GPS-Schnitzeljagd verursachte Bombenalarm am Hauptbahnhof
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Karlsruhe (pol) - Am Mittwoch mussten Teile des Karlsruher Hauptbahnhofes geräumt werden. Ursache war ein verdächtiger Gegenstand, der unter einer Skulptur abgelegt war. Wie die Bundespolizei nun mitteilte, geht sie davon aus, dass es sich um ein Geocaching-Versteck gehandelt hat.

Geocaching ist eine Art moderne Schnitzeljagd. In kleinen Behältnissen oder Dosen werden Gegenstände und ein "Logbuch" versteckt. Die Lage des Verstecks wird in Form von Koordinaten im Internet veröffentlicht. Die Mitspieler suchen unter Nutzung eines GPS-Gerätes das Versteck auf. Zur Dokumentation wird der Fund im Logbuch sowie auf entsprechenden Internetseiten vermerkt und gegebenenfalls mit Fotos ergänzt. Durch die Veröffentlichung können andere Personen, insbesondere der Verstecker ("Owner"), die Geschehnisse verfolgen.
Die Bundespolizei warnt nun vor der unbedachten Auswahl der Hinterlegungsorte. So führte das Hauptbahnhof-Versteck zu einem größeren Polizeieinsatz - mit einer Teilsperrung des Bahnhofsgebäudes und Verzögerungen im Zugverkehr. Die hierdurch verursachten erheblichen Kosten können im Rahmen von zivilrechtlichen Forderungen möglicherweise in Rechnung gestellt werden.
Die Bundespolizei fordert alle Beteiligten des Geocaching nachdrücklich auf, entsprechend umsichtig und vorausschauend bei der Auswahl ihrer Verstecke zu sein. Stark frequentierte Örtlichkeiten wie Bahnhöfe, Innenstädte, Fußgängerzonen und Veranstaltungsorte sollten generell gemieden werden. Außerdem bittet die Polizei um von außen deutlich sichtbare Kennzeichnung der verwendeten Behältnisse.
Mehr zu: Geocaching Hauptbahnhof Bundespolizei
- (347 Beiträge) | 25.09.2009 15:39Wie ist das eigentlich,wenn man dabei beobachtet wird, wie man einen verdächtigen Gegenstand in einem Mülleimer "versteckt"?
Ich nehme meine leeren Brezeltüten dann lieber nach Hause mit, bevor man wegen sowas in einen Gewehrlauf gucken darf. - (1206 Beiträge) | 25.09.2009 16:15@himbeereJau, da musst Du vorsichtig sein. Ich werde wohl , bevor ich beim nächsten Sperrmüll meinen Schrapel auf die Straße schleppe, vorsichtshalber mal die Bullen anrufen und die von meinem Vorhaben unterrichten. Nicht, dass noch so ein Paranoiker aus der Nachbarschaft vermutet, ich wolle die ganze Oststadt sprengen ...




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