Integration in Karlsruhe
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Karlsruhe tmr - "Wir hätten uns vor Monaten nicht träumen lassen, wie sehr die WM die Menschen zusammengebracht hat", stellte Alois Kapinos, Integrationsbeauftragter der Stadt Karlsruhe, bei der gestrigen Karlsruher Integrationsveranstaltung fest. Der Schwung der Fußballweltmeisterschaft soll nun auch für eine bessere Integration von Migranten genutzt werden. Das war eine Botschaft gestern im ZKM.
Kapinos stellte das Karlsruher Modell vor, dass sich vor allem als "Hilfe zur Selbsthilfe" versteht. Migranten sollen in das soziale und gesellschaftliche Leben der Fächerstadt integriert werden. Menschen aus rund 140 Nationen leben in Karlsruhe. Durch Netzwerke soll die Basis für ein gutes Miteinander geschaffen werden. Kapinos nahm aber auch die Migranten in die Pflicht: Eigeninitiative und Lernbereistschaft müssen vorhanden sein.
Integration von Migranten wird das prägende Thema sein
Bei der Karlsruher Integrationsveranstaltung im ZKM standen aber noch weitere Themen und Projekte im Fokus. Michael Mangold stellte seine Initiative "Integration und Fernsehen" vor. Mangold, der das Institut für Medien und Wirtschaft am ZKM leitet, sieht im deutschen TV-Programm die Migranten stark unterrepräsentiert. Zudem nutzen die Fernsehanstalten, anders wie in den USA oder in Südafrika, zu wenig das Themenpotential Migration. Denn dadurch wird eine große Gruppe in der Bundesrepublik angesprochen. "Denn vor allem durch das Unterhaltungsprogramm können Inhalte vermittelt werden", unterstrich Mangold.
Weitere Themen der Veranstaltung waren unter anderem das erfolgreiche "Biberacher Modell", bei dem erfolgreiche Integration in Oberschwaben betrieben wird, die Initiativen der Otto-Benecke-Stiftung oder die Hausaufgabenbetreuung für ausländische aber auch deutsche Kinder in Karlsruhe durch den Internationalen Bund. Die Integration von Migranten wird nicht nur durch das neue Zuwanderungsgesetz ein prägendes Thema für die Zukunft sein. Darum sollen auch durch Veranstaltungen wie gestern im ZKM neue Wege und Ziele aufgezeigt werden.



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