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Karlsruhe Gegen Fracking, Braunkohle und Atomkraft: Fahrrad-Demo macht Halt in Karlsruhe

Sie sind gegen Fracking, Braunkohle und Atomkraft - und schwingen sich für ihre Ziele aufs Rad. Am Mittwoch stoppte eine Fahrrad-Kolonne von Umweltaktivisten im Karlsruher Rheinhafen und am Ludwigsplatz. Dort demonstrierten sie für den sofortigen Ausstieg aus Kohle-und Atomkraft.

Unter dem Motto "Widerstand verzahnen - Zähne zeigen" sind die Aktivisten bis zum 23. August quer durch Deutschland unterwegs. Ihr Ziel ist das Rheinland - dort findet nicht nur das Klimacamp statt, sondern auch das Reclaim the Fields Camp sowie Aktionstage.

"Die Energiewende ist in Karlsruhe nicht angekommen", meint Umweltaktivist Harry Block. Das Rheinhafendampfkraftwerk RDK7 stoße alleine sechs Millionen Tonnen CO2 jährlich aus. Die Schuldigen sind für Block schnell gefunden: Politiker. Denn sie könnten entscheiden, wie mit Energie umgegangen werde. Die bisherigen "Fehlentscheidungen" der Politik kritisiert er scharf, denn "bezahlen müssen wir die nicht nur mit unserer Stromrechnung, sondern - was viel schlimmer ist -, mit unserer Gesundheit", so Block weiter. Er sei sich sicher, dass die ganze Region Karlsruhe nur mit Gas versorgt werden könne, die Kohlekraft aus dem Rheinhafen sei schlicht überflüssig.

30 Prozent der EnBW-Kohle kommt aus Kolumbien

Sein Mitstreiter Wolfram Treiber geht sogar einen Schritt weiter: "Energie muss eine soziale Dienstleistung sein, die weltweit bereitzustellen ist - und keine Ware", betont er. Nur so sei es möglich, lediglich so viel Energie wie nötig, und dennoch so wenig wie möglich zu verbrauchen. Momentan sei Energie allerdings der "Profitmaximierung der Energieanbieter unterworfen".

Die Aktivisten gehen auch mit der EnBW hart ins Gericht. Denn sie kaufe 30 Prozent ihrer Steinkohle aus Kolumbien ein, wie fast alle großen Stromversorger. Dort werde die Kohle allerdings "unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen und hoher Umweltbelastung" gewonnnen. Auch das ehemalige Kernforschungszentrum - heute KIT Nord - kritisieren die Aktivisten für seine Forschungen mit Plutonium.

Die "Reclaim Power Tour" will in ganz Deutschland für ein Umdenken sorgen. "Reclaim Power" bedeutet so viel wie "Holt euch die Energie zurück!", aber auch "Fordert die Macht für euch!". Damit beanspruchen die Aktivisten die Kontrolle über die Energieversorgung, die ihrer Ansicht nach nicht mehr länger bei den Stromkonzernen liegen solle.

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Kommentare (19)
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  •   coleman0234
    (416 Beiträge)

    15.08.2013 14:28 Uhr
    Den
    Aufgemalten Fahrplan fahren die nie im Leben mit dem Rad.
    Irgendwo wird in den Zug eingestiegen. Und mit was wird dieser angetrieben??? grinsen
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  •   lynx1984
    (2710 Beiträge)

    15.08.2013 20:02 Uhr
    mit Strom ;-)
    mit BahnCard sogar zu 100% Ökostrom.
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  • unbekannt
    (3577 Beiträge)

    16.08.2013 14:10 Uhr
    Bahncard wird aus Kunststoff hergestellt, einem Erdöl-Produkt
    die Bahn versucht mit Öko-Image ein paar Kunden einzufangen, die sie durch Sauna-ICEs und ausgelassene Halte (Wolfsburg, Mainz) verloren hat. Die Schienen und Züge werden garantiert nicht CO2-neutral hergestellt.
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  •   lynx1984
    (2710 Beiträge)

    15.08.2013 14:06 Uhr
    Karlsruhe ist Atom, Kohle und Erdölstadt!
    Ihr vergesst, dass wir in und um Karlsruhe eine nicht gerade ungefährliche Atomforschung/ atomare Wideraufbereitung im Versuchsstadium haben/hatten, eines der größten atomaren "Zwischenlager" und zugleich auch noch dreckiger Kohlestrom direkt in Siedlungsnähe erzeugt wird. Zusätzlich wird in der Region wieder nach Öl/Erdgas gebohrt mit unvorhersehbaren Konsequenzen für unser Grundwasser. Ich bin mit sicher, dass alle Karlsruher bei einem Volksentscheid sich gegen die gefährlichen Bohrungen entschieden hätten. Zumal die Einnahmen in private Hände/zu ausländischen Investoren fließen. Darauf darf man mal aufmerksam machen. Und ja dann geselle ich mich auch zu "Zausel" und trage dabei einen Anzug. Auch ich weiß, dass man Kohle und Gas auf lange Zeit noch braucht. Trotzdem geht es deutlich anders als wie es momentan von der "Politik" vorgegeben wird.
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  •   ALFPFIN
    (5673 Beiträge)

    15.08.2013 13:20 Uhr
    Also bitte,
    diese Grünen-Fundamentalisten, treiben sicher zu Hause den Fernseher und Kühlschrank mit dem Fahrrad-Dynamo an, das geht jetzt nicht mit einem Bio-Fahrrad aus Holz. Und PC und Drucker wird natürlich auch mit Hand/Fußarbeit angetrieben. Ansonsten Kerzen und im Winter sitzt man im Lammfell und Handgestrickten. Entschuldigung, die Veganer unter den Grünen sitzen natürlich nur im Handgestrickten und ziehen dem Lamm nicht das Fell über die Ohren. grinsen

    Und wenn keiner hinguckt und die Rollläden unten sind, machen sie das Licht an und hören auf zu radeln, Steckdosen gibt es sicher genug in der Wohnung, egal wo der Strom herkommt. grinsen
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  •   andip
    (8202 Beiträge)

    15.08.2013 15:33 Uhr
    Also
    Kerzen gehen gar nicht.
    Die werden entweder auch letztendlich aus Öl gemacht oder aus Bienenwachs.Und man kann doch den Bienen nicht ihr Zuhause wegnehmen. zwinkern
    Obendrein gibt eine Kerze Unmengen an Russ und Feinstäuben ab,vom miserablen Wirkungsgrad gar nicht zu reden. zwinkern
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  •   Samson_83
    (292 Beiträge)

    15.08.2013 11:36 Uhr
    OH MEIN GOTT
    die sind mir grad in der Stadt begegnet als Sie in Richtung Schloss unterwegs waren.

    30 Menschen auf Fahrrädern mit Fähnchen verzottelten Mähnen gebrauchen die ganze Fahrbahn. Nix gehört von Fahrradwegen oder dem Rechtsfahrgebot. Mich würde auch nicht wundern wenn die so mal auf die A8 fahren.

    Irgendwie fernab jeder Realität unterwegs
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  •   mueck
    (9042 Beiträge)

    15.08.2013 11:45 Uhr
    !
    § 27 (1) Satz 2 und 3
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  •   hajmo
    (3829 Beiträge)

    15.08.2013 11:28 Uhr
    Zum Glück sind die Atomkraftwerke in Deutschland sicher
    und sowas wie in Fukushima oder Tschernobyl kann hier nicht passieren. Und die Luft hier ist eh verdreckt, da kommts auf ein paar weitere Kohlekraftwerke ja nicht mehr an.
    Man hätte sich schon viel früher Gedanken über Alternativen machen müssen und nicht einzig und allein das kleine Atom subventionieren. Ich finde es gut, dass es Menschen gibt, die nicht alles einfach als gegeben hinnehmen.
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  •   Herbert-119
    (1164 Beiträge)

    15.08.2013 22:24 Uhr
    Atomkraftwerke in Deutschland sicher...
    Nein ++++++++++

    Kernenergie ist weitaus ungefährlicher als uns dies Grünen ÖKOS schon ein Leben lange weismachen.
    Schon mal wirklich deren Argumente Kritisch hinterfragt und sich mit der Kernenergie und deren aussagenüber dieselbe auseinandergesetzt ?

    Nicht na dann wird es zeit.

    http://www.freiewelt.net/atomstrom-rettete-1-8-millionen-das-leben-5399/

    http://100-gute-antworten.de/

    http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/kernenergie-100-gruende-und-100-gute-antworten-1-bis-3/
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