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Karlsruhe Integrationskurse: Sind die Karlsruher Lehrkräfte unterbezahlt?

In Integrationskursen lernen Migranten die deutsche Sprache, Kultur, Rechtsordnung und Geschichte kennen. Die Lage der Lehrkräfte dieser Kurse sei prekär, moniert die Karlsruher Linke und will wissen, ob sich Träger in der Fächerstadt an das Mindesthonorar von 20 Euro halten. Das weiß das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

"Seit Jahren ist die Vergütung der Integrationskurs-Lehrkräfte im Durchschnitt unangemessen niedrig", heißt es in einer Anfrage zu diesem Thema, die die Karlsruher Linke kürzlich an die Stadtverwaltung richtete. Seit 2013 gebe es eine durch das BAMF festgelegte Mindestvergütungsgrenze von 20 Euro pro Stunde. Halten Karlsruher Träger, die Integrationskurse anbieten, diese Vorgabe auch ein? Das wollte die Fraktion von der Stadtverwaltung wissen. 

Untergrenze wird angehoben

In der zugehörigen Stellungnahme bejaht das BAMF die Frage der Linken. In Karlsruhe sei die 20 Euro-Grenze von keinem von insgesamt acht zugelassenen Kursträgern unterschritten worden. Einige würden ein, zwei Euro mehr zahlen und anfallende Fahrtkosten übernehmen. Die Einhaltung der Vorgabe überwache die zuständige Außenstelle des BAMF durch regelmäßige Verwaltungsprüfungen.

Das Honorar müsse zudem im Antrag für den Kurs vermerkt werden, welche das BAMF immer für einen festen Zeitraum genehmigt. Hält sich ein Träger nicht an die Honorarvorgabe, hat das lediglich zur Folge, dass er eine Zulassung für ein Jahr bekommt, wie aus der Stellungnahme hervorgeht. In dieser macht das BAMF zudem darauf aufmerksam, dass der Mindeststundenlohn für Integrations-Lehrkräfte zum 1. März 2016 auf 23 Euro aufgestockt werde.

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