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17.02.2016 06:00
 
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Immer mehr Fälle in Karlsruhe: Polizei warnt vor "BKA-Trojanern" [25]

Der «BKA-Trojaner» sperrt befallene Computer und gaukelt den Betroffenen vor, von einer Behörde bei illegalen Aktivitäten ertappt worden zu sein. Foto: Jan Woitas

Karlsruhe (pol/rh) - Die Kriminalpolizei Karlsruhe verzeichnet in letzter Zeit ein erhöhtes Anzeigeverhalten von Bürgern, deren Computer, Smartphone oder Tablet mit dem sogenannten BKA-Trojaner infiziert wurde. In einer Pressemitteilung gibt die Karlsruher Polizei Tipps für Opfer.
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Bei dem BKA-Trojaner handelt es sich um "Ransomware" und damit um  Schadprogramme, die es einem Täter in der Regel ermöglichen, Daten auf fremden Computern zu verschlüsseln oder die Benutzung dieser Geräte auf andere Art und Weise zu verhindern. Ziel des Täters ist es, im Gegenzug vom Geschädigten sozusagen ein Lösegeld für die Entschlüsselung oder die Freigabe des Rechnersystems zu fordern.

Täter setzen Betroffene unter Druck

Die Infektion eines Rechners erfolgt dabei meistens durch  entsprechend präparierte E-Mail-Anhänge oder durch das Aufrufen manipulierter Webseiten durch sogenanntes Drive-by-Download, so die Erklärung der Karlsruher Polizei. Nach der Infizierung wird auf dem Rechner beziehungsweise Smartphone ein Pop-Up-Fenster mit einer angeblichen Mitteilung einer offiziellen Polizeibehörde eingeblendet. Dieses Pop-Up-Fenster lässt sich nicht schließen oder entfernen.

Dem Betroffenen wird hierbei suggeriert, dass von dem blockierten Gerät etwa pornographische, kinderpornografische oder gewaltverherrlichende Inhalte aufgerufen worden seien. Nach der  Zahlung einer Strafe in Höhe von 100 Euro per "Ukash" oder "Paysafecard" werde der Rechner angeblich wieder freigeschaltet.  Zudem wird der Geschädigte meist über seine eigene Webcam gefilmt und in das Pop-up-Fenster eingefügt. Es ist nach Aussage der Polizei davon auszugehen, dass durch  diese Maßnahme der psychische Druck auf den Computer-Nutzer erhöht werden soll.

Die Abteilung zur Bekämpfung von Cybercrime des Polizeipräsidiums Karlsruhe rät Opfern solcher Angriffe, keinesfalls den geforderten  Betrag zu bezahlen, da auch nach einer Zahlung keine Freischaltung zu erwarten sei. Da es sich um einen Erpressungsversuch handelt, wird zur Anzeigenerstattung bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle geraten. Im Anschluss ist auf jeden Fall eine Bereinigung des infizierten Gerätes, gegebenenfalls durch einen Fachmann durchzuführen.

Tipps der Cyberkriminalisten zum Schutz vor Ransomware: 

  • Regelmäßige Aktualisierung des Betriebssystems durch sogenannte Sicherheitsupdates    
  • Regelmäßige Installation von Sicherheitsupdates für  Anwendungsprogramme (z. B. Webbrowser, Java, Acrobat Reader, usw.)    
  • Installieren und regelmäßige Aktualisierung eines leistungsstarken Antiviren-Programmes, insbesondere bei mobilen Geräten    
  • Kein Öffnen von Anhängen oder Folgen von Links in E-Mails von unbekannten Absendern     Download von Anwendungssoftware nur aus "seriösen" Quellen    
  • Regelmäßige Informationen über aktuelle Sicherheitsbedrohungen
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Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:

Proteste: "Botanischer Garten des KIT muss erhalten bleiben!" [7]


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Kommentare [25]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (107 Beiträge) | 17.02.2016 14:17
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    Noch 2 Tipps
    Wenn man sein gewohntes System besser schützen will wäre surfen nur in der Sandbox (Für Endanwender z.B. kostenlos :Sandboxie oder Browser in the box ).
    Wenn man etwas Geld ausgeben kann,fürs surfen ein Einplatinenrechner verwenden z.B. ein Raspberry Pi für den es auch vernünftige Komplettsets ab 50€ gibt,die Installation eines Klicklinux funktioniert zwischenzeitlich schon automatisiert so das man kein Bastler oder Poweruser sein muss.
    Wenn dem Einplatinenrechner etwas passiert kann man einfach die Speicherkarte austauschen und gut ist,für eine Surfkiste reicht eine 4GB microSD die man fast geschenkt bekommt.Da so ein Pi unter VOLLLAST max 4W schluckt sogar eine sehr umweltfreundliche Sache und die Anschaffungskosten hat man innerhalb eines Jahres wieder drin,wenn man sonst Desktop oder Schlepptop verwendet-
  • (409 Beiträge) | 17.02.2016 12:30
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    anonyme Bezahlmethoden
    aber Bargeld wegen Schwarzgeld abschaffen wollen ....
  • (1439 Beiträge) | 17.02.2016 12:24
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    Wichtiger Hinweis zu Backups
    Tojaner, die alle DOC, JPG, etc, verschlüsseln zerstören so auch alle "Backups" auf USB-Platten,wenn diese angeschlossen sind.
    UND die Daten in einer NSA-Cloud sind bei automatischem Abgleich selbstverständlich ebenso ruck zuck Datenmüll

    Also Sicherung erstellen und (bei externen USB-Platten) diese abstöpseln und am besten dahin bringen wo ein phyischer Dieb der den PC klaut die Sicherung nicht auch gleich mitnimmt!

    Bei den Preisen würde ich für wirklich wichtige Daten zudem 2 Generationen abwechselnd sichern
  • (1139 Beiträge) | 17.02.2016 12:10
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    Gibt sehr unterschiedliche Ransomware
    Ich habe bei Freuneden schon einige dieser Dinger entfernt (vor einigen Jahren waren die schonmal ziemlich in). Einige lassen sich im abgesicherten Modus recht leicht entfernen, andere sperren sämtliche Systemfunktionen, dann ist eine komplette Neuinstallation notwendig.

    Wenn ein 2. PC/Notebook vorhanden ist, lassen sich recht gut erklärte Hilfen über Tante Google finden.
  • (215 Beiträge) | 17.02.2016 11:02
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    Ich hab
    einen Laptop ausschliesslich fürs Internet. Einen zweiten ohne Internetverbindung für sensible Daten wie Fotos, Rechnungen, UStvoranmeldungen und sonstige Dinge die nur mit grossem Aufwand oder gar nicht wiederherstellbar sind.
    Und meinen CAD PC, der noch niemals mit dem Internet verbunden war und dessen Anwendung mit einer sogenannten Standalone Lizenz läuft.
  • (1139 Beiträge) | 17.02.2016 12:06
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    ??
    Wie übermittels Du offline die USt-VA?
  • (215 Beiträge) | 17.02.2016 12:42
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    Die vermittle
    ich über den Online Rechner, nur sichere ich sie nochmal extra auf dem anderen. Und auf extern natürlich.
    War missverständlich ausgedrückt.
  • (215 Beiträge) | 17.02.2016 12:44
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    Es geht
    mir nicht um den Inhalt der UStVA, sondern, dass sie eben gesichert ist. Denn wenn die weg ist und ich muss sie beim FA wieder anfordern - was das für ein Zirkus ist will ich lieber nicht wissen.
  • (83 Beiträge) | 17.02.2016 10:10
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    kleiner Tipp
    immer Webcam mit Klebeband abkleben grinsen

    Zudem wird der Geschädigte meist über seine eigene Webcam gefilmt
  • (8568 Beiträge) | 17.02.2016 10:20
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    Mach ich auch schon lange,
    aber mit den anderen Kameras gibt es die Schwierigkeit, dass sogar Videoüberwachung in Läden unbemerkt für alle zugänglich im Netz war.
    Sicherheitslücke beim Hersteller.

    Nun ja, in der normalen Öffentlichkeit ist das weniger schlimm, da sehen einen sowieso andere Menschen. Aber diese Lücke soll es auch bei Videokameras gegeben haben, die ein Discounter angeboten hatte, damit die eigene Sicherheit in der Wohnung kontrolliert werden kann. Durch die unbemerkte Veröffentlichung im Netz wussten dann Diebe, wie es in den Wohnungen aussieht, wer wo ins Bett geht, usw.
  • unbekannt
    (358 Beiträge) | 17.02.2016 10:27
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    Ist immer noch
    so. Es gibt dutzende Seiten auf denen Sie auf abertausende Cams surfen können. Egal ob eine Sicherheitscam in Geschäften, auf der Strasse oder im eigenen Heim. Sogar Babycameras
  • (2510 Beiträge) | 17.02.2016 09:26
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    Wo ist das Problem?
    Ich würde einfach ein aktuelles Backup einspielen und in Zukunft nicht mehr alles anklicken. Ach, ich vergaß, die Leute sind ja zu faul für Backups.
  • (1477 Beiträge) | 17.02.2016 10:34
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    Kannste vergessen. Sobald der Rechner wieder Internetverbindung hat aktiviert sich der Trojaner...
    Einzige wirklich effektive Methode:
    Festplatte formatieren, ggfs. tauschen.
    Programme neu installieren.
    Aktuellen Kaspersky draufspielen (als Prävention), der schützt beim nächsten Angriff - isoliert den BT bevor er sich installieren kann.
  • (91 Beiträge) | 17.02.2016 09:55
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    Keine Chance über ein Backup.
    Wie Antichrist schon schrub, hilft nur formatieren, weil dieser Trojaner sehr, sehr tief drinsitzt.
    Aber es kann derjenige frohlocken, der seine Daten regelmässig sichert.
  • (7135 Beiträge) | 17.02.2016 08:28
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    Wie wird man
    dieses Pop-Up Fenster wieder los wenn es sich nicht schliessen lässt und man nichts bezahlen will?
    Von einer Anzeige bei der Polizei lässt sich das sicher nicht beeindrucken.
  • (166 Beiträge) | 17.02.2016 11:03
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    Hatte vor längerer Zeit
    auch mal so ein Popup-Fenster. Konnte aber den Browser normal schließen, vermutlich hat der Virenschutz Schlimmeres verhindert.

    Was ich trotz allem witzig fand war die Aufmachung von dem Popup. Ein angebliches Bundeskriminalamt oder so was, mit Deutschlandflagge und - jetzt kommts - Foto von "Mutti" Merkel.
  • (1477 Beiträge) | 17.02.2016 10:38
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    Du kannst die normalen Anwendungen noch benutzen
    indem Du in den offline-Modus gehst.
    Also Rechner vom Web abkoppeln.
    Ändert aber nichts daran, dass der Trojaner trotzdem noch auf Deiner Festplatte ist. Daher FP crashen!
  • (8568 Beiträge) | 17.02.2016 09:46
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    Bei einem Laptop
    kannst du je nach Hersteller (die geben Auskunft) mit einer Tastaturkombination (z.B. F12 + nochwas) das Betriebsystem neu aufspielen. Dabei werden alle Daten gelöscht, die zuvor drauf waren.
    Ich habe das neulich gemacht, weil ich das Zugangspasswort nicht mehr wusste.
    Also meine ich - wenn dann alle Daten weg sind und der Hersteller diese Möglichkeit einbaute, könnte es auch bei so einem Popup klappen.

    Es ist immer gut, wenn man mehrere Geräte hat, weil man dann auch im Internet nach Lösungsmöglichkeiten suchen kann. Jedoch auch da VORSICHT. Ich habe zuvor ein paar youtube videos angeschaut mit Ratschlägen und mir gedacht: nö, so bestimmt nicht.
  • (1477 Beiträge) | 17.02.2016 08:25
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    Kaspersky packt ihn!
    Hatte das Teil auch schon auf´m Rechner. Sicherheitshalber am besten Festplatte neu formatieren.
  • (8568 Beiträge) | 17.02.2016 06:44
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    Über die Kontonummer
    müssten die Erpresser doch erkennbar werden. "Ukash" oder "Paysafecard" sagt mir gar nichts.
    Eine Polizeibehörde würde aber ganz gewiss nicht solche Zahlungsmethoden wählen.

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