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Karlsruhe Integrierte Leitstelle in Karlsruhe: Ab 2015 kommt hier Ihr Notruf an

Hilfe aus einer Hand - in Notfällen kann dies Menschenleben retten. Auch in Karlsruhe soll deshalb Anfang 2015 die integrierte Leitstelle in der Wolfartsweierer Straße einziehen. Dort sitzen dann Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz unter einem Dach. Am Montag unterzeichneten die Vertreter von Stadt-, Landkreis und DRK die Trägerschaftsvereinbarung.

Ein langwieriges und wichtiges Projekt nähert sich dem Ende: Die drei Vertragspartner Stadt- und Landkreis Karlsruhe sowie der Kreisverband Karlsruhe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben am Montag die Trägerschaftsvereinbarung über den Betrieb einer Integrierten Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz unterzeichnet.

Jahrzehnte lange Planungen kommen zum Ende

Oberbürgermeister Heinz Fenrich unterschrieb für die Stadt, Landrat Christoph Schnaudigel für den Landkreis und Kurt Bickel für das DRK. Alle drei waren sich einig, dass die Vereinbarung einen Meilenstein auf dem Weg zur Integrierten Leitstelle (ILS) darstellt. Denn über deren Realisierung war bereits seit Jahrzehnten diskutiert worden. "Zuerst mussten viele Fragen beantwortet werden", erklärte der OB bei der Unterzeichnung im Rathaus. Welche Vertragsfrom soll das Bündnis beschließen? Wo soll die Leitstelle stehen, wer trägt welchen Anteil der Kosten?

"Das hat viele mühsame Gespräche, kurzfristige Termine, auch schlaflose Nächte und zahlreiche Vertragsentwürfe mit sich gebracht", so Fenrich weiter. Nun habe man sich aber endlich grundsätzlich geeinigt und den Startbereich des Projekts verlassen. Trotzdem sei es noch ein weiter Weg bis zum Ziel. "Die Leitstelle muss noch finanziert, gebaut und mit Leben gefüllt werden."

Notfallhilfe für 730.000 Bürger

Sie soll ab 2015 in einem Gebäude nördlich der neuen Hauptfeuerwache in der Wolfartsweierer Straße untergebracht werden und 350 Quadratmeter umfassen. Wenn die ILS dort einzieht, bedeutet dies für 730.000 Bürger im Einzugsgebiet schnelle und kompetente Notfallhilfe aus einer Hand. Sie wird außerdem einer der größten bundesdeutschen Leistellen sein. "Derzeit sind wir bei Detailplanungen zur Raumgestaltung oder Technikausstattungen angekommen", bemerkte Fenrich. Man wolle ein modernes, architektonisch herausragendes Gebäude mit bestmöglichen Arbeitsbedingungen für alle bauen. Denn derzeit arbeiteten sowohl die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle als auch der Feuerwehrleitstelle unter sehr beengten Bedingungen.

Schließlich gehe es aber auch darum, aus Mitarbeitern aller drei Träger Kollegen zu machen. Denn die Zusammenarbeit erfordere viel Verständnis und auch Kompromisse, wie Landrat Christoph Schnaudigel und DRK-Vorstand Kurt Bickel betonten. Aus Erfahrung wisse man, dass dies nicht immer reibungslos funktioniere. Auch deshalb tauschten sich bereits seit 2010 die Leitstellen-Disponenten aus Bruchsal und Karlsruhe aus. Sie wechseln die jeweiligen Leitstellen und sammeln so die ersten Erfahrungen.

Am 11. Februar 2011 wurde die Technik der im Landratsamtsgebäude in Karlsruhe untergebrachten Feuerwehrleitstelle mit der in Bruchsal stationierten Rettungsleitstelle zusammengeschaltet und die Notrufe über die 112 laufen gleichberechtigt auf.

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  •   sorry55
    (818 Beiträge)

    08.05.2012 08:34
    In KA dauert alles Jahrzehnte
    und dann ist man unheimlich stolz, dass man etwas geschaffen hat das eigentlich schon wieder veraltet ist. Ich hatte in den 90er Jahren die Gelegenheit in den USA bei einem Tag der offenen Tür eine dortige "Leitstelle" zu besichtigen. Dort war man damals schon weiter als 2015 hier. Dort saß Polizei, Feuerwehr und DRK in einer Leitstelle, wobei das DRK von der Feuerwache betrieben wurde. Aber hier kocht jeder sein Süppchen, Feuerwehr und DRK machen Stadt- u. Landkreis, Polizei macht Karlsruhe mit Pforzheim und Calw. Auch saßen damals in USA bereits Fachkräfte am Rettungsdienst, welche dem Anrufer sofort die notwendigen erste Hilfe Maßnahmen am Telefon übermittelten und die Verbindung meist Aufrecht hielten bis Fachkräfte vor Ort waren.
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  •   richard
    (186 Beiträge)

    08.05.2012 08:17
    das wurde auch langsam ...
    Zeit schließlich hat sich das DRK auch lange Jahre dagegen gesperrt.
    Siehe auch den Umzug nach Bruchsal.
    Hier wird nur das umgesetzt was die Rettungsdienstgesetze schon lange vorsehen.
    Und es macht ganz viel Sinn - Nicht jeder Dienst muß seine eigene Leitstelle betreiben.
    Auch Sinnvoll wäre wie in GB das es nur eine Leitstelle geben würde für alle Dienste Polizei / Feuer / Rettung
    Hier sein den Kritikern gesagt auch das ginge auch wenn die Polizei Sicherheitsrelevant ist.
    Da Polizei und Feuerwehr Hohheitsrecht haben müssten sie die Leitstelle betreiben, und es sind alle Beamte.
    So würden keine Reibungverluste entstehen.
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  •   lynx1984
    (2487 Beiträge)

    07.05.2012 17:41
    @ka-News
    Was ist ein Nortuf? Gleich in der Überschrift zwinkern
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  •   NeubueserF
    (659 Beiträge)

    07.05.2012 17:42
    Korrigiert
    Da waren Sie schneller als wir den Fehler korrigieren konnten - ist jedenfalls jetzt korrekt buchstabiert geschrieben.
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  • 0
    unbekannt
    (4000 Beiträge)

    07.05.2012 16:23
    Jahrzehnte lange Planungen
    für eine integrierte Rettungsleitstelle?

    Das ging ja blitzartig!
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  •   brigand
    (53 Beiträge)

    08.05.2012 07:56
    Numme ned hudle
    Gut Ding will Weile haben - wir wohnen ja schließlich in Karls[b]ruhe[b]. Siehe U-Sträble zwinkern.
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  •   lebkuchenmesser
    (737 Beiträge)

    08.05.2012 01:04
    Tja
    Wenn wundert das, in einem Land, in dem grosse Teile des Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes auf privater oder „Hobby“ Basis beruhen.
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