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30.03.2016 17:05
 
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Gegen den Trend: Einbruchs-Zahlen in Karlsruhe 2015 gesunken [21]

Wenn Einbrecher im Haus waren, sind Betroffene erst einmal geschockt. Doch sie sollten sofort die Polizei und die Versicherung informieren. Foto: Daniel Maurer

Karlsruhe (Jana Buch) - 2015 gab es in Deutschland so viele Wohnungseinbrüche wie noch nie. Laut einem Zeitungsbericht stieg die Zahl der Fälle um zehn Prozent und erreichte einen neuen Rekordwert. Eine Stadt tanzt allerdings aus der Reihe: Karlsruhe. Für diese Entwicklung sieht die Karlsruher Polizei mehrere Gründe.
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Laut der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland im Jahre 2015 um zehn Prozent gestiegen, wie die "Welt" berichtet. Die Zeitung spricht von einem dramatischen Anstieg auf mehr als 167.000 Fälle.

Karlsruhe tanzt aus der Reihe

Ein Paradies für Diebe ist offensichtlich Hamburg: In der Hansestadt haben Einbrecher rund 20 Prozent öfter zugeschlagen als im Jahr zuvor. Auch in Nordrhein-Westfalen verzeichnete die Polizei laut Zeitungsbericht ein Plus von rund 18 Prozent, in Niedersachsen von zirka 13 Prozent. Insgesamt zeichne sich ein zunehmender Trend ab.

Eine Stadt fällt bei dieser Entwicklung allerdings aus dem Rahmen: Karlsruhe. Im Stadtkreis ist hier entgegen des deutschlandweiten Trends die Zahl der Wohnungseinbrüche gesunken - und zwar um rund 29 Prozent. "Der bereits im Jahr 2014 festgestellte Rückgang der Fallzahlen setzte sich im Jahr  2015 verstärkt fort", so das Urteil in der Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

2014 wurden noch 678 Einbrüche registriert, während im Jahr 2015 gerade einmal 481 Diebe ihr Glück an fremden Türen versuchten. Davon scheiterten 241 Einbrüche, was bedeutet, dass in rund 50 Prozent der Fälle die Einbrecher leer ausgingen. Der Grund hierfür ist laut der Polizei Karlsruhe, dass immer mehr Menschen ihre Wohnungen einbruchssicher machen.

Mehr Präsenz und Prävention

Warum kann die Stadt einen deutlichen Rückgang verzeichnen? Ausschlaggebend für die Arbeit der Karlsruher Polizei war das Jahr 2013. In diesem Jahr kam es zu einem drastischen Anstieg der Einbruchskriminalität: Waren es 2012 noch 1.164 Einbrüche im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe, explodierte die Zahl im Folgejahr auf beinahe 2.000 Fälle (1.927).

Der rasante Anstieg im Jahr 2013 von rund 65 Prozent habe die Polizei dazu veranlasst eine "besondere Aufbauorganisation Wohnungseinbrüche" einzurichten, erklärt die Polizei gegenüber ka-news. Neben verstärkten Ermittlungs- und Präsenzmaßnahmen, Einbruchspräventionmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit wurde auch der Datenaustausch zwischen benachbarten Präsidien intensiviert. Das habe zu den sinkenden Einbruchszahlen geführt.

Eine weitere Erklärung für die sinkenden Fallzahlen lieferte die Polizei bereits im Februar: Beim Blick auf die Zahlen zeige sich ein Stadt-Land-Gefälle, so das Polizeipräsidium. Man beobachte, dass Täter seltener in Ballungsräumen und dafür vermehrt in ländlichen Regionen zuschlagen würden. Ein weiterer Wermutstropfen in der Statistik: Die Aufklärungsquote liegt in der Stadt Karlsruhe bei gerade mal 8,5 Prozent und ist im Vergleich zu 2014 um fast acht Prozent gesunken.

"Eine entscheidende Rolle spielt das geringe Entdeckungsrisiko"

Die Karlsruher Polizei will sich auf den sinkenden Zahlen nicht ausruhen. "Festzuhalten ist, dass viele Wohnungseinbrüche durch organisierte Banden verübt werden", so ein Polizeisprecher auf Nachfrage von ka-news. Schwierig gestalte sich der Tatnachweis, der allein mit unseren kriminalistischen Möglichkeiten und bei allen Erschwernissen durch den Datenschutz nicht immer zweifelsfrei zu erbringen sei.

"Eine entscheidende Rolle spielt aber auch das relativ geringe Entdeckungsrisiko, während oder nach einem Wohnungseinbruch erwischt zu werden", so der Pressesprecher weiter, "die Erfahrungen haben gezeigt, dass ein gutes Zusammenspiel von Bürger und Polizei rasche Festnahmeerfolge beschert. Oft sind auf diese Art und Weise schon ganze Tatserien aufgeklärt worden, die zu einem deutlichen Anstieg der Aufklärungsquote geführt haben," sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums.

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Kommentare [21]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (154 Beiträge) | 31.03.2016 13:58
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    Ausser Hetze erkenne ich in deiner Aussage
    weder einen Sachbezug noch sonst etwas Sinnvolles.
    Gibs zu, es drückt schon arg...
  • (153 Beiträge) | 31.03.2016 13:53
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    Einbruchszahlen in Karlsruhe 2015 - gesunken!
    Nicht - dass eine solche "Schlagzeile" so manchen "Freiberufler" in die Gegend lockt zwinkern
  • (687 Beiträge) | 31.03.2016 11:20
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    wie immer, alles bunt, alles schön, alles mainstream, alles wie es sein soll.
    Passt doch !

    Oder vielleicht besser gesagt glaube keine Statistik die du nicht selbst manipuliert bzw. gefälscht hast.

    Schönen Tach auch
  • (133 Beiträge) | 31.03.2016 09:12
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    Jeder Einbruch ist einer zuviel.
    So entspannt wie die Polizei sehe ich die Lage nicht. Beide Nachbarhäuse runserer Reihenhaussiedlung waren im Vorjahr von Einbruch betroffen. Im einen Haus wurden die Einbrecher gestört und sind ohne Beute geflüchtet. Die alte Dame, die zu dem Zeitpunkt allein im Haus war, lebt jetzt in grosser Angst vor weiteren Einbrüchen. Im anderen Nachbarhaus kamen die Einbrecher nicht hinein. Der Sachschaden war erheblich. Inzwischen hat die ganze Nchbarschaft Angst vor weiteren Einbrüchen. Die fühlen sich auch nicht durch das Eigenlob der Polizei sicherer.
  • (7280 Beiträge) | 31.03.2016 07:41
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    Also genau das bestätigt was ich in einem anderen Tread sagte
    Und außerdem: In Karlsruhe. Wie sieht es denn im Landkreis aus?
  • (1205 Beiträge) | 31.03.2016 07:15
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    die Herren und Damen Rechtsextreme
    die hier immer auf virtuelle Ausländerjagd gehen, scheinen offenbar gar nicht aus Karlsruhe zu kommen.
  • (808 Beiträge) | 31.03.2016 16:26
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    So wie
    so mancher Initiator von Netzwerken oder zahlreiche Unterstützer derselben...
  • (811 Beiträge) | 31.03.2016 09:07
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    An den "Pseudo-Rechtsextremen" - Jäger!
    wer veranstaltet hier eine virtuelle und undifferenzierte Ausländerjagd?

    Differenzierte Beiträge und Ideen, wie wir die Kriminalität minimieren können, muss im Interesse aller Menschen die hier leben sein!

    +++Ihre undifferenzierte Hetze gegen angebliche Rechtsextreme stört die Diskussion und spricht gegen eine sachliche und lösungsorientierte Aufarbeitung!+++
  • (235 Beiträge) | 30.03.2016 21:16
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    bundesweiter Anstieg
    der Einbrüche, aber in Karlsruhe gesunken - jo ich glaab ah an de Weihnachtsmann, Oschterhaas, de gute Islamischt usw
  • (624 Beiträge) | 30.03.2016 21:09
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    Das ist ja schön
    und das einzig Positive wird gleich in einem Artikel hier aufgegriffen. Warum schreibt man denn keinen Artikel darüber, dass die Rohheitsdelikte den höchsten Stand in den letzten 10 Jahren erreicht haben. Da gibt es Handlungsbedarf...
  • (624 Beiträge) | 30.03.2016 21:12
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    Im Übrigen
    dürfen sich die Bewohner des Stadtgebietes da nicht mitfreuen, da haben sie nämlich - wie fast alle anderen Deliktsbereiche - zugenommen...
  • (38 Beiträge) | 30.03.2016 19:44
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    Milchmädchenrechnung!
    Wenn in den Jahren 2013/14 die Kriminalität im Kreis KA so massiv angestiegen ist (s. Tabelle), kann doch wohl der Rückgang in 2015 nicht als Erfolg verkauft werden!!! Die Zahlen liegen immer noch deutlich über denen von 2013 und früher. Es kommt eben immer auf die Ausgangsbasis an.
  • (1402 Beiträge) | 30.03.2016 19:00
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    Das übliche Procedere
    Passen die Zahlen ins eigene Weltbild, dann werden sie freudig begrüßt und passen sie nicht, dann wird alles nieder gemacht.

    Die Polizei kann einem Leid tun.
  • (624 Beiträge) | 31.03.2016 07:03
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    Muss sie nicht -
    gleicht sich alles aus im Leben: Während der Polizeipräsident bei den Leuten die sonst eher positiv über die Polizei schreiben, nicht so gut weg kommt, hat er in den anderen Kommentarbereichen zum Thema "Kriminalstatistik" seine Fürsprecher in Herrn Rupp und dem Handlungsreisenden gefunden - und gerade Herr Rupp ist ja ansonsten nicht gerade ein Freund der Polizei (zumindest wenn man liest, was er auf seiner Homepage so schreibt)...
  • (133 Beiträge) | 30.03.2016 18:28
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    Eintagsfliege
    Da der bundesweite Trend genau umgekehrt ist, wird er Karlsruhe auch wieder einholen. Ich halte das für einen Zufall,weil man eine georgische Bande dingfest machen konnte. Das Vakuum wird wieder gefüllt.
  • (829 Beiträge) | 30.03.2016 18:01
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    Diese Statistik ist ein Fake
    Dort werden nur die Einbrüche gezählt, die Erfolg hatten. Nach der Verdoppelung der Zahlen in 2013 haben ganz viele Karlsruher aufgerüstet - ich auch. Das hatte zur Folge, dass danach viele Täter nicht mehr zum Ziel gekommen sind und vorher kapituliert haben. Und da die Zahl der gescheiterten Einbrüche drastisch gestiegen ist, aber in die Statistik nicht eingeht, sieht die Statistik der Polizei jetzt so gut aus. D.h. es ist nicht das Verdienst der Karlsruher Polizei, die die Zahlen nach unten gedrückt hat, sondern die Investitionen der Bürger in sichere Schlösser und Türen. Ich kann mich nicht erinnern, dass im letzten Jahr neben jedem Haus ein Polizist stand....
  • (829 Beiträge) | 31.03.2016 15:52
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    Absolut falsch !!!
    In der Statistik der Polizei werden nur EINBRÜCHE erfasst. Das andere sind EinbruchVERSUCHE und die werden in einer separaten Statistik erfasst, die aber nicht veröffentlicht wird. Sonst würde man nämlich merkeln, dass die Gesamtzahl nicht abgenommen, sondern drastisch zugenommen hat !!!
  • (7115 Beiträge) | 31.03.2016 12:09
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    ??
    "Dort werden nur die Einbrüche gezählt, die Erfolg hatten"
    In der Statistik werden auch die Einbrüche gezählt,die nicht zum Erfolg führten.
    Also was denn nun?
  • (829 Beiträge) | 30.03.2016 19:14
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    Bestätigung meiner These durch die Polizei höchstpersönlich
    Ka-News am 25.06.2014 um 15:21:

    "So seien die Bürger wachsamer geworden, haben verdächtige Wahrnehmungen umgehend über Polizei-Notruf 110 gemeldet und damit der Polizei schnelle Fahndungserfolge ermöglicht. Die vorläufige Festnahme von über 50 Tatverdächtigen, von denen gut die Hälfte in Untersuchungshaft kam, seien größten Teils dem guten Zusammenspiel aufmerksamer Mitbürger mit den Ordnungshütern zu verdanken.

    Außerdem ist die Zahl der gescheiterten Einbrüche gestiegen. Hier zahle sich die Investition in sinnvolle Sicherungstechnik aus. Das hohe Interesse belegen auch die deutlich gestiegenen Anfragen für Beratungstermine bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen. Darüber hinaus konnte durch die Veröffentlichung von mutmaßlichem Diebesgut auf den Internet-Seiten des Polizeipräsidiums Karlsruhe bereits ein Großteil wieder den rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben werden."
    [url=http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Wohnungseinbrueche-in-Karlsruhe-Zahl-der-Delikte-geht-zuruec
  • (808 Beiträge) | 30.03.2016 18:49
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    Das sehe
    ich exakt genauso. Die Leute bauen sich neue Wohnungstüren ein, weiss was für Riegel und schliessen auch immer ab.
    Wenn man sich die Eingangstüren hochwertiger Neubauten anguckt, da kriegt ja jeder Bankangestellte der vor 35 Jahren schon im Geschäft war Tränen der Rührung in die Augen.
    Auch Balkontüren und Fenster werden viel besser gesichert.

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