Karlsruhe

Karlsruhe Ecke links
Karlsruhe Ecke rechts
Karten-Ansicht: Karlsruhe
  • Drucken
  • Speichern
07.05.2012 16:06
 
Schrift: 

Integrierte Leitstelle in Karlsruhe: Ab 2015 kommt hier Ihr Notruf an [7]

Landrat Christoph Schnaudigel, OB Heinz Fenrich und Kurt Bickel vom DRK-Kreisverband (v.l.) unterzeichnen die Trägerschaftsvereinbarung.
Bild:trs

Ausbildung bei der Integrierten Leitstelle
Foto: AHA
Modell des Gebäudes der integrierten Leitstelle auf dem Gelände der Hauptfeuerwache an der Wolfartsweierer Straße
Bild:ka-news

Modell der neuen Hauptfeuerwache mit der integrierten Leistelle (Gebäude im Vordergrund) an der Wolfartsweier Straße.
Foto: ka-news
Mögliches Bebauungsmodell des Ostaueparks mit der Hauptfeuerwache (rechts), Gewerbegebäuden (rechts unten) und dem solitären Gebäudekomplex "Bellevue". Bis auf die Feuerwache noch Zukunftsmusik.
Foto: ka-news
Bebauungsplan des Ostaueparks mit der Hauptfeuerwache und der integrierten Leitstelle an der Wolfartsweierer Straße.
Foto: ka-news
Modell der neuen Hauptfeuerwache mit der integrierten Leistelle (Gebäude im Vordergrund) an der Wolfartsweier Straße.
Foto: ka-news
Karlsruhe (trs) - Hilfe aus einer Hand - in Notfällen kann dies Menschenleben retten. Auch in Karlsruhe soll deshalb Anfang 2015 die integrierte Leitstelle in der Wolfartsweierer Straße einziehen. Dort sitzen dann Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz unter einem Dach. Am Montag unterzeichneten die Vertreter von Stadt-, Landkreis und DRK die Trägerschaftsvereinbarung.
Anzeige

Ein langwieriges und wichtiges Projekt nähert sich dem Ende: Die drei Vertragspartner Stadt- und Landkreis Karlsruhe sowie der Kreisverband Karlsruhe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben am Montag die Trägerschaftsvereinbarung über den Betrieb einer Integrierten Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz unterzeichnet.

Jahrzehnte lange Planungen kommen zum Ende

Oberbürgermeister Heinz Fenrich unterschrieb für die Stadt, Landrat Christoph Schnaudigel für den Landkreis und Kurt Bickel für das DRK. Alle drei waren sich einig, dass die Vereinbarung einen Meilenstein auf dem Weg zur Integrierten Leitstelle (ILS) darstellt. Denn über deren Realisierung war bereits seit Jahrzehnten diskutiert worden. "Zuerst mussten viele Fragen beantwortet werden", erklärte der OB bei der Unterzeichnung im Rathaus. Welche Vertragsfrom soll das Bündnis beschließen? Wo soll die Leitstelle stehen, wer trägt welchen Anteil der Kosten?

"Das hat viele mühsame Gespräche, kurzfristige Termine, auch schlaflose Nächte und zahlreiche Vertragsentwürfe mit sich gebracht", so Fenrich weiter. Nun habe man sich aber endlich grundsätzlich geeinigt und den Startbereich des Projekts verlassen. Trotzdem sei es noch ein weiter Weg bis zum Ziel. "Die Leitstelle muss noch finanziert, gebaut und mit Leben gefüllt werden."

Notfallhilfe für 730.000 Bürger

Sie soll ab 2015 in einem Gebäude nördlich der neuen Hauptfeuerwache in der Wolfartsweierer Straße untergebracht werden und 350 Quadratmeter umfassen. Wenn die ILS dort einzieht, bedeutet dies für 730.000 Bürger im Einzugsgebiet schnelle und kompetente Notfallhilfe aus einer Hand. Sie wird außerdem einer der größten bundesdeutschen Leistellen sein. "Derzeit sind wir bei Detailplanungen zur Raumgestaltung oder Technikausstattungen angekommen", bemerkte Fenrich. Man wolle ein modernes, architektonisch herausragendes Gebäude mit bestmöglichen Arbeitsbedingungen für alle bauen. Denn derzeit arbeiteten sowohl die Mitarbeiter der Rettungsleitstelle als auch der Feuerwehrleitstelle unter sehr beengten Bedingungen.

Schließlich gehe es aber auch darum, aus Mitarbeitern aller drei Träger Kollegen zu machen. Denn die Zusammenarbeit erfordere viel Verständnis und auch Kompromisse, wie Landrat Christoph Schnaudigel und DRK-Vorstand Kurt Bickel betonten. Aus Erfahrung wisse man, dass dies nicht immer reibungslos funktioniere. Auch deshalb tauschten sich bereits seit 2010 die Leitstellen-Disponenten aus Bruchsal und Karlsruhe aus. Sie wechseln die jeweiligen Leitstellen und sammeln so die ersten Erfahrungen.

Am 11. Februar 2011 wurde die Technik der im Landratsamtsgebäude in Karlsruhe untergebrachten Feuerwehrleitstelle mit der in Bruchsal stationierten Rettungsleitstelle zusammengeschaltet und die Notrufe über die 112 laufen gleichberechtigt auf.

Weitere Artikel zum Thema:

Wettbewerb Hauptfeuerwache: Alle Arbeiten in Nancyhalle ausgestellt

Geplante Hauptfeuerwache

Durchbruch bei Integrierter Leitstelle

Notrufchaos: DRK für eine deutschlandweite medizinische Notrufnummer

Notruf 112: Integrierte Leitstelle auf den Weg gebracht

Mehr zu: Feuerwehr DRK Landkreis "Stadt Karlsruhe" "Heinz Fenrich"



Kommentare [7]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (737 Beiträge) | 08.05.2012 08:34
    Bewerten: lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    In KA dauert alles Jahrzehnte
    und dann ist man unheimlich stolz, dass man etwas geschaffen hat das eigentlich schon wieder veraltet ist. Ich hatte in den 90er Jahren die Gelegenheit in den USA bei einem Tag der offenen Tür eine dortige "Leitstelle" zu besichtigen. Dort war man damals schon weiter als 2015 hier. Dort saß Polizei, Feuerwehr und DRK in einer Leitstelle, wobei das DRK von der Feuerwache betrieben wurde. Aber hier kocht jeder sein Süppchen, Feuerwehr und DRK machen Stadt- u. Landkreis, Polizei macht Karlsruhe mit Pforzheim und Calw. Auch saßen damals in USA bereits Fachkräfte am Rettungsdienst, welche dem Anrufer sofort die notwendigen erste Hilfe Maßnahmen am Telefon übermittelten und die Verbindung meist Aufrecht hielten bis Fachkräfte vor Ort waren.
  • (179 Beiträge) | 08.05.2012 08:17
    Bewerten: lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    das wurde auch langsam ...
    Zeit schließlich hat sich das DRK auch lange Jahre dagegen gesperrt.
    Siehe auch den Umzug nach Bruchsal.
    Hier wird nur das umgesetzt was die Rettungsdienstgesetze schon lange vorsehen.
    Und es macht ganz viel Sinn - Nicht jeder Dienst muß seine eigene Leitstelle betreiben.
    Auch Sinnvoll wäre wie in GB das es nur eine Leitstelle geben würde für alle Dienste Polizei / Feuer / Rettung
    Hier sein den Kritikern gesagt auch das ginge auch wenn die Polizei Sicherheitsrelevant ist.
    Da Polizei und Feuerwehr Hohheitsrecht haben müssten sie die Leitstelle betreiben, und es sind alle Beamte.
    So würden keine Reibungverluste entstehen.
  • (1226 Beiträge) | 07.05.2012 17:41
    Bewerten: lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    @ka-News
    Was ist ein Nortuf? Gleich in der Überschrift zwinkern
  • (635 Beiträge) | 07.05.2012 17:42
    Bewerten: lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    Korrigiert
    Da waren Sie schneller als wir den Fehler korrigieren konnten - ist jedenfalls jetzt korrekt buchstabiert geschrieben.
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 07.05.2012 16:23
    Bewerten: lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    Jahrzehnte lange Planungen
    für eine integrierte Rettungsleitstelle?

    Das ging ja blitzartig!
  • (52 Beiträge) | 08.05.2012 07:56
    Bewerten: lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    Numme ned hudle
    Gut Ding will Weile haben - wir wohnen ja schließlich in Karls[b]ruhe[b]. Siehe U-Sträble zwinkern.
  • (730 Beiträge) | 08.05.2012 01:04
    Bewerten: lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    Tja
    Wenn wundert das, in einem Land, in dem grosse Teile des Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes auf privater oder „Hobby“ Basis beruhen.
Titel:
Kommentar:

Kommentare
dürfen 1000 Zeichen lang sein.
Ihnen verbleiben Zeichen.
Für registrierte Nutzer
Für nicht registrierte Nutzer
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzuschicken
Benutzername  
Passwort  
     

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Medienhaus intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

Hinweis: Die Registrierung ist ohne Angabe des wahren Vor- und Zunamens nicht zulässig. Pro Mitglied ist nur ein Account zulässig.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:
Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden:
Anrede:
Frau Herr  
Titel:
Vorname:
Nachname:
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:
Geburtstag:
 
 
Themenbereich HTML-
Newsletter
Nicht
abonnieren
ka-news.de-Newsletter: News aus Karlsruhe
KSC-Newsletter: Montagsausgabe
KSC-Newsletter: Freitagsausgabe
ka-news Newsletter: Baden-Baden und Rastatt
ka-news-Gewinnspiel-Newsletter
ka-news.de-Kultur-Newsletter
ka-news.de-Newsletter: Meistgelesene Nachrichten
ka-news-Tippspiel - Newsletter
 
 


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 4 + 1: 
Anzeigen
V-Kalender
Noch nichts vor am Wochenende? Jetzt schnell und einfach planen mit dem neuen ka-news.de Veranstaltungskalender. Alle wichtigen Termine übersichtlich und geordnet! [Mehr..]