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Greenpeace protestiert gegen Tiefseebohrungen [23]

Karlsruhe (ps/mil) - Um den Konzern BP zum Ausstieg aus der Tiefsee zu bewegen, demonstrierten heute Greenpeace-Aktivisten in Karlsruhe an der Aral-Tankstelle in der Durlacher Allee. Damit wolle man die Autofahrer zu sparsamerem Fahren bewegen -für die Umwelt und den Klimaschutz.

/region/karlsruhe/Greenpeace-protestiert-gegen-Tiefseebohrungen;art6066,433933,B?bn=536834
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Foto: ka-news

"Wo Aral drauf steht, ist BP drin" ist auf einem Banner zu lesen. Der Aral-Mutterkonzern ist verantwortlich für eine der größten Ölkatastrophen der Welt. Die Erfahrungen aus der Ölkatastrophe zeigten, dass die Technik nicht zu beherrschen ist, so Greenpeace. Während BP schon seit Wochen vergeblich versucht, das Loch zu stopfen, soll nach Aussagen der Umweltschützer die Ölförderung in der Tiefsee weiter ausgebaut werden.

"Es ist unverantwortlich, dass BP nach allem, was im Golf von Mexiko passiert ist, weiter in die Tiefsee vordringt, als wäre nichts geschehen. Die Konzernleitung der deutschen Tochter von BP versteckt sich hinter ihrer blauen Marke Aral", sagt Wolfgang Mexner, Sprecher von Greenpeace Karlsruhe. Mit der Marke Aral hat BP bundesweit rund 2.400 Tankstellen und einen Marktanteil von rund 23 Prozent.

Weder Aral noch die Mutter BP-Deutschland äußern sich bisher dazu, ob der Konzern aus der Tiefsee-Ölförderung aussteigt. Auch Esso, eine Tochtergesellschaft von Exxon Mobil, hat bislang zu seinen weltweiten Tiefseeprojekten keine Stellung genommen. Der Shell-Chef Peter Voser hat sogar erst kürzlich erklärt, dass sein Konzern zukünftig verstärkt in der Tiefsee nach Öl bohren will.

"Raus aus der Tiefsee"

Aus diesem Grund forderte Greenpeace alle in Deutschland vertretenen Ölkonzerne in einem offenen Brief dazu auf, sich klar zu einem Rückzug aus diesen Projekten zu bekennen. Bereits am 1. Juli haben Greenpeace-Aktivisten der Forderung nach einem Ausstieg aus der Tiefseebohrung mit Protestaktionen Nachdruck verliehen. "Was da in der Tiefsee passiert, hat niemand mehr unter Kontrolle. Wir setzen uns dafür ein, dass die Konzerne dort grundsätzlich das Bohren einstellen und vorrangig die Ressourcen an Land und auch zunehmend vermehrt alternative Energien nutzen", heißt es deshalb vonseiten der Greenpeace-Aktivisten.

Mit der heutigen Protestaktion vor der Aral-Tankstelle an der Durlacher Allee wolle man nicht zum Boykott aufrufen, versichert Mexner. Durch das Verteilen von Informationsmaterial an Passanten und Autofahrer möchte Greenpeace vielmehr die Menschen dazu bewegen, generell sparsamer zu fahren. So soll auch weniger Öl gefördert werden.

"Tolle Sache, die hier läuft"

Die Aktion kommt an - viele vorbeifahrende Autos signalisieren durch Hupen und erhobenen Daumen ihre Solidarität. "Das ist eine tolle Sache, die hier läuft", findet auch Svenja Geißler. Sie sei ebenso nicht grundsätzlich gegen das Autofahren. Doch versuche sie, das Auto nur dann zu nutzen, wenn es auch wirklich sinnvoll ist. "Außerdem schont solch ein Verhalten nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel", sagt sie.

Der Betreiber der Aral-Tankstelle wollte auf Nachfrage keine Stellung zu der Protestaktion nehmen. Gegen eine angemeldete Demonstration auf öffentlichem Gelände könne er nun einmal nichts einwenden.

 

Mehr zu: Greenpeace Demonstration Protestaktion Benzin Öl BP Tiefseebohrung

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Kommentare [23]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (1326 Beiträge) | 09.07.2010 12:25
    Vollidioten
    Was will GP mit so ner Aktion erreichen? BP trift sie sicher nicht, wohl aber den Pächter der Tankstelle. Das ist ungefähr genauso Schachsinnig wie daß irgendwelche Volldeppen "Postautos" anzünden die freien Mitarbeitern gehören und die Post dadurch genau 0,0 verliert.Protestaktionen doch bitte bei den Verantwortlichene, nicht bei irgendwelchen armen Schweinen die es dann ausbaden müssen.
  • (827 Beiträge) | 09.07.2010 20:11
    .
    Demos an der Basis gibt es auch/wird es auch geben, zb:
    http://www.nerdcore.de/wp/2010/06/30/vuvuzelas-for-bp/

    Klar ist der Pächter ein kleines Opfer (wobei er sicher keinen nennenswerten Einbußen haben wird), aber er hängt halt auch mit drin.
  • (13748 Beiträge) | 09.07.2010 21:30
    Ich weiss nicht
    womit du deinen Lebensunterhalt verdienst, aber ich bin mir sicher, dass du auch 'irgendwo irgendwie in etwas ' mitdrinhängst. Das ist kein Argument.
  • (1326 Beiträge) | 09.07.2010 12:27
    im übrigen...
    ...macht eure transparente das nächste mal aus stoff und nicht aus Plastik.... das ist schlecht für die Umwelt und da ist... gut zuhören: Öl drin...
  • (568 Beiträge) | 09.07.2010 12:47
    Mal wieder ein würdiger Gegener
    in einer tollen PR-Schlacht für Greenpeace..... die "Brent Spar" Geschichte haben die Leutz ja mittlerweise längst vergessen.
  • (1102 Beiträge) | 09.07.2010 12:55
    Noch nicht gewusst?
    Tankstellenpächter bohren gar nicht in der Tiefsee. Die bohren höchstens in der Nase.
  • (2170 Beiträge) | 09.07.2010 13:52
    Schwachsinnsaktion
    bei der Ölförderung passiern nun mal Unfälle genauso wie bei der Atomenergie, aber wollen wir deshalb in der Steinzeit wohnen? Nein.
    das ist der Preis für unseren Luxus und den nehme ich gerne Kauf...
  • (867 Beiträge) | 09.07.2010 16:14
    Gesunde Einstellung, bravo..
    Solange es nicht vor meiner Haustür passiert, kann es mir egal sein. Diese Ökospinner wollen uns nur den Spaß verderben.
  • (827 Beiträge) | 09.07.2010 20:06
    .
    Ich hoffe das war Zynismus aber ich befürchte du meinst das ernst...
  • (178 Beiträge) | 09.07.2010 23:19
    genau
    und bis zu deinem nächsten Urlaub sollen sie halt schauen dass sie die Strände irgendwie sauber bekommen, gell?
    Das bissel Luxus muss schon sein.
  • (13748 Beiträge) | 09.07.2010 23:27
    Bis die das wieder
    sauber haben kann man ja woanders hinfahren. Und es fährt/fliegt ja eh keiner zum Baden nach USA, oder? Der Trend geht zum Zweitstrand. zwinkern
  • (782 Beiträge) | 09.07.2010 13:59
    .
    Erst recht bei ARAL tanken, damit sie überhaupt noch Geld haben, um die Umweltschäden im Golf zu beseitigen.

    Wenn BP pleite geht, gibt es nicht nur Massenentlassungen, sondern dann zahlen die US-Steuerzahler für diese Umweltschäden.

    Diese Green-Spacken können immer nur mit Gewalt demonstieren. Eine Lösung, diese Umweltschäden im Golf möglichst klein zu halten, haben sie nicht.
  • (827 Beiträge) | 09.07.2010 20:02
    .
    "Erst recht bei ARAL tanken, damit sie überhaupt noch Geld haben, um die Umweltschäden im Golf zu beseitigen. "

    Gute Idee von dir!

    "dann zahlen die US-Steuerzahler für diese Umweltschäden"

    besser die Deutschen zahlen...

    Fass dir mal an den Kopp!
  • (827 Beiträge) | 09.07.2010 20:05
    .
    Bin ja auch nicht 100%ig von Greenpeace überzeugt, aber was soll das "mit Gewalt demonstrieren"?? Laber keinen Müll!
  • (6204 Beiträge) | 09.07.2010 14:39
    Haben die nix...
    zu Schaffen, diese Berufs-Demonstranten? Sinnfreie Aktion!
  • (2845 Beiträge) | 09.07.2010 14:59
    Naja
    "Wo Aral drauf steht, ist BP drin"

    Hier in KA wahrscheinlich nicht,hier werden doch alle Tanken mit Sprit von der Miro beliefert,nur unterschiedlich eingefärbt.
    Und woher die ihre Ware bezieht?
  • (86 Beiträge) | 09.07.2010 17:42
    Greenpeace protestiert gegen Tiefseebohrungen
    Merkt Ihr es nicht: Hauptsache demonstrieren. Und das für jeden Blödsinn.
  • (827 Beiträge) | 09.07.2010 19:57
    .
    gegen jeden Blödsinn!

    Oder sollen sich die Meeresbewohner freuen dass sie umsonst bekommen was wir teuer bezahlen müssen???
  • (4352 Beiträge) | 10.07.2010 08:55
    Verwechslung
    Sie verwechseln das mit den Linksautonomen.
  • (441 Beiträge) | 09.07.2010 18:41
    ...
    ich verstehe die kritik von vielen an der aktion nicht?
    gp hat ja laut artikel die tankstelle nicht blockiert, lediglich infos verteilt und öffentlich stellung bezogen, also der besitzerIn der tankstelle nicht direkt geschadet.
    das auf einer vielbefahrenen straße demonstriert wird (zielgruppe autofahrerInnen) und nicht in der fußgängerzone ist auch nachvollziehbar, also warum nicht direkt beim adressaten der kritik, der bp-tankstelle?
    über das veränderungspotential solch einer aktion lässt sich natürlich streiten, legitim bleibt sie in meinen augen dennoch.

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