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Karlsruhe Grabschändung und Tierquälerei: Duo soll dutzende Straftaten begangen haben

Wegen einer ganzen Serie von Einbrüchen in Hotels, Gaststätten und Kirchen, Diebstählen auf Friedhöfen sowie Tierquälereien in einem Kleintierpark wird sich ein Duo im Alter von 17 und 27 Jahren verantworten müssen.

Nach umfangreichen Ermittlungen der beim Kriminalkommissariat Bruchsal ansässigen EG Eigentum Nord wurde der bereits gegen den 17-Jährigen erlassene Haftbefehl nach einem umfassenden Geständnis gegen Zahlung einer Kaution und Auflagen außer Vollzug gesetzt. Der seit mehreren Wochen untergetauchte 27-Jährige mutmaßliche Tatgenosse stellte sich unter dem Fahndungsdruck der Polizei vergangenen Dienstag beim Amtsgericht Karlsruhe. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemeldung von Polizei und Staatsanwaltschaft hervor.

Vandalismus und Diebstahl auf Friedhöfen

Aufgrund des vorliegenden Haftbefehls wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Im Einzelnen steht das Duo unter dringendem Tatverdacht, seit Juli 2015 in mehreren Fällen, teils unter Anwesenheit der schlafenden Hotelgäste, in Hotelzimmer in Bad Schönborn-Mingolsheim und -Langenbrücken eingebrochen zu sein. Damals erbeuteten unbekannte Täter vorwiegend Bargeld, Geldkarten und Handys. Aber auch für Einbruchsdiebstähle in drei Kirchen im oberfränkischen Bamberg dürften die jungen Männer verantwortlich sein. Dabei kamen neben Bargeld aus den Opferstöcken von den Sakristeien auch eine Monstranz und Kelche abhanden.

Mehrere im Rhein-Neckar-Kreis verübte Einbrüche in Raststätten und Vereinsgaststätten sowie ein versuchter Wohnungseinbruch in ein Pfarrhaus könnten gleichfalls auf das Konto der beiden gehen. Ferner stehen sie unter Verdacht, einen Einbruch in die Gaststätte des Tierparks Dielheim-Balzfeld begangen zu haben, bei dem Diebe nicht nur Getränke und Bargeld mitgehen ließen, sondern kurzerhand noch eine 30 Meter lange Dachregenrinne aus Kupfer stahlen. Auf dem Friedhof in Bad Mingolsheim waren in der Nacht zum 24. Juli 2015 an 22 Gräbern Grabschalen sowie Grabzubehör aus Bronze gestohlen worden.

Auch hinsichtlich dieser Tatserie stehen die jungen Männer unter dringendem Tatverdacht. Das erbeutete Buntmetall dürften die Verdächtigen den Ermittlungen zufolge bei einem in der Pfalz ansässigen Schrotthändler abgesetzt haben. Besonders hervorzuheben sind darüber hinaus mehrere außerhalb der Öffnungszeiten im Kleintierpark Mingolsheim im Juli beziehungsweise August 2015 vorgenommene Tierquälereien übelster Art.

Teils durch das Bewerfen mit Steinen oder durch Würgen waren verschiedene Tiere misshandelt worden. Unter anderem war durch Strangulieren eine Ente getötet und unter Beschwerung eines Steines im Teich des Tierparks versenkt worden. Den sichergestellten Spuren nach war das Geschehen mit einem mitgeführten Smartphone aufgezeichnet worden.

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