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26.01.2016 13:30
 
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Gegen Bahnlärm: 7,2 Kilometer lange Lärmschutzwand für Karlsruhe [2]

Baustellenfläche an der Weiherfeldbrücke: Oberbürgermeister Frank Mentrup, Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Baden-Württemberg und Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beim Einheben des letzten Wandelements
Bild:(Lydia Bilharz)

Karlsruhe (Lydia Bilharz) - "Lärm ist eine Zivilisationskrankheit", so Oberbürgermeister Frank Mentrup bei dem Pressetermin zum Abschluss der Arbeiten zum Lärmschutz in Karlsruhe. Rund 11,8 Millionen Euro wurden für über sieben Kilometer Schallschutzwand investiert, heißt es von der Seite der Deutschen Bahn, die für die Arbeiten zuständig war. Nun wurde von den Beteiligten symbolisch das letzte Wandelement auf der Baustellenfläche an der Weiherfeldbrücke eingehoben.
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"Nach rund zehn Jahren haben wir heute eine wichtige Etappe auf dem Weg zu besserem Lärmschutz in unserer Stadt erreicht", meint Oberbürgermeister Frank Mentrup beim Pressetermin am Montag. Zusammen mit Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg sowie Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für das Land Baden-Württemberg, hatte sich das Karlsruher Stadtoberhaupt an der Weiherfeldbrücke in Karlsruhe eingefunden.

Gesetztes Ziel 2013: 70 dB bei Tag/ 60 dB nachts

Der Grund: Im Rahmen des Programms "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes", hat die Deutsche Bahn (DB) in Karlsruhe Maßnahmen ergriffen, um den störenden Bahnlärm einzudämmen. Während das Bundes-Immissionsschutzgesetz von 1974, den Schutz vor Verkehrslärm bei Neu- und Ausbauvorhaben regelt und die Verantwortung hierzu bei den jeweiligen Gemeinden liegt, gelten für bestehende Strecken diese Bestimmungen nicht.

Um anliegenden Gemeinden, die bisher nicht von dem Lärmschutz nach der neuen Regelung profitierten, eine Entlastung zu bieten, trat für die Umsetzung die "Richtlinie für die Förderung von Lärmsanierungsmaßnahmen Schiene" des Bundesverkehrsministeriums in der aktuellen Fassung am 1. März 2013 in Kraft. Demnach war das Ziel die betroffenen Gebäude soweit vor Lärm zu schützen, dass der Immissionspegel bei Tag bei 70 Dezibel (dB) zu liegen hat und in der Nacht die Grenze von 60 dB nicht überschreitet.

7.168 Meter Schallschutzwand für Karlsruhe

Für den Schutz vor Bahnlärm in Karlsruhe standen 11,8 Millionen zur Verfügung, so die Deutsche Bahn in ihrer aktuellen Pressemitteilung. In den letzten zehn Jahren hat sie 13 Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 7.168 Metern und einer Höhe zwischen zwei und vier Metern errichten lassen. Kostenpunkt: rund 10 Millionen Euro. Am Montag wurden diese nun symbolisch zum Abschluss gebracht.

Neben diesen aktiven Schallschutzmaßnahmen kommt an etwa 500 Wohneinheiten passiver Schallschutz zum Einsatz, wie beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und von Lüftern. Hierfür wurden rund 1,8 Millionen Euro vom Bund zur Verfügung bestellt, so heißt es von der Bahn weiter.

"Ziel um 3 Dezibel übertroffen"

Bei einem Vorort-Termin in Karlsruhe-Grötzingen zum Zwischenstand der Arbeiten im Oktober 2014, kritisierte Gisela Splett, dass die geltenden Regelungen für die Lärmsanierung an bestehenden Verkehrswegen, sowohl bei Straßen als auch an Schienen, aus Lärmschutzsicht nicht befriedigend seien: "Es fehlt eine Gesamtlärmbetrachtung, es besteht kein Rechtsanspruch auf Lärmsanierung und die Werte, ab denen Lärmschutzmaßnahmen möglich sind, sind vergleichsweise hoch", so Splett damals.

Auf Nachfrage von ka-news ob Splett nun mit den abgeschlossenen Arbeiten zufrieden ist, äußert die Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg: "Das erreichte Ziel an Landesstraßen eine Emission von tagsüber 65 dB und in der Nacht 55 dB vorzuweisen, ist Vorbild für die Werte an Bundesstraßen und dem Schienenverkehr, "das übertroffene Ziel um 3 dB ist aber schon jetzt ein Erfolg", so Splett.
 

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