Haustürgeschäfte: Stadtwerke Karlsruhe gehen gegen RWE-Tochter vor
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Karlsruhe (ps/feb) - Wegen massiver und unlauterer Haustürgeschäfte gehen die Stadtwerke Karlsruhe rechtlich gegen den Auftraggeber im Hintergrund, die Süwag AG in Frankfurt, vor. Mit einer einer strafbewehrten Unterlassungserklärung soll die unseriöse Haustürwerbung der RWE-Tochterfirma verhindert werden, teilen die Stadtwerke in einer Presseinformation mit. Die Süwag AG weist indes die Vorwürfe entschieden zurück.
Werber gingen an der Haustür vor allem auf ältere Bewohner zu, um zum Teil mit falschen Behauptungen Strom- und Gasverträge direkt abzuschließen. So gäben sie unter anderem an, im Auftrag der Stadtwerke zu kommen oder mit den Stadtwerken zusammen zu arbeiten, so die Pressemitteilung weiter.
Unwahre Aussagen zu Strompreisen
Betroffene Kunden berichteten nach Angaben der Stadtwerke außerdem über unwahre Aussagen zu Strompreisen der Stadtwerke oder einem angeblich bestehenden Vertragsverhältnis anderer Anbieter mit den Stadtwerken Karlsruhe. In den Haustür- und Telefongesprächen werde teilweise massiv versucht, sofort einen neuen Strom- oder Erdgasliefervertrag abzuschließen. In diesem Zusammenhang weisen die Stadtwerke daraufhin, dass ein solches Vorgehen keinesfalls von Mitarbeitern der Stadtwerke erfolge.
Besondere Aufmerksamkeit sollten betroffene Bürger an den Tag legen, wenn sie bei einem Gespräch unter Druck gesetzt werden, wenn ein Vertreter keine Unterlagen aushändigen möchte oder der Vertrag nur per Vorkasse oder Kaution abgeschlossen werden könne. Auch auffällig niedrige Angebote sollten Betroffene stutzig machen.
Wie die Stadtwerke weiter informieren, können direkt betroffene Personen ihren an der Haustür oder am Telefon abgeschlossenen Vertrag schriftlich, innerhalb von 14 Tagen beim entsprechenden Anbieter kündigen. Zudem bitten die Stadtwerke Karlsruhe um Hilfe und Informationen durch die Bürger, falls sich fremde Tür- oder Telefonwerber als Stadtwerke-Mitarbeiter ausgeben. Betroffenen können sich unter der Telefonnummer 0800 200 300 6 melden.
Süwag AG weist Vorwürfe zurück
Die Süwag AG weist indes in einer Stellungnahme die Vorwürfe der Stadtwerke entschieden zurück. "Richtig ist, Süwag stellt sich dem Wettbewerb offensiv. Wir legen bei allen Geschäftsaktivitäten größten Wert auf eine transparente Vorgehensweise, eine hohe Beratungs- und Servicequalität sowie einen partnerschaftlichen Umgang mit unseren Kunden", heißt es in der Stellungnahme.
Bereits seit sechs Monaten seien Außendienstmitarbeiter im Auftrag der Süwag in Karlsruhe unterwegs. Seither hätten diese über 700 Kunden aus allen Altersgruppen gewonnen. "Alle geworbenen Kunden bestätigen uns schriftlich, dass sich der jeweilige Kundenberater nicht als Mitarbeiter des örtlichen Grundversorgers vorgestellt hat und auch nicht behauptet in dessen Auftrag unterwegs zu sein bzw. mit diesem zusammenzuarbeiten."
Durch die vorgeschriebene Süwag Arbeitskleidung und den mitgeführten Mitarbeiterausweis sei für jeden Kunden eindeutig erkennbar, dass der Außendienstmitarbeiter ausschließlich im Auftrag der Süwag Beratungen durchführe. Ebenfalls würden alle geworbenen Kunden nach Vertragsabschluss telefonisch kontaktiert, um den Auftragsinhalt und das Kundenverständnis zu bestätigen, sowie die Qualität der Beratung zu überprüfen.
"Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter würde auf diesem Weg auffallen. Unser Dienstleister, mit dem wir in Karlsruhe zusammenarbeiten, hat uns ebenfalls versichert, dass sich deren Mitarbeiter nicht als Mitarbeiter der Stadtwerke Karlsruhe ausgegeben haben. Entsprechende eidesstattliche Versicherungen liegen uns vor", so die Süwag.
Mehr zu: Stadtwerke Strom Werbung
- (969 Beiträge) | 02.02.2012 15:29Völlig unlogischWer mit den Stadtwerken Karlsruhe wirbt,hat doch gleich schlechte Karten.
- (2 Beiträge) | 02.02.2012 19:59Haustürnerverbei uns war gestern einer der nicht wußte wie er seine "Ware" verkaufen soll.
Habe ihn gefragt, ob es den Stromanbietern schon so schlecht geht, dass diese Haustürgeschäfte tätigen müssen!
Er schlich sich dann davon... - (474 Beiträge) | 04.02.2012 06:38Also...Hier war vor einigen Wochen jemand... stellte sich glaub als jemand von RWE vor... Kann mich nicht dran erinnern, dass sie Arbeitskleidung getragen hätte...
Das mit den Stadtwerken ist so ne Sache. Jedes Mal, wenn ich mir die Mühe mache nachzurechnen, lande ich am Ende doch wieder bei den Stadtwerken. Sie waren beim ersten Nachrechnen definitiv die Billigsten (da gabs aber noch nicht so viel Konkurrenz). Beim nächsten Mal nachrechnen hatten die großen Anbieter nicht wirklich so unterschiedliche Tarife...




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