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Karlsruhe Hörsaal 13 besetzt - Bildungsstreik auch an PH

Seit gestern Mittag, kurz nach 12 Uhr, besetzen Studenten nun auch einen Hörsaal an der PH. Sie haben den Raum 013 im Bau I bezogen. Der Andrang war dermaßen groß, dass selbst der größte Hörsaal der PH nicht ausreichte und ein Umzug in die Aula der Hochschule Karlsruhe vollzogen werden musste.

Wie der Unabhängigen Studierenden Ausschusses (UStA) aktuell mitteilt, haben sich nach Darstellung der Pädagogischen Hochschule (PH) entgegen der gestrigen Meldung des UStA sogar an die 500 Studenten gesammelt, um den Hörsaal an der Pädagogischen Hochschule zu besetzen.

Wie Noah Fleischer vom UStA erklärt, habe die PH wesentlich mehr Pflichtveranstaltungen als beispielsweise das KIT, dennoch würden sich viele PH-Studenten nun dem Bildungsstreik anschließen. Gestern fand bereits ein Smartmob unter dem Motto "Bildungsleichen" statt. Nun gehen die Proteste weiter.

Der Hörsaal werde weiter besetzt, heißt es seitens der PH, auch weitere Aktionen seien geplant.

Dauerhafte Besetzung geplant

Während Studenten die vergangene Nacht im Hörsaal 013 verbracht haben, um ihn dauerhaft zu besetzen, seien über Nacht Flyer und Plakate gedruckt worden, die heute auf dem Gelände verteilt würden, so Fleischer.

Die spezifische Kritik der PH-Studenten, so heißt es in der Meldung der Hochschule, richte sich gegen die mangelnde Investition in Bildung unserer Gesellschaft. "Wenn wir uns nicht als angehende Lehrerinnen und Lehrer für die Bildung einsetzen, wer sollte das sonst tun?", fragen sich die Studierenden.

Darüber hinaus sei ein Kritikpunkt die derzeitige Situation in der "Lehrerbildung", die nicht genügend pädagogische Kompetenzen vermittle.

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Kommentare (9)
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    unbekannt
    (14337 Beiträge)

    24.11.2009 16:44
    Beitrag
    war für "Ebbe" weiter unten gedacht.
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  • 0
    unbekannt
    (14337 Beiträge)

    24.11.2009 16:43
    keineswegs menschenverachtend!
    Unterlassen Sie bitte diese Unterstellungen!
    Meine Kinder haben auch studiert. Die haben ihr Studium unter anderem ruckzuck durchgeführt. Ohne Streiks ohne Verzögerungen, Wiederholungen oder sonst was. Wenn ich aber dann wieder anderweitig höre... dieses angefangen... jenes aufgehört... ich hab' ja auch noch gar keine Lust... ich weiß ja noch nicht mal ob ich das wirklich machen will... achje... und dann bei Soziologie landen....
    Das Problem ist einfach dieses, daß die Eltern meinen "MEIN KIND" und das muß nun. Ob es will oder nicht. Früher machten prozentual ganz wenige das Abi, heute ist das ein Muß vom Elternhaus aus. Darin liegt vielleicht auch ein Problem. Manchen liegt einfach was anderes, das man auch Studium machen könnte, was aber wiederum vom Elternhaus nicht gewünscht ist. Weil "MEIN KIND"....
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  •   gios
    (390 Beiträge)

    24.11.2009 18:55
    ...
    ich bin froh dass ich den scheiss hinter mir habe und sensationell abgeschlossen habe..(glücklicherweise diplom).

    wenn ich aber darüber nachdenke wie die aktuelle situation ist...pfff..ich wäre friseur geworden (o.Ä.)
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  •   barlou
    (2555 Beiträge)

    24.11.2009 17:48
    Nichts verstanden
    "Meine Kinder haben auch studiert. Die haben ihr Studium unter anderem ruckzuck durchgeführt."

    Ich auch! Und zwar mit einem sehr guten Diplom. Ob ich allerdings unter den heutigen Umständen noch einmal studieren würde, wage ich stark zu bezweifeln. Das Risiko, mich am Ende des Studiums mit einem Bachelor-Abschluss in der Schlange des Arbeitsamts einreihen zu müssen, weil ich mit diesem Micky-Maus-Abschluss keinen Job bekomme, von der Uni nicht zum Master-Studiengang zugelassen werde und dafür auch noch einen Haufen Schulden an der Backe zu haben, wäre mir einfach zu groß.
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  • 0
    unbekannt
    (3 Beiträge)

    24.11.2009 16:49
    Es wäre vielleicht...
    ... von allseitigem Interesse, wenn auch in den ka-news-Foren ein angemessener Umgangston gepflegt wird. "Menschenverachtende Einstellung" ist natürlich eine falsche, ungehörige UNterstellung. "Geh doch in den Nahen Osten" hebt das Niveau aber auch nicht. Also einfach lassen. So, nun zum Thema:

    1. Ein Streik ist eine legitime Artikulationsform auch und gerade einer Minderheit,
    2. die Ziele der Studierenden (von denen sich die meisten schon jahrelang in den Hochschulgremien eingesetzt haben - erfolglos, da Professorenschaft immer in der Mehrheit!) sind zukunftsträchtige (bessere finazielle Ausstattung), solidarische (keine Studiengebühren = Studium auch für Menschen ohne reiche Eltern) und fortschrittliche (mehr Mitbestimmung an den Hochschulen).
    3. Ich bin froh, dass sich jemand für diese Ziele einsetzt - im Gegensatz zu Ihnen "daisyy", die an demokratischen Protestformen nur Schlechtes findet - denn dann können meine Kinder vielleicht auch mal studieren.
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  • 0
    unbekannt
    (14337 Beiträge)

    24.11.2009 14:48
    Für was
    die Studenten so ganz nebenbei doch noch Zeit haben... sagenhaft!
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  • 0
    unbekannt
    (2 Beiträge)

    24.11.2009 16:07
    dämlich ohne ende
    es ist kaum zu glauben, welche stupiden meinungen manche leute von sich geben! bitte erst mal nachdenken, bevor man den mund aufmacht!
    vielleicht sollte sich "daisyy" bewusst machen, das gerade streik, demonstrationen bzw. allgemein widerstand meistens ein mittel ist, das aus einer untragbaren situation heraus eingesetzt wird. warum gehen denn die menschen im nahen osten auf die straße und demonstrieren? wahrscheinlich weil es ihnen langweilig ist *alles klar*. und - da ich selbst gestern beim abendplenum im besetzten hörsaal in regensburg zugegen war. es ist keine angenehme freizeitbeschäftigung, 6 stunden lang zu diskutieren und abzustimmen, sondern es ist anstrengend. aus zeitmangel wurde auch der angenehmere teil (musikbands) zugunsten des plenums gecancelt - weil uns studenten bewusst ist, um was es hier geht. und das sage ich als durchschnittsstudentin ohne randale-ambitionen!!!
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  • 0
    unbekannt
    (14337 Beiträge)

    24.11.2009 16:22
    Na,
    dann geht mal in den Nahen Osten!
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  • 0
    unbekannt
    (243 Beiträge)

    24.11.2009 15:15
    super
    Genauso könntest du zu einem gerade Ertrinkenden sagen:

    Solange du noch Energie hast, mit den Armen in der Luft herumzurudern, mit demm Mund weit genug über Wasser bist, um nach Hilfe zu rufen, kann es ja nicht so schlimm sein.

    Ziemlich menschenversachtend deine Einstellung!
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