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07.07.2013 02:36
 
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Gemüsebeete mitten in Karlsruhe: Die Fächergärtner machen's möglich [28]

Bild:Heike Schwitalla

Foto: Heike Schwitalla
Karlsruhe (hhs) - Gemüsepflanzen in der Kaiserstraße, ein Kräutergarten am Schloss Gottesaue - klingt utopisch, ist es aber nicht: Die Karlsruher Fächergärtner haben sich nämlich dem "urban gardening" verschrieben und wollen die Stadt mit ihrem "grünen Daumen" aufwerten.
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Seit vergangenem November ist der Trend "urban gardening", zu deutsch Stadtgärtnern, auch in Karlsruhe ein Begriff. Unter dem Namen Fächergärtner haben sich etwa 60 Bürger zusammengefunden, die gemeinsam die Stadt verschönern und begrünen wollen.

Beete auf städtischen Grünflächen

"Wir stehen noch ziemlich an Anfang, was unsere Strukturen betrifft", erklärt Anke Kelber, einer der ersten Fächergärtnerinnen in Karlsruhe. "Die meisten Mitglieder haben wir bisher über Mundpropaganda und im Bekanntenkreis gefunden, aber immer mehr Menschen werden auf unsere Hinweisschilder und die Projekte aufmerksam." 

Die Idee hinter dem Stadtgärtnern ist einfach: Auf städtischen Grünflächen legen interessierte Hobbygärtner Beete an, pflanzen Kräuter, Gemüse oder auch Blumen - mit dem Ansinnen, die Stadt schöner zu machen, den Menschen Bezug zur Natur zu vermitteln und natürlich auch, um Nahrungsmittel zu "produzieren". "Erlaubt ist eigentlich alles, außer Bäumen, giftigen oder illegalen Pflanzen", erklärt Kelber. Während es in anderen Städten auch "Guerilla-Gardening" gebe, das Ganze also mehr oder weniger illegal abläuft, sei in Karlsruhe alles vom Gartenbauamt abgesegnet. "Wir erhalten eigentlich von allen Stellen Unterstützung", so Kelber weiter.

So habe die Stadt beispielsweise auch die Pflanzsäcke in der Stadt und die Pflanzen darin zur Verfügung gestellt. Neben dem Projekt in der Kaiserstraße, das aktuell von sich reden machte, gibt es noch zwei weitere Pflanzflächen in der Fächerstadt: in der Weststadt, beim Karlsruher Budo-Club und in der Oststadt gegenüber der Straßenbahnhaltestelle "Schloss Gottesaue" am Marstallgebäude. Aber wenn es nach den Fächergärtnern geht, sollen in nächster Zeit noch weitere "urbane Gärten" hinzukommen. Denn die Gärten sollen möglichst wohnortnah sein, damit Gießen und Gärtnern auch für Menschen mit weniger Freizeit kein Problem darstellen. Schießlich soll das Ganze ja ein Freizeitspaß und kein Stress sein.

Gemüse für alle - eine ganz neue Art der Bürgerbeteiligung

"Die Idee ist tatsächlich, dass sich hier jeder bedienen kann. Kräuter, Gemüse, vielleicht auch Blumen oder Obst - allerdings wäre es schön, wenn die Pflanzen stehen bleiben würden" - es gebe natürlich Fälle, wo ganze Pflanzen herausgerissen, statt nur abgeernet wurden, aber das sei die Ausnahme, erklärt Anke Kelber weiter. "Auch mit Vandalismus haben wir hier in der Oststadt noch keine negativen Erfahrungen gemacht". Allerdings seien einige der Pflanzssäcke in der Kaiserstraße aufgestochen worden. "Schade natürlich, aber vielleicht an dieser Stelle auch nicht ganz unerwartet."

Mitmachen kann eigentlich jeder, an den Stadtgärten stehen Schilder, auf denen die Treffen der Fächergärtner angekündigt werden. "Es wäre schön, wenn die Interessenten da mal vorbeischauen würden, einfach, dass man weiß, wer hier gärtnert", so Kelber. Aber natürlich können Interessierte auch einfach so an den Gärten vorbeischauen und sich dort ihr eigenes Plätzchen suchen. Am Mittwoch beim Treffen in der Oststadt waren gleich mehrere "Neugärtner" dabei: Auch Chloe will ab sofort mitgärtnern. "Ich fahre hier immer mit dem Rad vorbei und habe die Gärten schon oft gesehen, da dachte ich mir, ich komme einfach mal zu einem Treffen und mache mit." Sie habe bisher noch nicht wirklich viel mit Gartenarbeit zu tun, erzähl die Praktikantin. "Aber die Idee ist einfach toll."

Kaum Vandalismus und jede Menge positives Feedback

Und so scheint das "urban gardening" ist Karlsruhe einen echten Boom zu erleben, denn auch die Stadt und sogar das Land, dem ein Teil der Fläche am Schloss Gottesaue gehört, sind begeistert. "Man war wirklich überall von der Idee begeistert", so Anke Kelber. "Selbst der Hausmeister vom Schloss hilft mit, der hat nämlich den Wassertank der Hobbygärtner befüllt, so dass immer ausreichend Gießwasser vorhanden ist. "Die Menschen sind begeistert von der Idee. Auch in der Kaiserstraße mussten wir nur an den ersten zwei Tagen zum Gießen vorbeischauen, mittlerweile haben das die Anwohner übernommen, es ist wirklich toll, das zu erleben." So gibt es dort Minze, Basilikum, Paprika und Tomaten bald zum Mitnehmen, nicht nur für die Fächergärtner. 

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und seinen "grünen Daumen" selbst testen möchte, schaut entweder bei dem Fächergärtner-Treffen, immer mittwochs ab 18 Uhr an der Marstallmauer gegenüber der Straßenbahnhaltestelle "Schloss Gottesaue" vorbei oder informiert sich beim BUZO-Umweltzentrum, Telefon 380575, buzo@umweltzentrum-karlsruhe.de.

Bildergalerie
Karlsruhe, Schloss Gottesaue  Die Fächergärtner

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Kommentare [28]
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  • (7137 Beiträge) | 08.07.2013 15:26
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    Das ist
    im Prinzip eine gute Idee.
    Es gibt genug Leute,die in der Stadt in einer Etagenwohnung ohne Balkon leben und gerne mal etwas gärtnern wollen.
    Und das mal eine Parzelle in einer Schrebergartenanlage frei wird,darauf kann man i.d.R. sehr lange warten.
  • (449 Beiträge) | 08.07.2013 09:19
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    es grenzte an ein Wunder..
    wenn ein solch durchweg positives Thema nicht die üblichen Hassfratzen hervorlocken würde. Liebe Initiatoren - Gott sei Dank lasst Ihr Euch von solchen Kommentaren nicht beeindrucken. Bitte weiter so ! Der Ignoranz keine Schanz - keine Macht den Blöden !
  • (2790 Beiträge) | 07.07.2013 23:18
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    Gutes Projekt!
    Sicher ist es kein Beitrag zur allgemeinen Lebensmittelversorgung, aber eine gute Alternative für Bürger, die Spaß am Gärtnern haben, denen aber ein eigener Schrebergarten zu spießig, teuer oder aufwändig ist.

    In Deutschland, einem Land mit langer Kleingartentradition und durchgrünten Großstädten, auf deren Gemarkung nahezu immer Landwirtschaft betrieben wird, ist urban gardening natürlich weniger spektakulär als in den großen Metrolen der Welt, wo es als Hype für Hipster gefeiert wird.
  • unbekannt
    (526 Beiträge) | 07.07.2013 22:53
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    Nun "Cushdichweg" auf welchen Fakten behaupten sich .....
    den deine angeblichen Thesen, dass es sich um ein Alibi Projekt von Arbeitslosen handelt ?! Hetzfield ... was spricht dagegen das auf kleinsten Raum Nutzpflanzen angepflanzt werden ?!! Sind also alle die auf Ihren Balkonen und Terrassen Tomaten , Oregano , Basilikum etc . anpflanzen also alle Albern sind !! Hm .... wie immer , die selben Hetzer und Verleumder die bis in den Morgenstunden online unterwegs sind ! Nun an die Mehrfachnickuser und HETZER wie immer Thema verfehlt !
    An genannten User wie immer
    D.I.P
  • unbekannt
    (29986 Beiträge) | 08.07.2013 00:03
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    Geh sterben arni,
    dir fehlt einfach die Grundintelligenz oder du liest nicht alles.
  • unbekannt
    (29986 Beiträge) | 07.07.2013 14:45
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    Alter Hut,
    das gibt es seit Jahrzehnten. Vor allem in der Südstadt und der Südweststadt gibt es seit jeher eine Vielzahl von indoor urban gardenern.
    Allerdings mit dem Unterschied, dass da gelegentlich eine staatliche Bewertungskommission vorbeikommt und die Pflanzen mitnimmt.

    grinsen
  • (11979 Beiträge) | 07.07.2013 14:28
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    Mal eine eher praktische Frage,
    wie verhindert man denn, dass die ästhetisch wertvollen Steckrüben von Hunden markiert werden?

    Gerade da an der Dragonerhalle läuft alle 5 Minuten ein Hund mit Herrchen vorbei. Also essen wollte ich das Zeug nicht unbedingt.
  • (7137 Beiträge) | 08.07.2013 15:30
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    Es ist
    ganz einfach:
    Das geerntete Zeug einfach waschen bevor man es isst.
    Muss man sowieso,denn sonst klebt einem die ganze Erde im Mund. zwinkern
  • (14337 Beiträge) | 07.07.2013 20:24
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    Und dann stelle man sich vor:
    Rauchende Frauchen und Herrchen die ihre Kippen in die Beete Werfen! Alle Arbeit umsonst, alles hoffnungslos verseucht! zwinkern
  • (7137 Beiträge) | 08.07.2013 15:31
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    Eine
    Kippe ist gut gegen so manche Schädlinge.
    Ansonsten ist die auch Natur. zwinkern
  • unbekannt
    (29986 Beiträge) | 07.07.2013 16:15
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    Auf kleinem Raum
    relativ willkürlich Nutzpflanzen zu setzen find ich auch etwas albern. Aber gegen Zierpflanzen aller Art ist nichts zu sagen. Leider wirds dann wieder genug Idioten geben die dir deine Arbeit kaputtmachen.
  • unbekannt
    (29986 Beiträge) | 07.07.2013 16:22
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    Dass das
    nicht falsch verstanden wird:

    Im eigenen Garten oder Schrebergarten ist das natürlich auch mit den Nutzpflanzen toll. Aber so öffentlich...
  • (8072 Beiträge) | 07.07.2013 23:25
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    !
  • unbekannt
    (29986 Beiträge) | 08.07.2013 00:04
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    Ja geil
  • (8578 Beiträge) | 07.07.2013 14:41
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    Hochbeete
    Die Säcke in der Kaiserstrasse haben auch Erdbeeren die ziemlich weit oben wachsen.

    Letztendlich weiß man auch in einem eigenen Garten oder Pachtgelände nie, was da nachts rumläuft und ...
  • (8072 Beiträge) | 07.07.2013 15:12
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    !
    Bester Bio-Dünger!
    Die Natur hat es extra so eingerichtet, dass nix verloren geht, auch wenn was "runterfällt". Alles ist Nährstoff für Pflanzen.
    Gülle bspw.
  • (286 Beiträge) | 07.07.2013 12:15
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    wem's spaß macht
    meines wäre es auch nicht, aber wenn es den leuten spaß macht, sollen sie doch, schadet ja niemandem... allerdings weiß ich nicht, ob ich das Gemüse so mitten aus der Stadt essen würde... wer weiß, was damit so passiert... wenn's dunkel ist und keiner schaut.... grinsen
  • unbekannt
    (3304 Beiträge) | 07.07.2013 11:32
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    .
    Manche Leute haben echt nichts zu tun. Urban gardening ist völliger Schwachsinn.
  • (63 Beiträge) | 07.07.2013 12:00
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    Dieser
    Kommentar wundert keinen...!

    Manche Leute haben wohl nichts anderes zu tun als hier nur Müll zu schreiben. Wenn dir alles und jeder, die Themen und ka-news sowieso nicht gefallen, was machst du dann hier? Brauchst du es, dich anonym auskotzen zu können oder was ist dein Problem?

    Reg dich weniger auf und schreibe doch einfach woanders. Deal?
  • unbekannt
    (3304 Beiträge) | 07.07.2013 12:31
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    Leider ist das Monstrum der medialen Inkompetenz namens ka-news was diese Stadt angeht ohne Alternative.
    Und das, worüber berichtet wird, zeigt, dass der Trend in dieser Stadt zu geringerer Bildung und Intelligenz geht, und dass der asoziale und spackenhafte Lebensstil, der seit der Wiedervereinigung aus Osteuropa nach Deutschland gekommen ist, sich gerade in Karlsruhe endgültig festgesetzt hat.
    Da legen Leute ohne Arbeit für ein Alibiprojekt Beete von sinnlos wenigen Quadratmetern an Stellen an, wo diese keiner braucht und wo eigentlich großflächige Bepflanzungen zur Ästhetiksteigerung und Stadtatmosphärenverbesserung nötig und geboten wären an. Ich hoffe, dieser Verein wird nicht aus Steuergeldern unterstützt.
    Es sind genau Leute wie du, die zu keinem Zeitpunkt die über ein punktuelles Thema hinausgehenden Zusammenhänge zu erkennen in der Lage sind, die aus einer Stadt wie dieser ein Dreckloch machen.

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