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Karlsruhe Geld für Amateurmusiker: Karlsruher Landtags-Kandidaten wollen Förderung

Die SPD will die Förderung der Amateurmusik in Baden-Württemberg deutlich erhöhen und an die Förderung der Sportvereine anpassen. Das geht aus einer Pressemeldung der Sozialdemokraten hervor. Auch die Karlsruher SPD-Landtagskandidaten unterstützen den Vorschlag.

"Über 3,7 Millionen Mitglieder in Sportvereinen stehen einer Million Mitgliedern in Gesangs- und Musikvereinen gegenüber. Deshalb fällt die Vereinsförderung im Sportbereich höher aus als im Musikbereich", billanziert Claus Schmiedel, Landesvorsitzender der SPD. Dennoch gäbe es hier Veränderungsbedarf, denn bei der Pro-Vereinsmitglied-Förderung sei die Musik im klaren Hintertreffen im Vergleich zum Sport. "Dieses Missverhältnis gilt es zu analysieren und stufenweise in den nächsten Jahren in der Musikförderung anzugleichen", so Schmiedel weiter.

Mit dieser klaren Aussage unterscheide man sich auch deutlich vom Koalitionspartner Grüne, der "eine Benachteiligung der Amateurmusik gegenüber dem Sport" nicht sehe. "Wenn die vielen Mitglieder in den Musik- und Gesangsvereinen in Karlsruhe daher Interessen an einer besseren Förderung haben, müssen sie bei der Landtagswahl am Sonntag die SPD stärken", so die beiden Karlsruher SPD-Kandidaten Meri Uhlig und Johannes Stober.

"Musiker gucken bei CDU und Grünen in die Röhre"

Deutlich werden die beiden Sozialdemokraten auch gegenüber der CDU. Diese bemängle in ihrer Antwort an den LMV zwar die ungleiche Förderung zwischen Sport und Amateurmusik. Gleichzeitig habe sie aber – im Unterschied zu Grün-Rot – während ihrer Regierungszeit weder die Förderung des Sports noch der Amateurmusik deutlich verbessert.
 



"Bei ihr würden daher alle in die Röhre gucken – auch der Sport", so Uhlig und Stober. Wie gut der neue Solidarpakt Sport bei den Vereinen ankomme, habe nicht zuletzt Anfang Februar das 13. Karlsruher Sportgespräch gezeigt. Insbesondere die Erhöhung der Übungsleiterpauschale von 1,80 Euro auf 2,50 Euro pro Stunde habe gezeigt, dass das Ehrenamt unter Grün-Rot nicht nur mit schönen Worten, sondern auch mit Taten gefördert werde. Unter den CDU-geführten Vorgängerregierungen sei diese Pauschale seit ihrer Einführung in den 1960er-Jahren unverändert geblieben, so Uhlig und Stober.
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