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Karlsruhe Frieden und Gottes Segen für Flüchtlinge: Sternsinger besuchen LEA

Sternsinger haben am Montag die Landeserstaufnahmeeinrichtung Karlsruhe besucht, so das Katholische Dekanat Karlsruhe in seiner Pressemitteilung. Verkleidet als die Heiligen Drei Könige, sangen die Jugendlichen aus der Oststadt und aus Rintheim das Sternsingerlied "Wir kommen daher aus dem Morgenland" und brachten Geschenke für die Kinder mit.

Jedes Jahr um den Dreikönigstag findet die Sternsingeraktion statt. Kinder und Jugendliche gehen von Haus zu Haus, wünschen den Menschen Gottes Segen und sammeln Spenden für notleidende Kinder. Bundesweit koordiniert wird die Aktion vom Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend, so Tobias Tiltscher, Öffentlichkeitsreferent des Katholischen Dekanats Karlsruhe.

Flüchtlinge freuen sich über Besuch der Jugendlichen

An mehreren Türen schrieben die Sternsinger die Segensformel "20+C+M+B+16". Damit wünschen sie allen Menschen, die in einem Haus wohnen, für das neue Jahr Frieden und Gottes Segen. Anschließend besuchten sie auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Für viele Jugendliche ist die Sternsingeraktion ein fester Teil der Weihnachtsferien. So etwa für Katharina Gniot aus der Oststadt, die seit 15 Jahren bei den Sternsingern mitmacht. Der Besuch bei den Flüchtlingen war für die 23-jährige besonders eindrücklich: "Die Leute leben dort in sehr einfachen Verhältnissen, und man hat gemerkt, dass wir ihnen eine Freude machen konnten." Besonders im Kindergarten habe man die Freude der Kinder gespürt, erzählt sie.

"Sternsinger gehören zum Jahresanfang dazu"

Den Besuch vorbereitet hat Nicole Schilz. Sie ist Gemeindeassistentin in der Seelsorgeeinheit St. Raphael, zu der die Oststadt, die Waldstadt und Rintheim gehören. Für sie ist die Arbeit mit den Sternsingern in jedem Jahr aufs Neue eine positive Erfahrung, erzählt sie: "Die Jugendlichen werden freundlich empfangen. Die Leute freuen sich über den Besuch." Für viele gehöre deren Besuch und der mit Kreide an die Tür geschriebene Segen einfach zum Jahresanfang dazu.

Neben den gesammelten Spenden sei das Sternsingen auch für die Jugendlichen selbst ein schönes Erlebnis, berichtet Nicole Schilz: "Sie sind in der Gruppe unterwegs, tun etwas Gutes und haben eine Menge Spaß dabei. Vor allem geht es darum, von Gottes Segen im neuen Jahr zu singen. Dass es den Menschen gut geht, das wünschen wir ganz besonders den Flüchtlingen in unserer Stadt."

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