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22.07.2009 10:12
 
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Fleischwerk: Abwasser wird in Karlsruhe geklärt [4]

Karlsruhe (tan) - Obwohl in Rheinstetten bereits die ersten Bagger rollen, hat sich gestern der Gemeinderat erneut mit dem leidigen Thema Edeka-Fleischwerk befasst. Diesmal ging es darum, eine Nachtragsvereinbarung zwischen Karlsruhe und Rheinstetten die Klärung des Abwassers aus dem geplanten Fleischwerk betreffend abzusegnen.

/region/karlsruhe/Fleischwerk-Abwasser-wird-in-Karlsruhe-geklaert;art6066,237931,B?bn=316621
Schlachthof (ka-news)
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Foto: (Symbolbild)

An sich handelt es sich dabei nicht um eine Neuigkeit, denn gemäß der bestehenden Vereinbarung zwischen den beiden Städten wird Abwasser aus Rheinstetten-Forchheim im Klärwerk in Karlsruhe-Neureut gereinigt. Allerdings beträgt die zulässige Höchstmenge 105 Liter pro Sekunde, hinzu kommt das Abwasser der Neuen Messe, die sich auf Rheinstettener Gemarkung befindet.

Durch das neue Fleischwerk wird eine zusätzliche Abwassermenge von 12,2 Liter pro Sekunde erwartet, weshalb eine Erweiterung der Anlage in Neureut erforderlich sein wird. Hierfür zahlt die Stadt Rheinstetten einmalig 350.000 Euro an Karlsruhe, "zur Abgeltung der geschätzten Baukosten", so die Stadtverwaltung.

Beschluss lediglich eine "demokratische Übung"

Erwartungsgemäß nutzten einige Fraktionen die Gelegenheit, ihre ablehnende Haltung gegenüber dem geplanten Fleischwerk kundzutun. So meldete sich Bettina Lisbach (Grüne) zu Wort, um zu betonen, dass ihre Fraktion von Anfang an gegen das Fleischwerk gewesen sei. Deshalb wollten die Grünen auch dem Beschluss über die Nachtragsvereinbarung nicht zustimmen.

Hans Pfalzgraf (SPD) reagierte auf die Wortmeldung der Grünen-Fraktionsvorsitzenden mit Unverständnis. Das Abwasser sei eben eine Folge aus dem Beschluss des Gemeinderats, der ein "demokratischer Beschluss" gewesen sei. Jetzt die Vereinbarung abzulehnen, passe seiner Meinung nach nicht zur Haltung der Grünen. Dem schloss sich Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) an: "Das hat Herr Pfalzgraf gut formuliert." Beim vorliegenden Beschluss handele es sich lediglich um eine "demokratische Übung", für die Grünen habe sie daher kein Verständnis.

Edeka selbst möchte Geruchsbelästigung vermeiden

Ebenfalls ablehnend zeigte sich dagegen die KAL. "Wir werden auch in Zukunft keinen Folgeanträgen zum Fleischwerk zustimmen", kündigte Lüppo Cramer stellvertretend für seine Fraktion an. Außerdem hoffe er, dass die Klage der Siedler Erfolg habe. Auch Rita Fromm (FDP) gab an, die Siedler in ihrem Begehren zu unterstützen. Allerdings sei die Stadt Karlsruhe nicht  Herrin des Verfahren, weshalb ihre Fraktion dem Beschluss zustimmen wolle.

Bevor es zur Abstimmung kam, sprach Bürgermeister Michael Obert die von einigen befürchtete Geruchsbelästigung an. Die Firma Edeka selbst wolle jegliche Geruchsbelästigung vermeiden, da so etwas für den Ruf eines Fleischwerks nicht gerade förderlich sei. Der Beschluss wurde wie zu erwarten gegen die Stimmen von KAL und Grünen angenommen.

Mehr zu: Gemeinderat Fleischwerk Klärwerk

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Kommentare [4]
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  • (331 Beiträge) | 22.07.2009 19:03
    Fleischwerk - Abwasser ...???
    Das erinnert mich an meinen heutigen Tag im Rappele - Schwimmbad!!!

    Da schwomm auch manch fette Sau im Wasser!!
    *griiiiiins!!!
  • (331 Beiträge) | 22.07.2009 20:04
    ... werde mich mal beschweren...
    will meine 3,50 Euro wegen Fettaugen auf dem Wasser zurück""""
  • (47 Beiträge) | 22.07.2009 22:38
    demokratische Übungen ……
    mit einem „demokratischen Beschluss“ hat der Gemeinderat die zusätzliche Abwassermenge für das Fleischwerk aus Rheinstetten genehmigt. Sie beträgt über 10 % mehr, als ganz Rheinstetten zusammen abgibt. Die Menge von der Neuen Messe wurde nicht mitgerechnet. Die hat man so nebenbei vergessen. Aber bei den Aktivitäten, die hier vorzufinden sind, entsteht ja kein Abwasser, s´is ja sowieso nix los bei der Mess!

    Wenn dann Edeka nach der Genehmigung (die zum Glück noch nicht in trockenen Tüchern ist) dann die Entnahme von Grundwasser beantragt (obwohl immer beschworen wird, dass kein Grundwasser gebraucht wird, was mal was neues bei den EDEKA-Fleischwerken währe), dass wird es von unseren Stadtoberen eine „demokratische Übung“, um die Wasserentnahme zu genehmigen. Die UVP lässt grüßen, denn die währe bei einer sofortigen Antragstellung zwingend gewesen!
  • (201 Beiträge) | 22.07.2009 22:45
    @Wolffiiiiiiii wg. beschweren
    Ich empfehle die Verwendung einer großflächigen rosa Brille. Macht Edeka auch nicht anders. Die wollen dem Abwasser einfach Deo zu damits nicht so stinkt. Des Deo ist FeCl2 (Wasserschädlich und billig) oder Nitratlösung (Wasserunschädlich und teuer). 25 Kubikmeter wollen sie davon im Wasserschutzgebiet lagern. So viel dazu den Vorgang lächerlich zu machen.
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