Jusos diskutieren über "Bundeswehr an Schulen"
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Karlsruhe (ps) - Am 12. Juli um 19.30 Uhr lädt die Juso Hochschulgruppe zu einer Podiumsdiskussion in die Räumlichkeiten des Anne-Frank-Hauses in der Moltkestraße 20 in Karlsruhe ein. Diskutiert werden soll über die Kooperation von Schulen und Jungoffizieren im Hinblick auf die politische Bildung und Themen wie innere und äußere Sicherheit.
Am 4.12.09 unterzeichneten das Kultusministerium Baden-Württemberg und die Bundeswehr eine Kooperationsvereinbarung, um die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendoffizieren zu intensivieren. Dabei sollen besonders im Rahmen der politischen Bildung Themen wie innere und äußere Sicherheit und nationale Interessen stärker in den Fokus gerückt werden.
Jugendoffiziere werden in Zukunft auch ihrerseits verstärkt Schulbesuche anbieten und zusätzlich in die Ausbildung von Lehrkräften mit einbezogen werden. Baden-Württemberg ist nun schon das vierte Bundesland in dem eine solche Kooperation offiziell unterzeichnet wurde. Eine Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Militär gibt es jedoch in allen Bundesländern.
Da dieses Thema zur Zeit heiß diskutiert werde und auch schon Demonstrationen gegen diese Kooperationsvereinbarung stattgefunden hätten, möchten die Jungsozialisten allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild von den Fakten zu machen, Bedenken zu äußern und Fragen an die Gäste zu richten. Diese werden Kapitänleutnant Michael Kusel, der für die Region Karlsruhe als Erster Jugendoffizier fungiert, Ulli Thiel, der das Friedensbündnis Karlsruhe vertritt und Daniel Kunz sein.
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- (223 Beiträge) | 12.07.2010 14:26Genau, mehr Gewalt in die Schulen bringenDa werden einerseits sinnlose Kulturverbote diskutiert, andererseits will dann diskutiert die Bundeswehr an die Schulen zu holen als Inbegriff von geschlechtsbasierter Diskriminierung und Gewaltbereitschaft.
Will man tatsächlich den Schülern vormachen daß es in Ordnung ist, Gewalt gegen fremde Menschen auszuüben, weil dies den eigenen wirtschaftlichen Interessen nützt?
Da muß man sich nicht über die Verrohung der Jugend wundern. - (179 Beiträge) | 12.07.2010 14:44Sofort verbieten!Maximal volljährigen Schülern auf freiwilliger Basis anbieten. Alles andere ist übelste Manipulation!
Wird Friedensaktivisten die gleiche Zeit zur Verfügung gestellt?
Oder dürfen Waffenproduzenten auch an Schulen Werbung machen? - (281 Beiträge) | 12.07.2010 20:33Gleiches Recht für alle?Dann sollte man international tätigen Söldnerfirmen wie Blackwater (inzwischen Xe Services) die seöben Möglichkeiten einräumen, in der Schule über die Karrieremöglichkeiten dort zu informieren.
- (1197 Beiträge) | 13.07.2010 09:22Fremdenlegionwäre auch noch ein netter Kooperationspartner, oder???
- (441 Beiträge) | 12.07.2010 14:49...Ich begrüße es, wenn offen über diese in meinen Augen sehr kritische zusammenarbeit zwischen bundeswehr und schulen diskutiert wird.
Diese Diskussionen sollten jedoch nicht nur als Gelegenheit zur Beseitigung von Bedenken oder kritischen Haltungen gegenüber der Bundeswehr an Schulen benutzt werden. Ein offener Gesprächs- und Meinungsaustausch ist unerlässlich.
Zukünftig müssen aber auch EntscheidungsträgerInnen an den Diskussionstisch geholt werden (VertreterInnen des Kultusministeriums B-W, Schulrektoren), wenn Interesse daran besteht, die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bundeswehr zu beenden. - (2 Beiträge) | 12.07.2010 14:52Der schnellste Weg, um über eine Sache klar zu...Den Zusammenhang zwischen Kulturverboten und geschlechtsbasierter Diskriminierung sowie Gewaltbereitschaft mit der Bundeswehr kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.
Was ich mir aber wünsche, ist eine umfassende Diskussion über den sicherheitspolitischen Kurs Deutschlands.
Was sind unsere Interessen, welche Werte wollen wir erhalten und unter welchen Umständen sind wir bereit, militärische Mittel einzusetzen.
Allerorten wird über Politikverdrossenheit der Jugend geklagt und wenn dann Menschen sich dem Diskurs mit Schülern über Politik stellen, dann ist das plötzlich nicht in Ordnung, weil diese Menschen von der Bundeswehr kommen.
Ich halte nichts von Schulverboten für die Bundeswehr, denn Demokratie lebt von einem umfassenden Meinungsbild. Dazu gehört m.E. auch die Meinung der Jugendoffiziere.
Schüler sind durchaus intelligent genug, sich ihre eigene Meinung bilden zu können. Daher habe ich persönlich keine Bedenken bei Vorträgen der Jugendoffiziere an den Schulen. - (2 Beiträge) | 12.07.2010 15:02Der schnellste Weg, um über eine Sache klar zu...Den Zusammenhang zwischen Kulturverboten und geschlechtsbasierter Diskriminierung sowie Gewaltbereitschaft mit der Bundeswehr kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.
Was ich mir aber wünsche, ist eine umfassende Diskussion über den sicherheitspolitischen Kurs Deutschlands.
Was sind unsere Interessen, welche Werte wollen wir erhalten und unter welchen Umständen sind wir bereit, militärische Mittel einzusetzen.
Allerorten wird über Politikverdrossenheit der Jugend geklagt und wenn dann Menschen sich dem Diskurs mit Schülern über Politik stellen, dann ist das plötzlich nicht in Ordnung, weil diese Menschen von der Bundeswehr kommen.
Ich halte nichts von Schulverboten für die Bundeswehr, denn Demokratie lebt von einem umfassenden Meinungsbild. Dazu gehört m.E. auch die Meinung der Jugendoffiziere.
Schüler sind durchaus intelligent genug, sich ihre eigene Meinung bilden zu können. Daher habe ich persönlich keine Bedenken bei Vorträgen der Jugendoffiziere an den Schulen. - (813 Beiträge) | 12.07.2010 16:38kein problem -die bundeswehr stellt in der schule ein berufsbild vor. je mehr solcher veranstaltungen, desto besser. und desto differenzierter werden sich die schüler ihre meinungen bilden können. also her mit den technikern, ingenieuren, physotherapeuten, ärzten, schlossern, tischlern, buchhändlern und - offizieren / mannschaften / matrosen.
oder ist es etwa richtig, dass schüler nur den beruf des lehres geanu kennen?
nicht jeder schüler ist so blöd, wie hier allgemein wohl angenommen wird, also ja: informieren, je breiter desto besser.
- (281 Beiträge) | 12.07.2010 20:35ProblemSoldat ist nicht einfach irgendein "Berufsbild".
Nicht umsonst darf man straflos "Soldaten sind Mörder" sagen. - (98 Beiträge) | 12.07.2010 21:10Ha Berufsbild!Sie glauben wohl auch,dass in Afg. (am Hindukusch). D. verteidigt wird.Köhler,das war ein "freudscher" Versprecher.Es geht und ging schon immer um wirtschaftliche Interessen.Und Tucholsky hat Recht!
. - (194 Beiträge) | 12.07.2010 22:26Bravo!hätte ich mir früher auch gewünscht. Übelste Mannipulation ? Und im Gemeinschaftskundeunterricht bekommt man den "Bürger in Uniform" erklärt. Selten dämlich!
Die Bundeswehr steht in der Mitte der Gesellschaft. Eine Präsenz an den Schulen ist legitim! - (22 Beiträge) | 13.07.2010 12:15irgenwie eigenartigda werden staatlich bezahlte Lehrer durch staatlich bezahlte Soldaten ersetzt. Wenn die Bundeswehr Geld über hat, dann waren die bisherigen Kürzungen doch noch nicht genug.
Laut "bundeswehr.de" sind Jugendoffiziere "die Öffentlichkeitsarbeiter in der Bundeswehr" - die PR-Abteilung, speziell geschulte -Verkäufer-.
Schüler staatlicher oder privater PR auszusetzen ist Sache von Bananenrepubliken.
Wer glaubt, dass ein 16 Jähriger mit einem speziell für seine PR-Qualitäten ausgesuchten und ausgebildeten "Öffentlichkeitsarbeiter" rhetorisch oder sonst wie mithalten kann, der überschätzt wohl 98% der Jugend, unterschätzt die "solide" Ausbildung bei der BW oder ist sehr naiv.
Ich möchte nicht das unsere Kinder gezwungen werden irgendwelche PR-Veranstaltungen zu besuchen, sei es von der Pharmaindustrie, Bundeswehr oder sonst wer.
Im Rahmen einer Veranstaltung, mit Vertretern anderer "Richtungen", habe ich damit keine Probleme.




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