Erstellung eines Sicherheitskonzeptes. "Die Polizei ist engagiert, aber durch die hohe Anzahl von Delikten zeitlich wie physisch an der Grenze des Machbaren", so die beiden Einzelstadträte. Nur mit einem Sicherheitskonzept könne verhindert werden, dass sich spontan Bürgerwehren bilden oder es zu undifferenzierten Angriffen komme.

In ihrer Stellungnahme erklärt die Stadt, dass ihr die geschilderte Problematik bekannt sei und sie die Sorgen der Bevölkerung sehr ernst nehme. Diese würden bei der Einsatzplanung des KOD ebenso berücksichtigt, wie bei der Erarbeitung neuer Maßnahmen. So habe der KOD beispielsweise sein Streifentätigkeit am Ergebnis einer Sicherheitsumfrage ausgewertet und neue Prioritäten gesetzt. "So wurden im Jahr 2015 insgesamt 2.924 Einsätze im Bereich der Innenstadt-West und Innenstadt-Ost geleitet", erklärt die Stadt. Davon fanden allein 1.076 Einsätze an einem Freitag, Samstag oder Sonntag statt. 864 Einsätze erfolgten in der Zeit zwischen 18 und 2 Uhr.

Die umgehende Erstellung eines Sicherheitskonzepts, wie es in der Anfrage gefordert wird, hält die Stadt aber nicht für sinnvoll. "Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ist eine sehr vielschichtige Aufgabe, deren Bewältigung sich kaum in einem einzigen Sicherheitskonzept für die Innenstadt abbilden ließe", so die Stadtverwaltung in ihrer Stellungnahme. Eine Großveranstaltung fordere zum ganz andere Maßnahmen als kleinere Events. "Zwischen der Stadtverwaltung und dem Polizeipräsidium gibt es eine enge Zusammenarbeit bei allen Themen, die die Sicherheit in unserer Stadt betreffen."   

Damit auch Sie nicht Opfer eines Taschendiebstahls werden, rät die Polizei Folgendes zu beachten:   

  • Wertgegenstände immer in der Jackeninnentasche transportieren, nicht in der Gesäßtasche
  • Handtaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder unter dem Arm tragen und nicht unbeaufsichtigt liegen lassen.
  • Bei Gedränge besonders aufmerksam sein und bewusst auf  Taschendiebe achten, die in der Regel ihr Opfer und mitgeführte Gegenstände fixieren.
  • Lassen Sie sich beim Ansprechen nicht ablenken und achten Sie im Gespräch besonders auf ihre Wertgegenstände.

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Kommentare [69]
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  • (3339 Beiträge) | 17.03.2016 16:46
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    Mann Mann
    Redaktion, erst die Leute auffordern, mitzudiskutieren, und dann aber wirklich jeden Beitrag, der nicht genehm ist, mit angeblichem Hinweis auf die AGB zu sperren, so was nennt man eindeutig ZENSUR ! Ihr seid einfach nur noch peinlich.
  • (75 Beiträge) | 17.03.2016 15:02
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    Nationalität?
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  • (479 Beiträge) | 17.03.2016 13:10
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    Da gibst nur eins ...
    Videoüberwachung und Ruhe wird sein. Was ist anderen Städten klappt, sollte auch in Karlsruhe klappen. In Leipzig hatte sich nach Installation der Videoüberwachung das Problem auf dem gesamten Bahnhofsvorplatz schlagartig erledigt. Ja ja liebe Datenschützer ... ihr müsst jetzt wieder unter das Sauerstoffzelt ... zwinkern
  • (3272 Beiträge) | 17.03.2016 13:30
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    aus London....
    ... wird gegenteiliges berichtet!!! Mit Videoüberwachung kann man keine Verbrechen verhindern, die Polizei kann allenfalls - und das nicht immer- die Täter besser ermitteln.
  • (770 Beiträge) | 17.03.2016 15:17
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    Also hilft es was
    Und wenn sie auch nur einen Teil erwischen.
  • (64 Beiträge) | 17.03.2016 16:47
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    Wieso? Die Täter sind doch im Nu wieder auf der Strasse.
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  • (808 Beiträge) | 17.03.2016 12:05
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    Der Artikel
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  • (808 Beiträge) | 17.03.2016 16:33
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    Und wieder mal
    lächerlich diese Wahrheit zu sperren.
  • (4805 Beiträge) | 17.03.2016 12:46
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    Die müssen jetzt
    die richtigen (ehrlich gerechneten ) Statistiken erst wieder "umrechnen". grinsen

    Oder sie müssen, nachdem diese Wahlen vorbei sind, die tägliche Realität erst wieder wahrnehmen.
  • (416 Beiträge) | 17.03.2016 12:09
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    Die sitzen noch
    überm Afd- Bashing und definieren Rassisten neuerer...
  • (808 Beiträge) | 17.03.2016 12:22
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    Ach,
    du meinst die, die seit Tagen nichts anderes tun als bei fb Leute aufzufordern sich aus ihrer Freundesliste zu entfernen und irgendwelche Betroffenheitsstatements abgeben und liken?

    Das kann natürlich sein.
  • (776 Beiträge) | 17.03.2016 11:45
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    Die Polizei rät
    ..wenn ich all diese Ratschläge berücksichtige,macht mir der Spaziergang noch Spaß? Da vergehts mir doch schon bei dem Abarbeiten der Punkte bevor ich das Haus verlasse .
  • (790 Beiträge) | 17.03.2016 14:48
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    Falls Sie sich aber doch zu einem Spaziergang
    entscheiden sollten,beachten Sie alle Hinweise zur Sicherung Ihres Hauses ,denn sonst erleben Sie da eine "Überraschung " wenn Sie wieder nach Hause kommen.
  • (3272 Beiträge) | 17.03.2016 13:36
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    mein Rat....
    ... die Innenstadt meiden !! Alles was man zum Leben braucht gibt es auch ausserhalb, z.B.in Durlach.
  • (38 Beiträge) | 17.03.2016 11:04
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    die Zahlen aus 2015 sollen ruhig veröffentlicht werden
    Dann kann nämlich jeder sehen, dass das subjektive Gefühl der Unsicherheit im Raum Karlsruhe nichts mit der extrem gestiegenen Zahl der Schutzsuchenden zu tun hat.
  • (948 Beiträge) | 17.03.2016 11:18
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    Bitte lesen Sie den Artikel
    und Sie werden auf folgende Aussagen stoßen (für Sie nun als Kurzfassung):
    - Zahl der Antanzdiebstähle ist massiv gestiegen, vor allem in der östlichen Innenstadt
    - Bei diesen Straftaten stammen die Täter sehr häufig aus Nordafrika
    - Täter aus Algerien sind überrepräsentiert.

    Daraus kann ein logisch denkender Mensch Folgendes ableiten:
    - Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dürfte die plötzliche Häufigkeit dieser Taten etwas mit der ebenso gestiegenen gestiegenen Zahl an Asylbewerbern aus den betreffenden Ländern zu tun haben
    - Selbstverständlich ist deswegen nicht jeder Nordafrikaner ein Antänzer (Rassistenvorwurf also bitte unterlassen)
    - "Schutzsuchende" sind diese Antänzer in der Tat nicht. Wer bei uns wirklich Schutz sucht, begeht keine solchen Straftaten.
  • (416 Beiträge) | 17.03.2016 11:21
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    Alles gesagt. Thumbs up
    Hier unterschreib ich nachher noch...

    ______________________________
  • (4805 Beiträge) | 17.03.2016 10:47
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    Diese Antänzer sind gut organisert
    "Wir vermuten, dass die Banden teilweise gezielt durch die Bundesrepublik reisen, um Laden- und Taschendiebstähle zu begehen", sagt Ulf Küch, Leiter der Kriminalpolizei Braunschweig, der "Welt". Die Beute, etwa Mobiltelefone, werde entweder noch in Deutschland zu Geld gemacht oder per Luftpost in die Heimatländer verschickt."


    Sicher sind unter den Antänzern auch Asylbewerber (sogenannte), man sollte diese Kriminellen so bestrafen, wie es unser Strafgesetz vorsieht, ohne "Flüchtlingsbonus". Diese organisierten Banden
    wissen ganz genau, dass sie meistens nach der Anzeige praktisch wieder umkehren können und weiter "stehlen dürfen".
    Und sollten Asylbewerber dabei sein, dann haben sie ihr Asylrecht verwirkt. Das würde sich auch herumsprechen.

    Konsequent bestrafen gilt auch für unsere "eigenen" Kriminellen.
  • (915 Beiträge) | 17.03.2016 13:55
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    Warum das Asylrecht aberkennen?
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  • (915 Beiträge) | 17.03.2016 16:39
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    Wie soll ich das Verstehen?
    Muss ich gemäß der AGB für die Aberkennung des Asylrechts bei Straftaten sein? Oder muss ich für eine Ungleichbehandlung der Straftäter je nach Herkunft sein? Ich bin jetzt sehr, sehr verwirrt. Aber vielleicht kann mich die Redaktion ja über die geforderte Haltung zum Thema aufklären. *kopfschüttel* *grins*

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