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22.04.2010 07:44
 
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Grüne: Überprüfung der städtischen Straßennamen nötig [102]

Bild:RÜDIFILM

Karlsruhe (ps) - „Leider sind in Karlsruhe noch im Jahre 2010 Straßen nach Personen benannt, deren Äußerungen und Handlungen im Widerspruch zu demokratischen Wertvorstellungen stehen, so Stadtrat Michael Borner von der Grünen Gemeinderatsfraktion. Daher fordern die Grünen eine Überprüfung des städtischen Straßenverzeichnisses.
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So etwa seien Heinrich von Treitschke und Adolf Lüderitz Namenspaten zweier Karlsruher Straßen. Dabei sei Treitschkes plakative Formel „Die Juden sind unser Unglück“ zum Slogan der nationalsozialistischen Zeitschrift „Der Stürmer" geworden. Mit der Straßenbenennung nach Lüderitz habe diesem und der deutschen Kolonialpolitik 1937 ein Denkmal gesetzt werden sollen, um den Gedanken der Rückgewinnung der ehemaligen Kolonien zu propagieren.

Die Grünen wenden sich nun mit einem Antrag an die Stadtverwaltung, in dem diese beauftragt wird, das Karlsruher Straßenverzeichnis auf ähnlich problematische Benennungen von Straßen, Wegen und Plätzen zu überprüfen.

Vor einigen Jahren wurde bereits die "Vormerkliste“ für künftige Straßenbenennungen einer gründlichen Überprüfung der dort aufgelisteten Personen unterzogen. Nach Ansicht der Grünen ist es jedoch unerlässlich, auch alle bereits vergebenen
Straßenbezeichnungen einer Prüfung zu unterziehen. Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt die Fraktion vor, eine wissenschaftliche Arbeit in Kooperation mit einer Karlsruher Hochschule in Auftrag zu geben.

"Menschen wie Treitschke und Lüderitz sind keine Vorbilder und deshalb dürften auch keine Straßen oder Wege nach ihnen benannt werden. Unsere Mindestanforderung ist jedoch, dass solche Straßennamen entsprechend zeitgemäßer historischer Einschätzung kommentiert werden", so Michael Borner abschließend.

Mehr zu: Straßennamen Grüne Gemeinderat

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:

Kampagne in Planung: Karlsruhe will mehr für Einbürgerung tun [48]


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Kommentare [102]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (6677 Beiträge) | 25.04.2010 09:57
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    andersrum wird ein Schuh draus
    Im Lauf der Zeit sollte es sich doch ergeben, dass man Straßennamen hat, die noch nicht vergeben sind, die man aber gerne vergeben würde. Wenn dann gerade keine neu gebaut wurde, benennt man eben eine um, deren Benennung einem mittlerweile etwas peinlich ist. Der negative Ansatz der Grünen scheint mir da etwas gekünstelt.

    Warum es zB 30 Jahre gedauert hat, bis in Karlsruhe ein Platz (oder eine Straße) nach Buback benannt wurde, ist mir ein Rätsel.
  • (295 Beiträge) | 01.05.2010 09:43
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    auch andersrum
    "....Wenn dann gerade keine neu gebaut wurde, benennt man eben eine um, deren Benennung einem mittlerweile etwas peinlich ist...."

    damit wären fast allen geholfen, interessanter Ansatz...
  • (29987 Beiträge) | 25.04.2010 04:01
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    Wenn der Tunnel fertig ist
    erklären wir ihn aus Solidarität zum Onassis-Tunnel. Und dem bis dahin hinfälligen Europaplatz geben wir wieder den Namen Adolf-Hitler-Platz. Denn heute gehört uns Europa und morgen die ganze Welt.
    Die Grünen können am Montagmorgen geschlossen antreten und erstmal die Strassen saubermachen die sie umbenennen zu gedenken. Das lehrt Demut. Diese Kasper kann doch kein Mensch mehr ernstnehmen. Ganz ehrlich: Ich könnt jedem einzelnen in die Sitzfläche treten wenn die sonst nix zu tun haben. Geht den Wald putzen! Der hats nötig. Und wenn ihr damit fertig seid könnt ihr mein Grün mähen, dann wird vielleicht auch mein katastrophales Puttspiel besser.
    Und dann, erst dann dürft ihr demonstrieren. Gegen was auch immer.
    Mannmannmann...
  • (295 Beiträge) | 23.04.2010 21:49
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    Carl-Peters-Straße und Walter-Tron-Straße
    So wurde 1987 in Karlsruhe die Carl-Peters-Straße in Besselstraße umbenannt. Carl Peters war ein deutscher Politiker, Publizist, Kolonialist und Afrikaforscher mit stark ausgeprägter rassistischer Einstellung. ----> aus dem Antrag, den wahrscheinlich nicht viele gelesen haben, es geht also doch...
    2010 wurde in Palmbach die Walter-Tron-Straße in Gustav-Meerwein-Straße umbenannt.----> Herr Tron war auch nicht ganz sauber....
  • (3925 Beiträge) | 23.04.2010 18:58
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    Ein Grüner stört sich an Straßennamen.
    Hallo, hast du sonst keine anderen Sorgen ??
    Stelle dir bitte die Kosten vor, die auf Stadt, Anlieger, Ausweis- und
    Führerscheinstellen etc. zukämen.
    Stopft dafür lieber die Schlaglöcher vom vergangenen Winter, damit
    man nicht unter Lebensgefahr die Straßen entlangfahren muß.

    ich meine mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto.

    Das wäre eine Aufgabe für dich und deine Artgenossen.
  • (347 Beiträge) | 22.04.2010 22:22
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    Straßennahmen umbenennen
    Dieser Vorschlag ist so sinnlos wie die Partei des Ideologen.
  • (3304 Beiträge) | 23.04.2010 13:02
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    Orthographie
  • (3304 Beiträge) | 23.04.2010 13:05
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    Außerdem
    werden keine Straßennamen umbenannt, sondern die jeweiligen Straßen.
  • (176 Beiträge) | 22.04.2010 19:32
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    demokratischen Wertvorstellungen
    Wie lassen sich Straßennamen nach nicht demokratisch legitimierten Herrschern heute noch rechtfertigen?

    Also weg mit Karls-, Wilhlem-, und Friedrichstraßen. Kaiser- Markgrafen und Ritterstraße auch weg. Erbprinz gäbe es auch noch.

    Was ist mit der Stadt "Karlsruhe". Karl wurde nie gewählt. Aber nachdem bereits seine Vorfahren auf Kosten des Volkes gelebt haben machte er es eben genau so.

    Entweder gleich konsequent alle Straßen durchnummerieren oder die für die Anwohner kostspielige, sinnlose Umbenennung sein lassen.
  • (367 Beiträge) | 22.04.2010 19:05
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    meiner meinung nach sollten straßen sowieso nicht nach personen benannt werden.

    besser wäre es die namen nach dingen oder sachverhalten zu vergeben. so wie es der nahe osten - jenseits der ehemaligen mauer - auch mit seinen fussballvereinen macht(e).

    lokomotive, turbine, kesselwerk ..alles tolle namen die sich mehr als eignen diese als adresse zu spezifizieren.
  • (295 Beiträge) | 22.04.2010 17:23
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    ich find den Antrag gut....
    jede Gesellschaftsform sollte sich und darf sich Gedanken über Straßenbenennungen machen dürfen....

    die Braunen haben Straßen umbenannt, auch hier in Karlsruhe, haben neu gebauten Straßen Namen ihresgleichen gegeben, auch hier in Karlsruhe und so heißen sie immer noch,
    die Knallroten haben sogar eine ganze Stadt umbenannt, aber nicht in Karlsruhe.....Die Monarchisten haben auch die Straßen entsprechend ihres Gleichen benannt, auch hier in Karlsruhe

    jedwede Geschichtsepochen stellt auch ihre eigenen Denkmäler auf, in anderen Geschichtsepochen, werden die diese Denkmäler wieder eingerissen oder zumindest neu kommentiert.

    im Antrag stand was von Überprüfung und dann etwa vom Kommentierung. Im Antragstext habe ich keine Passage entdeckt, die eine Straßenumbennung forderte. Oder gibt es einen hier????

    aus diesem Grund: take it easy. wir leben schließlich auch in der Stadt des Rechts. Ich würde mir auch die ideologische Debatte sparen wollen.
  • unbekannt
    (1429 Beiträge) | 22.04.2010 17:14
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    Gehts eigentlich noch ?
    Sind die denn jetzt komplett Merkbefreid ? Was soll denn das ?
    Wie wäre es mal sich um die Reinhold-Frank-Strasse zu kümmern. Dort sind die Menschen schon krank vor lärm.

    Es scheint es liegt am Sozialen Standpunkt das hier keine 30er Zone eingerichtet wird. Lustigerweise ist am Geigersberg, in strassen wo man sowieso nicht mehr wie 30 fahren kann, geld da um dort ein 30er Zone einzurichten.

    Das geht ab in unserem Städtchen. Wo sich die Reichen das kaufen was sie brauchen und die Armen im gestank und Lärm untergehen können.

    Vielen Dank liebe Grüne so klappts!
  • (295 Beiträge) | 22.04.2010 17:29
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    Erschließungsstraße
    die Reinhold Frank Straße ist eine sog. Erschließungsstraße. Das Regierungpräsidium würde einer Tempo 30 Zone dort niemals zustimmen.

    Was hat dein Beitrag eigentlich mit den Grünen zu tun???? In Peking ist gerade ein Sack Reis umgefallen, natürlich sind auch die Grünen schuld ...
  • (5022 Beiträge) | 22.04.2010 16:59
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    Und sowieso...
    ...in Zeiten, in der von der Erbfeindschaft zwischen Franzosen und Deutschen nichts mehr zu spüren ist und auch keine Truppen mehr durch KA ziehen müsste die Kriegstraße auch umbenannt werden. Evtl. in "Straße des zweiten Teiles der Kombi-Lösung"....um mal die Diskussion wieder in die richtige Richtung zu bekommen.
  • (1384 Beiträge) | 22.04.2010 18:02
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    Kriegsstraße umbenennen
    Ich würde es begrüßen, wenn die Kriegsstraße umbenannt würde. Als ich neu nach Karlsruhe gezogen bin, fand ich den Namen sehr befremdlich. Inzwischen hat zwar ein gewisser Gewöhnungseffekt eingesetzt (nach Jahren), aber besser macht das den Namen nicht.

    Warum gibt man einer so großen und langen Straße, die als eine der ersten von Auswärtigen oder überregional (z.B. Verkehrsmeldungen) wahrgenommen wird, nicht einen durchweg positoven Namen?
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 22.04.2010 18:54
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    Als ich neu nach Karlsruhe gezogen bin, fand ich...
    Das geht der hälfte meiner Kumpels so. Ich als Einheimischer schäme mich regelrecht dafür daß solche Kriegsverherrlichenden Namen überhaupt einen Platz in dieser Stadt finden.
    Einer meiner besten Freunde hat aus diesem Grund sogar wieder diese braune Stadt verlassen - er wohnt jetzt in Rot-Malsch
  • (5022 Beiträge) | 22.04.2010 19:55
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    Nun ja...
    ...wegen eines Straßennames wegzuziehen...ist für KA evtl. besser so...
  • (9668 Beiträge) | 22.04.2010 19:39
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    vielleicht sollte
    sich der Spezi mal in ärztlich Begandlung begeben. Wegen eines Straßennamens umziehen, gehts noch???
  • (9668 Beiträge) | 22.04.2010 18:46
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    wie wärs denn mit "Herzlich Willkommenstraße"....
  • (4146 Beiträge) | 22.04.2010 16:37
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    Jawoll, endlich macht sich jemand Gedanken
    ueber die "echten Probleme" auf dieser Welt. Bei Strassennamen waere es schon lange Zeit endlich auch die Frauen und Auslaenderquote einzufuehren. Jede 2. Strasse sollte einen Frauen-oder Auslaendernamen haben .z.B. "Anke Engelke Allee" oder "Alice Schwartzer Gasse" und fuer eine "Atatuerk-Strasse" in der Suedstadt waere es schon lange an der Zeit. Die Hauptpost sollte von Loretto Platz (igitt, da haben die Deutschen eine Schlacht gewonnen)evtl. umbenannt werden in "Stalingrad-Platz", wo man den Deutschen richtig in den A... getreten hat.
    Und ueberhaupt die Stadt selbst, die nach einem adligen Rokoko-Ausbeuter benannt wurde, wie kann denn sowas bitteschoen heute noch sein. Gerhardsruhe, nach unserem "beliebten" Altkanzler waere doch eine Alternative und gleichzeitig eine Handreichung an die russische Gasmafia, damit die uns nicht eines Tages den Gashahn zudrehen.

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