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Filmreifer Polizeieinsatz: Plötzliche Fan-Kontrolle im Wald [19]

Karlsruhe (ram) - "Zamme nausdappe", das wollten rund 70 KSC-Fans aus dem Umfeld des Fanprojekts am vergangenen Samstag. Vom Karlsruher Fanprojekt durch den Hardtwald bis zum Stadion – so war die Route geplant. Doch am Samstag kam es zu einem Zwischenfall.

/region/karlsruhe/Filmreifer-Polizeieinsatz-Ploetzliche-Fan-Kontrolle-im-Wald;art6066,167113,B?bn=210412
Karlsruher SC - VfB Stuttgart
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Fußball Bundesliga, Karlsruher SC - VfB Stuttgart. Einsatzkräfte der Polizei schirmen die mitgereisten Stuttgarter Fans ab.
Foto: Uli Deck (dpa)
Karlsruher SC - VfB Stuttgart

Auf Höhe der Sportplätze der DJK Ost wurden sie von Polizisten, die sich nach unterschiedlichen Zeugenaussagen als Waldarbeiter verkleidet hatten, eingekesselt. "Ein grinsender Einsatzleiter erklärte über ein Megafon, dass dies eine Untersuchung zwecks der Vorfälle gegen Stuttgart sei und jeder von uns durchsucht sowie von jedem eine Filmsequenz gemacht werden würde", schildert ein betroffener Fan den ungewöhnlichen Einsatz der nach seinen Angaben martialisch aufgetretenen Polizeibeamten. Insbesondere auf die anwesenden Jugendlichen habe die Situation bedrohlich gewirkt.

Polizei kontrollierte 96 Fans

"Ja, es war überraschend für die Fans und die Kontrolle war nicht sichtbar", so Einsatzleiter Martin Plate gegenüber ka-news. Die Ermittlungsgruppe "Randale" untersucht die Zwischenfälle der letzten KSC-Partien – und insbesondere das Derby gegen Stuttgart. Nach Angaben Plates kontrollierten die anwesenden Beamten am Samstag am Kanalweg innerhalb von 38 Minuten 96 Fans. Die Polizei hatte sich in Absprache mit der Staatsanwaltschaft für so ein großes Polizeiaufgebot entschieden, um sicherzustellen, dass die Fans trotz Kontrolle rechtzeitig im Stadion ankommen konnten, so Plate. 

Jeder, dessen Personalien festgestellt waren und von dem eine kurze Videosequenz aufgenommen wurde, habe seinen Weg in Richtung Stadion fortsetzen können. "Wir müssen alle Maßnahmen treffen, um solche Vorfälle wie nach dem Spiel gegen Stuttgart aufzuklären." Laut Plates Angaben sei die Polizei bemüht gewesen, deeskalierend vorzugehen. Dabei sei ihnen die "sehr kooperative" Art der Fans entgegengekommen. Von den 96 Fans konnten auch 95 unmittelbar weiter zum Spiel. Nur in einem Fall sei es nicht möglich gewesen, die Personalien vor Ort festzustellen, doch auch er habe es rechtzeitig zum Anpfiff ins Stadion geschafft. Im Gespräch mit ka-news betonte der Einsatzleiter, dass die Polizei mit dem Fanprojekt auch wieder an einem Tisch zusammen kommen wolle.

Mehr zu: Randale KSC Derby Kontrolle

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Kommentare [19]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (380 Beiträge) | 17.03.2009 08:53
    Humbug
    "Insbesondere auf die anwesenden Jugendlichen habe die Situation bedrohlich gewirkt."
    Ach Gottchen, die armen, unschuldigen Kinder. Auf dem Weg zum Kirchgang von der bösen Polizei überfallen.
  • (168 Beiträge) | 17.03.2009 08:58
    Filmsequenzen???
    Datenschutzrechtlich ja absolut fragwürdig, oder?
  • (16 Beiträge) | 17.03.2009 09:21
    @motzki
    Nicht dabeigewesen --> Mund halten... Da waren wirklich Jugendliche/Kinder dabei, die mit den Vorfällen gegen S defintiv nichts zu tun hatten.
  • (1206 Beiträge) | 17.03.2009 09:30
    @Specknase
    Das ist in vielerlei Hinsicht mehr als fragwürdig. Passt aber wunderbar zu dem längst eingeschlagenen Weg in Richtung Polizeistaat. Hier muss nun halt das dünne Deckmäntelchen Fußballrandale herhalten um solche Aktionen zu decken, im Netz sind es halt KiPo, File-Sharing und der schlimme omnipräsente Terrorismus mit welchem die Freiheitsrechte systematisch ausgehöhlt werden.
    Doch der dumme Durchschnitts-Michel steht noch immer wie das Lamm vor der Schlachtbank und blöckt was von "selber Schuld" und "wer nichts zu verbergen hat..." - bis zu dem Tag, an dem das Kind endgültig im Brunnen liegt und er selbst am Arsch gepackt wird - dann ist das Gejammer wieder riesengroß und die pösen[tm] Politiker im fernen Berlin sind schuld.
    Leute, wir bewegen uns in eine Richtung, dagegen war die Stasi eine Krabbelgruppe ... :-/
  • (13748 Beiträge) | 17.03.2009 09:43
    @stefko
    Jetzt lass mal die Kersch im Dorf...
  • (4 Beiträge) | 17.03.2009 10:21
    Verhältnismäßigkeit!!!
    Ich selbst (50 Jahre, weiblich) war schon geschockt von dem Polizeiaufgebot vor dem Haupteingang des Stadions nach dem Spiel. Normalerweise bekomme ich das nicht mit, da ich sonst auf der Haupttribüne sitze, dieses Mal im D1 mit der Karte meines Sohnes war.

    Ich fühlte mich bedroht (Polizisten mit Schlagstock in der Hand). Manche der jungen Polizisten/innen taten mir leid, manche machten mir Angst.

    Ist jeder Fan in deren Augen ein potenzieller Randalierer? Der Eindruck entsteht
  • (92 Beiträge) | 17.03.2009 10:25
    Augenzeugenbericht
    Hier steht übrigens ein Augenzeugenbericht von Fans. Falls das wirklich so abgelaufen ist, dann ist das vollkommen unangemessen:

    http://www.seit1894.de/ksc/spiele0809/ksc_bie.htm
  • (1206 Beiträge) | 17.03.2009 10:43
    @Hobbit
    Unser meiner bescheidenen Meinung nach posttraumatisch schwer gestörter Innenminister prägte ja auch das "schöne" Wort vom "potentiellen Gefährder" => Ein Mensch, der noch nicht zum G. geworden ist, es aber werden könnte. Gegen den aber schon jetzt "Maßnahmen" ergriffen werden sollen. Potenzieller G. kann jeder sein. Immerhin kann von jedem Bürger in der Zukunft eine Gefahr ausgehen. So etwas nennt man in anderen Zusammenhängen einen Generalverdacht.
    [http://www.zeit.de/online/2009/04/neusprech-schaeuble-lexikon]
  • (16 Beiträge) | 17.03.2009 11:00
    @ sno
    Es hat sich definitiv so und nicht anders zugetragen wie in dem Augenzeugenbericht dargestellt.
  • unbekannt
    (43 Beiträge) | 17.03.2009 11:01
    Fußballfans sind keine Verbrecher
    Einige KSC-,,fans" aber schon.Und wenn da nur ein kleines Polizeiaufgebot wäre,würde dieses Pack sofort ihre Chance wittern.Also auf auf in die 2.Liga.
  • (1206 Beiträge) | 17.03.2009 11:24
    @unikat
    Also wenn Du es geschafft hättest, noch ein "dann hat sich auch diese leidige Stadiondiskussion erledigt" in Deinen Beitrag unterzubringen, dann gäbe es sogar einen Fisch dafür. So allerdings ... zurück auf die Trollwiese.
  • unbekannt
    (43 Beiträge) | 17.03.2009 12:07
    Das Stadion
    hat sich hoffentlich erledigt.Bald 2. und dann 3.Liga da reicht das alte noch.Hat man doch schon gegen Bielefeld gesehen wie die Modefans ausbleiben.5000-6000 freie Plätze.Gibts jetzt nen Fisch?
  • (37 Beiträge) | 17.03.2009 12:14
    @unikat
    von den freien plätzen ging sicher die hälfte an bielefeld.
  • (1206 Beiträge) | 17.03.2009 12:24
    @unikat
    Aber nur 'n Alten, da, fang!

    <))))o><

    zwinkern
  • (246 Beiträge) | 17.03.2009 12:35
    das sind
    Gelöscht! Verstoß gegen Kommentarregeln.
  • (37 Beiträge) | 17.03.2009 13:16
    @polizei
    Ob das die richtigen Maßnahmen sind Gewalt vorzubeugen ist wohl mehr als fraglich. Wie sieht es eigentlich mit den Datenschutzgesetzen aus, ist soetwas überhaupt rechtmäßig?
  • (1206 Beiträge) | 17.03.2009 14:04
    @ka_ler
    Im Zweifelsfall werden halt
    - laufende Ermittlungen / Untersuchungen
    - Gefahrenabwehr
    - erhaltene Hinweise aus gut unterrichteten Kreisen
    - Kampf gegen den Terrorismus
    - irgendeine andere leere Floskel
    vorgeschoben.
    Wie immer halt, wenn es darum geht eine Schweinerei zu vertuschen, bzw. im Nachhinein legal erscheinen lassen zu wollen ...
  • (1899 Beiträge) | 18.03.2009 20:24
    Klagen
    "Das ist in vielerlei Hinsicht mehr als fragwürdig. Passt aber wunderbar zu dem längst eingeschlagenen Weg in Richtung Polizeistaat."

    Klagt schon jemand auf Feststellung der Rechtswidrigkeit und Vernichtung der Aufnahmen? Ich würde da auch was spenden.
  • (174 Beiträge) | 18.03.2009 22:57
    Verhältnismäßigkeit?
    Stellt euch vor, in KA würde die Stadtsparkasse überfallen und ausgeraubt. Zwei Wochen(!) nach der Tat stürmt plötzlich ein Einsatzkommando die Bank, kesselt alle Kunden ein und verlangt von jedem vor laufender Kamera und hochhalten des Personalausweises seinen Namen und Wohnort zu sagen. Begründet wird das ganze dann mit "Aufklärungsarbeit zu den Vorfällen vor zwei Wochen".
    Na das Theater in den Medien würde ich gerne mal erleben.
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