Hilferuf der Tierheime: "Wir quellen über"
[64]
Karlsruhe (trs) - Es ist ein klassisches Szenario: Jedes Jahr zur Hauptferienzeit platzen die Tierheime aus allen Nähten. Zahllose Tiere werden gerade jetzt abgegeben oder einfach ausgesetzt. Vor allem die Katzenstationen sind voll. Damit alle Tiere versorgt werden können, bittet der Landestierschutzverband Baden-Württemberg dringend um Spenden.
"Wir sind total zu", erzählt Manfred Schulz, Vorsitzender des Tierschutzvereins Ettlingen. Von Rastatt wisse er sogar, dass das Tierheim dort aus allen Nähten platzt. Und auch in Karlsruhe gibt es bereits eine Warteliste für die Katzen.
"Wie bei den meisten Tierheimen in Baden-Württemberg ist auch bei uns die Katzenstation voll bis zum Anschlag", erklärt Schulz. In den letzten Wochen seien besonders viele abgemagerte und ausgetrocknete Katzen gefunden worden. "Diese Woche haben wir ein drei Wochen altes Kätzchen bekommen, das wir mit der Flasche aufpäppeln müssen."
Allerdings gebe es auch erwachsene Tiere, die offenbar im Wohngebiet herum streunten und nicht gefüttert wurden. "Die müssen wir dann an den Tropf hängen, damit sie überleben", erklärt Schulz.
Auch Hunde würden regelmäßig ausgesetzt - "zum Beispiel angebunden am Laternenpfahl auf der B36". Entgegen der landläufigen Meinung passiere dies aber nicht nur, wenn die Besitzer in den Urlaub fahren, sondern auch, wenn die Tiere krank sind. "Immer wenn es ans Geld geht", meint er.
Rastatt: 100 Prozent mehr Tiere als im Vorjahr
"Leider verzeichnen wir zunehmend mehr Tierabgaben, weil sich die Tierhalter ihre Schützlinge einfach nicht mehr leisten können", bestätigt auch Herbert Lawo, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes. Gerade alte oder kranke Tiere würden in den Tierheimen abgegeben, da den Besitzern Tierarztkosten, erforderliche Medikamente oder Spezialfutter auf die Dauer zu teuer seien.
"Wir haben es jetzt mit den verzögerten Folgen der Wirtschaftskrise zu tun", erläutert Ingrid Neugebauer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Rastatt. Denn tatsächlich müssten viele sozial schwache Familien ihre Tiere abgeben, weil sie diese beim Umzug schlicht nicht mehr mitnehmen könnten. "Dieses Jahr ist es wirklich außergewöhnlich schlimm." Momentan leben im Rastatter Tierheim doppelt so viele Tiere wie üblich.
Tierheime arbeiten durchweg mit finanziellen Verlusten
"Auch wir kennen Fälle, die wegen einer bevorstehenden tierärztlichen Behandlung abgegeben werden müssen", berichtet sie. Tierheime nähmen diese Hunde oder Katzen dann auf, um ein Aussetzen zu verhindern. "Dabei arbeiten wir finanziell durchweg mit Verlusten."
Leere Kassen gibt es auch in Karlsruhe. Zwar kann sich das Tierheim bei zehn Prozent seiner Einnahmen auf die Finanzierung durch die Stadt verlassen, 90 Prozent werden jedoch allein durch Spenden eingenommen - und darauf sind die Heime zur Zeit ganz besonders angewiesen.
Spenden werden dringend benötigt
"Spenden jeder Art sind hoch willkommen", erklärt Herbert Lawo. Vor allem Katzenfutter und finanzielle Unterstützung für Tierarztkosten würden überall dringend benötigt und dankend angenommen. "Und natürlich warten auch jede Menge Tiere auf ein neues Zuhause“, so der Tierschützer.
Mehr zu: Tierheim Tiere
- (1029 Beiträge) | 31.08.2010 11:51Provokante These:Es handelt sich immer noch um Tiere und die werden hier vermenschlicht. Wenn ich die Käfighaltung in den Tierheimen sehe, frage ich mich, ob es nicht tierfreundlicher ist, diese Tiere einzuschläfern.
- (1713 Beiträge) | 31.08.2010 12:15Dann schau mal in Altersheime
- (1271 Beiträge) | 31.08.2010 12:26Was heisst"Es handelt sich immer noch um Tiere und die werden hier vermenschlicht."
Das ist arrogante Anmaßung. Ist ein Tierleben weniger wert als ein Menschenleben?
Und mal ehrlich, angesichts menschlicher Brut, ist es besser, in der Ferienzeit die Kinder irgendwo auszusetzen und eher die Tiere mit in den Urlaub zu nehmen. - (6 Beiträge) | 31.08.2010 12:36Provokant?Diese "These" ist nicht provokant, sie ist einfach nur peinlich und respektlos.
- (38 Beiträge) | 31.08.2010 12:38BoahWie primitiv bist du denn? Ich würde vorschlagen, wir lassen dich und deinen Kommentar auch einschläfern ... dann geht es uns besser ....
- (827 Beiträge) | 31.08.2010 13:46ICHmuss hier mal zustimmen!
Die Leute die sich als "Tierfreund" bezeichnen, ein Tier in einer 30-m²-Wohnung halten und dann einfach aussetzen sind eher Tierquäler.
Wer soll sich um die ganzen Tiere kümmern? Wer hier den Vorschlag kritisiert soll mal schön spenden gehen.
Bevor die Tiere jedoch verhungern sollte man sie besser einschläfern. - (619 Beiträge) | 31.08.2010 13:54Und was ....... kann das Tier dafür, dass es solche Idioten gibt?
Hat es deshalb kein Recht, zu leben?
Jetzt fehlt nur noch dieses Dünnschissgelaber von lome mit seiner Massentierhaltung...
- (827 Beiträge) | 31.08.2010 14:04.was kann das Tier dafür? Nichts! Geht es um BESTRAFUNG?? NEIN. Es geht darum das Leiden der Tiere (die sonst verhungern) zu beenden. Solange die Tierheime noch alle durchbekommen ist ja gut, aber was machen die wenns zu eng wird?
- (1495 Beiträge) | 31.08.2010 14:07Geht auch ohne DünnschissDas Tier kann sicher nichts dafür, dass es ausgesetzt wurde. Deswegen ist es im Käfig im Tierheim trotzdem nicht artgerecht untergebracht. Das ist auch Quälerei. Insofern gebe ich timo recht: Wenn die artgerechte Haltung im Tierheim nicht finanziert werden kann, muss man das Einschläfern in Betracht ziehen. Das wäre eine unerfreuliche Lösung, aber sicher besser, als die armen Viecher in Käfigen im Tierheim weitervegetieren zu lassen.
Wer sich wie Cush oder deep-diver so energisch gegen das Einschläfern ausspricht, sollte sich mal fragen, ob es überhaupt vertretbar ist, Haustiere zu halten. Mit welchem Recht maßen wir uns an, Tiere einzusperren und letztlich als Spielzeug oder Freundersatz zu missbrauchen? Ist der Mensch mehr Wert als das Tier, dass er über das Tier verfügen darf? Ich vermisse die Kampagne gegen die Haustierhaltung. Das wäre dann nicht die übliche Symptomdokterei sondern Beseitigung der Ursache des Problems. - (619 Beiträge) | 31.08.2010 14:23@buchkauzIch habe ein Haustier! Und zwar eins mit Vergangenheit (wurde seelisch gequält)! Da das Tier irgenwann verhaltensgestört wurde (was ja auch kein Wunder ist), wurde es weggegeben und kam zu mir.
Heute ist das Tierchen in keinster Weise mehr verhaltensgestört und freut sich seines Lebens...
Es ist vertretbar, ein Haustier zu halten. Nur sollte man sich auch bewusst sein, dass Haustiere ein gewisses Alter erreichen und bei "Nichtgefallen" nicht einfach in die Ecke gestellt werden können. - (1495 Beiträge) | 31.08.2010 14:35@ deep-diverDa sind wir uns ziemlich einig. Freut mich jedenfalls für das jetzt gut aufgehobene Haustier
Bleibt aber die Frage, was man mit den Tieren tun soll, die in den Tierheimen nicht mehr artgerecht untergebracht oder versorgt werden können. Wenn sich nicht jemand findet, der solche Tiere aufnimmt, ist meiner Meinung nach Einschläfern besser als vegetieren lassen, auch wenn es traurig ist. - (38 Beiträge) | 31.08.2010 16:35Das heißt,dass man hungernde Kinder / Menschen wie i.M. in Pakistan und Haiti auch einschläfern sollte? Also ich bitte dich!! Wahrscheinlich bist du so einer, der geizig ist, der alles haben möchte, der aber nicht teilen kann. Ich spende - JA - für Tiere und auch Menschen.
- (827 Beiträge) | 31.08.2010 19:51.Menschenleben sind mMn mehr wert als Tierleben.
Mag manche Katzenoma anders sehen, geht aber mit den meisten Moralvorstellungen und Gesetzen konform. - (38 Beiträge) | 01.09.2010 12:48Undwer bestimmt das? Warum ist ein Tierleben weniger wert als ein Menschenleben? So kann nur ein Ego denken. Ja, vielleicht bin ich eine Katzenoma - aber zumindest bin ich nicht so ARM wie du!
- (1495 Beiträge) | 01.09.2010 13:59@ FindusWen sollte man aus einem brennenden Haus retten - einen hilflosen Menschen oder Hund, Katze und Wellensittich? Wenn einer den Menschen verrecken lässt, um sein Haustier zu retten, wird ihn die Obrigkeit wegen unterlassener Hilfeleistung belangen. Wenn einer das Haustier verrecken lässt, um den Menschen zu retten, kriegt er wahrscheinlich noch einen Orden oder so.
- (38 Beiträge) | 03.09.2010 21:17OkayDa muss ich dir schon Recht geben. Solch eine Frage habe ich mir schon sehr oft gestellt. Wen würde ich retten, meinen Sohn oder meine Katze?? Und natürlich kann man weder ALLE Tiere noch ALLE Menschen auf der Welt retten. Aber den Kopf in den Sand stecken - die Augen verschließen? Nein, das ist keine Lösung meiner Meinung nach. Ich werfe dem einen oder anderen "Bettler" 1 EUR in seinen "Hut". Aber genauso bringe ich dem Tierheim ab und zu etwas Futter für die Tiere. Ich habe schon Spendenaktionen für Mensch und Tier geleitet - und ja, es tut einfach gut, etwas Gutes zu tun.
- (13748 Beiträge) | 01.09.2010 17:17Zumindest
- (1102 Beiträge) | 31.08.2010 14:10Wieso?Die Tiere werden doch, wenn sie niemand will, nach einer gewissen Zeit eingeschläfert.
- (38 Beiträge) | 31.08.2010 16:37Herzlichen Glückwunsch!Du bist in Deutschland angekommen!!!
- (3 Beiträge) | 31.08.2010 19:44guten morgen an alle die in allgemeinbildung was...NEIN!!!! die tiere werden in tierheimen in deutschland werden erst eingeschläfert wenn sie schmerzen haben oder nicht mehr lebensfähig sind!!!
das musste dich mal wagen mit nem gesunden kätzchen zum tierarzt gehen und sagen "platt machen"!! den tierarzt will ich sehn, ich glaub der erschießt vorher dich!!!
das was du meinst ist leider in den USA (amerika) so üblich das die tiere 7 tage zeit bekommen vom alten besitzer geholt zu werden oder neue besitzer zu finden und dann heißt es dort exidus (einschläfern) für die armen tierchen und nebenbei schön wärs wenn die die tiere einschläfern würden!!! die werden vergast!!! weil die tierheime in den usa alle viel zu klein sind im verhältnis zur größe der jeweiligen stadt!!!
danke!! so viel dazu!!!




twittern
facebook melden
StudiVZ melden
Google melden
Webnews melden
del.icio.us empfehlen
Mister Wong empfehlen
Linkarena melden
Windows live melden
Yahoo melden
Yigg melden
Kledy melden






































Social Bookmarks
Tweet