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G8, G9 - entweder, oder? Eine Entscheidung muss her!

Erst war G9. Dann kam G8. Jetzt wird zurückgerudert, aber nur halbherzig. Oder vielleicht auch gar nicht. Der kritisch beäugte Wechsel von G9 zu G8 hat im Ergebnis mehr Unruhe geschaffen, als ein strafferes Bildungsprogramm. Bei all dem Hin und Her stellt sich langsam die Frage, wo das alles enden soll.

Überforderte Lehrer, überforderte Schüler, überforderte Eltern. Wenn dann die Schüler bereits mit 18 das Gymnasium verlassen, setzen sie sich nach einer Hetzjagd durch die Schule dem Druck der verschulten Universitäten aus - wenn sie sich denn dazu entscheiden.

Schluss mit Kompromissen

Was als Coup für die Wirtschaft gedacht sein mag, entpuppt sich zu einer Farce. Ein Schuljahr "wegkürzen" klingt grundsätzlich kontraproduktiv zur Förderung guter Schulleistungen. Wenn dann jedoch auch an Lehrplänen und Materialien wenig geändert wird, stehen am Ende frustrierte Lehrer, hilflose Schüler und wütende Eltern. Der Wunsch, zurück zu den G9-Schulzweigen zu gehen, erscheint plausibel, damals hatten die Schüler noch Zeit. Wenigstens ein bisschen mehr. Ob nun alles bei G9 besser war, sei dahingestellt. Der regelrechte Sturm auf Gymnasien, die sich für einen Rückwärtssalto entschieden haben, spricht jedoch für sich oder zumindest für die landläufige Meinung der Eltern.

Aber: Sämtliche Lösungen, die nun angeboten werden, sind auch nur Kompromisse. Ein halbgares System irgendwo zwischen G8 und G9, ungleiche Bildungschancen, die in Deutschland ohnehin schon seit Jahren ein großes Thema sind. Jemand müsste auf den Tisch hauen und rufen: "Entweder, oder, und das bitte endlich richtig!" Denn bisher lässt jede neue Bildungsreform fürchten, dass wieder nur verschlimmbessert wird.

Gymnasien sollten frei entscheiden

Dies sehen anscheinend auch die Teilnehmer unserer nicht repräsentativen Umfrage ähnlich: Sie können den negativen Bescheid für mehr Karlsruher G9-Schulen nicht verstehen. 72,30 Prozent sind der Meinung, dass Gymnasien frei entscheiden sollten, wie viele Jahre sie ihre Schüler unterrichten wollen. Weitere 19,93 Prozent der Umfrageteilnahmer halten eine freie Entscheidungsmöglichkeit für nicht wichtig, jedoch die Tatsache, dass es mehr als ein Gymnasium mit G9 geben sollte. 4,73 Prozent finden dagegen, dass die Begrenzung der Landesregierung richtig ist. 3,04 Prozent haben dazu keine Meinung.

Maßnahmen zur Verhinderung von Straßenbahnunfällen

Wie sich das Schulsystem in Zukunft weiter entwickeln wird, muss sich zeigen, ebenso welche Maßnahmen zur Verhinderung von Straßenbahnunfällen sich bewähren könnten. Stadträte, Polizei und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) suchen deshalb nach Möglichkeiten der Prävention. Daher fragen wir Sie diesmal: Was halten Sie für sinnvoll? Stimmen Sie ab!

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