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09.06.2012 02:12
 
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In drei Stunden nach Paris: TGV-Halt Karlsruhe feiert 5-Jähriges [10]

Karlsruhe (ps/js) - Am 10. Juni 2007 machte der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV auf der Fahrt von Paris nach Stuttgart erstmals im Karlsruher Hauptbahnhof halt. Heute verbinden die Hochgeschwindigkeitszüge beide Länder mit bis zu 320 Stundenkilometern bis zu 20 Mal am Tag. Am Freitag feierte der TGV auf der Strecke Karlsruhe - Paris sein fünfjähriges Jubiläum. Zur Feier gab es Geburtstagskuchen für alle Gäste.
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TGV Jubiläum
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Seit fünf Jahren hält der deutsch-französische Hochgeschwindigkeitszug TGV in Karlsruhe.
Foto: Schwarz

Früher fuhren Paris-Reisende von Karlsruhe aus fünfeinhalb Stunden bis in die französische Hauptstadt. Inzwischen ist der TGV nur noch drei Stunden unterwegs. Seitdem der erste französische Hochgeschwindigkeitszug am 10. Juli 2007 in Karlsruhe hielt, sind fünf Jahre vergangen.

"Jede Minute Fahrzeitgewinn ist wichtig"

Bei einer Pressekonferenz zum fünfjährigen Jubiläum sprach Frank Hoffmann, Geschäftsführer der Alleo GmbH, dem gemeinsamen Tochterunternehmen der deutschen Bahn und der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF, "von einer Erfolgsgeschichte für den Schienenverkehr zwischen Deutschland und Frankreich". "Die kontinuierlichen Zuwachsraten im deutsch-französischen Hochgeschwindigkeitsverkehr sind nicht nur aus Sicht der Bahngesellschaften erfreulich, sie stärken auch den Wirtschaftsstandort Karlsruhe und erhöhen die Lebensqualität der hier lebenden Menschen", stimmte ihm Oberbürgermeister Heinz Fenrich zu.

Mit dem Start des TGV Rhin-Rhône "Frankfurt-Karlsruhe-Marseille" im März 2012 sei Karlsruhe zum TGV-Knoten geworden und damit die einzige deutsche Stadt, die von zwei TGV-Verbindungen profitiere. "Der Erfolg des deutsch-französischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs bestätigt mich aber auch als Vorsitzender der Initiative 'Magistrale für Europa' in meinem langjährigen Engagement für die schnelle Schiene entlang der Bahnachse Paris-Karlsruhe-Bratislava-Budapest", so Fenrich weiter. "Derzeit verkehrt der TGV Rhin-Rhône zwischen Frankfurt, Karlsruhe und Marseille nur einmal täglich", deshalb erwartet der OB, dass die Erfolgsgeschichte des deutsch-französischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs noch nicht zu Ende geschrieben ist.

Für eine Verdichtung des Angebots und schnellere Verbindungen seien jedoch auch auf deutscher Seite Investitionen ins Schienennetz unabdingbar. Hierzu gehörten der rasche Beginn der Bauarbeiten am bereits beschlossenen "Rastatter Tunnels" ebenso wie die Planung und Finanzierung des Abschnitts Kehl-Appenweier. "Ich bedaure sehr, dass die für den Abschnitt Kehl-Appenweier von der Europäischen Union zur Verfügung gestellten Zuschüsse nicht genutzt wurden", erinnerte OB Fenrich auch daran, dass Frankreich im Jahr 2016 mit der Inbetriebnahme des Abschnitts Baudrecourt - Strasbourg die letzte Lücke im französischen Abschnitt der Hochgeschwindigkeitsstrecke "Magistrale für Europa" schließen wird.

Ab dem 9. Dezember 2012 soll übrigens der neue Doppeldecker TGV "Euro-Duplex" auf die Schienen kommen. Mit ihm können fast doppelt so viele Fahrgäste befördert werden. Außerdem können sich Paris-Freunde ab 2016 noch einmal freuen, denn mit dem Ausbau des Abschnitts Baudrecourt - Strasbourg wird sich die Fahrtzeit von Karlsruhe aus um weitere 30 Minuten verkürzen.

Mehr zu: "Alleo GmbH" "Deutsche Bahn AG" SNCF Paris Ticker



Kommentare [10]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1386 Beiträge) | 10.06.2012 01:56
    Bewerten: (0)
    Kommasetzung
    Heute verbinden die Hochgeschwindigkeitszüge beide Länder KOMMA mit bis zu 320 Stundenkilometern KOMMA bis zu 20 Mal am Tag.
    Würd ich jetzt einfach mal so behaupten ohne meinen Kommentar nochmals auf Richtigkeit gegengelesen zu haben.

    Magistrale für Europa. Jede Minute ist wichtig. (Siehe Stuttgart - Ulm) So ein quatsch und oft einfach nur wirtschaftlicher Unsinn.
    Prestige -und Denkmalpolitik da immer.

    Solang jeder zweite Zug verspätet fährt und ständig Anschlüsse flöten gehen und dann auch noch dem Bundesverkehrsminister geschönigte Verspätungszahlen vorgelegt werden, sollte man erstmal seine eigenen Hausaufgaben machen.

    Aber ja, die Verbindung ist toll, bloß ist der Fernverkehr der Deutschen Bahn einfach viel zu teuer, wenn man nicht schon Monate im Voraus bucht.
  • (6239 Beiträge) | 10.06.2012 14:58
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    Kommasetzung
    Mein IC fuhr kürzlich mit 3KOMMA20 km/h von Hürth nach Rosidorf, da kriegst die Tür nicht zu! ... ähm, als Ursache der Schleicherei ... +120 in KA angekommen an einem Tag, wo ich extra früher weg bin, um früher anzukommen. Den Tag unterwegs im Ruhrpott ein ICE auf dem Nachbarbahnsteig ... mit Diesellok-Doppeltraktion vorne dran ... Und der potentielle Anschluss-ICE in MA für nur +90 Totalausfall ...
  • (6373 Beiträge) | 10.06.2012 11:42
    Bewerten: (0)
    Preis
    Reisezeit ist normalerweise unproduktive Zeit. Der Wert der Bahn besteht darin Reisezeit produktiv zu nutzen. Ob der Preis zu hoch ist, hängt somit vom monetären Wert der eigenen Produktion in dieser Zeit ab.

    Wenn die Bahn auf einer Verbindung so schnell ist wie das Auto, dann wäre der Mindestpreis der Bahn deswegen so hoch wie die Kosten der Autofahrt. Hinzu kommt, dass die Bahn quasi den Chauffeur stellt und darüber hinaus noch bessere Bedingungen zu lesen und zu schreiben als es in einem Auto selbst mit Chauffeur der Fall ist. Wenn man keinen Nutzen aus dem Angebot zieht und in der Bahn so produktiv ist wie im Auto, ist die Bahn nicht das richtige Produkt.

    Das ist für den Privatreisenden natürlich eine wertlose Argumentation. Aber die Bahn macht die Preise in ihren - wenn es keine Verspätung gibt - hochwertigsten Angeboten nunmal mit Blick auf Geschäftskunden. Der Privatreisende hat die Möglichkeit langsamere Züge zu wählen oder, wenn das auch zu teuer ist, Auto zu fahren.
  • (1069 Beiträge) | 10.06.2012 20:14
    Bewerten: (0)
    Der Privatreisende kann auch vergleichen!
    z. B Karlsruhe -Moskau Normalpreis eine Richtung 205 €, der Bus kostet hin -und zurück 210 €(25% ermäßigt wegen Bahnkarte), das Flugzeug mit umsteigen bekommt man schon mit 170€, da bekommt man teilweise auch noch ein Essen und man spart sich das Transitvisum durch Weißrussland!
    Der Geschäftsreisende laßt sich sein Flug vom Betrieb zahlen, wobei ich nicht immer verstehe, das sie im Zeitalter von Videokonferenzen noch fliegen müssen!
  • (26693 Beiträge) | 10.06.2012 15:57
    Bewerten: (0)
    Es ist
    fest in den Köpfen einer Autofahrernation verankert, dass maximal dann Bahn gefahren wird wenn es deutlich billiger als das Auto ist. Dass ich mit meinem Sportwagen betriebswirtschaftlich gerechnet für eine Fahrt nach Berlin und zurück vielleicht 500 Euro zahle wird verdrängt, während ich mich dann aufrege, dass ein Bahnticket vielleicht 200 Euro kostet, was vollkommener Wucher ist.
    Das Problem ist, dass man beim Auto auf Anhieb immer nur die Spritkosten sieht, weil man ums Tanken nunmal nicht rumkommt.
    Versicherung, Steuer, einmal im Jahr Kundendienst - das zahlt man und vergisst es dann so schnell wie möglich.
    Hochgeschwindigkeitsverbindungen sind natürlich für einen eingefleischten Autofahrer auch nur dann attraktiv, wenn der Zug exakt da hält wo man hinmuss.
  • (1008 Beiträge) | 10.06.2012 17:39
    Bewerten: (0)
    Indeed...
    ... der Wert der im Beförderungsgefäß verbrachten Arbeits- oder gar Freizeit wird von den meisten Bahnhassern komplett verdrängt, ebenso wie die Nebenkosten des Autos.

    Ich würde sogar mit dem ICE nach, sagen wir mal, Berlin oder Hamburg fahren, wenn's länger dauern würde als mit dem Auto. Lieber 6 Stunden produktiv am Laptop sitzen, zwischendurch mal was essen und trinken, Filmchen schauen oder Musik hören, als 2 Stunden im Auto zu hocken und mich über dusselige Mitverkehrsteilnehmer aufzuregen.

    Selbst für die "Kurzstrecke" KA - F, die von vielen Pendlern genutzt wird, und wo das Auto zeittechnisch zumindest mithalten kann, ist doch eine Stunde ICE wesentlich angenehmer als eine Stunde A5 im Berufsverkehr.

    Verspätungen gibt's hier wie dort; auch wenn ich davon ausgehen würde, daß Staus auf der A5 im Berufsverkehr häufiger sind als nennenswerte Verspätungen im ICE (nein, 10 Minuten zählen da nicht).
  • (26693 Beiträge) | 11.06.2012 00:31
    Bewerten: (0)
    Ich schleif
    immer meinen halben Hausstand mit, egal wohin. Und da ist das Auto eben immer noch erste Wahl, über die Kosten reden wir dann später oder besser überhaupt nicht.
    Mit der Karre fahr ich halt von Tür zu Tür, kann rauchen unterwegs, halten wo ich will (ich halt eh nie, nur zum Tanken) und...äh ja

    Autofahrer halt. zwinkern
  • (6373 Beiträge) | 10.06.2012 17:49
    Bewerten: (0)
    Eine Stunde A5
  • (1069 Beiträge) | 09.06.2012 22:21
    Bewerten: (0)
    Nur nicht übertreiben
    Nicht 20 mal am Tag fährt er, sondern nur 2 mal! Den Doppeldecker TGV nach Marseille war auch schon da-Das wäre auch etwas für unsere überfüllte ICE´s!
  • (6239 Beiträge) | 10.06.2012 15:10
    Bewerten: (0)
    ?
    Bei 20x sind wohl alle TGV und ICE zusammengezählt incl. derer über den Pfälzer Wald und denen nach Lyon?!
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