Karlsruhe

Karlsruhe Ecke links
Karlsruhe Ecke rechts
25°/ 19°
Karten-Ansicht: Karlsruhe
  • Drucken
  • Speichern
18.03.2016 06:00
 
Schrift: 

Frauen Union Karlsruhe: "Reform des Sexualstrafrechts dringend erforderlich" [1]

(Symbolbild)
Bild:© klick61 - Fotolia.com

Karlsruhe (ps/rah) - Das Sexualstrafrecht soll sich ändern: Am Dienstag beschloss das Bundeskabinett eine entsprechende Verschärfung. In einer Pressemitteilung begrüßt die Frauen Union Karlsruhe die geplante Änderung - und warnt vor "Strafbarkeitslücken"
Anzeige

Die zahlreichen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln haben bestehende Lücken im Strafrecht offen gelegt. Davon ist die Frauen Union Karlsruhe überzeugt, wie diese in einer Presseerklärung mitteilten. Für viele sei die Tatsache überraschend gewesen, dass tätliche Übergriffe wie "Grapschen" derzeit nicht strafbar sind.

Das soll sich nun ändern: Am Dienstag verabschiedete die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuches: Zukünftig soll sich strafbar machen, wer die Unfähigkeit eines Opfers zum Widerstand ausnutzt oder überraschend sexuelle Handlungen an einem Opfer vornimmt. Der Gesetzentwurf sieht daher neue Straftatbestände vor, mit denen der sexuelle Missbrauch unter Ausnutzung besonderer Umstände unter Strafe gestellt wird.

"Frauen und Männer besser geschützt"

Eine Entscheidung, die die Frauen Union begrüßt. "Das Strafrecht in der aktuellen Fassung schützt Frauen und Männer nicht vor allen Formen sexualisierter Gewalt", heißt es hier. Zwar sei die sexuelle Nötigung und Vergewaltigung gemäß strafbar. Jedoch bestehen nach Aussage der Frauen Union Strafbarkeitslücken in Fällen, in denen ein überraschtes Opfer sich nicht gegen eine aufgezwungene sexuelle Handlung wehrt oder wenn es aus Angst vor weiterer Eskalation, zum Beispiel im häuslichen Umfeld, solche Handlungen erduldet und der Täter diesen Umstand erkennt und ausnutzt.

"Die Schließung von Schutzlücken in den geschilderten Situationen ist nicht lediglich eine Forderung der Frauen Union, des Frauenrats sowie anderer Frauenverbände. Auch ist die Reform des Sexualstrafrechts dringend erforderlich aufgrund der Umsetzung von Artikel 36 der Istanbul-Konvention, nach der jede nicht einverständliche sexuelle Handlung unter Strafe zu stellen ist", so Rahsan Dogan, Vorsitzende der Frauen Union Karlsruhe.

Unterstützt wird der Gesetzesentwurf durch den Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuther: "Auf diese Weise sollen Frauen – aber auch Männer – besser als bislang vor sexuellen Übergriffen geschützt werden. Gleichzeitig wird die Bundesrepublik Deutschland damit das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt vom 11. Mai 2011 weiter umsetzen."

Werde ka-Reporter!

Mehr zu: Karlsruhe Gesetz

Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert:

20 Meter hohe Flammen: Brand in Karlsruher Kleingartenanlage [9]


Blaulicht an Feuerwehrwagen


Kommentare [1]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (7252 Beiträge) | 18.03.2016 14:57
    Bewerten: lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    Tätliche Übergriffe wir grapschen nicht strafbar?
    So ein Quatsch. Nur ist das dann halt keine Vergewaltigung, sondern eine sexuelle Beleidigung. Auch eine Straftat.

    Liebe Frauen der CDU. Erst informieren, dann jammern.
Titel:
Kommentar:

Kommentare
dürfen 1000 Zeichen lang sein.
Ihnen verbleiben Zeichen.
Für registrierte Nutzer
Für nicht registrierte Nutzer
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzuschicken
Benutzername  
Passwort  
     

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Medienhaus intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

Hinweis: Die Registrierung ist ohne Angabe des wahren Vor- und Zunamens nicht zulässig. Pro Mitglied ist nur ein Account zulässig.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:
Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden:
Anrede:
Frau Herr  
Titel:
Vorname:
Nachname:
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:
Geburtstag:
 
 
Themenbereich HTML-
Newsletter
Nicht
abonnieren
ka-news Business-Newsletter
ka-news.de-Newsletter: News aus Karlsruhe
KSC-Newsletter: Montagsausgabe
KSC-Newsletter: Freitagsausgabe
ka-news.de-Newsletter: Meistgelesene Nachrichten
 
 


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Welcher Tag kommt nach dem Mittwoch?: 
Anzeigen