KSC-Eintracht Frankfurt: Der Polizeibericht
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Karlsruhe (pol) - Alle Hände voll zu tun hatten am gestrigen Samstagnachmittag die beim Fußballspiel zwischen dem KSC und der Frankfurter Eintracht eingesetzten Polizeikräfte.
Rund 1.200 Problemfans, die kurz vor 14 Uhr mit drei Zügen im Karlsruher Hauptbahnhof ankamen, wurden von starken Polizeikräften in Empfang genommen und mit Sonderbussen zum Stadion verbracht. Noch am Südausgang des Hauptbahnhofes wurden von den sogenannten Fans Feuerwerkskörper entzündet. Überdies wurden eingesetzte Polizisten mit Orangen beworfen. Wie sich herausstellte, waren die Früchte mit Farbe und gleichfalls Feuerwerkskörpern gefüllt, die beim Aufschlag glücklicherweise aber nicht detonierten.
Während der Busfahrt ins Stadion wurden an zwei Bussen die Scheiben beschädigt. Ein jugendlicher Frankfurter Fan konnte in der Folge festgenommen und später seinem Vater überstellt werden; der junge Mann wird sich nun wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben. Außerdem wird er mit zivilrechtlichen Forderungen rechnen müssen. In der weiteren Vorspielphase kam es entlang dem Adenauerring zwischen dem für Gästefans reservierten Eingang Ost und dem Eingang Mitte wiederholt zu Provokationen zwischen Angehörigen beider Lager, wobei ein Aufeintandertreffen nur durch massiven Einsatz der Polizei verhindert werden konnte.
Eine Gruppe von rund 150 Karlsruher Problemfans näherte sich über den Kanalweg und die Theodor-Heuss-Allee dem Birkenparkplatz und suchte hier die Konfrontation mit per Bus angereisten Frankfurtern. Teilweise wurde dabei mit Pyrotechnik geschossen. Auch hier bedurfte es eines massiven Kräfteeinsatzes der Polizei, um weitere Eskalationen im Keim zu ersticken. Unter dem Schutz eines aufgerollten Transparentes sowie mehrerer durch entzündetes Rauchpulver hervorgerufener Schwaden wurden zu Beginn der zweiten Halbzeit im Gästefanblock insgesamt sechs Leuchtraketen abgefeuert, wovon drei das Spielfeld trafen. Zum Schutz der Spieler pfiff das Schiedsrichtergespann die Begegnung erst mit rund sechsminütiger Verspätung wieder an. Unterdessen hatte der Frankfurter Torhüter beruhigend auf die Gästefans eingewirkt.
Krawalle am Durlacher Tor
Die Nachspielphase verlief zwar wohl nicht zuletzt aufgrund des aus KSC-Sicht mit 1:0 verloren gegangenen Spieles deutlich entspannter. Doch kam es im Bereich Adenauerring und Theodor-Heuss-Allee zu Provokationen von Seiten Karlsruher Fans, so dass die Polizei neuerlich mit starken Kräften ein Zusammentreffen verhindern und die Gittersperre schließen musste. Beim Rücktransport der Gästefans zum Hauptbahnhof wurde in einem der Busse noch eine weitere Scheibe beschädigt. Rund 50 Frankfurter und Mannheimer Problemfans, die bei einer Szenekneipe im Bereich des Durlacher Tores die Konfrontation mit Karlsruher Fans suchten, wurden von der Polizei frühzeitig in Gewahrsam genommen und nach Feststellung ihrer Personalien in einem weiteren Bus zum Hauptbahnhof gebracht.
Dank der guten Personenkenntnis der aus Frankfurt mit angereisten szenekundigen Beamten konnten bei der Videoauswertung bereits einige der Störer im Stadion identifiziert und teilweise auch festgenommen werden. Weitere Ermittlungen dauern derzeit noch an. Bestätigt sich der Tatverdacht, erwartet die identifizierten "Fans" neben der Anzeige wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz auch ein bundesweit geltendes Stadionverbot. Der Einsatzleiter der Polizei, Polizeioberrat Fritz Rüffel, zog am Ende eines langen Arbeitstages eine insgesamt positive Bilanz. "Angesichts des Provokations- und Gewaltpotentials bei den Problemfans auf beiden Seiten war der Personalansatz von über 500 Polizeikräften aus dem gesamten Land Baden-Württemberg und noch einmal über 450 Ordnern im Stadion dringend nötig. Zudem erwies es sich wieder als richtig, dass auch starke Kräfte der Bundespolizei zur Sicherheit im und am Hauptbahnhof, aber auch im Stadionbereich beitrugen.
Während der Busfahrt ins Stadion wurden an zwei Bussen die Scheiben beschädigt. Ein jugendlicher Frankfurter Fan konnte in der Folge festgenommen und später seinem Vater überstellt werden; der junge Mann wird sich nun wegen Sachbeschädigung zu verantworten haben. Außerdem wird er mit zivilrechtlichen Forderungen rechnen müssen. In der weiteren Vorspielphase kam es entlang dem Adenauerring zwischen dem für Gästefans reservierten Eingang Ost und dem Eingang Mitte wiederholt zu Provokationen zwischen Angehörigen beider Lager, wobei ein Aufeintandertreffen nur durch massiven Einsatz der Polizei verhindert werden konnte.
Eine Gruppe von rund 150 Karlsruher Problemfans näherte sich über den Kanalweg und die Theodor-Heuss-Allee dem Birkenparkplatz und suchte hier die Konfrontation mit per Bus angereisten Frankfurtern. Teilweise wurde dabei mit Pyrotechnik geschossen. Auch hier bedurfte es eines massiven Kräfteeinsatzes der Polizei, um weitere Eskalationen im Keim zu ersticken. Unter dem Schutz eines aufgerollten Transparentes sowie mehrerer durch entzündetes Rauchpulver hervorgerufener Schwaden wurden zu Beginn der zweiten Halbzeit im Gästefanblock insgesamt sechs Leuchtraketen abgefeuert, wovon drei das Spielfeld trafen. Zum Schutz der Spieler pfiff das Schiedsrichtergespann die Begegnung erst mit rund sechsminütiger Verspätung wieder an. Unterdessen hatte der Frankfurter Torhüter beruhigend auf die Gästefans eingewirkt.
Krawalle am Durlacher Tor
Die Nachspielphase verlief zwar wohl nicht zuletzt aufgrund des aus KSC-Sicht mit 1:0 verloren gegangenen Spieles deutlich entspannter. Doch kam es im Bereich Adenauerring und Theodor-Heuss-Allee zu Provokationen von Seiten Karlsruher Fans, so dass die Polizei neuerlich mit starken Kräften ein Zusammentreffen verhindern und die Gittersperre schließen musste. Beim Rücktransport der Gästefans zum Hauptbahnhof wurde in einem der Busse noch eine weitere Scheibe beschädigt. Rund 50 Frankfurter und Mannheimer Problemfans, die bei einer Szenekneipe im Bereich des Durlacher Tores die Konfrontation mit Karlsruher Fans suchten, wurden von der Polizei frühzeitig in Gewahrsam genommen und nach Feststellung ihrer Personalien in einem weiteren Bus zum Hauptbahnhof gebracht.
Dank der guten Personenkenntnis der aus Frankfurt mit angereisten szenekundigen Beamten konnten bei der Videoauswertung bereits einige der Störer im Stadion identifiziert und teilweise auch festgenommen werden. Weitere Ermittlungen dauern derzeit noch an. Bestätigt sich der Tatverdacht, erwartet die identifizierten "Fans" neben der Anzeige wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz auch ein bundesweit geltendes Stadionverbot. Der Einsatzleiter der Polizei, Polizeioberrat Fritz Rüffel, zog am Ende eines langen Arbeitstages eine insgesamt positive Bilanz. "Angesichts des Provokations- und Gewaltpotentials bei den Problemfans auf beiden Seiten war der Personalansatz von über 500 Polizeikräften aus dem gesamten Land Baden-Württemberg und noch einmal über 450 Ordnern im Stadion dringend nötig. Zudem erwies es sich wieder als richtig, dass auch starke Kräfte der Bundespolizei zur Sicherheit im und am Hauptbahnhof, aber auch im Stadionbereich beitrugen.
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Kommentare [12]
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- (203 Beiträge) | 22.02.2009 13:35das Packist doch krank !!!
was anderes fällt mir da nicht ein... - (238 Beiträge) | 22.02.2009 15:40In den einschlägigen Internet-Forenwurde schon seit 14 Tagen über entsprechende Aktionen. Natürlich wurde nicht offen über Feuerwerk geredet, aber man konnte sich denken, daß in der Richtung was kommt. Hinzu kam, daß das Waldhof-Spiel ausfiel und diese "Fans" in MA zugestiegen sind ...
- (187 Beiträge) | 22.02.2009 16:29KrankEinfach nur krank, wieso kann man solche Spiele einfach nicht aussetzen wie in Italien? Dumm ist mal wieder derjenige, der nichts mit Fußball am Hut hat (oder am Hut haben will!) und (mal wieder) unter einem Verkehrsinfarkt und der Laune der Fans in der Stadt leiden muss... Ich bin für einen Stadionbau am Müllberg, "Problemfans" kann man dann per Schiff schnell aus der Stadt befördern
- (4477 Beiträge) | 22.02.2009 19:16Ich verfolge Fußball nur ein bisschenund habe dabei nicht mitbekommen, dass Anhänger der Eintracht soetwas in anderen Stadien abgezogen haben. Ist das korrekt? Und wenn ja, warum dann in Karlsruhe? Hat das Wildparkstadion den Ruf, dass man dort Feuerwerkskörper leichter hineinschmuggeln kann als anderswo? Oder gibt es zwischen KSC und Eintracht besondere Rivalitäten?
Warum haben die Frankfurter Spieler nach dem Spiel in der Ecke jener Fans gefeiert, statt diese zu ignorieren?
Und warum kann man Problemfans nicht einfach für drei Stunden verhaften? Zu Problemfans sind sie doch erst geworden, als sie etwas angestellt haben. Kann der Richterspruch da nicht "drei Jahre lang 102 h Haft pro Jahr, zu verteilen auf 34 Samstage a drei Stunden". Dann ist Ruhe.
Da es neulich in diesem Forum ein Thema war: auf den Tourismus, der durch Fußball generiert wird, kann man offensichtlich gut verzichten. - (205 Beiträge) | 22.02.2009 20:08Wieviel Geld der Steuerzahler......kostet es, wenn die Polizei mit Großaufgebot antreten muss um solche Idioten im Zaum zu halten. Anscheinend eine "Errungenschaft" des Fußballsports...na super! In anderen Sportarten gibts jedenfalls solche Vorfälle nicht.
- (203 Beiträge) | 22.02.2009 20:46@ tokich werde/müsste jetzt garantiert die "1000 Zeichen" Begrenzung sprenen...
Erst mal herrscht eine sehr leidenschaftliche (sehr höflich und untertrieben ausgedrückt..) Abneigung zwischen KAern und F´lern – nicht ganz wie gegen Stuggart – aber mindestens auf Augenhöhe mit K´lautern und Mannheim!
Zum einen ist es im Wildparkstadion so, dass eine Überwachung mit Kameras zwar vorhanden ist – aber längst nicht die Sicherheitsstandards moderner Stadien erreicht!
Die Täter also im Nachhinein raus zu finden ist deutlich schwerer – auch wenn man wohl ein paar identifizieren konnte!
Zum anderen hatte Frankfurt noch eine Rechnung mit Karlsruhe aus der letzten Saison offen – da wurde im Hinspiel im F ebenfalls ein schönes, warmes Feuer gemacht – allerdings wurde (in F) nicht auf den Platz geschossen! - (203 Beiträge) | 22.02.2009 20:47IIWarum die Frankfurter Spieler nach dem Spiel mit ihren Fans feiern?
Nun zum einen kratzen die solche Aktion moralisch recht wenig – zum anderen haben auch die Spieler nicht das höchste Niveau, geschweige dem eine angemessene Fairness – wie sie gestern einige male während des Spiels bewiesen haben!
Einfach für drei Stunden weg sperren geht halt erst wenn sie konkret was widerrechtliches getan haben – während dem Spiel kann man da aber schlecht mal ein paar Polizisten rein schicken um diejenigen zu verhaften – das würde für die Männer in grün/blau nicht sonderlich gut aus gehen...
Für die Zukunft wird es sicher für den einen oder anderen F´ler – der identifiziert werden konnte – ein Stadionverbot geben!
Bringen wird´s wenig – bei allein gestern 1.200 Problemfans ist das Potenzial dadurch in keiner Weise beeinträchtigt... - (129 Beiträge) | 23.02.2009 08:03tv-bilderhab mir wie nach jedem stadionbesuch das spiel nochmal bei premiere angeschaut - da sieht man wie da silva,drpic,petkovic u.a. sich über das " unterhaltungsprogramm " im f-block kaputtlachen.
soviel zur frage ob die spieler das interessiert - (369 Beiträge) | 23.02.2009 12:10@santanaDer Hinweis mit den Steuerzahlern stimmt auf jeden Fall. Ich wäre auch dafür, die DFL jede Stunde Ornder / Polizeikräfte / Verkehrsregelung usw. bezahlen zu lassen. Mal sehen, ob die Herren dann immer noch solche absurden Gehälter / Ablösesummen zahlen könnten...
- (246 Beiträge) | 23.02.2009 14:11GenauUnd die Polzeieinsätze an Fasching stellen wir dem Kölner Dreigestirn in Rechnung.
Und die Polizeieinsätze bei Kurdendemos dem Ausländerbeauftragen.
Und die Polizeieinsätze bei Demos von Rechts und Links der NPD und der Linkspartei. - (276 Beiträge) | 23.02.2009 17:16damoia - Sie verwechseln Äpfel mit BirnenDemonstrationen sind als freie Meinungsäußerungen vom Grundgesetz geschützt. Ob der kommerzialisierte Fußball das auch ist, wage ich zu bezweifeln. Aber, dieser IHK Präsident hat kürzlich behauptet, der OB wisse nicht, wie wichtig der KSC für den Wirtschaftstandort Karlsruhe ist. Naja, das hat er wohl auch nur so daher gesagt. Diese sog. Fans tragen jedenfalls nichts dazu bei, das das Image der Stadt verbessert wird. Gibt es eigentlich das Fan - Projekt noch? oder ist das auch einem Rotstift zum Opfer gefallen?
- (1 Beiträge) | 24.02.2009 11:39Immer wieder schön,wie sich einige leute über dinge unterhalten, von denen sie fast nichts verstehen, nur weil die medien einen spektakulären bericht verfassen.
Unter den angeblichen 1200 "Problemfans" sind maximal 12, der rest will einfach nur zum fußball. (Die "echten Problemfans" sind zu 99% bekannt und lassen sich mit sicherheit nicht im sonderzug blicken.) Dummerweise solaridiesieren sich immer einige mit den "12", da unter den gegnerischen fans und selbst bei den freunden in grün-weiß immer welche zu finden sind, die man provozieren kann oder von denen man provoziert wird.
Spinner hat man überall, aber deshalb 3-5000 friedliche fans als "chaoten" zu bezeichnen? Wenn man das als "neutrale berichterstattung" bezeichnen kann, dann verzichte ich lieber darauf.




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