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Karlsruhe KVV rüstet auf: 500 Anzeigetafeln an Karlsruher Haltestellen bis 2015

Wann kommt die nächste Bahn? An vielen Karlsruher Haltestellen reicht ein Blick nach oben, und schon sind die Fahrgäste über alle Tramfahrten der nächsten Minute im Bilde. Bisher stehen im Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) aber lediglich 100 solcher Anzeigetafeln. Nun sollen in diesem Jahr 180 weitere dazu kommen - an den Haltestellen der Verkehrsbetriebe (VBK) und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft. Bis 2015 sind noch einmal 190 eingeplant.

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) rüsten mehr Haltestellen mit elektronischen Anzeigetafeln aus. An den Haltestellen der VBK und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) werden allein in diesem Jahr noch 180 neue Anzeigetafeln vor allem im Stadtgebiet Karlsruhe, aber auch entlang der S-Bahnlinien S1/S11 und S2 sowohl in Karlsruhe wie auch im näheren Umland aufgestellt. Bis zum Jahr 2015 kommen sogar noch einmal 190 Tafeln dazu.

Neue Leitstelle ermöglicht mehr Anzeigen

Bislang waren lediglich 100 Haltestellen mit der dynamischen Fahrgastinfo ausgestattet, mit der neuen Leitstelle wurde jedoch ein technischer Ausbau möglich. Wie Geschäftsführer Walter Casazza bei einem Vor-Ort-Termin erläuterte, bauen Mitarbeiter der VBK die neuen Displays seit Ende April auf und nehmen sie sofort danach in Betrieb.

Die neuen Tafeln sehen eigentlich genau so aus wie bisher: Je nachdem, wie viele Bahnen dort halten, haben die Displays zwei, vier oder sechs Zeilen. Zusätzlich können die Fahrgäste erkennen, mit wie vielen Wagen die ankommende Bahn fährt. "Dann weiß man auch, wo man sich am besten hinstellt", betonte Casazza. Außerdem verfügen die neuen Displays über ein Feld zur Anzeige der Uhrzeit und des Haltestellennamens.

Infos über Datenleitungen oder Funk

Alle Informationen gelangen über unternehmenseigene Datenleitungen auf die Anzeigen. "Die Fahrzeuge funken dabei ihren Standort an die Leitstelle, die wiederum eine Prognose im Hinblick auf die Ankunftszeit stellt und diese auf den Anzeigen ausspuckt", erklärte Christian Homagk von der Hauptabteilung Infrastruktur. Falls sich keine Leitungen an den Haltestellen befinden, gelangen die Informationen auch über das Mobilfunknetz (UMTS) auf die Displays.

Jede Anzeigetafel kost zwischen 20.000 und 25.000 Euro. Bis Juli werden zuerst stark frequentierte Haltepunkte im Karlsruher Stadtgebiet ausgerüstet. Dazu zählen beispielsweise in Durlach die Haltestellen Turmberg, Schlossplatz, Karl-Weysser-Straße, Friedrichschule (in Richtung Karlsruhe) und der Busbahnhof in Durlach-Bahnhof, die Haltestellen am Städtischen Klinikum, Haltestellen in der Kaiserallee, der Kühle Krug, die Haltestellen entlang der S1/S11 in der Nordweststadt und in Neureut und die Haltestellen der S2 in Hagsfeld.

Ab Juli ist der Süden dran

Nachdem auch der Albtalbahnhof neue Anzeiger erhalten hat, geht es ab Juli zu den Haltestellen der S1/S11 im Dammerstock, in Rüppurr und in Ettlingen sowie im Norden entlang der S2 nach Büchig, Blankenloch und Friedrichstal und im Süden ebenfalls entlang der S2 nach Forchheim und Mörsch. Die Haltestellen entlang der S5 in Knielingen, entlang der Linie 2/2E zwischen Städtischem Klinikum und Siemensallee werden ebenso bestückt wie der Grötzinger Bahnhof. Die vier Haltestellen der neuen Südostbahn werden außerdem rechtzeitig zum Start der Neubaustrecke mit den Displays ausgerüstet sein.

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