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Karlsruhe Gespuckt und beleidigt: Polizei nimmt alkoholisierte Männer fest

Zwei alkoholisierte Männer waren unabhängig voneinander am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag an den Haltestellen Weinbrennerplatz und Kronenplatz durch üble Beleidigungen und Spuckattacken auffällig. Die Attacken richteten sich gegen ein 24-Jährige sowie gegen Polizeibeamte.

Ein 40-jähriger, aus Straßburg stammender Mann ohne festen Wohnsitz beleidigte an der Straßenbahnhaltestelle Kaiserstraße/Kronenplatz kurz nach Mitternacht eine 24 Jahre alte Frau. Er schrie lauthals übelste Schimpfwörter mit sexuellem Hintergrund. Die Geschädigte ging indessen nicht näher auf die Beleidigungen ein und setzte sich in der eingetroffenen Bahn der Linie S52 hinter den Fahrer.

Der 40-Jährige stieg daraufhin gleichfalls zu und setzte seine Tiraden unter Demonstration obszöner Gebärden fort. Nachdem der Bahnführer dies wahrgenommen hatte, forderte er den alkoholisierten Mann zum Verlassen des Fahrzeugs auf. Allerdings kam dem erst nach mehrmaliger Aufforderung nach, als sich der Fahrer weigerte, weiterzufahren.

Als er an der Fahrerkabine vorbeikam, spuckte er dem Bahnführer ins Gesicht. Allerdings nahm dies eine Beamtin der Bundespolizei wahr, die den 40-Jährigen vorläufig festnahm und zum Polizeirevier Marktplatz brachte. Weitere Ermittlungen dauern in diesem Fall noch an, so die Polizei.

Vorfall an Haltestelle Weinbrennerplatz

Die zweite Festnahme erfolgte am Montag gegen 19.30 Uhr: Ein mit rund 2,1 Promille alkoholisierter algerischer Asylbewerbers wurde an der Haltestelle Weinbrennerplatz festgenommen. Zeugen hatten zuvor eine Gruppe von mehreren Personen gemeldet, die alkoholisiert dort wartende Fahrgäste anpöbelten. Vor Ort stellten Beamte des Polizeireviers Karlsruhe-West dann sechs Asylbewerber fest, die eine große Menge an alkoholischen Getränken bei sich hatten.

Aus Gründen der Eigensicherung forderte die Polizei die Gruppe auf, die Hände aus ihren Taschen zu nehmen. Bis auf einen 29-Jährigen kamen die Personen dieser Forderung nach. Der junge Mann steckte allerdings seine Hände provokativ immer wieder in seine Taschen, lachte die Beamten im Zuge dieser Aktionen aus und bezeichnete einen der Polizeibeamten als Rassisten. Auch nach der Ankündigung, ihm bei Nichtbefolgung dieser Anweisungen Handschließen anzulegen, wollte der Mann nicht nachkommen.

Letztlich musste er zu Boden gebracht und geschlossen werden. Im Streifenwagen bespuckte der verbal äußerst aggressive und beleidigende Mann die Fahrzeugsitze. Letztlich beleidigte und bespuckte er noch in der Gewahrsamseinrichtung mehrfach den festnehmenden Streifenbeamten. Bis zu seiner Ausnüchterung musste der 29-Jährige in Polizeigewahrsam verbleiben. Er wird sich nun wegen Beleidigung und Widerstands gegen Polizeibeamte zu verantworten haben.

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Kommentare (137)
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  •   Simselgrebsler
    (39 Beiträge)

    13.01.2016 16:04
    Ich hab eine prima Idee
    für diese unartigen Asylbewerber oder Flüchtlinge die sich nicht anständig benehmen können. Für mich wäre es die Höchststrafe schlechthin, extrem Menschenverachtend-Erniedrigend-Demütigend es toppt einfach alles. Selbst Nordkoreas Babydiktator würde da aus dem staunen nicht mehr raus kommen. Danach reisen die entweder ganz schnell wieder ab oder werden zu Lämmer des Schweigens.
    Eine Nacht mit Claudia Roth verbringen und der Friede im Land ist wieder hergestellt!!!!!!!!
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  •   EinEuroAktie
    (851 Beiträge)

    13.01.2016 17:14
    Das ist aber verboten
    @ Simselgrebsler
    das ist Psychoterreor. Psychofolter ,obwohl verdient hätten die solche Strafen schon .Jeden Tag eine gute Tat.
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  •   MinnieC
    (225 Beiträge)

    13.01.2016 13:16
    Eigentlich bin ich nicht für immer neue Gesetze,
    aber für diese Fälle bräuchten wir
    1. einen Trunkenheitsparagraphen: wer unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen in der Öffentlichkeit unangenehm auffällt wird bestraft. Unangenehmes Auffallen: Benehmen wie oben beschrieben, aber auch pinkeln an Hauswände, kotzen auf den Bürgersteig und lautstarkes Singen während der Nachtruhe (Gibt da bestimmt noch mehr). Vielleicht kommen dann diejenigen, die sich unter Alkoholeinfluss nicht benehmen können, darauf entweder zu Hause zu trinken oder aufzuhören. Für obige Fälle ist es gut für das Führungszeugnis im Hinblick auf das Asylverfahren.
    2. Spucken ist Körperverletzung, nicht getroffen-versuchte Körperverletzung. Bespucken von Polizisten-verstärktes Strafmaß. Alleine bei der Vorstellung, diese Suppe ins Gesicht zu kriegen, wird mir schon schlecht; mir reicht es auch schon, die Rotze auf dem Gehweg sehen zu müssen oder anderen dabei zuzusehen, wie sie gerade auf den Gehweg spucken.
    Die Beamten tun mir echt leid.
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  •   Avatar
    (997 Beiträge)

    13.01.2016 16:47
    Au weia
    Das würde aber zum deutschen Eigentor werden Minnie, was bei uns in den letzten Jahren an Deutschen, vor allem Jugendlichen bis 26 so alles vollbracht hat, während sie nachts von der Haltestelle an unserer Wohnung vorbeizogen...
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  •   MinnieC
    (225 Beiträge)

    13.01.2016 18:17
    Wie es Ghibli bereits beschrieb,
    es geht um Taten unter Alkohol- / Drogeneinfluss im Allgemeinen und Spucken im Besonderen. Mir ist es egal, ob ein Asylbewerber, ein Obdachloser oder ein Student besoffen rumpöbelt oder sich sonstwie daneben benimmt oder noch schlimmeren Ärger anfängt. Man darf soviel saufen wie man will, solange man sich wenigstens noch einigermaßen unter Kontrolle hat. Wer das nicht kann, bleibt zum Saufen bitte zu Hause.
    Zum Spucken: es ist in unserer Kultur nicht üblich, seine Abneigung seinem Gegenüber durch Anspucken auszudrücken. Strafrechtlich erfüllt es wohl die tätliche Beleidigung, aber mir ist dies zu wenig. Eine verbale oder gestische Beleidigung kann ich ignorieren, Spucke-vor Allem im Gesicht- nicht. Da sich in letzter Zeit die Berichte mit Anspucken häufen und die Spucker fast ausschließlich aus Nordafrika stammten, schließe ich, dass Anspucken wohl das Pendant zu unserem Stinkefinger ist.
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  •   Ghibli
    (456 Beiträge)

    13.01.2016 17:08
    Das wird
    kein Eigentor sondern ein doppelter Gewinn, weil es um Straftaten und Ordnungswidrigkeiten unter Alkoholeinfluss im allgemeinen geht.

    Alkohol- und Drogenmissbrauch MUSS sich grundsätzlich ohne Betrachtung der Beweggründe strafverschärfend auswirken. So etwas wie verminderte Schuldfähigkeit darf es da einfach nicht geben, das ist vollkommen widersinnig und ein schwerer Fehler im Gesetz.
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  •   Avatar
    (997 Beiträge)

    13.01.2016 17:45
    Mhhh
    und wer solls kontrollieren? Wer schaut in Durlach, Grötzingen und Rüppurr nachts danach, dass sich die Besoffenen gut benehmen auf dem Nachhauseweg? Dafür ist kein Personal da. Das ist genauso wie mit dem Handyverbot am Steuer, interessiert keine Sau, weil es niemand kontrolliert.
    Wenn schon Gesetze, dann aber auch die Kontrolle derselbigen, ansonsten wirds zur Lachnummer.
    Wobei ich Minnie schon Recht gebe mit dem, dass es auch mich anwidert, was unter Alkoholeinfluss, folgenlos für die lustige Truppe der Verursacher, getrieben wird.
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  •   MinnieC
    (225 Beiträge)

    13.01.2016 18:31
    Bestrafe zehn, erziehe hundert
    So wie es sich rumspricht, dass man angeheitert oder stockbesoffen ohne großartige Konsequenzen Ärger machen darf, so wird es sich auch rumsprechen, wenn bei Erwischtwerden z. B. 250€ fällig sind oder Ausnüchterungszelle + 250€. Außerdem setze ich für diesen Fall auch hoffnungsvoll auf die Eltern.
    Aber es kann nicht angehen, dass sich (wie im Bericht beschrieben) jemand im Suff vollkommen ungehemmt verhält, Fremde belästigt und dann auch noch Polizisten oder den Busfahrer bespuckt und dies nicht oder nur lax bestraft wird. Da fordere ich eine Straferhöhung aufgrund des Alkoholmißbrauchs.
    Darüberhinaus kenne ich einige aus meiner Schulzeit einige, die bei einer solchen Handhabe mit Sicherheit einen anderen Lebenslauf hätten, weil sie die Handbremse vorher gezogen haben.
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  •   Avatar
    (997 Beiträge)

    13.01.2016 18:56
    Nochmal
    Wer solll das kontrollieren? Die Polizei kommt schon so nicht dazu auf alles zu reagieren (und ich spreche hier von schwerern Vergehen).
    Und da Sie so schön die Eltern ansprechen, die dafür sorgen sollen, dass ihre Nachkommen sich besser benehmen, da muss ich jetzt einfach mal laut auflachen. Eltern? Die lassen (und ich weiss wovon ich spreche, ich hatte in Rüppurr an meinem letzten Wohnort genügend davon) ihre 16jährigen über den Osterurlaub alleine zu Hause, da ist dann ab 14.00 Uhr Party, da ist die Gesellschaft schon um 18.00 h blau und ab 23.00 h da geht die Party lautstark auf der Strasse weiter. Aber so was von, und zwar jeden Tag! Die Nachbarn? Die halten die Klappe, weil ihre Kinder treiben es halt auch mal bunt. Ach ja und wenn die lieben Eltern wieder da sind, und Papi wieder im eigenen Architekturbüro sitzt und Mami shoppen und walken geht, da sitzen die Kiddies auch auf dem Balkon und saufen mit ihren Kumpels. Die Eltern müssten ZUERST erzogen werden und vom Egotrip runter
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  •   Ghibli
    (456 Beiträge)

    13.01.2016 21:07
    Das kannst du
    so wenig kontrollieren wie zB häusliche Gewalt. Darum gehts auch gar nicht. Es geht um konsequente Bestrafung im Falle einer Straftat. Die dann wiederum Signalwirkung haben muss. Oder zumindest könnte.
    Mach neben dem Fahrverbot/Führerscheinentzug auf Fahren unter Alkoholeinfluss eine Geldstrafe ab 10000 Euro drauf.
    Also dann müssen Alkoholfahrten doch drastisch zurückgehen.
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